Statische Aufladungen bei Messaufbau mit TrennTrafo möglich?

OP #5478142
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Mal unabhängig von den Sicherheitsbetrachtungen (!) habe ich eine 
spezielle (theoretische) Frage:

Angenommen, ich habe ein DUT/Messobjekt, welches an einem Trenntrafo 
oder über Batterie (ungeerdet) betrieben wird. Daran hänge ich ein 
(Röhren-)Oszilloskop, welches über den gleichen Trenntrafo wie das 
Messobjekt oder über einen eigenen Trenntrafo oder über Netz aber mit 
aufgetrenntem Schutzleiter versorgt wird.

Bekommt man dann möglicherweise Probleme mit statischer Aufladung des 
Messaufbaus (d.h. Oszi+DUT sowie deren ungeerdete 
Spannungsversorgungen), speziell auch dann, wenn man ein 
Röhrenoszilloskop mit seinen hohen Beschleunigungsspannungen verwendet?

Hängt das event. davon ab, welcher Teil des Messaufbaus welche 
Streukapazität mit der "Umgebung" bildet, zusammen mit 
Gleichrichtereffekten innerhalb der Schaltungen?

Falls es zu solchen statischen Aufladungen kommen kann, bilden diese ein 
separates Sicherheitsproblem oder zumindest ein zerstörerisches 
Potential für den Messaufbau (Durchschläge, Entladungen...)?
Gast #5478574
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Während alle Anderen noch angestrengt nachdenken, antworte ich halt:

...Beschleunigungsspannungen....Gleichrichtereffekten...

...haben bei Geräten ohne Isolationsfehler nach außen keine Wirkung.

Ansonsten wird eine statische Spannung über die Koppelkapazitäten der 
Netztrafos in Verbindung mit der Wechselspannung abgeleitet.
Kritisch wird es aber im Freien bei aufziehendem Gewitter.

Isolationsfehler sind zwar sehr selten, aber nicht unmöglich.
Warum eine Erdung ratsam wäre.
#5478637
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Mein HAMEG 203-5 ist seit 1978 erdgetrennt am Netz - ja, das ist
dumm, illegal, blöd, gefährlich,  oder wer sonst noch welche Ausdrücke
kennt, möge sie kund tun...

Das Gerät ist schon ganz gut aufgebaut, damit nicht versehentlich
ein Draht mit Netzspannung am Gehäuse anliegen kann...

Grund für die Trennung waren netzgekoppelte alte Radios und FS,
Röhrengeräte...

Umsonst gibt es nicht eine Massebuchse, mit der man einen statischen
Ausgleich auf andere Geräte erstellen kann, folglich gab es nie irgend
einen Schaden auf CMOS oder FETs...

Ja, ich weiß, das sollte man nicht machen...
Angehängte Dateien:
#5478651
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Und es gab noch einen Grund, die Erdung des Osszi zu trennen,
nämlich ein ordentlicher Stromschlag bei diesen alten Geräten gegen
die Erdverbindung des Osszi...

Und damals (TM) gab es nicht so sehr viele Trenntrafos mit mehr als
50/70 Watt Leistung....

Ach ja, die FI waren oft noch 300mA oder bestenfalls 100 mA...

Gut, dass wir noch leben!


Go Away from Earth?


Namaste
Gast #5478698
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Mani W. schrieb:
> Das Gerät ist schon ganz gut aufgebaut, damit nicht versehentlich
> ein Draht mit Netzspannung am Gehäuse anliegen kann...

Das ist nicht das Problem. Mit dem Massekontakt holst du dir die Gefahr 
ans Gerät.

Du solltest hier keine werbung für den Dumfug machen.
#5478699
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Hau den Trottel schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> Das Gerät ist schon ganz gut aufgebaut, damit nicht versehentlich
>> ein Draht mit Netzspannung am Gehäuse anliegen kann...
>
> Das ist nicht das Problem. Mit dem Massekontakt holst du dir die Gefahr
> ans Gerät.
>
> Du solltest hier keine werbung für den Dumfug machen.

Nix verstehn!

Ohne Masse wirst wohl kein Signal auf dem Osszi haben, außer
Netzbrumm etc...


Ich jetzt schlafen gehn, Du denken...


Namaste
#5478700
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Hau den Trottel schrieb:
> Das ist nicht das Problem. Mit dem Massekontakt holst du dir die Gefahr
> ans Gerät.

Sicher!

Aber keinen solchen Potentialunterschied gegen Erde mit entsprechendem
Stromschlag durch den Körper, in dem Fall meist von einer Hand zur
Anderen!

Und es gibt in Reichweite meines Arbeitsplatzes keinen geerdeten
Gegenstand, keinen nassen Fußboden oder sonst irgend etwas, womit ich
dann mit Erde in Berührung kommen könnte...

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