Arbeitsvertrag prüfen lassen

Gast #5465177
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Ich habe eine neue Arbeitsstelle angeboten bekommen und dafür einen 
Arbeitsvertrag vorgelegt bekommen. Durfte den Vertrag auch mit nach 
Hause nehmen, bevor ich ihn unterschreiben soll. Bei Durchsicht 
erscheinen mir einige Regelungen jedoch etwas fragwürdig. Wollte daher 
den Arbeitsvertrag von einem Experten prüfen lassen. Hab aber keine 
Rechtsschutzversicherung und möchte nicht so viel Geld bei einem Anwalt 
ausgeben. Mann kann das aber online wohl ganz günstig machen. Hab auch 
einen Anbeiter gefunden: https://www.arbeitsvertrag-pruefen-lassen.de 
Hat da jemand schon Erfahrung gemacht?
Gast #5465201
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Meiner Meinung nach raus geschmissenes Geld, denn du wirst kaum in
der Verhandlungsposition sein, um vertragliche Nachbesserungen verlangen
zu können. Friss Vogel oder Stirb, wird man da wohl denken.
Andererseits könntest du den Vertrag unterschreiben und wenn die
Firma dich auf Basis des Vertrags übervorteilt, kannst du doch jederzeit
fristgerecht kündigen (sofern du ein anderes besseres Job-Angebot hast,
sonst gibts vom Amt keine Stütze). Arbeitnehmer sind da leider immer
noch in der schwächeren Situation.
Gast #5465279
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Was Cerberus schreibt, sollte man nicht außer Acht lassen - bist du in 
der Position, nachzuverhandeln oder den Vertrag abzulehnen?

Wenn nein, brauchst du auch keine Beratung.

Wenn ja, schnapp dir ein Branchenverzeichnis und ruf zwei-drei 
Anwaltsbüros mit Fachgebiet Arbeitsrecht aus deiner Nähe an, frag nach 
"Mein Arbeitsvertrag hat xx Seiten, ich hab da folgende drei Dinge, bei 
denen ich nicht weiß, wie ich die einschätzen soll - was kostet mich 
das, wenn wir uns dazu für 30 Min zusammensetzen?" oder - wenn du 
Mitglied in einer Gewerkschaft bist - frag dort nach.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein lokales Anwaltsbüro günstiger 
ist als dieser Online-Anbieter.

Das ganze unter der Annahme, dass deine Frage wirklich eine Frage und 
keine versteckte Werbung ist.

MfG, Arno
#5465329
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Gibt eigentlich eine ganz klare Richtung.
Wenn dir etwas nicht an dem Vertrag gefällt, sprich mit dem 
Vertragspartner darüber und wenn er Interesse an seinem Vertrag und dir 
hat, wird man zusammen kommen. Wenn nicht, lass es.
Man muss sich immer entscheiden. Die schlechtesten Entscheidungen sind 
die, die man schon im Anfang bereut hat.
Wenn du nämlich später denkst, hätte ich bloß nicht unterschrieben und 
du im Anfang schon skeptisch warst, dann ist die ganze Zeit in der du 
dort gearbeitet hast, für dich im Gefühl verschwendete Zeit. Manchmal 
gehen einem so Jahre verloren.
Ähnlich wie in Beziehungen. Wenn sich was von Anfang an verkehrt 
anfühlt, dann ist es das auch wahrscheinlich.
Gast #5465480
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Cerberus schrieb:
>
> Wenn die Zahlen realistisch wären, warum treffen sich dann
> zwei Anwälte, die beide glauben, recht zu haben, immer wieder
> vor Gericht? 50/50 halte ich für realistischer. ;-b

Weil die Klienten es so wollen. Ich war sehr am Rande mit einem 
Rechtsstreit beschäftigt, wo der Klient vom Anwalt vorab informiert 
wurde, dass die Chancen unter 50% liegen. Wurde trotzdem durchgezogen.
Gast #5465518
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Ist das mal wieder Werbung getarnt als Frage?

