Liebe Freunde,
zwei Fragen:
- kennt jemand eine kleinere Treibscheibe als 85 mm Durchmesser beim
Direktantrieb mit Synchronmaschine?
- gibt es größere Fahrgeschwindigkeiten als 1,6 m/s und bei welchen
Anwendungen?
Hallo Bernd,
so aus dem Bauch herraus eher nicht. Die Kleinsten, die ich kenne sind
vom otis Gen 2 aber ich hab das maß nicht wirklich auswendig drauf zur
Zeit auch nichts zum schauen die und die Schindler beide mit Gurt sind
meines wissens die kleinsten.
Dies hängt mit den minimalen Biegeradien der Gurte zusammen bei
Einzelseilen sind diese eher bei 200 mm Treibscheibendurchmesser
Wenn du mir eine pm schreiben willst worum es geht mache ich mich gern
für dich schlau. und klapper die händler ab was die so haben.
Namaste
1,8 m/soder auch 2 m/s sind üblich es gibt aber auch in hochäusern un
türmen noch wesentlich scnellere expresslifte entscheidend sind die
Haltestellenabständ und Brems und Beschleunigungswege die höchsten
Geschwinigkeiten werden in Bergwerken gefahren.
im Berliner Fernseturm imho rund 14 m/s ca 50km/h
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aufzugsanlage
Da gibt es eine Tabele mit Geschwindigkeiten
Namaste
Hallo Winfried,
ich habe geahnt, dass du dich meldest :-)
Die 85 mm werden von Schindler verwendet, das sind die kleinsten, die
ich bei meiner unbeholfenen Suche gefunden habe. Was ich in freier Natur
gesehen habe, sind so eher die von dir genannten 200 mm.
Nein, Händler belästigen brauchst du da nicht, danke für dein Angebot.
Es geht mir nur um die maximale Frequenz, die der üblicherweise
verwendete sin/cos-Geber mit 2048 Inkrementen abgibt und die liegt somit
beruhigend niedrig.
Ja, ne so kleine Radien gibts nur bei den beiden patentierten
Gurtsystemen und die dürfen imho max 2 m/s
bei inkremental un sinus kosinus und absolutwertgeberdaten kanst du bei
heidenheim nachschauen die haben Alle gängigen Datenblätter und für
jeden lift was.
Namaste
Bernd G. schrieb:>> die höchsten Geschwinigkeiten werden in Bergwerken gefahren.>> Bergwerke wären natürlich interessant.
Ich glaube da sind die Scheiben oben ne Nummer größer...
Winfried J. schrieb:> sorry berliner nur 6 m/s
Schneller ist der im Kollhoff-Gebäude am Potsdamer Platz, der soll auf
etwa 8.6 m/s kommen und wird als "schnellster Aufzug Europas" beworben.
Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es lohnt, mit dem Ding zu fahren,
der Ausblick von der damit erreichbaren Ausblickplattform ist
tatsächlich nicht schlecht - und das sag' ich als gebürtiger Berliner.
> Ich glaube da sind die Scheiben oben ne Nummer größer...
Ja, wer lang hat, der kann lang hängen lassen :-)
> bei inkremental un sinus kosinus und absolutwertgeberdaten kanst du bei> heidenheim nachschauen die haben Alle gängigen Datenblätter und für> jeden lift was.
Die habe ich inzwischen bis zur Gehirnerweichung durchgekaut, sozusagen
mein tägliches Brot :-)
Heidenhain ECN413 ist was absolut übliches, Wachendorff hat
BiSS+Sin/cos,
Kübler auch sowie SSI+sin/cos. Es bibt keinen Drehgeberhersteller, der
da nichts passendes hätte. Totale Anarchie.
Soweit ich gesehen haben, gibt es keinen Umrichter, der nicht auch
ECN413 könnte.
Rufus Τ. F. schrieb:> Winfried J. schrieb:>> sorry berliner nur 6 m/s>> Schneller ist der im Kollhoff-Gebäude am Potsdamer Platz, der soll auf> etwa 8.6 m/s kommen und wird als "schnellster Aufzug Europas" beworben.
Im Testturm in Rottweil wird bis 18 m/s getestet:
https://testturm.thyssenkrupp-elevator.com/thyssenkrupp-testet/
Aber ich weiß nicht ob das zählt weil die diese Geschwindigkeit
vermutlich nicht mit normalem Publikum fahren.
Bernd G. schrieb:>> tatsächlich nicht schlecht>> Das höchste Lob, das ein Berliner austeilen kann...
Die Schwaben sind da noch besser:
ed gschimpfed is globad gnua
Baldrian D. schrieb:> schnellen Aufzug schwindelig ist?
So OT ist die frage gar nicht.
Das hängt ganz von deiner Physis ab, das eine Problem sind die
Beschleunigung welche dein Innenohr registriert und die nicht zur
optischen Wahrnehmung passen. Siehe Reisekrankheit. Da hilft die Augen
zu schließen.
