Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Erste Versuche einer Leistungsendstufe mit OPV


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von Denim S. (neosin)


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Hallo Freunde,

nachdem ich den ersten Versuch einer Leistungsendstufe mit OPV mal 
Aufgebaut habe, war ich von dem Ergebnis eigentlich positiv überrascht.

Allerdings hat dieser Aufbau ein kleines Manko. Bei zum Beispiel eine 
Sinus von 50-ca. 300 Hz verzerrt dieser nur in der positiven Amplitude 
ab einem Viertel der Ausgangsleistung. Das machte sich erst auf einem 
Oszi bemerkbar und als ein unangenehmer zusätzlicher höherer Ton in 
einem Lautsprecher.

Jetzt wurde mir als erstes Empfohlen das Signal einzukoppeln und dann 
zusätzliche Kondensatoren in die Schaltung einzufügen. Wenn ich die 
Koppelkondensatoren mit einbaue, kommt so mal gar nichts aus der 
Endstufe mehr heraus und kratzt nur noch ganz schlimm. Auch mit dem 
zusätzlichen 68 Ohm Widerstand und einem Kondensator zwischen 10..47 pF 
ändert es sich nicht im positiven. Die unangenehmen Störgeräusche nehmen 
eher noch zu.

Es wurde mir auch empfohlen den 33pF Kondi zwischen die Eingänge des OP 
zu setzen. Da ist meine Frage eher, wie auf den Wert gekommen wird und 
was dieser so genau bezwecken soll. Ich weiß nicht ob ich damit richtig 
liege, aber kann es sein dass: wenn der Widerstand in der theorie bei 
kleinen Frequenzen hoch ist und bei hohen niedrig, wird dann der OPV mit 
dem Kondensator vor einer zu hohen Differenzspannung geschützt bei 
steigenden Frequenzen? Bedeutet ja dann folglich, dass hohe Frequenzen 
kurzgeschlossen werden und somit nicht verstärkt. Liegt meine Annahme da 
richtig?

Liebe Grüße

von ArnoR (Gast)


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Denim S. schrieb:
> Wenn ich die
> Koppelkondensatoren mit einbaue, kommt so mal gar nichts aus der
> Endstufe mehr heraus und kratzt nur noch ganz schlimm.

Natürlich. Der Gleichstrompfad, der den Arbeitspunkt von OPV und 
Endstufe sicherstellt ist damit aufgetrennt und die Schaltung liegt 
DC-mäßig an einem Anschlag. Du darfst nur einen Kondensator einbauen, 
und zwar in Schaltung 1 vom OPV-Ausgang zur Basis Q4.

Denim S. schrieb:
> Es wurde mir auch empfohlen den 33pF Kondi zwischen die Eingänge des OP
> zu setzen.

Das solltest du lassen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Der kleine NE5532 ist nicht so stark am Ausgang und kann da an 600 Ohm 
nur so etwa 38mA liefern. Alles unter 600Ohm lässt das weiter 
zusammenbrechen.
Ausserdem erreicht er nicht die Betriebsspannungsgrenzen sondern bleibt 
etwa 2V darunter.
Überprüfe mal mit dem Oszi, wann es clippt - es kann gut sein, das du da 
bei etwa +10V bist.
Viele bauen auch direkt an den LS Ausgang ein Boucherot Glied, das dir 
evtl. ein wenig hilft.
https://elektroniktutor.de/analogtechnik/zobel.html

: Bearbeitet durch User
von Denim S. (neosin)


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ArnoR schrieb:
> Natürlich. Der Gleichstrompfad, der den Arbeitspunkt von OPV und
> Endstufe sicherstellt ist damit aufgetrennt und die Schaltung liegt
> DC-mäßig an einem Anschlag. Du darfst nur einen Kondensator einbauen,
> und zwar in Schaltung 1 vom OPV-Ausgang zur Basis Q4.

Retter in der Not! Das hat funktioniert! Vielen Dank!

Matthias S. schrieb:
> Überprüfe mal mit dem Oszi, wann es clippt - es kann gut sein, das du da
> bei etwa +10V bist.

