Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Arduino Mega und 450 LEDs mit 24V ansteuern


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von Walter H. (prefect62)


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Werte Gemeinde,

ich stehe vor der Aufgabe, mit Arduino (vermutlich Mega) etwa 450 LEDs 
anzusteuern. Die LEDs sind vorgegeben und werden derzeit mit 24V 
betrieben. Ich hab zwar schon meine Überlegungen dazu gemacht, aber mich 
würden Eure unbeeinflussten Gedanken interessieren, wie ihr so etwas 
lösen würdet.

Ich komme aus der Software-Anwendungsentwicklung und habe mit 
Elektronik-Entwürfen bislang nix zu tun gehabt, ich ersuche daher um 
einfache Begrifflichkeiten. Gerne auch Links wo das Thema ggf. bereits 
abgehandelt wurde, ich hab bislang noch nix passendes gefunden.

HINTERGRUND:
Die Aufgabe besteht darin, ein altes Schaltpult für Lehrzwecke 
umzubauen. Bislang wurden damit 60V Relais geschalten, und bestimmte 
Zustände über die 24V LEDs angezeigt. Das Pult soll nun ohne die Relais, 
dafür mit Arduino gesteuert werden; unter Verwendung der vorhandenen 
LEDs.

Da ich nicht 450 Vorwiderstände auslöten und durch passende ersetzen mag 
(und das später auch bei jedem Ersatz einer LED erneut gemacht werden 
müsste) brauchts eben die 24V für die LEDs.

Und natürlich brauchts auch entsprechend Strom, ich schätze dass im 
Worst Case etwa 60% der LEDs gleichzeitig leuchten.

Vielen Dank für Eure Gedanken
Walter

von Alex G. (dragongamer)


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Nun, Stichwort wäre: Passender Mosfet.
Am einfachsten mit so einem Board anstelles jedes Relais: 
Ebay-Artikel Nr. 172401608124
Dazu kannst du die selbe 24 Stromquelle nehmen die schon vorher verbaut 
war, denn ein Relais tut weder Strom begrenzen, noch wandeln, also muss 
das so funktionieren.

von Joachim B. (jar)


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Alex G. schrieb:
> Am einfachsten mit so einem Board anstelles jedes Relais:
> Ebay-Artikel Nr. 172401608124

für 450 LEDs 450 solcher Boards einfach?

ich weiss ja nicht

Walter H. schrieb:
> unter Verwendung der vorhandenen
> LEDs.

doofe IDEE, ich würde ja 5mm WS2812B LEDs neu verdrahten
alle 36 LEDs einen 1,-€ DC/DC stepdown fix für 5V mit 3A aufgedruckter 
Schwindeldata und diese mit den 24V speisen.

fastLED für den Arduino braucht dann 1500 Byte SRAM für das Array ein 
Arduino m2560 mit 8KB SRAM ist dann locker ausreichend. Ein m1284p als 
Arduino (mighty mini) clone geht auch. Für den uno oder nano wirds eng.

von Alex G. (dragongamer)


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Joachim B. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Am einfachsten mit so einem Board anstelles jedes Relais:
>> Ebay-Artikel Nr. 172401608124
>
> für 450 LEDs 450 solcher Boards einfach?
Jede LED soll einzel ansteuerbar?
Das hiesse das Original hätte 450 Relais drin o.o (es sei denn da wäre 
eine art Matrix).
Das kann ich mir nicht so ganz vorstellen, denn LEDs kamen zu einem 
ähnlichen Zeitpunkt wie Transistoren. Das hätte man doch nicht so 
aufgebaut...

von Joachim B. (jar)


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Alex G. schrieb:
> Das hiesse das Original hätte 450 Relais drin

ein Zuse hat mehr Relais
http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/010_DM/020_Ausstellungen/060_Kommunikation/040_Informatik/020_Ausstellung/050_Universalrechner/Z3_Z4/L_4503_23_KonradZuse-vor-Z3_6.jpg

