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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gründen


Autor: DAC (Gast)
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Hallo,

ich möchte zusammen mit einem Bekannten eine "Unternehmergesellschaft 
(haftungsbeschränkt)" gründen (wir wollen einen Web-Shop eröffnen und 
dort Artikel aus unserem sortiment hauptsächlich für industrielle 
Abnehmer anbieten).

Habe mir also ein paar Wikipedia-Artikel rund um das Thema UG 
(haftungsbeschränkt) und GmbH angeschaut und etwas gegoogelt.

Dabei findet man Angebote wie dieses hier:

UG gründen für 159Euro:
https://legalbase.de/gruender/ug-gruenden/?gclid=E...

Kann man dem trauen?


Oder etwas über die Kosten einer UG Gründung:
https://www.starting-up.de/gruenden/rechtsformen/u...

(das sieht dann wahrscheinlich schon etwas realistischer aus)


Was mir noch nicht ganz klar ist, benötigt man nach der UG-Gründung 
unbedingt einen Steuerberater, dem man die Rechnungen etc. schickt und 
was kostet der?
Ansonsten würden wir für die Buchhaltung/Lagerverwaltung gerne ein 
Warenwirtschaftsprogramm verwenden, eventuell kann das der Web-Shop 
schon (spart das den Buchhalter?).

Außerdem wird ja der Name des Unternehmens im Handelsregister 
eingetragen, was ca. 150 Euro kosten soll.
Vorab sollte man wahrscheinlich noch schauen, ob der gewählte 
Unternehmensname auch wirklich in der angestrebten Branche verwendet 
werden kann, oder ob er so oder in ähnlicher Form möglicherweise schon 
vergeben ist.

Wie hoch sollte das Stammkapital gewählt werden? Ist es egal, ob man zu 
Beginn nun 1€ oder 1000€ einlegt?

Und kann man monatlich 75% aus dem Gewinn entnehmen, wenn man die 
restlichen 25% des Gewinns ins Stammkapital einfügt (wobei der Gewinn ja 
eigentlich nur jährlich, also fürs Steuerjahr ermittelbar ist)?

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Kann man dem trauen?

Ausprobieren, dann bist du schlauer. Bei mir hat der Notar alles für 400 
EUR
(GmbH) erledigt.

> Was mir noch nicht ganz klar ist, benötigt man nach der UG-Gründung
> unbedingt einen Steuerberater, dem man die Rechnungen etc. schickt und

Die UG unterliegt der Bilanzierungspflicht. Ich bin fest davon 
überzeugt, dass du ohne Steuerberater keinen Jahresabschluss zustande 
bekommst.

> was kostet der?

It depends. Rechne mal grob mit 3000 EUR/a für FiBu und Jahresabschluss. 
Lohnbuchhaltung kommt noch obendrauf, kann man aber mit Lexware auch 
selbst machen (ca. 150 EUR/a).

> Vorab sollte man wahrscheinlich noch schauen,

Ja, bei der IHK.

Rest k.A.

Autor: Abradolf L. (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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DAC schrieb:
> Was mir noch nicht ganz klar ist, benötigt man nach der UG-Gründung
> unbedingt einen Steuerberater, dem man die Rechnungen etc. schickt und
> was kostet der?

Je nach Aufwand. Nen Kumpel zahlt für Jahresabschluss und Bilanzierung 
ca. 700€ im Jahr. 1-Mann Webangebot. Und ja du brauchst einen.

Autor: Jens (Gast)
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Bürovorsteher schrieb:
> Ja, bei der IHK.
>
> Rest k.A.

NEIN nicht bei der IHK. Der Laden gehört Boykottiert.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> NEIN nicht bei der IHK.

Und wo machst du das immer?

Autor: Steffen R. (steffen_rose)
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DAC schrieb:
> Und kann man monatlich 75% aus dem Gewinn entnehmen,

Ist es wirklich das, was du willst?
Ich denke am Anfang ist es einfacher Euch als Geschäftführer in der 
Gesellschaft anzustellen und Euch ein passendes Gehalt zu zahlen.

Aber genau für diese Beratung und die Beachtung gesetzlicher 
Vorschriften hat man den Steuerberater.

Autor: Hmmm (Gast)
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DAC schrieb:
> Kann man dem trauen?

Nimm lieber einen Notar vor Ort. Sobald mehr als ein Gesellschafter im 
Spiel ist, sollte man sich immer zum Gesellschaftervertrag beraten 
lassen und z.B. von vornherein über Dinge wie eine Nachfolgeregelung 
sprechen.

> benötigt man nach der UG-Gründung
> unbedingt einen Steuerberater, dem man die Rechnungen etc. schickt und
> was kostet der?

Wenn nicht einer von euch Bilanzbuchhalter ist, auf jeden Fall. Auch da 
wieder jemanden vor Ort suchen, der kann dann auch etwas zu den Kosten 
(die vom Aufwand abhängen) sagen.

> Und kann man monatlich 75% aus dem Gewinn entnehmen

Privatentnahmen sind bei Kapitalgesellschaften nicht vorgesehen. Evtl. 
ist da die GmbH & Co. KG bzw. UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG eher für 
euch geeignet. Aber auch dazu kann euch der Steuerberater etwas 
erzählen.