Der OPV clippt bei ca. 21,5V PP (am Ausgang ca. 16,5V PP). Ohne clippen 
dann 16V PP am Ausgang an 4 Ohm, ein Stückchen höher und wir haben unser 
Rechteck an den Spitzen. Werden VU mal anpassen, damit das gar nicht 
erst passiert.

von Jürgen von der Müllkippe (Gast)


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Wahrscheinlich würde es auch ganz ohne Koppelkondensator und ohne 
Verzerrungen funktionieren (Gleichspannungskopplung), wenn man die 
Schaltung symmetrisch aufbaut (zwei Widerstände am NE5532 Ausgang). 
Allerdings auf Kosten der Aussteuerbarkeit.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Mach mal in Schaltung1 R5 und R6 größer, so 4,7k bis 15 kOhm wäre ein 
möglicher Bereich. Dann ist der OPV geringer belastet.

Viel Erfolg!

MfG

von Jürgen von der Müllkippe (Gast)


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Christian S. schrieb:
> Mach mal in Schaltung1 R5 und R6 größer, so 4,7k bis 15 kOhm

Genau, dann steigt auch die Aussteuerbarkeit wieder an.

von Denim S. (neosin)


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Jürgen von der Müllkippe schrieb:
> Wahrscheinlich würde es auch ganz ohne Koppelkondensator und ohne
> Verzerrungen funktionieren (Gleichspannungskopplung)

Das kann ich ja mal probieren.

ArnoR schrieb:
> Du darfst nur einen Kondensator einbauen,
> und zwar in Schaltung 1 vom OPV-Ausgang zur Basis Q4.

Ich habe das jetzt mal beobachtet. Nach kurzer Zeit mit dem Kondensator 
spring der Ruhestrom von 50mA auf 200mA, geht nur sporadisch runter. 
Nach Aus- und Einschalten ist es dann weg, bis es wieder auftritt.

von Denim S. (neosin)


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Christian S. schrieb:
> Mach mal in Schaltung1 R5 und R6 größer, so 4,7k bis 15 kOhm wäre ein
> möglicher Bereich. Dann ist der OPV geringer belastet.
>
> Viel Erfolg!
>
> MfG

Das habe ich jetzt auch probiert. Der OP kann dann tatsächlich höher 
Aussteuern, allerdings löst es das Problem mit der komischen zackigen 
Sinuskurve nur in der positiven Halbwelle, nicht.

Auch habe ich:

Jürgen von der Müllkippe schrieb:
> Wahrscheinlich würde es auch ganz ohne Koppelkondensator und ohne
> Verzerrungen funktionieren (Gleichspannungskopplung), wenn man die
> Schaltung symmetrisch aufbaut (zwei Widerstände am NE5532 Ausgang).

diesen Vorschlag wahrgenommen und mal zwei 680 Ohm Widerstände benutzt 
bei den 1k R5/6 (ca. 2 mA durch die Widerstände) sowie zwei 2k 
Widerstände mit R5/6 4,7k. Beides brachte leichte Besserung, allerdings 
ist das Phänomen geblieben.

Auch ist mir aufgefallen, dass je größer die Entkoppelkondensatoren ganz 
speziell C5 wird, desto mehr weißes Rauschen ist wahrzunehmen, sollte 
der Eingang auf Masse liegen (R12 -> 0%).

Vielleicht werde ich jetzt einfach mal den OP Tauschen. Habe hier noch 
einige 5532 herumliegen. Sind alle ein wenig älter, also wirklich älter. 
Das lässt mich vermuten, dass der OP einfach so rauscht.

Ich hatte jetzt weiter vor ein paar neue 5532 von Ti zu bestellen und 
gleich mit ein paar RC4559. Ich weiß mir nämlich nicht mehr weiter zu 
helfen.

Grüße euch und einen schönen Start ins Wochenende!

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hier gibts noch einge Beispiele ( avec AOP ):


https://sites.google.com/site/francisaudio69/6-l-amplificateur/6-9-schemas#TOC-6.9.6-Les-sch-mas-avec-AOP

https://docs.google.com/file/d/0BwTS40IaQa16VjZZR0NfRHNic2M/edit?usp=sharing


Mit zwei Stromquellen, Vbe-multiplier, zweistufigem Ausgangsverstärker, 
NE5534.

MFg

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klara)


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Denim S. schrieb:
> Ich weiß nicht ob ich damit richtig
> liege, aber kann es sein dass: wenn der Widerstand in der theorie bei
> kleinen Frequenzen hoch ist und bei hohen niedrig, wird dann der OPV mit
> dem Kondensator vor einer zu hohen Differenzspannung geschützt bei
> steigenden Frequenzen? Bedeutet ja dann folglich, dass hohe Frequenzen
> kurzgeschlossen werden und somit nicht verstärkt. Liegt meine Annahme da
> richtig?