Alex G. schrieb:
> es sei denn da wäre
> eine art Matrix

auch denkbar

aber bei einer Matrix sollte der TO genau überlegen, mit wenigen MOSFETs 
wirds auch nicht viel einfacher, dann schon lieber hi side Treiber UDN

Beitrag "Re: ULN 28.. gegenstück"

mit low side Treiber ULN2803a
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/uln2803a.pdf

aber 450 LEDs vielleicht alte mit 20mA sind schon mal 9A

: Bearbeitet durch User
von Alex G. (dragongamer)


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Joachim B. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Das hiesse das Original hätte 450 Relais drin
>
> ein Zuse hat mehr Relais
> 
http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/010_DM/020_Ausstellungen/060_Kommunikation/040_Informatik/020_Ausstellung/050_Universalrechner/Z3_Z4/L_4503_23_KonradZuse-vor-Z3_6.jpg
Weil man damals nichts anderes hatte...


Denke der TE sollte mal mehr Infos rausrücken was genau durch den 
Arduino ersetzt werden soll.

von MaWin (Gast)


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Walter H. schrieb:
> Und natürlich brauchts auch entsprechend Strom

Den braucht es bisher ja wohl auch.
Wie 60V Relais und 24V LED zusammenpassen sollen  ist auch noch 
schleierhaft.

Arduino heisst 5V, und wenn deine LEDs nicht hrschaltetes plus sondern 
geschaltete Masseverbindung mögen, schliesse 38 davon an deinen Arduino 
an

http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tlc6c5912-q1.pdf

von Walter H. (prefect62)


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Danke für die Ideen!

Alex G. schrieb:
> Jede LED soll einzel ansteuerbar?
> Das hiesse das Original hätte 450 Relais drin o.o

Prinzipiell ja. Wenige der LEDs sind in Gruppen von zwei oder drei 
zusammen, also wohl parallel geschalten, aber die meisten leuchten nur 
für sich. Und die dahinter stehenden Relais füllen einen kleinen Raum, 
schätze so 6m³...

Alex G. schrieb:
> Das kann ich mir nicht so ganz vorstellen, denn LEDs kamen zu einem
> ähnlichen Zeitpunkt wie Transistoren. Das hätte man doch nicht so
> aufgebaut...

Vielleicht liegt es daran dass es eine Anwendung im 
sicherheitskritischen Bereich ist. Da greift man für die Steuerung 
lieber auf Dinge zurück die schon lange funktioniert haben (Relais) 
während die Anzeige nicht so kritisch ist.

MaWin schrieb:
> Wie 60V Relais und 24V LED zusammenpassen sollen  ist auch noch
> schleierhaft.

Warum das so ist weiss ich leider auch nicht, und die Entwickler von 
damals kann man wohl nicht mehr auftreiben. Dass es so ist habe ich 
noch nicht nachgemessen, vertraue aber dem Servicetechniker. Die Taster 
im Pult arbeiten mit 60V und beeinflussen damit die Relais, machen mir 
aber kein Problem da sie nur schließen und somit auch mit 5V korrekt 
arbeiten würden.

Alex G. schrieb:
> Denke der TE sollte mal mehr Infos rausrücken was genau durch den
> Arduino ersetzt werden soll.

Die Relais sollen damit ersetzt werden, da es recht unhandlich ist die 
6m³ durch die Gegend zu karren. Die Logik der Relais soll im Arduino 
abgebildet werden.

Joachim B. schrieb:
> fastLED für den Arduino braucht dann 1500 Byte SRAM für das Array ein
> Arduino m2560 mit 8KB SRAM ist dann locker ausreichend.

Speicherplatz ist mein nächstes Problem, aber ich wollt erst mal mit den 
LEDs anfangen.

Nochmals Danke für Eure Antworten.
Walter

von Alex G. (dragongamer)


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Okey, das amchts chon etwas mehr Sinn ;)
Eins ist aber noch nicht ganz klar:
Walter H. schrieb:
> Vielleicht liegt es daran dass es eine Anwendung im
> sicherheitskritischen Bereich ist. Da greift man für die Steuerung
> lieber auf Dinge zurück die schon lange funktioniert haben (Relais)
> während die Anzeige nicht so kritisch ist.
Bedeutet dies dass diese Relais nicht nur LEDs schalten, sondern auch 
irgendwelche externe Verbraucher?
Um was für Verbraucher handelt es sich da? Milliamperebereich, oder 
deutlich mehr?