Autor: DAC (Gast)
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Danke für die schnellen und guten Antworten! Das mit der IHK ist 
mindestens eine Überlegung wert.

Mit welchen "Folgekosten" im engeren oder weiteren Sinn nach der 
UG-Gründung muss man noch rechnen?
Ich mache mal eine Liste auf:

-Steuerberater
-Gewerbesteuer
-IHK-Beitrag
- ...

Autor: Steffen R. (steffen_rose)
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Vielleicht mal mit einem Gründerberater Euren Businessplan durchgehen?

Autor: Stefan K. (stefank)
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Och da kommen noch viele, die die Hand aufhalten:
- EAR
- GEZ
- Verpackungsverordnung
- Berufsgenossenschaft evtl.
- Batterieverordnung
- Kranken- und andere Versicherungen

usw usf ...

Gruß Stefan

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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- Körperschaftsteuer

Autor: Cerberus (Gast)
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DAC schrieb:
> Hallo,
>
> ich möchte zusammen mit einem Bekannten eine "Unternehmergesellschaft
> (haftungsbeschränkt)" gründen (wir wollen einen Web-Shop eröffnen und
> dort Artikel aus unserem sortiment hauptsächlich für industrielle
> Abnehmer anbieten).

Ob auf diesem Niveau so eine Rechtsform Erfolg hätte?
Da hätte ich Zweifel ob die Industrie nicht hohe, bzw. höhere
Anforderungen stellt, z.B. nach dem Betriebskapital. Man will sich
schließlich auch der Nachhaltigkeit versichert sein. Außerdem
wäre ja dann nichts zu holen wenn man Schadenersatz leisten
müsste. Was zwar einerseits recht vorteilhaft ist, wird wohl
auch Nachteile haben.

> Habe mir also ein paar Wikipedia-Artikel rund um das Thema UG
> (haftungsbeschränkt) und GmbH angeschaut und etwas gegoogelt.

Wird informell kaum reichen. Ein Existenzgründungsseminar bei der 
nächstbesten lokalen IHK wäre hier angesagt und auch informativer.
Da werden einem dann kompetent die Basics vermittelt und Fragen
werden auch beantwortet.

> Dabei findet man Angebote wie dieses hier:
>
> UG gründen für 159Euro:
> 
https://legalbase.de/gruender/ug-gruenden/?gclid=E...

Hm, das sind nur die Gebühren der Webseite für die Unterstützung?
Die öffentlichen Gebühren kämen da ja zusätzlich hinzu.
Das läppert sich.

> Kann man dem trauen?

Skepsis, wäre bei einer Aktiengesellschaft, deren Kursverlauf man
sich mal anschauen sollte, angebracht. Ansonsten werden die wohl
eine Haftung größtenteils ausgeschlossen haben. Siehe deren AGB.

> Oder etwas über die Kosten einer UG Gründung:
> 
https://www.starting-up.de/gruenden/rechtsformen/u...
>
> (das sieht dann wahrscheinlich schon etwas realistischer aus)
>
> Was mir noch nicht ganz klar ist, benötigt man nach der UG-Gründung
> unbedingt einen Steuerberater, dem man die Rechnungen etc. schickt und
> was kostet der?

Einen Zwang wird es wohl nicht geben, aber wenn man im Steuerrecht
keine Ahnung hat, kann es passieren, dass man eine Steuerschuld anhäuft
ohne die dafür erforderlichen Rücklagen zu bilden. Im Worst-Case-Fall
machen die einem sonst, GmbH(UG) hin oder her, ruck zuck den Laden 
dicht.
Das gleiche kann passieren, wenn man die Sozialabgaben säumig bleibt.
So ganz unhaftbar sind Gesellschafter  auch nicht, wie man glaubt.
In Verbindung mit einer Strafttat und das kann schon eine Verschleppung
einer Rechtspflicht sein, kann der Schutz schon für die Tonne sein.

> Ansonsten würden wir für die Buchhaltung/Lagerverwaltung gerne ein
> Warenwirtschaftsprogramm verwenden, eventuell kann das der Web-Shop
> schon (spart das den Buchhalter?).

Gegen ein passendes Waren-und Kundenwirtschaftssystem spricht
nichts dagegen, sofern die Behörden da keine Einwende haben.
Da fragt man einen Steuerberater und lässt das erste Geschäftsjahr
mal von denen machen lassen. Dann weiß man wie es geht und macht es
einfach in den Folgejahren nach.
Doppelte Buchhaltung muss man schon machen, ob mit oder ohne
Buchhalter, mag jeder selbst entscheiden. Je komplexer das Geschäft,
um so besser ist man wohl beraten, nicht auf einen Profi zu verzichten.

> Außerdem wird ja der Name des Unternehmens im Handelsregister
> eingetragen, was ca. 150 Euro kosten soll.

Tja, jeder will daran verdienen, selbst die Behörden.
Der eigene Name soll ja auch geschützt sein, nicht wahr?

