Hallo zusammen,
ich bin im aktuell noch im Master Studium und habe eine Frage zu
Bewerbungen. Werden eigentlich private Embedded Projekte von Unternehmen
gerne gesehen? Oder wird das ganze irgendwie von denen als peinlich
wahrgenommen?
MfG
Mr. Mister schrieb:> Werden eigentlich private Embedded Projekte von Unternehmen> gerne gesehen? Oder wird das ganze irgendwie von denen als peinlich> wahrgenommen?
Kommt ganz auf's Projekt an.
Wenn das etwas beinhaltet, was später für den AG zumindest interessant
werden könnte an Soft Skills, wird es Dir einen Pluspunkt bringen.
Ein Bekannter von mir wurde jetzt bei einem BMW Zulieferer als Meister
(KFZ) auf eine ING Stelle eingestellt. Immerhin hat er ja so viel Plan
von der Mechanik, dass er damit Fähigkeiten besitzt, die für die Stelle
durchaus notwendig sind. Dabei ging es weniger um das Können,
irgendwelche Formeln zu lösen, sondern darum, dass ein Testfahrer hören
sollte, wenn etwas nicht genau so klingt, wie es sollte, wenn es in
Ordnung ist.
So kanns gehen :-)
wenn es was vernünftiges ist und keine arduino bastelei wird es bei
richtigen entwicklerjobs als äußerst positiv eingestuft und hat mehr
wirkung als noten im studium...
Mr. Mister schrieb:> Werden eigentlich private Embedded Projekte von Unternehmen> gerne gesehen?
Ja, ich halte eigeninitiativ betriebene private Projekte für wesentlich
wichtiger als gute Noten. Allerdings sollte man schon erkennen können,
dass sich der Bewerber schon seit seiner Kindheit mit technischen Dingen
beschäftigt und nicht erst nach dem Studium mit solchen Projekten
beginnt, weil es gut im Lebenslauf aussieht.
Es ist für mich auch völlig irrelevant, ob das Projekt erfolgreich war
oder nicht, solange der Bewerber seine Tätigkeit hinreichend
reflektiert. Gerade aus katastrophalen Projekten kann man sehr viel
lernen.
TestX schrieb:> wenn es was vernünftiges ist und keine arduino bastelei wird es> bei richtigen entwicklerjobs als äußerst positiv eingestuft
Zustimmung. Für Jobs außerhalb der Entwicklung, etwa Testfeld, wäre aber
auch Arduino durchaus OK - mit Blick darauf, daß man damit schnell mal
eben irgendwelche Testaufbauten machen kann.
Man sollte allerdings keine reine Github-Wüste präsentieren, denn
niemand liest sich das im Detail durch. Ganz besonders nicht die
Vorfilter in der HR, an denen man erstmal vorbeikommen muß. Eine
halbwegs ansprechende Webseite wäre da durchaus gut, und vor allem mit
Bildern.
Es hilft auf alle Faelle zu Zeigen, dass sich der Bewerber etwas
zutraut, das auf Fakten basiert, und nicht einfach darauf sowieso der
Groesste zu sein.
Danke für die Antworten. Das hört sich doch mal alles gut an :)
Ist auch die Anzahl der Projekte entscheidend? Ich hätte im Augenblick
nur 3 Projekte aus der Studienzeit vorzuzeigen. Mehr habe ich wegen den
Klausuren und Praktika nicht geschafft :(
Nur solange die Leute auf der anderen Seite des Tisches überhaupt
beurteilen können was man da eigentlich gemacht hat. Ich hatte ein paar
Jahre nebenher mit Gesichtserkennung experimentiert, nen eigene
Klassifizier geschrieben der ein paar eigene Ideen beinhaltete. Nach der
Präsentation nur dumme Gesichter, sind halt Leute die von dem Thema nix
verstehen, bisher nur klassischen Steuerkram geschrieben haben/gar nix
selber entwickelten und C++ für Teufelswerk hielten dann kommt als
Antwort: "Das ist ja alles sehr mathematisch, wir melden uns bei Ihnen",
so kanns eben auch gehen. Der eine Depp fragte noch warum eigentlich die
Haare betrachtet werden, ich redete aber die ganze Zeit von
Haar-Features. Der andere war sogar Physiker und dem war das alles "zu
mathematisch" (und sowas von einem Physiker). LBP hat der irgendwie
schon nicht mehr verstanden und meinte das könne gar nicht
funktionieren. Da will man dann auch schon gar keine Antwort mehr haben
und hofft das die sich nicht mehr melden, weil man dort nie im Leben
arbeiten möchte.