Dann wird es in der Tat nicht mehr so einfach, weil man überlegen muss 
wie man eine bestimmte Last, mit Mosfets schaltet. Die last muss man 
dafür auf jeden Fall kennen (bei LEDs alleine kann man es sich noch 
zusammenreimen).

Eventuell macht es Sinn wenn du schwind sagst um was für eine Maschine 
es sich handelt.
Kontroll-Pult irgendeiner (mobilen?) Industrieanlage?

von none (Gast)


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HINTERGRUND:
Die Aufgabe besteht darin, ein altes Schaltpult für Lehrzwecke
umzubauen. Bislang wurden damit 60V Relais geschalten, und bestimmte
Zustände über die 24V LEDs angezeigt. Das Pult soll nun ohne die Relais,
dafür mit Arduino gesteuert werden; unter Verwendung der vorhandenen
LEDs.

nen Lehrdummy also...nix Relais, nur Lämpkens. Zum Simulieren...

von Jörg R. (solar77)


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Walter H. schrieb:
> Prinzipiell ja. Wenige der LEDs sind in Gruppen von zwei oder drei
> zusammen, also wohl parallel geschalten, aber die meisten leuchten nur
> für sich. Und die dahinter stehenden Relais füllen einen kleinen Raum,
> schätze so 6m³...

Wenn jede Led einzeln angesteuert wird, also nicht über eine Matrix, 
bräuchtest Du z.B. 57 Stück 8-Bit Schieberegister. Oder einige TLC5940 
o.ä. bzw. den von Mawin verlinkten Chip.

Haben die Leds denn einen gemeinsamen Anschluss, also 24 Volt bzw. GND?
Handelt es sich um Standard-Leds?


Walter H. schrieb:
> Die Taster im Pult arbeiten mit 60V und beeinflussen damit die Relais,
> machen mir aber kein Problem da sie nur schließen und somit auch mit 5V
> korrekt arbeiten würden.

Das verstehe ich nicht so richtig. Wenn die Taster 60 Volt an die Relais 
legen, wie kann es dann auch mit 5 Volt funktionieren? Kannst Du das mal 
etwas näher erläutern, bzw. was meinst du damit?


Walter H. schrieb:
> Da ich nicht 450 Vorwiderstände auslöten und durch passende ersetzen mag
> (und das später auch bei jedem Ersatz einer LED erneut gemacht werden
> müsste) brauchts eben die 24V für die LEDs.

Um die Leds an kleineren Spannungen zu betreiben musst Du die 
Widerstände nicht unbedingt austauschen. Du könntest auch je einen 
Widerstand parallel zum schon vorhanden auflöten, wenn dass die Optik 
und der vorhandene Platz erlaubt.


Um sinnvolle Vorschläge machen zu können fehlt es an 
Detailinformationen.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Es wird wohl nötig sein, den Schaltplan der alten Anlage offen zu legen.

von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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Jörg R. schrieb:
> Das verstehe ich nicht so richtig. Wenn die Taster 60 Volt an die Relais
> legen, wie kann es dann auch mit 5 Volt funktionieren? Kannst Du das mal
> etwas näher erläutern, bzw. was meinst du damit?

Es ist doch durchaus üblich, Schalter/Taster unterhalb der 
Maximalspannung zu betreiben.
Und wenn die Relais entfallen, braucht man auch die 60V nicht mehr.

Ich sehe keinen unmittelbaren Grund, warum ein für 60V zugelassener 
Schalter, mit 5V nicht funktionieren sollte.