> Vorab sollte man wahrscheinlich noch schauen, ob der gewählte
> Unternehmensname auch wirklich in der angestrebten Branche verwendet
> werden kann, oder ob er so oder in ähnlicher Form möglicherweise schon
> vergeben ist.

Hier dürfte die IHK nicht der schlechteste Ansprechpartner sein.
Da wird wohl einiges zu beachten sein. Fantasienamen dürfen nur
Vollkaufleute wählen. Man kann aber einen Namen kaufen, wenn man
sich das leisten kann und will.

> Wie hoch sollte das Stammkapital gewählt werden? Ist es egal, ob man zu
> Beginn nun 1€ oder 1000€ einlegt?

Das ist wie beim Bauen, je höher das Eigenkapital, ist um so besser.
Die Industrie wird wohl verständlicherweise ein höheres Betriebskapital
erwarten. Da sind dann Standardanfragen bei z.B. Creditreform über eure
Bonität wohl an der Tagesordnung.

> Und kann man monatlich 75% aus dem Gewinn entnehmen, wenn man die
> restlichen 25% des Gewinns ins Stammkapital einfügt (wobei der Gewinn ja
> eigentlich nur jährlich, also fürs Steuerjahr ermittelbar ist)?

Ich bin kein Experte, aber mir wurde mal vermittelt, dass bei der UG
vorrangig Gewinne für den Grundkapitalaufbau (25k) verwendet werden
müssen. Das klärt man mit dem Steuerberater oder der IHK.
Also gleich den Rahm abschöpfen, dürfte eine Illusion sein.
Allerdings kann das Kapital auch durch Sachleistungen ersetzt das
Betriebsvermögen erhöhen. Es muss kein Geldvermögen sein.
Vorteilhaft wäre daran die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit.

Das Thema ist sehr komplex, insbesondere weil es ja auch andere
Rechtsgebiete berührt. Daher hier noch mal die eindringliche
Empfehlung, sich an die IHK zu wenden, denn dafür sind die ja da.
Ein Forum kann hier allenfalls ein paar unverbindliche
Erfahrungswerte geben.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Allerdings kann das Kapital auch durch Sachleistungen ersetzt das
> Betriebsvermögen erhöhen.

In der Theorie schon. Mir hat der Notar aber dringend davon abgeraten, 
weil der Wert der Sachleistungen dann absolut wasserdicht durch 
qualifizierte Gutachter fesgestellt werden muss.

PS: auf die Körperschaftsteuer kommen selbstverständlich noch 5,5% SolZ 
drauf.

Autor: Jens (Gast)
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Was habt ihr eigentlich immer mit eurer IHK. Die sind zu nichts nutze 
und haben sich über die Jahrzehnte einen schönen fetten Beamtemapparat 
aufgebaut auf dem sich nun ausgeruht wird. Die machen ja die ganze 
Ausbildung, gut aber das ist teilweise auch auf fraglichem Niveau. Kauf 
dir ein Buch zum Thema Rechtsformen und gut ist. Oder lass sich einfach 
von Steuerberater beraten. So kompliziert wie das hier immer alle 
darstellen ist das nicht. Nimm für die Buchhaltung zum Beispiel Dolibarr 
oder ähniche ERP Systeme.

Autor: Steffen R. (steffen_rose)
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Jens schrieb:
> Was habt ihr eigentlich immer mit eurer IHK.

Er wird später viele Jahre dort einzahlen. Warum dann nicht jetzt die 
kostenlosen Beratungsdienstleistungen nutzen?

Autor: Jens (Gast)
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Steffen R. schrieb:
> Jens schrieb:
>> Was habt ihr eigentlich immer mit eurer IHK.
>
> Er wird später viele Jahre dort einzahlen. Warum dann nicht jetzt die
> kostenlosen Beratungsdienstleistungen nutzen?

Ich zahle auf viele Jahre in die öffentlich rechtlichen 
Rundfunkanstalten ein. Trotzdem haben die ein scheiß Programm.

Autor: Steffen R. (steffen_rose)
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Jens schrieb:
> Steffen R. schrieb:
>> Jens schrieb:
>>> Was habt ihr eigentlich immer mit eurer IHK.
>>
>> Er wird später viele Jahre dort einzahlen. Warum dann nicht jetzt die
>> kostenlosen Beratungsdienstleistungen nutzen?
>
> Ich zahle auf viele Jahre in die öffentlich rechtlichen
> Rundfunkanstalten ein. Trotzdem haben die ein scheiß Programm.

Sorry, aber ich finde die Privaten (RTL..) schlimmer.

Um bei dem Vergleich zu bleiben, ich finde es gut Literatur zu nutzen. 
Aber ob diese alle seine Fragen bezogen auf seinen konkreten Fall 
beantwortet?

Autor: DAC (Gast)
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Vielen Dank, besonders auch an Cerberus für die ausführliche Antwort!

Was ich noch nicht verstanden habe, ist folgendes:

An der geplanten UG sind ja dann zwei Gesellschafter beteiligt, nämlich 
mein Bekannter und ich.
Sind wir dann Angestellte unserer eigenen UG, die Gehälter bekommen oder 
bekommen die Gesellschafter (also wir) eher etwas wie eine Dividende am 
Ende des Geschäftsjahres?
Sprich, mir ist noch nicht klar, auf welche Art(en) die Gewinne zu uns 
kommen können.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Steffen R. schrieb:
> Sorry, aber ich finde die Privaten (RTL..) schlimmer.