Nop schrieb:> Man sollte allerdings keine reine Github-Wüste präsentieren, denn> niemand liest sich das im Detail durch. Ganz besonders nicht die> Vorfilter in der HR, an denen man erstmal vorbeikommen muß. Eine> halbwegs ansprechende Webseite wäre da durchaus gut, und vor allem mit> Bildern.
Webseite, Blog, Bilder ... - von mir aus.
Aber die Schaltpläne und der Sourcecode sind auch sehr wichtig: da hat
man sofort eine Arbeitsprobe und kann sehen, wie der Bewerber arbeitet:
- Sinnvolle Strukturen/Module/Hierarchien im Schaltplan oder
Durcheinander?
- Sinnvolle Funktions+Klassennamen, sinnvolle Aufteilung?
- Kommentare an den relevanten Stellen, steht was hilfreiches zum warum,
Randbedingungen etc. drin oder nur das, was man auch im Quellcode
drunter sieht?
...
Und wenn github (oder ein anderer git-Hoster) verwendet wird: man sieht
gleich ob er mit git umgehen kann, der Umfang und Inhalt eines Checkins
passt und jeweils ein sinnvoller Checkin-Kommentar dabei ist.
Wenn jemand die genannten Punkte schon drauf hat, spart das dem
Teamleiter hinterher ne ganze Menge Einlernarbeit.
Wenn jemand dagegen noch nicht begriffen hat, was in einen
Quellcode-Kommentar rein muss und was nicht, warum es wichtig ist,
Checkins nach logischen Arbeitsschritten aufzuteilen und nicht z.B. 1x
am Tag einzuchecken, etc. dann muss dem Bewerber das alles erst mühsam
über Monate hinweg beigebracht werden.
Demolition Man schrieb:> Ich hatte ein paar> Jahre nebenher mit Gesichtserkennung experimentiert
Was wolltest Du eigentlich mit so einem Hintergrund bei einer Firma, wo
es um die Entwicklung von "klassischem Steuerkram" geht?
Demolition Man schrieb:> Der eine Depp fragte noch warum eigentlich die> Haare betrachtet werden, ich redete aber die ganze Zeit von> Haar-Features.
In den meisten Jobs ist es wichtiger, seine Arbeit erklären zu können,
als sie unnötig komplex zu machen.
Übrigens haben auch fähige Ingenieure nicht viel für Studenten übrig,
die nur mit Schlagwörtern um sich werfen, aber anschließend die
Grundlagen nicht erklären könne. ("Voll geiles CNN mit Keras. Single
layer Perceptron? Das muss ich doch nicht wissen...")
Absolvent schrieb im Beitrag #5465990:
> 3 Projekte, da ist doch der Umfang wichtiger.> Dann vielleicht so ein Report, was Du da für Erkenntnisse gewonnen hast.>> Man sollte evtl. sogar die Doku's auf der eigenen Seite veröffentlichen.> Bloß da muss man wegen den Quellenangaben vorsichtig sein, wegen> Urheberrecht, oder was meint ihr so?
Das mit den Quellen ist interessant. Meine Angaben zu den Quellen
erledige ich genauso, wie ich es im Studium gelernt habe.
Ich schreibe zu jedem meiner Projekte ein Latex-Dokument, wo etwa in
60-80 Seiten alles beschrieben wird. Dazu gehören Schaltpläne, Software,
Konzept und etc.
Mr. Mister schrieb:> Hallo zusammen,>> ich bin im aktuell noch im Master Studium und habe eine Frage zu> Bewerbungen. Werden eigentlich private Embedded Projekte von Unternehmen> gerne gesehen? Oder wird das ganze irgendwie von denen als peinlich> wahrgenommen?>> MfG
Genau!