Klar, über die nötigen Ströme, für eine Kontaktreinigung, da kann man 
sich vortrefflich drüber in die Wolle bekommen.

von Walter H. (prefect62)


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Walter H. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Das kann ich mir nicht so ganz vorstellen, denn LEDs kamen zu einem ähnlichen
>> Zeitpunkt wie Transistoren. Das hätte man doch nicht so aufgebaut...
>
> Vielleicht liegt es daran dass es eine Anwendung im sicherheitskritischen
> Bereich ist. Da griff man für die Steuerung lieber auf Dinge zurück die schon 
lange
> funktioniert haben (Relais) während die Anzeige nicht so kritisch ist.

Ich habe grad erfahren dass Anfang der 1980er solche Anlagen noch mit 
Glühlämpchen kamen, erst ein paar Jahre später wurden sie dann mit LED 
ausgeliefert.

Alex G. schrieb:
> Bedeutet dies dass diese Relais nicht nur LEDs schalten, sondern auch
> irgendwelche externe Verbraucher?

In der Vergangenheit war das so, aber:

none schrieb:
> HINTERGRUND:
> Die Aufgabe besteht darin, ein altes Schaltpult für Lehrzwecke umzubauen.
> Bislang wurden damit 60V Relais geschalten, und bestimmte Zustände über
> die 24V LEDs angezeigt. Das Pult soll nun ohne die Relais, dafür mit
> Arduino gesteuert werden; unter Verwendung der vorhandenen LEDs.
>
> nen Lehrdummy also...nix Relais, nur Lämpkens. Zum Simulieren...

genau so.
Die Logik welche in den 1980ern/1990ern in den Relais abgebildet war, 
soll in den Arduino, die Anschaltung von Anlagenteilen ist nicht 
vorgesehen da Simulation. (In einer späteren Version soll dann auch die 
Rückwirkung von der Anlage simuliert werden.)

Jörg R. schrieb:
> bräuchtest Du z.B. 57 Stück 8-Bit Schieberegister. Oder einige TLC5940

Schieberegister habe ich überlegt, liefern aber zu wenig Strom für den 
Fall das alle Ausgänge HIGH sind, und 24V sowieso nicht.
Wenn ich das richtig gelesen habe, ist auch beim TLC5940 bei 18V 
Schluss.

Jörg R. schrieb:
> Haben die Leds denn einen gemeinsamen Anschluss, also 24 Volt bzw. GND?
> Handelt es sich um Standard-Leds?

Gute Fragen. Ich gehe davon aus dass ich die LEDs aber sowieso neu 
anschließen muss. Wofür wäre das wichtig? Ich habe Bilder beigefügt von 
einem Diodenpaar sowie von der Fassung, in der noch ein C stecken soll. 
Ich denke, wenn überhaupt, ist es 1980er Jahre Standard.

Jörg R. schrieb:
> Um die Leds an kleineren Spannungen zu betreiben musst Du die
> Widerstände nicht unbedingt austauschen. Du könntest auch je einen
> Widerstand parallel zum schon vorhanden auflöten, wenn dass die Optik
> und der vorhandene Platz erlaubt.

Danke, das werd ich als Plan X in Reserve halten. Ich wollt eigentlich 
nur was programmieren und bin jetzt in der Elektronik-Abteilung 
gelandet. Das macht schon Spaß, ist aber nicht das Gebiet meiner 
Expertise, und ich will zumindest an den Original-Bauteilen wenn möglich 
nicht fummeln.

Jörg R. schrieb:
> Das verstehe ich nicht so richtig. Wenn die Taster 60 Volt an die Relais
> legen, wie kann es dann auch mit 5 Volt funktionieren? Kannst Du das mal
> etwas näher erläutern, bzw. was meinst du damit?

Die Taster haben bisher 60V geschalten und an die Relais gelegt. In 
der Simulation (keine Relais) werd ich keine 60V verwenden. Von 
Netzteil kommen 5V und werden vom Arduino, wenn gedrückt, als HIGH an 
einem digitalen Eingang erkannt. Bzw. von den Schieberegistern, welche 
ich für die Eingänge plane. Da sehe ich bislang keine Hürden.

