Forum: HF, Funk und Felder Spulen für ZVS Induktions- Heizmodulen


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von Nico S. (Gast)


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Hallo zusammen,

Seit einiger Zeit spiele ich jetzt schon erfolglos mit diesen ZVS 
Induktions- Heizmodulen rum.
( 
https://www.amazon.de/KKmoon-5-12V-Niederspannung-Induktionserwärmung-Stromversorgungsmodul/dp/B01FK19QVW/ 
)

Mein Ziel ist es, ein ende eines Stahlrohres auf ca. 250C-300C zu 
erhitzen. Innendurchmesser 6 mm, außen 10 mm und auf einer Länge von ca. 
15-20 mm soll es erhitzt werden.
Funktioniert auch fast, aber es wird nicht heiß genug.
Am Netzteil sehe ich, dass das Modul nur ca. 4a verbraucht, obwohl es 
bis zu 10a bekommen soll.
Mir ist recht klar, das die mitgelieferte Spule mit etwa 20 mm zu groß 
ist und durch den großen Abstand zwischen Spule und Rohr nicht viel 
Energie fließt.

Hier ist das Problem:
Alle Spulen, die ich mir gewickelt habe Funktionieren nicht. Das Modul 
verbraucht viel zu viel Strom, selbst, ohne dass etwas erhitzt wird. Ich 
hatte versucht, eine Spule zu wickeln, die die gleiche Induktivität hat, 
jedenfalls laut Formeln anhand Wicklungen und Durchmesser, da ich nichts 
habe um diese zu Messen. Meine “beste” Spule verbraucht im Leerlauf ca. 
5a, im Gegensatz zu der mitgelieferten, welche im Leerlauf nur 1.8a 
braucht. Mit diesen Spulen komme ich leider schnell über die maximalen 
10a, doch beim Rohr kommt kaum mehr Energie an.

Da mein geringes wissen über Felder und Spulen hiermit ausgeschöpft ist 
bitte ich um Tipps von euch die etwas mehr Ahnung haben als ich.

Liege ich mit meiner Annahme, dass die neue Spule die gleiche 
Induktivität wie die alte haben sollte richtig?

Was bestimmt den “Leerlaufstrom” und was bestimmt wie weit dieser 
ansteigt, wenn ich das Rohr einführe?

Vielen Dank!

Hier noch die Daten der alten Spule
Durchmesser 10mm
Windungen 10
Länge 21.5mm

von Falk B. (falk)


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@ Nico S. (Gast)

>Am Netzteil sehe ich, dass das Modul nur ca. 4a verbraucht, obwohl es
>bis zu 10a bekommen soll.
>Mir ist recht klar, das die mitgelieferte Spule mit etwa 20 mm zu groß
>ist und durch den großen Abstand zwischen Spule und Rohr nicht viel
>Energie fließt.

Hast du mal eine dicke Schraube als Versuchsobjekt benutzt? Zieht die 
Schaltung dann mehr Strom, sprich, wird mehr Leitung in der Schraube 
umgesetzt?

Und was sind die 20mm? Innen oder Außendurchmesser? Soooo viel größer 
ist die Spule eigentlich nicht, die muss NICHT hauteng anliegen.

>hatte versucht, eine Spule zu wickeln, die die gleiche Induktivität hat,
>jedenfalls laut Formeln anhand Wicklungen und Durchmesser, da ich nichts
>habe um diese zu Messen.

Schlecht. Denn gerade der Bastler mit sehr wenig Wissen und Erfahrung 
kann da mal ganz fix Unsinn zusammenbauen.

>Liege ich mit meiner Annahme, dass die neue Spule die gleiche
>Induktivität wie die alte haben sollte richtig?

Ja.

>Was bestimmt den “Leerlaufstrom”

Die Induktivität der Spule sowie deren ohmsche Verluste, sprich, wie gut 
das Ding leitfähig ist.

>und was bestimmt wie weit dieser
>ansteigt, wenn ich das Rohr einführe?

Das ist der Laststrom, das ist nicht ganz so einfach zu sagen. Mit 
Eisenkern steigt die Induktivität und damit sinkt die Resonanzfrequenz, 
was aber zum Ansteigen der Blindleistung führt (Parallelschwingkreis). 
D.h. es muss nicht zwingend mehr Energie im Werkstück landen, mit etwas 
Pech kocht dir nur deine Schaltung weg 8-0

Aber ohne Messung und eine gute Portion Erfahrung in dem Bereich wird 
das eher nix. Und auf einen Glückstreffer sollte man da eher nicht 
hoffen.

von Nico S. (Gast)


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@ Falk B. (falk)

Mit dickeren Stücken verbraucht das Modul mehr Strom, daher glaube ich, 
dass es so ausgelegt ist, dass man die Spule fast voll ausfüllen kann, 
ohne das es zu viel Strom zieht.

Ich versuche mal die Induktivität zu messen, was mir aber schwierig 
scheint, da, jedenfalls nach meinen Berechnungen die Induktivität sehr 
klein ist.

von Baum (Gast)


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Nico S. schrieb:
> Seit einiger Zeit spiele ich jetzt schon erfolglos mit diesen ZVS
> Induktions- Heizmodulen rum.
> (
> 
https://www.amazon.de/KKmoon-5-12V-Niederspannung-Induktionserwärmung-Stromversorgungsmodul/dp/B01FK19QVW/
> )
>
> Mein Ziel ist es, ein ende eines Stahlrohres auf ca. 250C-300C zu
> erhitzen.