Absolvent schrieb im Beitrag #5465990:
> Man sollte evtl. sogar die Doku's auf der eigenen Seite veröffentlichen.> Bloß da muss man wegen den Quellenangaben vorsichtig sein, wegen> Urheberrecht, oder was meint ihr so?
Genau!
Demolition Man schrieb:> Nur solange die Leute auf der anderen Seite des Tisches überhaupt> beurteilen können was man da eigentlich gemacht hat.
Ja, die Bewerber, Die Bewerbung und dann das Vorstellungsgespräch.
Selten sind hier im Forum Leute unterwegs die sowas in Echt mitgemacht
haben!
Absolvent schrieb im Beitrag #5465990:
> Man sollte evtl. sogar die Doku's auf der eigenen Seite veröffentlichen.
Klar, zumindest zum Download. Und ohne Deppenapostroph.
> Bloß da muss man wegen den Quellenangaben vorsichtig sein, wegen> Urheberrecht, oder was meint ihr so?
Es gibt keinen Grund, wieso das Urheberrecht bei Quellenangaben
dazwischenkommen könnte.
Falls Du freilich meinst, Quellen wie z.B. Hersteller-Manuals über den
Mikroprozessor ebenfalls hochzuladen, dann ist das natürlich ein
Urheberrechtsverstoß, aber das ist dann auch keine ANGABE der Quelle.
Eine Quellenangabe ist es, die Dokumenten-Nummer zu nennen und sofern
möglich einen Link zu setzen. Wie man Quellen korrekt angibt, sollte man
im Studium übrigens gelernt haben.
Ich würde darüberhinaus empfehlen, abseits der Präsentations-Webseite
sämtliche für das Projekt relevanten Dokumente runterzuladen und
zusammen mit dem Projekt zu archivieren. Dann kann man auch in 20 Jahren
nachvollziehen, was da gemacht wurde, wenn der Hersteller die Dokumente
längst offline genommen hat.
Kommt drauf an. Die kleine Klitsche findet das sicher gut weil die in
der Regel genauso arbeiten wie du zuhause: Einfach drauf los. Die tools
zum Managen großer Projekte setzt du privat nicht ein. Bei
professionellen Unternehmen ist es also egal ob du nebenbei was machst,
denn es bringt denen nichts.
Ich hab mich mal in einem kleine Unternehmen beworben, die voll drauf
abgefahren sind was man nebenher gemacht hat. Dementsprechend war dann
auch das Arbeiten dort. Nämlich Bastelbude.
Meine Erfahrung ist, dass aktives nachfragen nach privaten Projekten
eher ein Zeichen von bastelbuden ist. Hatte das mal mit einem
unternehmen in NRW, die schon bei der Bewerbung eine Auflistung an
privaten Projekten wollten. Hatte denen auch alles gegeben. War dann
beim Vorstellungsgespräch und da gingen die nochmal drauf ein. Das war
eine Software und atmega Frickelbude bis zum abwinken. Nichts gegen
atmega aber das war nur gebastel von Anfang an. Bugtracker oder
requirement management haben die nie gehört.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass du deine privaten Projekte durchaus
zum lernen anführen kannst aber das nichts bringt weil im Team
entwickeln heißt mehr als nur gut mit dem Prozessor umgehen können. Das
verstehen leider viele <20 MA Klitschen nicht.
Timo schrieb:> weil im Team> entwickeln heißt mehr als nur gut mit dem Prozessor umgehen können. Das> verstehen leider viele <20 MA Klitschen nicht.
oh mann... das frickeln hat so viel mehr spass gemacht als das ganze
prozessgedöns... ich wuenschte nur die kleinen wuerden genauso viel
zahlen wie die grossen ;)
Sina A. schrieb:> Timo schrieb:> weil im Team> entwickeln heißt mehr als nur gut mit dem Prozessor umgehen können. Das> verstehen leider viele <20 MA Klitschen nicht.>> oh mann... das frickeln hat so viel mehr spass gemacht als das ganze> prozessgedöns... ich wuenschte nur die kleinen wuerden genauso viel> zahlen wie die grossen ;)
Du kannst dir überlegen: Entweder frickeln oder Geld verdienen. Denk
immer dran, dass zu lange in der Inhabergeführten Bastelklitsche den weg
zu einem professionellen Unternehmen schnell verbaut.
