Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Betriebspsychologe war da.


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von Folterknecht (Gast)


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... und hat sich unsere Abteilung unter die Lupe genommen ...
Testaufgaben, Rollenspiele, Beispiele aus der Praxis ... was soll das 
Ganze?!
wer hat schon Erfahrung mit solchen Situationen gehabt?
soll man sich sorgen machen und nach einer neuen Stelle umschauen?

Beitrag #5468853 wurde von einem Moderator gelöscht.
von mmm (Gast)


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Folterknecht schrieb:
> was soll das Ganze?

Normalerweise würde man sagen, dass Dein AG die Arbeitskraft seiner 
Mitarbeiter möglichst lang erhalten will und daher Präventionsmaßnahmen 
trifft.
Aber diese Antwort gefällt Dir und einigen Mitforisten hier sicherlich 
nicht, daher die volle Wahrheit: Die wollen versuchen Euren Willen zu 
brechen, damit Ihr in Zukunft für geringeren Lohn Eure Sklavenarbeit 
verrichtet und nicht aufbegehrt...

von Hein3 (Gast)


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Frag doch einfach nach, warum der BP da war!

Beitrag #5468890 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Beitrag #5468895 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Folterknecht schrieb:
> ... und hat sich unsere Abteilung unter die Lupe genommen ...
> Testaufgaben, Rollenspiele, Beispiele aus der Praxis ... was soll das
> Ganze?!

Ich finde es bemerkenswert das ihr einen Betriebspsychologe habt. Wenn 
der wirklich fest angestellt oder gemietet ist, dann hat er vielleicht 
nur seine Existenz gerechtfertigt und macht solche Spielchen regelmäßig 
mit Abteilungen.

Wichtig ist eigentlich nur, ob er irgendwelche Beurteilungen schreibt 
oder nicht (Betriebsrat fragen).

> wer hat schon Erfahrung mit solchen Situationen gehabt?

Nicht ganz vergleichbar: Vor Jahrzehnten sendete mein damaliger 
Arbeitgeber Gruppen zum mehrtägigen Teamtraining. Im Prinzip fing das 
alles locker an, mit Kindergartenspielen um sich kennen zu lernen und 
Vertrauen im Team aufzubauen. Das steigerte sich über mehrere Tage, bis 
zum Abschluss jeder so einen Persönlichkeitstest ausfüllte. So nebenbei 
stellte sich heraus, dass die zwei Teamtrainerinnen Psychologinnen 
waren.

Das dicke Ende kam nach ein paar Wochen. Auf Basis der 
Persönlichkeitstests und Beobachtungen während des Trainings hatten die 
Damen über jeden Teilnehmer einen Bericht angefertigt. Ohne das wir das 
wussten und natürlich ohne unsere Zustimmung. Den Bericht bekam der 
jeweilige Vorgesetzte. Einige Vorgesetzte, auch meiner, gingen sofort 
los und hielten den Mitarbeitern den jeweiligen Bericht unter die Nase 
"Verbesserungsbedarf".

Da brannte die Hütte.

Kollegen auf dem Kriegspfad.
Betriebsrat auf dem Kriegspfad.
Anwälte wurden in Stellung gebracht.
Beschwerden an die Psychotherapeutenkammer gingen säckeweise raus.
Ein paar sofortige Kündigungen.
Ein oder zwei Schadensersatzforderungen.

Ergebnis: Angeblich alles ein großes Missverständnis. Man hätte beim 
Buchen des Teamtrainings gar nicht gewusst, dass eine 
Persönlichkeitsanalyse und psychologische Beurteilung inklusive war. (na 
klar, kostet ja nichts extra und die Empfängerliste mit den jeweiligen 
Vorgesetzten war vom Himmel gefallen ...) Die Berichte wurden 
eingesammelt. Die Vorgesetzten mussten eidesstattliche Erklärungen 
abgeben, dass sie keine Kopien behielten. Der zuständige Personaler 
wurde pro-forma degradiert. Der Psychotherapeutenkammer gingen alle 
Beschwerden, soweit ich weiß, am Arsch vorbei. Stimmung in der Firma, 
Vertrauen ins Management Null. Der Personaler hatte nach einem Jahr 
seinen alten Posten wieder. Zu der Zeit bin ich dann gegangen.

> soll man sich sorgen machen und nach einer neuen Stelle umschauen?