Arduino Fanboy D. schrieb:
> Ich sehe keinen unmittelbaren Grund, warum ein für 60V zugelassener
> Schalter, mit 5V nicht funktionieren sollte.

Danke dafür. Zum besseren Verständnis ein Bild eines Tasters beigefügt.

Jörg R. schrieb:
> Um sinnvolle Vorschläge machen zu können fehlt es an Detailinformationen.

Ich bemühe mich. Was fehlt denn?

Stefanus F. schrieb:
> Es wird wohl nötig sein, den Schaltplan der alten Anlage offen zu legen.

a) Es gibt einen Ordner voll über den allgemeinen Aufbau dieser Anlagen. 
Das sprengt den Rahmen von was hier erlaubt ist.
b) Es gibt leider keinen Plan mehr vom aktuellen Pult, und wenn doch 
wären wir wieder bei a) - zu umfangreich.


Vielen Dank, Walter

von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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Walter H. schrieb:
> Schieberegister habe ich überlegt, liefern aber zu wenig Strom für den
> Fall das alle Ausgänge HIGH sind, und 24V sowieso nicht.

Wenn sowieso eine Pegelanpassung und Stromverstärkung nötig wird, dann 
würde ich wohl zum ULN2803 greifen. Weil einfach....
Einfacher und sicherlich preiswerter, als 450 einzelne Transistorstufen 
aufzubauen.

evtl gibts deine LED Einsätze auch noch neu in 5V.
Da müsste man den Hersteller der Leuchtmeldereinheit mal fragen.
Aber ob das billiger als ein Sack ULN2803 wird, möchte ich bezweifeln.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Arduino Fanboy D. schrieb:
> Ich sehe keinen unmittelbaren Grund, warum ein für 60V zugelassener
> Schalter, mit 5V nicht funktionieren sollte.

Ja, danke. Das war mein Denkfehler. Die Relais fallen ja weg, dann 
braucht es die 60 Volt nicht mehr. Manchmal hat man ein Brett vor dem 
Kopf.


Walter H. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Haben die Leds denn einen gemeinsamen Anschluss, also 24 Volt bzw. GND?
>> Handelt es sich um Standard-Leds?
>
> Gute Fragen. Ich gehe davon aus dass ich die LEDs aber sowieso neu
> anschließen muss. Wofür wäre das wichtig?

Das wäre für die Ansteuerung (Auswahl der ICs, Transistoren) wichtig.


Walter H. schrieb:
> Danke, das werd ich als Plan X in Reserve halten.

Widerstände austauschen bzw. dazuschalten wird wohl schwierig wenn ich 
das Bild sehe.


Walter H. schrieb:
> Ich bemühe mich. Was fehlt denn?

Z.B. die schon angefragte Verschaltung der Leds - der gemeinsame 
Anschluss.


Walter H. schrieb:
> a) Es gibt einen Ordner voll über den allgemeinen Aufbau dieser Anlagen.
> Das sprengt den Rahmen von was hier erlaubt ist.

Einiges an Bildern kannst Du hier schon einstellen.


https://www.mikrocontroller.net/attachment/368964/Dioden_und_Gehaeuse.jpg
Solche Leds habe ich auch noch, allerdings ohne Fassung. Ich kenne die 
unter dem Begriff „Taunuslicht“.

: Bearbeitet durch User
von Michael U. (amiga)


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Hallo,

TPIC6B595 als Schieberegister an den Arduino und fertig.
Bedingung: LEDS haben gemeisamen + Anschluß und werden gegen GND 
geschaltet.
Sonst eben normale '595 und UDN2981 dran.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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Michael U. schrieb:
> und fertig.

Vielleicht noch die 450 Kondensatoren an den LEDs entfernen.

von Marco H. (damarco)


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Also ich würde das mit Bus Technik bauen. CAN,RS422 oder DMX. So kann 
man Standard Hardware verwenden... Denn eins ist klar über die PIO geht 
das nicht ohne weiteres.

von Jörg R. (solar77)


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Michael U. schrieb:
> TPIC6B595 als Schieberegister an den Arduino und fertig.
> Bedingung: LEDS haben gemeisamen + Anschluß und werden gegen GND
> geschaltet.