Ich habe früher ein Blatt Papier genommen, gerechnet und dann gelötet. 
Aber dann stand ich auch oft vor Fragen, die ich nicht so einfach lösen 
konnte.

Seit über 10 Jahren nehme ich LTspice und simuliere erst einmal. Erst 
dann wird gelötet. Das spart Dir einigen Ärger. Nicht nur die 
Aussteuerung läßt sich leicht prüfen. Aber dafür hast Du ja auch einen 
Oszi. Auch z.B. die offene Schleifenverstärkung mit Phasengang um die 
Stabilität beurteilen zu können. Dazu gibt es sogar Beispiele in den 
examples, LoopGain.asc und LoopGain2.asc.
mfg Klaus

von hm? (Gast)


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Solche OPVs gehen bei (passender) Lagerung nicht einfach kaputt.
Die Bauteile altern eher durch Beanspruchung, bleiben ohne diese
fast ewig haltbar.

Ich würde unbedingt a.) einen zweiten OPV aus der Kiste testen,
b.) wenn dann kein Erfolg, die tatsächliche Schaltung prüfen
(alles korrekt, und sauber gelötet?).

Auch ein Test in einer simpleren Schaltung wäre hilfreich.

Neue Teile bestellen würde ich erst, wenn ich mir der Nicht-
Funktion der "alten" sicher wäre. (Wie gesagt: Unwahrscheinlich.)

Außer natürlich, Du brauchst/willst sowieso welche.

Zumindest mir sind noch keine Teile in der Kiste "verreckt".

(Aber ich betreibe das auch nur als Hobby, sehe das vielleicht
falsch? Sollte das so sein, bitte ich um Korrektur.)

von Peter D. (peda)


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Denim S. schrieb:
> Allerdings hat dieser Aufbau ein kleines Manko. Bei zum Beispiel eine
> Sinus von 50-ca. 300 Hz verzerrt dieser nur in der positiven Amplitude
> ab einem Viertel der Ausgangsleistung.

Ja, diese Schaltungen sind alle großer Mist, wo hast Du die bloß her?
Du brauchst Treiberstufen, die möglichst weit bis an die Versorgung 
treiben können und das können Deine Schaltungen nicht. Du verheizt also 
massig Leistung an den Transistoren.

Schau Dir einfach mal praktische Schaltungen aus Geräten an. Üblich sind 
da Stromquellen oder Bootstrap-Schaltungen als Treiber.
Noch bessere Aussteuerung erreicht man, wenn die Treiberstufen mit 
5..10V mehr als die Endstufen versorgt werden.

von Jürgen von der Müllkippe (Gast)


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Um deine Endstufe zu retten, kannst du probeweise mal den Aufbau_5 
testen, um zu sehen, ob die Zacken weg gehen. Mit dem 47k-Trimmer kannst 
du die Verstärkung einstellen. Statt einzelne Transistoren (Q1 bis Q4) 
kannst du dann auch Darlington-Transistoren einsetzen (BD643/BD644). Für 
eine höhere Aussteuerung kannst du die Betriebsspannung noch auf 
+15V/-15V anheben.

von Peter D. (peda)


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Jürgen von der Müllkippe schrieb:
> Um deine Endstufe zu retten, kannst du probeweise mal den Aufbau_5
> testen

Oh Gott, wenn ich da die hochohmigen R5, R6 mit 3,9k als Treiber sehe, 
wird mir gleich ganz übel. Was ist denn so schlimm an praktisch 
eingesetzen Schaltungen?

von Denim S. (neosin)


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Guten Tag alle zusammen,

hoffe ihr habt euer Wochenende gut überstanden!

hm? schrieb:
> Neue Teile bestellen würde ich erst, wenn ich mir der Nicht-
> Funktion der "alten" sicher wäre. (Wie gesagt: Unwahrscheinlich.)
>
> Außer natürlich, Du brauchst/willst sowieso welche.

Ja, wollte schon länger mal auf die Suche nach einem RC4559 gehen und 
mich interessieren die praktischen Unterschiede vom NE5532P zu A, der 
soll wohl garantiert rauschärmer sein etc..

Peter D. schrieb:
> Ja, diese Schaltungen sind alle großer Mist, wo hast Du die bloß her?
> Du brauchst Treiberstufen, die möglichst weit bis an die Versorgung
> treiben können und das können Deine Schaltungen nicht. Du verheizt also
> massig Leistung an den Transistoren.