Nimm doch den nächst größeren Mazili.
(Ich hab den gleichen fehler mal gemacht so ein dingen ZVS zu schimpfen)
Mit der "1000W" Variante 
https://www.amazon.de/SainSmart-Hochfrequenz-Induktion-Heizung-Maschine/dp/B017UABBQY/ref=mp_s_a_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1528886435&sr=8-4&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=zvs+driver&dpPl=1&dpID=41J%2BuyeKIRL&ref=plSrch

Bekommst du das locker hin. Braucht dafür aber auch Minimum 24-36V.

Nur vorsicht! Die sind leicht zu überlasten. Ein schmelztiegel mit 4x4cm 
ist schon zu viel für die teile.

Eine aufgesägte CO2 Kartusche (Sahnesprüher) lässt sich damit aber bis 
zur rotglut erhitzen.
Alu kann man damit jedenfalls schon recht zuverlässig einschmelzen ;)

von Baum (Gast)


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Nico S. schrieb:
> Hier noch die Daten der alten Spule
> Durchmesser 10mm
> Windungen 10
> Länge 21.5mm

Rein rechnerisch: 0.465µH~

von Falk B. (falk)


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@Baum (Gast)

>> Hier noch die Daten der alten Spule
>> Durchmesser 10mm
>> Windungen 10
>> Länge 21.5mm

>Rein rechnerisch: 0.465µH~

Glaub ich nicht so ganz. Rchnung?

Ich würd mal eher auf eine handvoll uH tippen.

von Nico S. (Gast)


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Baum schrieb:
> Nimm doch den nächst größeren Mazili.
> (Ich hab den gleichen fehler mal gemacht so ein dingen ZVS zu schimpfen)
> Mit der "1000W" Variante
> 
https://www.amazon.de/SainSmart-Hochfrequenz-Induktion-Heizung-Maschine/dp/B017UABBQY/ref=mp_s_a_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1528886435&sr=8-4&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=zvs+driver&dpPl=1&dpID=41J%2BuyeKIRL&ref=plSrch
>
> Bekommst du das locker hin. Braucht dafür aber auch Minimum 24-36V.

Ich habe auch den nächst größeren, jedoch ist der für Weitaus größere 
Werkstücke ausgelegt. Wenn ich da mein Rohr einfüge, merkt das Modul 
kaum was. Nicht mal 1a mehr wird verbraucht und schneller heiß wird es 
auch nicht.

Zum Kokeln machen die Teile viel Spaß aber hilft mir leider nicht.

von Baum (Gast)


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Nico S. schrieb:
> Ich habe auch den nächst größeren, jedoch ist der für Weitaus größere
> Werkstücke ausgelegt. Wenn ich da mein Rohr einfüge, merkt das Modul
> kaum was. Nicht mal 1a mehr wird verbraucht und schneller heiß wird es
> auch nicht.

Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Mein schmelztiegel für Alu (ich benutze den Mazilli auch für experimente 
mit Trafos ;-) der kommt stellenweise besser als der NE555. )besteht aus 
oben genannter Kartusche, Glasschnur (Ofentürabdichtung, wird auf die 
kartusche geklebt. Hitzefester kleber bis 1100°C) und Gips.

Es dauert nicht lange, bei 36V.
Und ich schmelze da Alu für kleine werkstücke ein.
Klar nicht "Die" mengen. Aber du willst ja auch nix besonders großes 
erhitzen.

Nico S. schrieb:
> Mein Ziel ist es, ein ende eines Stahlrohres auf ca. 250C-300C zu
> erhitzen.

Fällt mir gerade auf. Vielleicht klappt es nicht weil sich die wärme 
nicht nur auf die zu erhitzende stelle konzentriert sondern vom stahl an 
den rest des rohres weitergeleitet wird?
https://www.schweizer-fn.de/stoff/wleit_metall/wleit_metall.php

Falk B. schrieb:
> Glaub ich nicht so ganz. Rchnung?

L=µ0×n2xA/l

Nährungsformel für luftspulen. Aber ich hab nicht mehr daran gedacht das 
die eh nur für spulen anzuwenden ist bis l=D. Drüber ist das nonsens. 
Mein fehler!

von Baum (Gast)


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Baum schrieb:
> Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Das du da unter 1A stromaufnahme hast.
Knapp 1A ist sehr wenig.
Da ist definitiv das werkstück zu klein.

von eProfi (Gast)


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Die richtigen Such-Stichworte heißen Schwingkreisgüte und Elektrische 
Anpassung.
Probiere es mit der 1000W-Schaltung und einer selbstgewickelten relativ 
engen Spule mit etwa der originären Induktivität.
Wenn die Apparatur sehr viel Strom aufnimmt, schwingt sie nicht an.
Dann die Versorgungsspannung hart anlegen, nicht langsam hochregeln.
Es gibt hier und bei mosfetkiller.de dutzende Threads zum Thema.

Wenn youtube:zilipoper es schafft, mit einfachen Mitteln x00g Kupfer zu 
schmelzen, wist Du die 300 Grad auch schaffen.

Ich habe mal eine Spule an eine käufliche Induktionsplatte angepasst und 
damit ein Rohr in wenigen Sekunden auf Rotglut gebracht.
Viel Erfolg

von Baum (Gast)


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Nicht Einschalten wen was in der spule ist. Das kann eventuell zum 
kurzschluss an den Fet's führen und dir gehen die Fet's und die Zener 
hoch.

Habe ich vorhin gefunden.

https://youtu.be/d3-3OO8Msbk

Thema spulen wurde mit genau der schaltung schon behandelt.

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