Ich habe während meiner Bewerbungsphase sehr oft auf mein hobby Projekt
verwiesen und sogar das fertige Produkt (auch wenn es noch viele Bugs
hatte) gezeigt.
Das kam immer gut an, manche haben sogar extra nachgefragt ob ich das
alles selbst gemacht habe:)
https://hackaday.io/project/8610-coaster
Hallo,
das Problem ist nur, dass ich nach dem Studium gerne zu Frickelbuden
gehen möchte. Mir ist das Geld eigentlich egal. Ich will was machen, was
mich auch interessiert. Und das sind für mich Embedded-Projekte.
Ich hatte neulich ein Vorstellungsgespräch für eine Werksstudenten
Tätigkeiten. Das Gespräch war echt super und der Typ vor mir war ein
Entwickler, mit dem man sich echt toll unterhalten konnte. Kein Typ mit
Anzug oder so. Ein einfacher netter Entwickler. Ich habe die Stelle zwar
nicht bekommen(weil ich keine STM-Erfahrung besitze), aber solche Läden
sind mir doch lieber.
> Werden eigentlich private Embedded Projekte von Unternehmen> gerne gesehen?
Generell erstmal ja. Kann ich aus eigener Erfahrung soweit bestätigen,
bin beim Vorstellungsgespräch damit auch sehr gut ins Gespräch mit der
Firma gekommen.
Auch bei mir, wenn ich Studenten hier habe als Bewerber: Das nehme ich
SEHR positiv wahr. Denn solche Leute studieren nicht etwas E-Technik
weil sie nichts anderes gefunden haben sondern weil es ihnen wohl
wirklich Spaß macht. Ich rede dann gerne mit ihnen drüber was sie genau
machen und dann ergibt es sich auch oft, dass sie genau diese
Fähigkeiten beim Arbeiten brauchen werden. Kurz gesagt: Das gibt meist
ein großes Plus!
Oder auch mal anders herum gesehen: Wenn mein Arbeitgeber ein Problem
mit meinem Hobbys hätte, dann würde ich dort auch nicht arbeiten wollen.
Du möchtest also basteln. Glückwunsch aber das hast du sicher irgendwann
satt. Wenn du ewig bastelst wird aus dir kein guter Entwickler. Das
Problem bei den Bastelbuden ist, dass die eben mit ihrer Art oft nicht
weit kommen und der Laden irgendwann dicht macht. Für dich ist das
ziemlich suboptimal, denn du musst zur nächsten Bastelklitsche rennen.
Das kannst du natürlich dein Leben lang so machen. Das ist dann eine
Lebenseinstellung. Das blöde an den kleinen und "innovativen"
Unternehmen ist aber, dass die ausbeutbares Frischfleisch möchten. DU
willst sicher mit steigendem alter und vielleicht einer Familie im
Anhang etwas stabilität haben. Es gibt nämlich nicht so viele Frauen die
einen ständigen Wechsel des Arbeitsplatzes und dem möglichen Umzug
mitmachen.
Dann hast du die Wahl, entweder die Olle loswerden und weiterbasteln.
Kann man machen nur muss dir klar sein, dass eine spätere Scheidung auch
teuer werden kann. Du wirst also zwangsweise vor die Wahl gestellt
entweder dein Leben lang in den kleinen Klitschen zu versauern und Spaß
am basteln zu haben oder du musst da raus.
Man kann die ersten Jahre ruhig in solchen läden verbringen nur sieh zu,
dass du dann wirklich Land gewinnst. Entwickeln und nah an der Hardware
kannst du nämlich auch in größeren Läden.
Eine Alternative wäre noch, dass du deine eigene Bastelbude auf machst.