Das ist mir wohl bewusst, aber sieh das mal so. Ich hätte die Schaltung 
auch mit Stromquellen und einem Transistor-Differenzverstärker aufbauen 
können. Das war aber nicht mein Ziel. Ziel war es zu verstehen wieso 
Endstufen mit OPV nicht allzu häufig anzutreffen sind und was es für 
Probleme zu beachten gilt. Was die Schaltung also betrifft, ich habe 
einfach eine Gegentakt-Stromverstärkung dimensioniert und die 
Vorgeschalteten Spannungsverstärker aka. Differenzverstärker durch den 
OPV ersetzt. Ähnliche Schaltungen sind ja durchaus öfter mal im Internet 
zu finden.

Denim S. schrieb:
> Allerdings hat dieser Aufbau ein kleines Manko. Bei zum Beispiel eine
> Sinus von 50-ca. 300 Hz verzerrt dieser nur in der positiven Amplitude
> ab einem Viertel der Ausgangsleistung.

Dieses Problem konnte ich, auch wenn das jetzt wieder ein no-go ist, 
lösen indem ein RC Glied am Ausgang des OPV verwendet wurde. 
Normalerweise sollte man OP's eigentlich tunlichst nicht kapazitiv 
belasten, dennoch schien dies die Probleme zu lösen.

C5 habe ich entfernt, dieser verursachte weißes rauschen am Ausgang auch 
mit auf Masse gelegtem Eingang.

Des weiteren wollte ich R10 sowie R11 niederohmiger machen. Dies 
resultierte aber in einem Knacken und Rauschen sollte man das Poti R12 
benutzen mit einer Eingangsquelle die momentan kein Ton herausgibt 
(Liedwechsel etc.). Dafür habe ich eigentlich noch keine Erklärung. 
OPV's fangen doch erst recht an zu schwingen wenn die 
Rückkoppel-Widerstände zu hochohmig werden.

ArnoR schrieb:
> Du darfst nur einen Kondensator einbauen,
> und zwar in Schaltung 1 vom OPV-Ausgang zur Basis Q4.

Auch das dieses hier dazu führt, dass der Ruhestrom aus dem Ruder läuft 
kann ich nicht weiter beurteilen. Den Kondensator zwischen Ausgang und 
Basis von Q4 findet man in vielen beliebigen anderen Schaltungen dieser 
"Art" auch. Nur hierbei funktioniert dies anscheinend weniger gut... 
Warum auch immer..

Jedenfalls, lasse ich dieses kleine Projekt mehr oder weniger 
erfolgreich in seiner letzten Version so stehen. Bin aber gerne noch für 
Vorschläge offen.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

hast Du eigentlich eine stabile Spannungsversorgung dran angeschlossen, 
oder erzeugt die Schaltung zusammen  mit der Versorgung irgendwelche 
Regelschwingungen. Lange Zuleitungen können da Wunder bewirken... 
Eigentlich müßte die letzte Version zumindest bei kleiner Leistung, z.B. 
bis 4 Watt, zufriedenstellend funktionieren.

Hast Du mal die Varianten mit NE5534 aus meinem Link angeschaut?

MfG

von Peter D. (peda)


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Denim S. schrieb:
> Ziel war es zu verstehen wieso
> Endstufen mit OPV nicht allzu häufig anzutreffen sind und was es für
> Probleme zu beachten gilt.

Das ist ganz einfach.
Die hohe Schleifenverstärkung braucht man nicht. Im Gegenteil, sie macht 
das Ganze schnell instabil. Insbesondere bei komplexen Lasten, wie 
Mehrwegeboxen mit ihren vielen Ls und Cs drin. Eine Frequenzkompensation 
von Pin1 nach Pin2 des OPV könnte notwendig sein (dominierende 
Polstelle).
Auch haben OPVs oft eine geringe Slewrate, d.h. Großsignalaussteuerung 
ist nicht so ihr Ding.

Zu Deiner Schaltung:
R5 ist überflüssig, die positive Halbwelle treibt der OPV ja direkt.
Zwischen die Basen von Q3 und Q4 sollte ein dicker Kondensator (470µF), 
damit der Arbeitspunkt nicht mit der Aussteuerung schwankt. Dann kann 
auch R6 hochohmiger sein. Ich weiß nicht, ob der OPV die 24mA (positive 
Halbwelle) durch 1k treiben kann. Zumindest ist sein Aussteuerbereich 
stark reduziert.
Den C1 kann man weglassen, OPVs sind gut genug bezüglich Offsetspannung.

von Helmut S. (helmuts)


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Da sind ja immer noch R5 und R6 in der Schaltung. Die gehören dringend 
durch jeweils eine Stromquelle ersetzt. In der jetzigen Schaltung wird 
der Opamp völlig überlastet wegen diesem Designfehler.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Ein Beispiel. Hier wurde alles bereits berücksichtigt.