Ich nicht, weil ich die nicht finanzieren muss. Die können von mir aus 
zigmal pro Monat Cindy aus Marzahn und Mario Barth engangieren und 100 
mal Dschungelcamp machen.

Aber den ganze ÖR Rotz (die kaufen die Cindy nämlich leider auch) muss 
ich zahlen, inkl. den Gehältern für 16x Rundfunkanstalten, 16x 
Intendanten, zigmal deren Pensionen usw. usw.

Für 17 EUR im Monat bekomme ich Prime Video UND Netflix. Und niemand 
liegt irgendjemand mit Zwangsabgaben auf der Tasche.

Leistungsloses Einkommen wird am Ende immer missbraucht und fördert 
Misswirtschaft. Im begrüße die grundsätzliche Idee eines ÖR und würde 
das mit 3-5 EUR pro Monat unterstützten. Das sollte locker reichen. 
Vielleicht bekommt der Buhrow dann halt nur 150k anstatt 300k im 
Jahr....

: Bearbeitet durch User
Autor: DAC (Gast)
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Das Zauberwort heißt wahrscheinlich Jahresüberschuss?!

https://de.wikipedia.org/wiki/Jahres%C3%BCberschuss

Autor: Volker (Gast)
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IHK ist GANZ wichtig! Da bekommst Du jeden Monat KOSTENLOS! die 
Kammerzeitschrift, in der steht welcher Unternehmer im Kammergebiet 
gestorben ist (evt. Konkurenz, die endlich wegfällt! und/ oder damit 
Wittwen die den Neueinstieg jetzt günstig ermöglichen usw.) und welche 
Mitarbeiter Dienstjubiläum feiern, fein geordnet in Dekadenschritten.

Ganz vorne auf der 3. Seite steht immer das Glossar des 
Kammerpräsidenten, der auch diesen Monat seine Kammermitglieder an die 
Bedeutung der Digitalisierung  ("Industrie X",  X = derzeit 4.0, 
variiert jedoch) erinnert und doch darum bittet endlich daran 
teilzunehmen usw. usf...

Autor: Klaus (Gast)
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DAC schrieb:
> An der geplanten UG sind ja dann zwei Gesellschafter beteiligt, nämlich
> mein Bekannter und ich.
> Sind wir dann Angestellte unserer eigenen UG, die Gehälter bekommen oder
> bekommen die Gesellschafter (also wir) eher etwas wie eine Dividende am
> Ende des Geschäftsjahres?
> Sprich, mir ist noch nicht klar, auf welche Art(en) die Gewinne zu uns
> kommen können.

Die Gesellschafter sind die Besitzer der GmbH. Das ist alles.

Die Gesellschaft muß einen Geschäftsführer haben, der für die 
Gesellschaft handelt. Der wird beim Handelsregister eingetragen (und 
gesteinigt, wenn die Gesellschaft einen Fehler macht). Der 
Geschäftsführer muß nicht einer der Gesellschafter sein. Ob die 
Gesellschaft ihm dafür einen Anstellungsvertrag und ein Gehalt zukommen 
läßt, entscheidet die Gesellschafterversammlung. Für lau macht das aber 
höchstens ein Gesellschafter selbst (oder auch mal die Ehefrau).

Sollte die Gesellschaft (wider erwarten) beim Jahresabschluß einen 
Gewinn ausweisen, zahlt sie darauf erstmal Steuern. Danach entscheidet 
die Gesellschafterversammlung, was sie mit dem Rest macht, z.B. an die 
Gesellschafter ausschütten.

MfG Klaus

Autor: Mathefreak (Gast)
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Volker schrieb:
> IHK ist GANZ wichtig! Da bekommst Du jeden Monat KOSTENLOS! die
> Kammerzeitschrift, in der steht welcher Unternehmer im Kammergebiet
> gestorben ist (evt. Konkurenz, die endlich wegfällt! und/ oder damit
> Wittwen die den Neueinstieg jetzt günstig ermöglichen usw.) und welche
> Mitarbeiter Dienstjubiläum feiern, fein geordnet in Dekadenschritten.
> Ganz vorne auf der 3. Seite steht immer das Glossar des
> Kammerpräsidenten, der auch diesen Monat seine Kammermitglieder an die
> Bedeutung der Digitalisierung  ("Industrie X",  X = derzeit 4.0,
> variiert jedoch) erinnert und doch darum bittet endlich daran
> teilzunehmen usw. usf...

Die sind der reinste drecksladen. Das mit der Konkurrenz mag hilfreich 
sein aber ansonsten ist das antiquer Müll.

Autor: Steffen R. (steffen_rose)
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DAC schrieb:
> An der geplanten UG sind ja dann zwei Gesellschafter beteiligt,

Ich befürchte ihr habt Euch bereits für eine Rechtsform entschieden ohne 
Euch über die Unterschiede zu informieren.