Im Grunde dürfte das kein Problem sein den TPIC6B595 zu verwenden. Die 
Fassungen haben wohl alle einen gemeinsamen Anschluss, entweder an 24 
Volt oder an GND. Das könnte vermutlich ohne großen Aufwand geändert 
werden. Die Led-Einsätze passen vermutlich in Beide Richtungen in die 
Fassungen, so dass sie je nach Bedatf eingesetzt werden können. Common 
Anode bzw. Kathode sollte also Beides möglich sein.

von Ahnungsloser (Gast)


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Ich tippe bei der geheimen Simulation auf Stelltisch für Bahn oder so. 
Mein Tipp währe das ganze neu zu machen, solange das alte Gerät läuft. 
"never change a running system"  Mit einer Arduino-Lösung nur für die 
LED-s ist man schneller in einer Sackgasse als es einem Lieb ist. 
Vielleicht mal bei den Modellbahnern umschauen da gab es mal so 
Stelltischmodule, die man dafür Verbauen kann, wenn es denn sowas ist.

von Walter H. (prefect62)


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Ahnungsloser schrieb:
> Ich tippe bei der geheimen Simulation auf Stelltisch für Bahn. Mein Tipp währe 
das ganze neu zu machen, solange das alte Gerät läuft.

Der Ahnungslose hat einerseits Recht !
Andererseits - das Pult ist schon viele Monate außer Betrieb genommen, 
und soll nun eben für Schulungszwecke umgebaut werden. Und die 
Gleisanlage soll auch verändert werden mit vorhandenen Bausteinen.

In der vergangenen Woche habe ich nachgefragt und vom signaltechnischen 
Dienst folgende Informationen bekommen:
"Die LED werden derzeit mit 24V~ betrieben" (wohl weil die ersten 
Anlagen mit Glühlämpchen kamen, und der Umbau der Stromversorgung erneut 
bewilligungspflichtig gewesen wäre); darum auch der Kondensator in der 
Fassung, um das Flackern zu eliminieren.

Jörg R. schrieb:
> Die Fassungen haben wohl alle einen gemeinsamen Anschluss, entweder an 24
> Volt oder an GND. Das könnte vermutlich ohne großen Aufwand geändert
> werden. Die Led-Einsätze passen vermutlich in Beide Richtungen in die
> Fassungen, so dass sie je nach Bedatf eingesetzt werden können.
Aussage dazu ist: "Man kann zwar die Diode wie man will in die Fassung 
stecken aber funktionieren tut sie nur in einer Stellung! "

Weiters:
"Wenn 2 Dioden in einer Fassung verbaut sind haben sie 3 Anschlüsse. 2 
mal Plus und 1 mal Minus gemeinsam!" Wenn ich das richtig umgesetzt habe 
sollte "Diodenpaar_derzeit" diese Schaltung zeigen.

Ich hoffe immer noch dass ich ohne umlöten und auch ohne umstecken 
(mit Eurer Hilfe) eine passende Anschaltung finde. Das wäre wie in 
"Diodenpaar ideal" dargestellt.

Jörg R. schrieb:
> Im Grunde dürfte das kein Problem sein den TPIC6B595 zu verwenden.

Es könnte sogar der TPIC6C595 funktionieren - soweit ich aber verstehe 
müssten da die Kathoden getrennt sein, da der Baustein geschaltete 
Drains zur Verfügung stellt, also Ableitung zu GND?

Ich könnt das zwar invertieren dass ich die 24V über einen R an die 
Drain anschalte, und wenn die zu macht dann fließt der Strom über die 
LED. Da dann aber ständig Strom fließen würde wäre das ein schöner 
Heizkörper und nicht gut, denke ich. Das hätt ich in "Diodenpaar_neu" 
gezeichnet.

