wärmepumpe mit Schütz von Wärmestrom- auf Haushaltsstromzähler umschalten

Gast #5464861
Hallo,
würde gerne über die Hausautomatisierung die Wärmepumpe (WP) vom 
normalerweise vorgeschalteten Wärmepumpenzähler auf den Haushaltsstrom 
(HH) umschalten, unterbrechungsfrei.

Grund: Nutzung von Photovoltaikstrom, welcher auf dem HH-Stromkreis 
einspeist, zu Zeiten mit PV, ansonsten auf Wärmestrom.

Umbau auf nur HH-Strom lohnt rechnerisch wegen doch recht hohem 
Verbrauch und mangeldem PV Strom im Winter nicht.


Ablauf:
WP an Wärmepumpenzähler als Normalzustand, über Schütz 1 (an)
Sonne/PV gegeben:
Schütz 2 schaltet phasenrichtig den HH Strom auf WP. Schütz 1 un 2 beide 
an.
Nach 1 Sekunde wird Schütz 1 ausgeschaltet. Nun fliesst Strom über 
HH-Zähler.
Lastabwurf wird in beiden Varianten berücksichtigt - sprich auch bei 
Aufschalten auf HH-Strom wird diese Bedingung akzeptiert.

Knackpunkt ist hier die Unterbrechungsfreie Umschaltung, sprich die 
kurzfristige Brückung des Wärmestromzählerkreises mit dem 
Haushaltsstromkreis.

Sieht da jemand einen Haken? Eigentlich müsste das sauber funktionieren, 
oder?

Grüsse
Gast #5464876
hast du dir mal ausgerechnet ob sich das rechnet ?

einfach parallelschalten darfst du das nicht...sonst könntest du ja den 
günstigen strom für dein haus nehmen...lies dir hierzu mal die 
bedingungen deines energieversorgers durch.
Gast #5464901
TestX schrieb:
> lies dir hierzu mal die
> bedingungen deines energieversorgers durch.

Eventuell hat er auch so einen tollen Vertrag bei dem er allen PV-Strom 
einspießen muss. Sagen wir mal (eine Zahl um ein Bild zu formen) 10 
Cent.
Er muss 30 Cent für den Strom bezahlen. Bedeutet er zahlt dann 20 Cent 
für Seinen Strom wenn die Sonne scheint.

Ist so wie mit dem Bäcker. Kunde bestellt Brötchen. Soviel wie er 
liefern kann. Bekommt 10 Cent pro Brötchen. Kunde verkauft es für 30 
weiter.
Isst er dann selbst eines, muss er es erst seinem Kunden verkaufen 
welcher es ihm dann verlauft. Er bekommt es also für 20 Cent.

Aber er könnte es auch so essen ;-)

Das meint der TE mit dem "Umschalten"
Gast #5464907
Willst du das unbedingt unterbrechungsfrei haben? Normalerweise hat 
deine Wärmepumpe ja eine Steuerzuleitung und die 3phasige Zuleitung für 
den Verdichter, Solepumpe usw.. Hier wird auch am meisten Leistung 
benötigt.
D.h. ein 3poliger Wechsler, welcher zwischen deinem Haushaltsnetz und 
Wärmetarifzähler wechselt würde eig. reichen. Deine Steuerung bleibt 
konstant an, so muss die nicht erst wieder neustarten. Wenn du jetzt 
z.B. über einen Schalter das Relais umschaltest würdest du im 
schlimmsten Fall den Verdichter für ein paar ms unterbrechen. Also eig 
unbedenklich. Dein Energieversorger wird aber höchstwahrscheinlich dem 
Einbau eines Relais nicht zustimmen, da gibt es bestimmt einige 
Auflagen. Sprich der Anschluss der WP an den Zähler muss ja nach VDE in 
einem eigenen Zählerbereich sein, verplombt und getrennt vom 
Haushaltsnetz. Aber wie die Bestimmungen da genau sind könntest du ja 
mal bei denen anfragen oder mal bei einem Elektriker im Ort nachhaken.
Gast #5465275
Hallo,
danke für die Antworten.

@TestX - ja, hab ich ausgerechnet (und ja oben schon so geschrieben). 
Und parallelschalten beabsichtige ich ja nur für Bruchteile einer 
Sekunde, um eben ein unterbrechnungsfreies Umschalten zu gewährleisten. 
Und ausserdem wird die WP den teuereren HH Strom umgeschaltet, da wird 
also nichts geschummelt.

@testobjekt - na ja, schöner wäre halt unterbrechungsfrei. Steuerung ist 
an getrennter Sicherung, immer an (wird nicht umgeschaltet, lohnt nicht 
wg. 20W). Wechsler (oder eben einfach 2 Schütze, die eben ohne 
Überlappung geschaltet werden) geht natürlich auch. Wenn die WP dann 
eben zufällig grad an ist, gibt es halt hässliche Spannungssprünge - 
sicher nicht ideal für den Motor. Ist aber prinzipiell möglich.

Der Anschluß WP ist nicht in einem plombierten Bereich. Lediglich der 
Lastabwurf ist in einem plombierten Bereich (bei mir ist der von 
11:30-13:00 und 17:00-18:30). Der schaltet wiederum ein Schütz, welches 
sinnigerweise im zugänglichen Bereich ist. Den Lastabwurf würd ich ja 
respektieren, d.h. auch in Falle, daß die WP auf HH Strom umgeschaltet 
ist, weil grade PV Strom verfügbar, würde ich diese Zeiten aussparen.

@Nautilus - Steuer berechnet sich ja nach Eigenverbrauch, d.h. würde im 
umgeschalteten Falle normal entrichtet werden, auch auf den Verbrauch 
der WP.

@Sven - vermutlich nicht (wobei dann testobjekt's Ansatz immer noch 
darstellbar wäre). Oder einfach trotzdem machen, technisch und auch 
geldmäßig kann in der halben Sekunde eigentlich kein Problem entstehen - 
verstandesmässig.

Das alles wär im Grund nicht nötig, wenn der Netzbetreiber ein 
kaskadierendes Meßprinzip anböte, wo man den WP Zähler hinter den HH 
Zähler setzt und bilanziert.

Grüsse
Axel
Gast #6256368
Hallo Alex,

ich suche das gleiche. Wollte mal Fragen wie du es umgesetzt hast.
Ich habe es vor mit 2 Schützen und nur umschalten, wenn der Verdichter 
nicht läuft. Danke.

Grüße Markus

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