Autor: K. Schwengelsen (Gast)
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DAC schrieb:
> ich möchte zusammen mit einem Bekannten eine "Unternehmergesellschaft
> (haftungsbeschränkt)" gründen

Und warum ausgerechnet eine UG?

> Was mir noch nicht ganz klar ist, benötigt man nach der UG-Gründung
> unbedingt einen Steuerberater, dem man die Rechnungen etc. schickt und
> was kostet der?
Du willst ne UG gründen und hast keinen Plan von den Grundlagen?

> Ansonsten würden wir für die Buchhaltung/Lagerverwaltung gerne ein
> Warenwirtschaftsprogramm verwenden, eventuell kann das der Web-Shop
> schon (spart das den Buchhalter?).
Oh je...

> [tausend weitere Fragen eines Uninformierten]
Geh zum Steuerberater!!!

Autor: DAC (Gast)
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Klaus schrieb:
> Die Gesellschafter sind die Besitzer der GmbH. Das ist alles.
>
> Die Gesellschaft muß einen Geschäftsführer haben, der für die
> Gesellschaft handelt. Der wird beim Handelsregister eingetragen (und
> gesteinigt, wenn die Gesellschaft einen Fehler macht). Der
> Geschäftsführer muß nicht einer der Gesellschafter sein. Ob die
> Gesellschaft ihm dafür einen Anstellungsvertrag und ein Gehalt zukommen
> läßt, entscheidet die Gesellschafterversammlung. Für lau macht das aber
> höchstens ein Gesellschafter selbst (oder auch mal die Ehefrau).
>
> Sollte die Gesellschaft (wider erwarten) beim Jahresabschluß einen
> Gewinn ausweisen, zahlt sie darauf erstmal Steuern. Danach entscheidet
> die Gesellschafterversammlung, was sie mit dem Rest macht, z.B. an die
> Gesellschafter ausschütten.
>
> MfG Klaus

Danke Klaus, der Groschen ist gefallen!

Dann wäre es naheliegend, dass wir beide nicht nur Gesellschafter, 
sondern beide auch Geschäftsführer würden.

Könnten wir dann von Anfang an unsere eigenen Angestellten sein?


Der eine oder andere hier meckert über die teilweise Unausgegorenheit 
der Fragen. Das kann ich nachvollziehen. Ich kenne mich wirklich noch 
nicht gut mit dem Thema aus und möchte vorab schon mal einen Fuß in die 
Tür bekommen. Selbstverständlich nehmen wir noch Beratungstermine bei 
Profis in Anspruch, bevor wir irgendetwas in die Wege leiten.

Autor: Ralph B. (rberres)
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DAC schrieb:
> Selbstverständlich nehmen wir noch Beratungstermine bei
> Profis in Anspruch, bevor wir irgendetwas in die Wege leiten.

Das ist dringenst anzuraten. Ansonsten seit ihr schneller Pleite als ihr 
begonnen habt.

Ralph Berres

Autor: Axel L. (axel_5)
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Bürovorsteher schrieb:
>> Allerdings kann das Kapital auch durch Sachleistungen ersetzt das
>> Betriebsvermögen erhöhen.
>
> In der Theorie schon. Mir hat der Notar aber dringend davon abgeraten,
> weil der Wert der Sachleistungen dann absolut wasserdicht durch
> qualifizierte Gutachter fesgestellt werden muss.
>

Man bringt das Kapital ein (muss ja nur ein paar Tage auf dem Konto 
sein) und kauft damit die Sachleistung.

Geld ist dann wieder raus und die Sachleistung drin.

Gruss
Axel

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Man bringt das Kapital ein (muss ja nur ein paar Tage auf dem Konto
> sein) und kauft damit die Sachleistung.

Genau so habe ich es getan. Allerdings nicht sofort und nicht auf einen 
Ritz und nicht zum Höchstpreis.

Autor: Jens (Gast)
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Fassen wir zusammen:

IHK = Nutzlos und rausgeschmissenes Geld

Steuerberater = Kompetent und hat von Finanzen mehr Ahnung

Autor: Markus (Gast)
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Jens schrieb:
> Fassen wir zusammen:
>
> IHK = Nutzlos und rausgeschmissenes Geld
>
> Steuerberater = Kompetent und hat von Finanzen mehr Ahnung

Das ist so blöd & falsch, dass nicht einmal das Gegenteil richtig ist.

---

Jedem der mit einer Gesellschaft - ohne Erfahrung - starten will, kann 
ich nur raten die IHK hinzuzuziehen. Selbst Gründerseminare kosten nicht 
die Welt.

Einen Fehler darf man nie machen, hier oder in ähnlichen Foren Fragen 
stellen. Man trifft in der Regel auf eine geballte Inkompetent. Man weiß 
nie mit wem man es tun hat (u. U. Versager, die einen täuschen wollen).

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Einen Fehler darf man nie machen, hier oder in ähnlichen Foren Fragen
> stellen.