Michael U. schrieb:
> Bedingung: LEDS haben gemeisamen + Anschluß und werden gegen GND geschaltet.
> Sonst eben normale '595 und UDN2981 dran.
Hamse leider nicht.
In einer idealen Welt würde ich halt nicht zwei Bausteine brauchen. 
Wie gesagt bin ich ungeübt im Lesen der Datenblätter - soweit ich 
verstehe
* wird der UDN2981 mit bis zu 20V versorgt?
* liefert am Ausgang dann zwischen 5 und 50V?
* oder ist Vs = 5V und Vin bezieht sich auf die 8 Eingänge?
* Jedenfalls - wie versteh ich den Baustein und was müsste ich tun um 
die 24V für die Dioden rauszubekommen?

Habt Ihr noch Informationen oder Ideen dazu?
Danke, Walter

PS: in den Grafiken hab ich 5V Logikversorgung, GND u.dgl. für die 
Bausteine zwecks Reduktion auf das Wesentliche weggelassen.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

an Vs liegt die + Spannung Deiner LEDs (5V...50V sind zulässig.
Diese Spannung wird an den jeweiligen Ausgang gelegt und versorgt Deine 
LED-Anode. Kathoden dann alle an GND.

Steuerspannung gengen GND an der Eingängen des UDN2981 ist 
TTL/CMOS-kompatibel, also direkt von Logik-ICs ansteuerbat.

Gruß aus Berlin
Michael

Beitrag #5473792 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #5473808 wurde vom Autor gelöscht.
von Jörg R. (solar77)


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Walter H. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Die Fassungen haben wohl alle einen gemeinsamen Anschluss, entweder an 24
>> Volt oder an GND. Das könnte vermutlich ohne großen Aufwand geändert
>> werden. Die Led-Einsätze passen vermutlich in Beide Richtungen in die
>> Fassungen, so dass sie je nach Bedatf eingesetzt werden können.
> Aussage dazu ist: "Man kann zwar die Diode wie man will in die Fassung
> stecken aber funktionieren tut sie nur in einer Stellung! "

Hallo Walter,

die Frage ist nun ob alle Leds gemeinsam an GND angeschlossen sind, wenn 
ich das richtig verstanden habe.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/369570/Diodenpaar_derzeit.png

Dann wäre es einfach diesen Anschluss an 24V anschließen. Schon haben 
die Leds gemeinsame Anode. Wie du geschrieben hast passen sie ja in 
Beide Richtungen in die Fassung. So könnten die Leds dann gegen GND 
geschaltet werden, was die Auswahl an ICs leichter macht. Dann ginge 
auch z.B. der TPIC6B595.

von Walter H. (prefect62)


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Michael, danke für Deine Erklärung, ich denke den Baustein hab ich nun 
verstanden!

Jörg R. schrieb:
> ... Frage ist nun ob alle Leds gemeinsam an GND angeschlossen sind ...
> Dann wäre es einfach diesen Anschluss an 24V anschließen. Schon haben die Leds 
gemeinsame Anode.

Ich habe das Ding leider nicht bei mir rumliegen, das würde die Sache 
dramatisch vereinfachen. Dann könnt ich Euch auch mehr Informationen 
liefern. Was ich über den Techniker erfuhr ist, dass die Dioden 
paarweise in einem Element sind (manche sind einzeln, aber da ist ja 
dann kein Problem). Wie das Element dann angeschlossen wurde, ob da eine 
Steckleiste ist wo alle LED mit Anode angeschlossen wurden und alle 
Kathoden gegen GND weiss ich noch nicht. Ist für die prinzipielle Lösung 
dachte ich auch nicht so wichtig - für mich dann schon, wenns dann an 
die Umsetzung geht.

Ich hab dazu eine neue Skizze beigefügt. Das würde mir schon gefallen, 
auch wenn ich alle Dioden rumdrehen müsste. Aber immerhin nicht dran 
löten.

Jörg R. schrieb:
> Wie du geschrieben hast passen sie ja in Beide Richtungen in die Fassung.

Da werd ich mich nochmal vergewissern, denn die Aussage des Technikers 
"Man kann zwar die Diode wie man will in die Fassung stecken aber 
funktionieren tut sie nur in einer Stellung! " lässt da noch etwas 
Spielraum offen.