Wenn Berichte oder Beurteilungen geschrieben wurden, dann ja. Das ist 
einfach ein Vertrauensbruch, eingriff in die Privatsphäre und dein 
Arbeitgeber zahlt dir nicht genug, dass ein unfreiwilliger 
Seelenstriptease inklusive ist.

Beitrag #5468928 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5468945 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Beitrag #5468954 wurde von einem Moderator gelöscht.
von wert gh (Gast)


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Gucken auf YouTube oder auf VHS: Work hard play hard.
Die Szene mit dem Outdoor-Psychotraining.

pro Ingenieur, der ganz normal arbeitet, gibt es 100 Blutsaugerr

Beitrag #5469088 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dennis (Gast)


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Nochmal: Die ortsansässige, durch ihr BWL Studium glänzende, 
Personalerin denkt sich solche Dinge von Zeit zu Zeit aus damit alle das 
Gefühl es wird sich gekümmert.

von Wladimir (Gast)


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wert gh schrieb:
> Gucken auf YouTube oder auf VHS: Work hard play hard.
> Die Szene mit dem Outdoor-Psychotraining.
>
> pro Ingenieur, der ganz normal arbeitet, gibt es 100 Blutsaugerr

https://vimeo.com/75468538

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Folterknecht schrieb:
> ... und hat sich unsere Abteilung unter die Lupe genommen ...
> Testaufgaben, Rollenspiele, Beispiele aus der Praxis ... was soll das
> Ganze?!
Die Führung will halt auf wissenschaftlicher Basis wissen wer in der 
"Abteilung" nicht "bedingslos" ohne eigenen Willen der Führung folgt.
Haste nicht brav jedes Stöcken zum rüber springen genutzt bist def. ned 
als "wertvoll" deklariert worden.
> wer hat schon Erfahrung mit solchen Situationen gehabt?
Ich!
> soll man sich sorgen machen und nach einer neuen Stelle umschauen?
Nicht unbedingt, aber es ist ein Zeichen (kommender Veränderungen) was 
vllt. noch kommen kann!

von Beobachter (Gast)


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Das sind oft die Vorboten einer kommenden Neuorganisation und 
Umstrukturierung. Alles alter Hut. Das machten sie bei uns ähnlich vor 
über zwanzig Jahren. Das Resultat war eventuelle Firmenübernahme und 
nach ein paar Jahren eine 50% Reduzierung der Belegschaft (rund 7500 
Köpfe) und Outsourcing. Dafür heuerten sie eine HR Spezialistin. Sie 
hatte den Spitznamen "Axe lady". Als sie damit fertig war, verließ sie 
uns und heimsuchte neue Opfer. Obwohl ich diese Periode überlebte, 
entschied ich mich bald danach eine großzügige Abfindung zu nehmen und 
fand bald eine neuen Wirkungskreis in einer neuen Firma und habe es 
nicht bereuen müssen.

Beitrag #5469338 wurde vom Autor gelöscht.
von Ich (Gast)


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Folterknecht schrieb:
> und hat sich unsere Abteilung unter die Lupe genommen ...
> Testaufgaben, Rollenspiele, Beispiele aus der Praxis ... was soll das
> Ganze?!

Wie groß ist das Unternehmen / Abteilung?

In welchem Bereich arbeitest Du?

Gab es Probleme in deiner Abteilung?

von G. L. (glt)


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Bislang habe ich Auftritte von Betriebspsychologen nur erlebt, wenn die 
Kacke schon ordentlich am dampfen war, d.h. BR hatte schon alle Hände 
voll zu tun, Krankheitsausfälle waren auffällig usw.

Dabei gab es aber immer jemanden, der von alledem nichts mitbekam u. auf 
seiner rosa Wolke schwebte.