Das ist wohl wahr. Aber offenbar gibt es unendlich viele Leute mit einer 
hohen Erwartungshaltung, die nichts ohne Ratschläge, Zerquatschereien 
oder Kaufempfehlungen aus irgendwelchen Foren auf die Rolle bekommen.
Es geht ja immer auch darum, die Richtigkeit seines eigenen Handelns bzw 
der eigenen Gedankengänge bestätigt zu bekommen (Echo).
Warum erwartet man von wildfremden Leuten eigentlich kompetente 
Vorschläge?
Wenn hier für ein Problem mehrere Lösungen unterbreitet werden, wird der 
Anfrager unter Garantie mit sicherer Hand die schlechteste auswählen.

Jedoch bietet die Sache immerhin einen gewissen Unterhaltungswert, 
weshalb ich hier gerne meinen Senf dazugebe und mir dann die auf mich 
(und nicht auf die Thematik) bezogenen Minusbewertungen ansehe. Einfach 
geil!

Autor: Jürgen von der Müllkippe (Gast)
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DAC schrieb:
> wir wollen einen Web-Shop eröffnen

Es gibt verschiedene Warenwirtschaftsmodelle. Hier ein Modell bei dem 
der Web-Shop viele Aufgaben automatisiert übernimmt. Die Finanzdaten 
sollten auch vom Steuerberater elektronisch gelesen werden können (z.B. 
Datev), dann erspart man sich viel handschriftliche Übertragungsarbeit.

Autor: Mathefreak (Gast)
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Jürgen von der Müllkippe schrieb:
> DAC schrieb:
> wir wollen einen Web-Shop eröffnen
>
> Es gibt verschiedene Warenwirtschaftsmodelle. Hier ein Modell bei dem
> der Web-Shop viele Aufgaben automatisiert übernimmt. Die Finanzdaten
> sollten auch vom Steuerberater elektronisch gelesen werden können (z.B.
> Datev), dann erspart man sich viel handschriftliche Übertragungsarbeit.

Muss der Steuerberater datev bekommen oder ist das optional? Sehe gerade 
nicht warum man sein journal und Bilanz nicht drucken kann.

Autor: Cerberus (Gast)
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Mathefreak schrieb:
> Muss der Steuerberater datev bekommen oder ist das optional?

Im Zeitalter moderner Datenverarbeitung sollte Papier der
Vergangenheit angehören. Das Format einer Bilanz sollte
für den Steuerberater vertraut sein, damit der sich leicht
zurecht findet. Die landet dann doch sowieso im Bundesanzeiger.
Wenn der eine kryptische Buchhaltung erst noch auseinander
fuseln muss, wir der den zeitlichen Mehraufwand sicher jemanden
in Rechnung stellen wollen.

Autor: Anders (Gast)
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> Steuerberater = Kompetent und hat von Finanzen mehr Ahnung

Das trifft auf meinen Steuerberater aber 100%ig nicht zu, und andere die 
ich gefragt habe waren nicht besser.
Wenn du jemanden in Deiner Umgebung kennst der mit einem Steuerberater 
arbeitet frag ihn nach seiner Erfahrung.

Meine Erfahrung ist einfach nur schlecht mit Steuerberatern.

1. Import von Buchungssätzen:
Steuerberater A ... machte bereits beim Kennenlernen einen schlechten 
Eindruck
Steuerberater B hatte damit Probleme (bin ja noch immer bei dem da mir 
einfach die Zeit fehlt einen Guten zu suchen)
Steuerberater C meinte er bucht sowieso nur mit der Hand, seine Software 
kann das nicht.

Gebe jetzt mein Geschäft in Deutschland auf und geh in ein anderes Land 
(hab dort Verwandte die sich mit Steuern bestens auskennen, die letzte 
Steuerzahlung lag dort bei 1% ... bei über 60k Gewinn den wir dort 
hinverschoben haben).

Ich bin einfach nur sauer auf den deutschen Staat dass dieser so viel 
Inkompetenz überhaupt zulässt aber dennoch dafür bezahlt werden will, 
schuld ist dann natürlich immer der Steuerzahler - bzw. der wird 
abgestraft. Zum Klagen fehlt mir erst recht die Zeit und Lust hab ich 
dazu auch keine.

Autor: Mathefreak (Gast)
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Kannst ja die tolle IHK fragen ob die deine steuern macht. So toll wie 
die sind sollte das doch dort locker drin sein.

Autor: HaJo Mücke (Gast)
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Anders schrieb:
> Ich bin einfach nur sauer auf den deutschen Staat dass dieser so viel
> Inkompetenz überhaupt zulässt aber dennoch dafür bezahlt werden will,
> schuld ist dann natürlich immer der Steuerzahler - bzw. der wird
> abgestraft. Zum Klagen fehlt mir erst recht die Zeit und Lust hab ich
> dazu auch keine.

Dann zieh halt mit deinem geraffel in ein Land ohne solchen Ärger.

Sich wegen 60k so aufzuregen ist schon... und es geht ja auch nur um die 
Steuern darauf.

Wenn man weiß, dass man schlecht beraten wird und trotzdem dabei bleibt, 
weiß ich nicht wie du sonst so klar kommst.