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Designfehler

Die Temperaturkompensation ist falsch ausgeführt.
Erklärung findest Du in dieser Reihe:
Beitrag "100W Class A, per OPV gegengekoppelt"

Die asc fehlt. Funktionieren Deine BDs?

Beitrag "Transistormodell defekt?!"

LG
old.

von Helmut S. (helmuts)


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Christian S. schrieb:
> Ein Beispiel. Hier wurde alles bereits berücksichtigt.

Danke für das Beispiel mit den Stromquellen. Allerdings finde ich die 
Verwendung von Darlingtontransistoren für die Ausgänge die bessere 
Lösung.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Helmut S. schrieb:
> Christian S. schrieb:
> Ein Beispiel. Hier wurde alles bereits berücksichtigt.
>
> Danke für das Beispiel mit den Stromquellen. Allerdings finde ich die
> Verwendung von Darlingtontransistoren für die Ausgänge die bessere
> Lösung.

Bitteschön. Ein Indiz, daß niemand ausführlich den link oben studiert 
hat.

Einzel- oder Darlingtontransistoren sind Geschmackssache. Die 
Darlingtons vereinfachen die Montage auf dem Kühler, wenn man 
experimentieren und lernen möchte, kann man sich mit den 
Einzeltransistoren eine neue Spielwiese eröffnen.

Viel Erfolg! Und am besten nichts abbrennen.

Im Bild die "Großversion".

MfG

: Bearbeitet durch User
von der schreckliche Sven (Gast)


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Christian S. schrieb:
> Ein Beispiel. Hier wurde alles bereits berücksichtigt.

Vor Allem wird bei diesem Beispiel die Spannung nochmal verstärkt. 
Beachte die Widerstände R24 und R25.

von der schreckliche Sven (Gast)


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Christian S. schrieb:
> Im Bild die "Großversion".

Ist das Absicht, daß man da nichts erkennt?

Beitrag #5476202 wurde vom Autor gelöscht.
von Helmut S. (helmuts)


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der schreckliche Sven schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Im Bild die "Großversion".
>
> Ist das Absicht, daß man da nichts erkennt?

Diese Schaltung nimmt man besser nicht. Deshalb ist es egal ob die 
unscharf fotografiert wurde.

von Denim S. (neosin)


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Guten Abend allen miteinander,

tut mir leid, dass ich so lange gebraucht habe zu antworten, habe 
einiges zu tun im Moment.

Ich habe versucht einige von euren Vorschlägen umzusetzen und bin dabei 
auf die angefügte Schaltung gekommen. Allerdings muss ich gestehen dass 
ich mit dem Programm Multisim die Widerstände R3 R5 R6 R7 herangetastet 
habe. Ich Steige da noch nicht ganz durch.

Ich hatte zuerst die BD139/40 mit Emitterwiderständen besetzt um die 
Spannungsverstärkung festzulegen, das hat aber alles andere als gut 
geklappt. Diese Schaltungsart habe ich mir dann "abgeschaut".

Die Spannungsverstärkung ohne Emitterwiderstände der BD139/40 ist doch 
dann von der Temperaturspannung abhängig. Jedenfalls, die Widerstände 
sind dort mehr "geraten" als gerechnet. Ich hoffe mein Dilettantismus 
stört euch nicht allzu sehr.

Was haltet ihr von dem Aufbau?

Wie dem auch sei, ich wünsche euch schon mal einen guten Start in das 
Wochenende!

Grüße

von der schreckliche Sven (Gast)


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Denim S. schrieb:
> Ich Steige da noch nicht ganz durch.

Das kommt schon noch im Laufe der Zeit.

Wichtig ist, daß Q7 beste thermische Kopplung mit Q1 und Q3 hat. Q7 muß 
also auch ein BD139 sein, und alle Drei werden ohne Abstand 
nebeneinander auf den Kühlkörper geschraubt, mit Q7 in der Mitte.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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"Ist das Absicht, daß man da nichts erkennt?"

Ja, denn in den PDFs ist es nochmals erklärt und in voller Größe zu 
sehen.