In letzter Zeit häufen sich hier die "Fragen" a la:
> Ich habe Problem X. Ich habe schon einen ganz tollen und supergünstigen
> Anbieter gefunden: www.problem-X-loesen.de
> Was würdet Ihr tun?"

Wurde diese Masche auf dem letzten Seminar für SEO-Wiesel vorgestellt 
und die Spammerbuden lassen jetzt ihre Praktikanten damit auf die Foren 
los?
Gast #5465637
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Johannes schrieb:
> Ich habe eine neue Arbeitsstelle angeboten bekommen und dafür einen
> Arbeitsvertrag vorgelegt bekommen.

Cerberus schrieb:
> Meiner Meinung nach raus geschmissenes Geld, denn du wirst kaum in
> der Verhandlungsposition sein, um vertragliche Nachbesserungen
> verlangen zu können. Friss Vogel oder Stirb, wird man da wohl denken.

Typisch wieder mal Cerberus, gehst wieder mal von dir selber aus? Nur 
dass dir Keiner einen Job mit AV anbietet, weil du den schon vorher 
allumfassend anzweifelst!

Dann schon eher das hier von Rainer Z.

Rainer Z. schrieb:
> Da bist du hier genau richtig, weil hier nämlich ausnahmslos jeder
> Experte ist. Poste einfach deinen Arbeitsvertrag, dann erhältst du im
> Gegenzug total qualifizierte erlesene Expertenratschläge, die so
> unbezweifelbar sind wie der Fachkräftemangel in Deutschland.
#5465865
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Cerberus schrieb:
> Meiner Meinung nach raus geschmissenes Geld, denn du wirst kaum in
> der Verhandlungsposition sein, um vertragliche Nachbesserungen verlangen
> zu können. Friss Vogel oder Stirb, wird man da wohl denken.


Sehe ich anders, wenn man seinen Job wechseln möchte, dann ordentlich.
Dann sollte man auch in der Lage sein, den Stinkefinger zu zeigen.


> Andererseits könntest du den Vertrag unterschreiben und wenn die
> Firma dich auf Basis des Vertrags übervorteilt, kannst du doch jederzeit
> fristgerecht kündigen (sofern du ein anderes besseres Job-Angebot hast,
> sonst gibts vom Amt keine Stütze). Arbeitnehmer sind da leider immer
> noch in der schwächeren Situation.

Aber dann hättest du einen guten alten Vertrag bereits gekündigt.

Amt - Stütze? Nicht jeder der seinen Job wechseln möchte droht, wenn es 
schief geht Hartz IV.

Ich würde lieber etwas bei einem Anwalt vor Ort zahlen, um mich beraten 
zu lassen.
#5465873
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Einen 08/15 Vertrag einer Leihbude muss ich nicht prüfen lassen, die 
sind eh alle (!!) mindestens fast sittenwidrig, das weiß auch jeder.
Den unterschreibt man eh nur, um nicht (mehr) arbeitslos zu sein und 
sich anschließend weiter zu bewerben.

Da kann ich mir die 90€ oder mehr sparen.


Es geht da wohl eher um vernünftige Arbeitsverträge bei vernünftigen 
Unternehmen, bei einem Jobwechsel aus einem solchen.
Überlegt, ohne Eile und der Möglichkeit, Nein zu sagen.
Gast #5466248
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Rick M. schrieb:
> Ich würde lieber etwas bei einem Anwalt vor Ort zahlen, um mich beraten
> zu lassen.

Den musst du auch bezahlen, selbst wenn er dir Scheiße erzählt.
Dank Internet ist man mittlerweile etwas informierter.
Die Anwältin, die ich zuletzt hatte, hat da wenigstens dreimal
bei Rechtsfragen ins Fettnäpfchen getreten und den angestrengten
Prozess (Landgericht) hat sie auch verloren. In der 1. Instanz,
wo ich mich selbst vertreten konnte, habe ich nämlich meinen Fall
gewonnen.
Sobald man ein Rechtsverhältnis eingeht, dass nur aufgrund einseitiger
Rechtsauffassung beruht, ist der Ärger doch schon vorprogrammiert.
Den Luxus abzulehnen, hat man doch schon meist gar nicht mehr.

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