Autor: Anders (Gast)
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HaJo Mücke schrieb:
> Anders schrieb:
>> Ich bin einfach nur sauer auf den deutschen Staat dass dieser so viel
>> Inkompetenz überhaupt zulässt aber dennoch dafür bezahlt werden will,
>> schuld ist dann natürlich immer der Steuerzahler - bzw. der wird
>> abgestraft. Zum Klagen fehlt mir erst recht die Zeit und Lust hab ich
>> dazu auch keine.
>
> Dann zieh halt mit deinem geraffel in ein Land ohne solchen Ärger.
>
> Sich wegen 60k so aufzuregen ist schon... und es geht ja auch nur um die
> Steuern darauf.
>
> Wenn man weiß, dass man schlecht beraten wird und trotzdem dabei bleibt,
> weiß ich nicht wie du sonst so klar kommst.

Das war nur ein Test, ich hab keine Lust mehr weiter rumzusuchen, da ich 
in der Verwandtschaft ja sowieso eine Lösung habe. Halt nur nicht in 
Deutschland.

Auf die schlechte Vergangenheit kommt eine bessere Zukunft.
Bilanzierungspflicht für 1 Person ist ja sowieso ein Witz (ja das kommt 
wenn man mehrmals über den 64k liegt). Als ob man sonst nichts zu tun 
hat im Unternehmen.
Ob man jetzt bilanziert oder eine Einnahme-Überschussrechnung macht 
macht bei der Unternehmensführung dann schon einen Unterschied - vor 
allem bei den Investitionen.

Ich könnte dem original Poster nicht mal sagen wie er in Deutschland 
Probleme aus dem Weg gehen kann für mich sieht's so aus als ob man 
zwangsweise irgendwie bzw. irgendwann Probleme bekommen wird mit dem 
Staat.

Autor: Anders (Gast)
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Anders schrieb:
> Ob man jetzt bilanziert oder eine Einnahme-Überschussrechnung macht
> macht bei der Unternehmensführung dann schon einen Unterschied - vor
> allem bei den Investitionen.

Vor allem beim Bauteil-Einkauf meine ich, da man diese in einigen 
anderen Ländern sofort und komplett abschreiben kann (Deutschland ist 
halt kein Land für diese Dinge). Steuerlich sollte man sich wirklich 
überlegen ob man Elektronik wirklich in Deutschland macht, ich sehe 
darin keinen Vorteil (aber dass ist auch was politisches).

Autor: Cerberus (Gast)
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Anders schrieb:
> Vor allem beim Bauteil-Einkauf meine ich, da man diese in einigen
> anderen Ländern sofort und komplett abschreiben kann (Deutschland ist
> halt kein Land für diese Dinge).

Ist hier die Mehrwertsteuer gemeint? Die wird für mein Verständnis
nicht abgesetzt, sondern nur mit der Vorsteuer verrechnet, aber
ich bin auch kein Steuerprofi.

Autor: Anders (Gast)
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Cerberus schrieb:
> Anders schrieb:
>> Vor allem beim Bauteil-Einkauf meine ich, da man diese in einigen
>> anderen Ländern sofort und komplett abschreiben kann (Deutschland ist
>> halt kein Land für diese Dinge).
>
> Ist hier die Mehrwertsteuer gemeint? Die wird für mein Verständnis
> nicht abgesetzt, sondern nur mit der Vorsteuer verrechnet, aber
> ich bin auch kein Steuerprofi.

Nein, von der Einkommensteuer. In Österreich ist die Bilanzierungsgrenze 
auch fast beim 10fachen von Deutschland. Ich kenne da nur 2 Länder, 
meine Frau kommt wo anders her dort ist es aber ähnlich.

Umsatzsteuer ist was ganz anderes, die kannst Du so oder so sofort 
zurückholen, fällig wird die dann beim Verkauf an Endkunden.
Wenn ich jetzt Bauteile für 100.000 EUR einkaufe macht so etwas dann 
doch nen deutlichen Unterschied - man kann schneller aufbauen und hat 
nicht das volle Risiko zu tragen.

Deutschland's Steuer-System ist nicht für Start-Ups in der Elektronik 
geeignet - das könnt ihr drehen wie ihr wollt es ist nicht 
konkurrenzfähig für kleine Hersteller.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Deutschland's Steuer-System ist nicht für Start-Ups in der Elektronik
> geeignet - das könnt ihr drehen wie ihr wollt es ist nicht
> konkurrenzfähig für kleine Hersteller.

Äsop: Der Fuchs und die Trauben.

Autor: Mathefreak (Gast)
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Deutschland ist für nichts geeignet. Wir werden schnell zu spüren 
bekommen wie unsere Seele für Wachstum verkauft wurde. An wirklich 
nachhaltigem wird hier nämlich gespart. Hauptsache schnell alles wachsen 
lassen und wehe etwas kosten ein paar Arbeitsplätze. Die Herde muss 
schön im 40h job vegetieren damit hier nicht jemand auf dumme Gedanken 
kommt und etwas in Frage stellt.

Autor: Anders (Gast)
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Ich bin ein kleiner Hersteller, mir fehlt mittlerweile auch die 
Motivation in Deutschland weiter zu entwickeln oder mich gar auf eigene 
Kosten weiterzubilden.