Die neue Version wird schon funktionieren. Es fehlt nur noch eine 
Strombegrenzung für die Endtransistoren, denn im Fehlerfall werden sie 
nicht überleben. An der Quelle sind dicke Elkos dran, die ordentlich 
Strom liefern können.
Eine Optimierung der Widerstandswerte kann den Klang sicher noch 
verbessern, wenn man sich damit auskennt oder durch Simulation die 
richtige Richtung erkennt.
Generell gilt der Kollektor als hochohmig, liegt aber in dieser Variante 
am niederohmigen Lautsprecherausgang.

MfG

: Bearbeitet durch User
von Denim S. (neosin)


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Ist der 47 Ohm R5 eigentlich zwingend notwendig? Der erhöht immens den 
Strom des 10 Ohm R6.
Die Spannungsverstärkung der Treiber sollte doch auch so funktionieren.

Grüße

von Denim S. (neosin)


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Schönen Sonntag!

Also, ich habe das gemacht, was mir am sinnvollsten erschien! Ich habe 
den "Aufbau 7" mal tatsächlich aufgebaut und ein paar Spannungen und 
Ströme gemessen. Auch habe ich mir die Kennlinien des BD139 und BD243 
aufgenommen (Stromverstärkung und Ausgangskennlinie).

Danach habe ich mir einfach mal ein Blatt Papier genommen und angefangen 
zu rechnen. Die exakten Kennlinien waren dabei für die Herleitung der 
Spannungsverstärkung der Treiber mehr als hilfreich.

der schreckliche Sven schrieb:
> Denim S. schrieb:
>> Ich Steige da noch nicht ganz durch.
>
> Das kommt schon noch im Laufe der Zeit.

Dazu kann ich sagen, das tatsächliche Rechnen hat mir jetzt dort 
Durchblick gegeben! Jetzt kann ich ernsthaft mal über ein PCB 
nachdenken. Aber erst passe ich noch ein paar Widerstände an.

Denim S. schrieb:
> Ist der 47 Ohm R5 eigentlich zwingend notwendig? Der erhöht immens den
> Strom des 10 Ohm R6.

Hierzu kann ich jetzt guten Gewissens sagen: Besser nicht. Nach 
Grenzwertsatz ist die maximale Vu der Treiber zwar begrenzt, nichts 
desto trotz kann man diesen wenigstens ein wenig hochohmiger machen!

Im Anhang, für die die es interessiert, mal die Ergebnisse der 
Herleitung!

* Viel Spaß allen und vielen Dank für die Hilfreichen Tipps! *
Grüße


Vu der Treiber:

Für IE2:

: Bearbeitet durch User
von der schreckliche Sven (Gast)


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Welchen Sinn haben R1 und R2?

von Denim S. (neosin)


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der schreckliche Sven schrieb:
> Welchen Sinn haben R1 und R2?

Na im einfachsten Fall waren die in den ersten Aufbauten zur 
Stromgegenkopplung da, jetzt können die an der Stelle weg. Oder wenn man 
unbedingt gegenkoppeln will die an die Emitter von T1 setzen. So 
begrenzen Sie nur den Strom.

von Kleingedrucktes (Gast)


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Die beiden Pläne von Christian S unterscheiden sich aber gewaltig. 
Gegenkopplung mit und ohne C!

von Denim S. (neosin)


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Hey Leute,

falls es euch noch interessiert, hier mal das fertig dimensionierte 
Schaltbild. C3, R15 wurden hinzugefügt, R7 und R8 mussten verkleinert 
werden, Spannungsverstärkung der Treiber durch R3 R4 angepasst. 
Auslegung war +/- 12V, am Ausgang 20Vpp ohne clipping.

Für eine höhere Versorgungsspannung sollte R18 / R19 größer, R4 für 
höhere Spannungsverstärkung kleiner.

R16 / R17 habe ich zur Ruhestromeinstellung in der Schaltung gelassen. 
Habe diesen auf 75mA gestellt.

Grüße und schönen Tag noch =)

von Peter D. (peda)


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Denim S. schrieb:
> falls es euch noch interessiert, hier mal das fertig dimensionierte
> Schaltbild.

Wo hast Du denn den Spannungsteiler R3, R4 her?
Dann brauchst Du die Stromquellen ja nicht mehr, das bischen 
Aussteuerung schafft der OPV selber.
Aber ob das thermisch stabil ist, wage ich zu bezweifeln.
In praktischen Geräten habe ich sowas noch nicht gesehen, wird wohl auch 
seinen Grund haben.

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