Lass dir aber gesagt sein, dass du dann auch viel mit Buchhaltung und
rechtlichem beschäftigt bist. Die Erfahrung ist eher, dass du dann
wirklich noch weniger mit Hardware oder Software zu tun hast.
Lass lieber deine privaten Basteleien ganz aus dem berufsleben raus.
Glänze mit dem was du beruflich gemacht hast. Daraus kann dir nämlich
auch ein Strick gedreht werden.
"Warum ist ihre Leistung so schlecht? Oh ich erinnere mich, dass sie
nebenher noch Projekte machen. Dann ist es ja kein Wunder, dass sie so
schlecht performen. "
Hallo nochmals,
ich habe über einige Antworten hier intensiv nachgedacht. Zunächst ist
es ja mal gut, dass eigene Projekte gerne beim Bewerbungen gesehen
werden. Ich werde mich auf jeden Fall für Entwicklertätigkeiten
entscheiden.
Jens schrieb:> Das kannst du natürlich dein Leben lang so machen.
Hätte kein Problem damit.
Jens schrieb:> DU> willst sicher mit steigendem alter und vielleicht einer Familie im> Anhang etwas stabilität haben.
Das Thema "Familie" hat sich leider für mich erledigt. Darüber muss ich
mir keine Gedanken mehr machen.
Jens schrieb:> Man kann die ersten Jahre ruhig in solchen läden verbringen nur sieh zu,> dass du dann wirklich Land gewinnst. Entwickeln und nah an der Hardware> kannst du nämlich auch in größeren Läden.
Dagegen hätte ich nichts einzuwenden. Aber das Problem ist ja, in die
größeren Läden reinzukommen.
> Werden eigentlich private Embedded Projekte von Unternehmen> gerne gesehen?
Auf jeden Fall! Wenn das dein Hobby ist, dann macht dir die
Beschäftigung mit dem ganzen Drahtkram ja Spaß. Und wenn es dir Spaß
macht, dann muss man dir folgerichtigerweise kein übermäßig hohes Gehalt
zahlen, weil du bereits mit einem durchschnittlich guten Oszilloskop auf
dem Tisch dein Glück kaum fassen kannst.
Man wird dich natürlich scharf im Auge behalten, dass nicht irgendwelche
Bauteile eventuell falsche Wege nehmen.
Schon mal daran gedacht?
Am Besten ist es die Projekte, welche auch in Papers/Zeitschriften bzw.
Konferenzen veröffentlicht wurden oder eine Patentnummer beinhalten
aufzuführen. Im Studium gabs ja genug Zeit sowie auch die notwendigen
Ablaufstellen dazu.
Gerne werden in Verhandlungen jedweder Art auch die Firmenanfragen zu
den eigenen Projekten gesehen (einfach als PDF-Print im Anhang).
Viel mehr zu erwähnen halte ich für Wichtigtuerei, denn wenn wir ehrlich
sind hat jeder Zuhause so seine Projekte. Damit kann man dann allenfalls
seine Oma beeindrucken oder die Kids.
Hallo Herr Absolvent!
Ich wollte euro Durchlaucht nur darauf hinweisen, dass mit der Masche
"Begeisterung für den Beruf" ganze Völkerscharen schamlos abgezockt
werden, z.B. Schauspieler "Bretter, die die Welt bedeuten". Sie bekommen
ab und zu am Stadttheater von Kötzschenbroda eine bedeutende Nebenrolle
und freuen sich über die Hungergage auf H4-Niveau.
Istdochso schrieb:> Viel mehr zu erwähnen halte ich für Wichtigtuerei, denn wenn wir ehrlich> sind hat jeder Zuhause so seine Projekte. Damit kann man dann allenfalls> seine Oma beeindrucken oder die Kids.
Nein, es gibt auch etliche Ingenieure, die so absolut gar kein Interesse
an ihrem Fachgebiet haben. Ich kenne ganz konkrete Personen, die nur
deswegen ein MINT-Fach studiert haben, weil die Familie oder das
Arbeitsamt das empfahlen. Oder sie wurden berufsunfähig und fanden
keinen geeigneten neuen Ausbildungsplatz, so dass sie nur aus der Not
heraus ein Studium begannen.