Der Staat kümmert sich lieber um Dinge wie ZDF/ARD, Gewerkschaften und 
der Unterdrückung der Bürger als um jene die das Land weiterbringen 
können.
Finde ich wirklich schade. Da ich mittlerweile auch Familie habe geht's 
zumindest bei mir nicht mehr so weiter wie als Junggeselle der Tag und 
Nacht arbeiten konnte. Irgendwo brauch ich dann für meine Familie auch 
eine Entlastung.

Elektronik muss man sich in Deutschland wirklich gut überlegen, anderswo 
geht's meiner Meinung nach einfacher - und vor allem konkurriert man auf 
dem Markt auch international.

Als einzelne Person muss man erst mal wachsen können um weitere 
Angestellte anzuheuern. Und 200-300K auf dem Konto zu haben heißt als 
Unternehmer noch lange nicht das man reich ist.

Als einzelne Person muss man erst mal einen Angestellten finden der
1. leistungsfähig ist
2. auch bleiben wird (und sich nicht nur kurz einlernt und dann zu nem 
Konzern geht).
Gerade in Deutschland wo die Leute eine vollkommene Absicherung haben 
wollen ist das nicht einfach.

Autor: Volker (Gast)
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Was jammert Ihr hier rum? Deutschland ist der ideale Standort für die 
den Start in die Selbständigkeit: Weltweit mit die beste und 
preisgünstige Ausbildung.
Förderprogramme ohne Ende.  Preiswerte bis kostenlose Gründerseminare 
der IHKn. Beratung und Begutachtung von Geschäftsplänen/ Gründermodellen 
durch Banken und Senior- Partner. Billige Büro- und Arbeitsräume in 
Gründerzentren usw.
Fragt einfach mal den Döner- Ali oder den Secon-Hand-Handy-Shop Muhamed 
gleich am Bahnhof- Ostausgang, die werden Euch das bestätigen!

Autor: Cerberus (Gast)
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Anders schrieb:
> Als einzelne Person muss man erst mal einen Angestellten finden der
> 1. leistungsfähig ist

Da musst du erst mal konkrete Anreize bieten.
Wenn du nur Kandidaten mit 1.0-Zeugnisnoten suchst, dann dürfte das
kaum Aussicht auf Erfolg haben. Da würde ich mal bescheidener werden,
vor allem aber Verantwortung übernehmen.

> 2. auch bleiben wird (und sich nicht nur kurz einlernt und dann zu nem
> Konzern geht).

Mit dauerhaft niedrigen Einstiegsgehältern und noch so ein paar
verquerten Vorstellungen geht das im Wirtschaftsboom natürlich nicht.
Da musste schon bessere Beschäftigungskonzepte bieten und zwar so,
dass man nicht erst kündigen muss, damit es besser wird.

> Gerade in Deutschland wo die Leute eine vollkommene Absicherung haben
> wollen ist das nicht einfach.

So vollkommen ist das hier nicht, Minimum trifft es schon eher.
Sicher arbeitet niemand für Lau, was denkst du dir denn?
Die Vermieter, Versorger und der Einzelhandel wollen schließlich
auch leben. Tendenz, rate mal.
Den Lebenshaltungskosten muss das Einkommen schon angepasst sein.
Manche AG glauben anscheinend, Mindestlohn sei völlig ausreichend.
Dazu kommt dann noch eine Ungleichbehandlung, die nur, weil sie nicht
so offensichtlich ist, doch ganz klar existent ist. Vielleicht bewirkt
der verschärfte Datenschutz eine Verbesserung, aber irgendwas sagt mir,
dass das nur eine Illusion ist, wenn die ersten Fälle vor Gericht
gehen. Haben wir beim AGG, Mietpreisbremse, usw. ja auch gesehen.

Autor: Proletus protectus Troll (Gast)
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> Und kann man monatlich 75% aus dem Gewinn entnehmen, wenn man die
restlichen 25% des Gewinns ins Stammkapital einfügt

Bei einer haftungsbeschraenkten Gesellschaft, gibt es den Lohn, der wird 
als Lohn versteuert. Eine Gewinnausschuettung wird erst Mal bei der 
Gesellschaft als Gewinn verbucht und versteuert. Und dann nochmals beim 
Bezueger als Einkommen.

Autor: Abradolf L. (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Proletus protectus Troll schrieb:
> Und dann nochmals beim
> Bezueger als Einkommen.

Nein, nicht als Einkommen.

Autor: Walter S. (avatar)
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Cyblord -. schrieb:
> Steffen R. schrieb:
>> Sorry, aber ich finde die Privaten (RTL..) schlimmer.
>
> Ich nicht, weil ich die nicht finanzieren muss.

du finanzierst sie sobald du ein Produkt kaufst das dort beworben wird

Autor: Abradolf L. (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Walter S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Steffen R. schrieb:
>>> Sorry, aber ich finde die Privaten (RTL..) schlimmer.
>>
>> Ich nicht, weil ich die nicht finanzieren muss.
>
> du finanzierst sie sobald du ein Produkt kaufst das dort beworben wird

Ja und?

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