Hinzu kommt das speziell im aufwärts Beschleunigen und abwärts Bremsen
der Blutdruck einen Offset erfährt, den der Körper nicht erwartet.
Also nicht unterzuckert oder mit schwachen Blutdruck Highspeed-Aufzug
zufahren.
Wenn dir das öfter passiert mal den dynamischen Blutdruck checken
lassen. Der könnte nicht flexibel genug auf Belastung reagieren.
Dann zieht es dir förmlich das Blut aus dem Hirn.
Bei mir hat das mit Anfang fünfzig eingesetzt, wenn ich mich schnell aus
der Hocke aufrichte.
Namaste
Baldrian D. schrieb:> Etwas OT: Ist es eigentlich normal, dass einem nach einer Fahrt mit> einem schnellen Aufzug schwindelig ist?
9,81 m/s entsprechen 1G
Die 8,6 m/s abwärts schaffen somit schon fast Schwerelosigleit :-)
Wenn jemand Probleme mit dem Blutdruck oder Gleichgewichtssinn hat, dann
kann das schon einen Einfluss haben.
Wow. Danke für die schnellen Antworten.
Das erste Mal ist mir das in Tokio aufgefallen. Hotelzimmer im 23.
Stock. Der Aufzug war aus Glas und außen am Gebäude, so dass man
rausschauen konnte. Ich konnte also sehen dass der Aufzug sich bewegt.
Aber immer wenn ich unten angekommen bin war ich danach erstmal ein paar
Minuten wie leicht angetrunken (nur nicht so lustig).
Bei kurzen Aufzugfahrten in Kaufhäusern und so habe ich die Probleme
nicht (obwohl ich da nichts sehe). Die sind anscheinend langsam genug.
Wie checkt man denn den dynamischen Blutdruck? Belastungs EKG?
Baldrian D. schrieb:> Etwas OT: Ist es eigentlich normal, dass einem nach einer Fahrt mit> einem schnellen Aufzug schwindelig ist?
Ja, freilich. Das ist ebenso normal, wie die Tatsache, daß man nach
schneller Aufwärtsfahrt den Magen wieder herunterschlucken muß.
:)
Gerald B. schrieb:> 9,81 m/s entsprechen 1G
fasst richtig, es sind m pro Quadratsekunde
> Die 8,6 m/s abwärts schaffen somit schon fast Schwerelosigleit
na na, das wird nicht in 1 s aufgebaut.
Sowas machen wir nur im Nothalt mit Fangvorrichtungen und da gibt es
zulässige Grenzbelastungen. Werden die nämlich überschritten, wird es
für Osteoporosekranke sehr kritisch da gibt es schnell
Wirbelsäulenstauchungen und Knochenbrüche.
Ein TÜV Prüfer in Berlin empfahl mir vor 20 Jahren schon bei
Probefahrten nach Fangauslösung oder mit solchen stets weich in den
Knien zu stehen. Um so etwas aufzufangen.
Namaste
Baldrian D. schrieb:> Aber immer wenn ich unten angekommen bin war ich danach erstmal ein paar> Minuten wie leicht angetrunken (nur nicht so lustig).
Das spricht für sehr schnelles Abbremsen,in diesen Anlagen.
Wenn dir das Probleme bereitet alle 3 Etagen ein Zwischenstopp einlegen,
damit kann der Lift nicht so hohe Geschwindigkeit aufbauen. Er bleibt in
der Zwischengeschwindigkeit und verzögert entsprechend sanfter.
Allerdings könnten dich Mitfahrende komisch anschauen.
Es kann auch helfen am Ende der Fahrt leicht in die Knie zu gehen und
sich langsam wieder aufzurichten, du dehnst so die Bremsphase in ihrer
Spitzenbelastung. Aber die Blicke bleiben aus wenn du hinten im Aufzug
bleibst. ;)
Namaste
Winfried J. schrieb:> Allerdings könnten dich Mitfahrende komisch anschauen.
Den Mitfahrenden steckt ihre Kniescheibe danach selbst kurz unter dem
eigenen Schulterblatt, darum sind sie selbst auch komisch anzuschauen.
:)
Winfried J. schrieb:> Allerdings könnten dich Mitfahrende komisch anschauen.
:-)
Als Europäer mit 1,95 Meter Größe, Jeanshose und Lederjacke in einem
gehobenen Hotel wo alle einen Anzug trugen, wurde ich sowieso immer
komisch angeschaut.
Danke für die Tipps, aber da das Gefühl ja nach ein paar Minuten wieder
weg geht, ist es schon ok wenn ich durchfahre.
Jetzt weiß ich immerhin, daß das normal ist.
Baldrian D. schrieb:> Jetzt weiß ich immerhin, daß das normal ist.
Allein das hilft dir dich darauf einzustellen. Auch kannst du während
des Bremsens oder besser der ganzen Fahrt die Augen schließen tief
durchatmen und meditieren. Das hilft deinem Körper nicht überrascht zu
werden und sättigt das Hirn mit ausreichend Sauerstoff vorab.
Namaste