Jörg R. schrieb:
> Dann ginge auch z.B. der TPIC6B595.

Da immerhin 25% Preisunterschied sind und ich eine größere Menge davon 
brauchte - was ist der Vorteil des TPIC6_B_595 gegenüber dem 
TPIC6_C_595?

Das Datenblatt sagt:
> When data in the output buffers is low, the DMOS transistor outputs are off.
> When data is high, the DMOS transistor outputs have sink-current capability.
Bedeutet dass die LED leuchtet wenn ich ne 1 für den Pin lade, richtig?

Danke für Deine/Eure Geduld!

Walter

: Bearbeitet durch User
von John (Gast)


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Ich hab mal eine andere Frage: wie viele Taster/Schalter sind vorhanden 
um die 450 LEDs zu steuern?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> was ist der Vorteil des TPIC6_B_595 gegenüber dem TPIC6_C_595?

Die C Version treibt weniger Strom und enthält anscheinend eine 
Strombegrenzung.

von Walter H. (prefect62)


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John schrieb:
> Ich hab mal eine andere Frage: wie viele Taster/Schalter sind vorhanden
> um die 450 LEDs zu steuern?

Das genaue Layout steht noch nicht fest, eine vage Schätzung spricht von 
etwa 100 Taster. Mein Programm prüft ob die gedrückte Tastenkombination 
zulässig ist, wie das den Zustand der Anlage verändert, und schaltet 
dann die entsprechenden LEDs an oder ab, um diesen neuen Zustand 
anzuzeigen.

Warum?

Stefanus F. schrieb:
> Die C Version treibt weniger Strom und enthält anscheinend eine Strombegrenzung.

Danke. Dann werd ich mich mal schlau machen wieviel Strom maximal 
notwendig wär. Klar hätt ich die Leistungsdaten der LED schon längst 
nachfragen sollen, bin halt neu bei sowas.

Walter

von Jörg R. (solar77)


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Stefanus F. schrieb:
>> was ist der Vorteil des TPIC6_B_595 gegenüber dem TPIC6_C_595?
>
> Die C Version treibt weniger Strom und enthält anscheinend eine
> Strombegrenzung.

Dazu kommen noch weitere Unterschiede in den Parametern:
Rds(on) ist geringfügig höher, 7R beim C-Typ statt 5R beim B-Typ. Zudem 
hat der B-Typ einen höheren Vds als der C-Typ. 50V beim B, 33V beim C. 
Der C-Typ hat zudem eine höhere Eigenstromaufnahme.

Also, ich würde den B-Typ wählen.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich denke mal laut:

Auf den ersten Blick könnte man den C Typ wegen seiner Strombegrenzung 
bevorzugen wollen (im Sinne der Robustheit). Ich frage mich allerdings, 
wie der Chip die entstehende Wärme im Fall eine Kurzschlusses ableiten 
will.

24V * 250mA = 6 Watt

Chips in dieser Bauform sind pi mal Daumen nur für 1/10 der Leistung 
geeignet. Zwar sinkt der Strom mit steigender Temperatur, aber 
anscheinend nicht weit genug und vermutlich nicht schnell genug.

Hat jemand mit diesem IC Praxiserfahrung? Kann man ihn als 
"Kurzschlussfest" betrachten, wenigstens an einem einzelnen Ausgang zur 
gleichen Zeit?

von Jörg R. (solar77)


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Stefanus F. schrieb:
> Hat jemand mit diesem IC Praxiserfahrung? Kann man ihn als
> "Kurzschlussfest" betrachten, wenigstens an einem einzelnen Ausgang zur
> gleichen Zeit?

Nein, Erfahrung habe ich diesbezüglich leider nicht. Ich nehme aber an 
das diese Szenario in der Schaltung des TO nicht auftreten kann. Die 
„Last“ sind Leds mit Vorwiderständen. Ein Kurzschluss sollte also nicht 
auftreten können.

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