Aber vlt. werden ja auch intern Mitarbeiter mit Führungsqualitäten 
gesucht?

von Folterknecht (Gast)


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Ich schrieb:
> Folterknecht schrieb:
>> und hat sich unsere Abteilung unter die Lupe genommen ...
>> Testaufgaben, Rollenspiele, Beispiele aus der Praxis ... was soll das
>> Ganze?!
>
> Wie groß ist das Unternehmen / Abteilung?
ca 2000MB / 50 MB

> In welchem Bereich arbeitest Du?
IT

> Gab es Probleme in deiner Abteilung?

aus meiner sicht sehe ich ein hauptproblem: Überalterung der belegschaft

von Cerberus (Gast)


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Folterknecht schrieb:
> aus meiner sicht sehe ich ein hauptproblem: Überalterung der belegschaft

Das kommt davon, wenn man ein borniertes Personalmanagement betreibt.
Nicht ausbilden wollen und nicht beizeiten bei drohender Ausscheidung
(z.B.Ruhestand) einen Nachfolger einarbeiten. Fatal ist auch
eine zu exzessive Bedingungsfeindlichkeit und fehlende 
Work-Life-Balance.
Wenn dann der Generationswechsel Inhaberseits kommt, sind bei vielen
Betrieben die Tage gezählt.

von Karl (Gast)


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Folterknecht schrieb:
> ca 2000MB / 50 MB

Sicher, dass das nicht 2000MiB / 50MiB sind?

von Heide Wizka (Gast)


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Karl schrieb:
> Sicher, dass das nicht 2000MiB / 50MiB sind?
Und vielleicht noch zusätzliche
2000 KiB extern in Indien.

von Sigis Rache (Gast)


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Der Betriebspsychologe sollte man einen Blick in dieses Forum werfen.

von Manfred (Gast)


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Cerberus schrieb:
>> aus meiner sicht sehe ich ein hauptproblem: Überalterung der belegschaft
> Das kommt davon, wenn man ein borniertes Personalmanagement betreibt.
> Nicht ausbilden wollen und nicht beizeiten bei drohender Ausscheidung
> (z.B.Ruhestand) einen Nachfolger einarbeiten.

Genau das habe ich gerade fabriziert, der Tarifvertrag sieht für mich 4 
Wochen Kündigungsfrist vor. Der Gürtel war schon immer etwas weit, die 
Hosenträger taugen nichts - nun steht "mein Bereich" ohne Hose da. Dumm 
gekommen, aber auch ich privat bin ein Wirtschaftsbetrieb und kann 
nichts dafür, dass der Saftladen keine Perspektive aufzeigt und schlecht 
zahlt.

> Fatal ist auch eine zu exzessive Bedingungsfeindlichkeit und fehlende 
Work-Life-Balance.

Daran scheitert es, meinen Nachfolger zu finden.

> Wenn dann der Generationswechsel Inhaberseits kommt, sind bei vielen Betrieben 
die Tage gezählt.

Auch das trug dazu bei, aus dem Laden zu verschwinden. Das ist kein 
klassischer Generationenwechsel, aber ein Verkauf aus einem 
Idiotenkonzern an einen Privatinvestor - der Erfolg ist vergleichbar.

von Bad U. (bad_urban)


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Folterknecht schrieb:
> und hat sich unsere Abteilung unter die Lupe genommen ...
> Testaufgaben, Rollenspiele, Beispiele aus der Praxis ... was soll das
> Ganze?!

Das hatte ich auch mal in ner Firma. Aber da wars so, dass es in der 
Abteilung Probleme gab und das Ganze auch als Teambildungsmaßnahme 
angekündigt war.
Genutzt hats wenig, wie zu erwarten. Wenn Quertreiber dabeisind wirds 
erst ruhiger, wenn die weg sind.
Zum Glück wird heute ja regelmäßig umstrukturiert ;)

von Michael K. (Gast)


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Bad U. schrieb:
> Wenn Quertreiber dabeisind wirds
> erst ruhiger, wenn die weg sind.
Nach meiner Erfahrung sind die engagiertesten, klügsten und kreativsten 
Köpfe tendenziel auch die größten Quertreiber und am schwierigsten zu 
steuern.
Ja, wird wirklich sehr ruhig wenn die GF es endlich geschafft jeden zu 
feuern der ihr widerspricht. Totenstill ...

Bei einem Kunden wurden erst die Quertreiber rausgeekelt, als es dann 
immer noch nicht besser wurde, ein Psychologe eingestellt.
Als der die Mißstände erkannte und sich zusammen mit beiden 
Entwicklungsleitern gegenüber der GF deutlich positionierte, wurden alle 
drei gefeuert ;-)

Nun sind Regeln wichtiger als Performance, ja sagen gesünder als 
Kompetenz.
Nun endlich kann man völlig ungestört durchregieren.

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