So, ich hab die trotz E- Test mit Kurzschlüssen behafteten LP an Allpcb
zurückgeschickt.
Die haben das Problem analysiert und folgendes geschrieben:
Dear sir,
Sorry for my delay.
We already checked this boards. It is our mistake.
The short-circuit position of the board is at the coil position, the
coil is too long and the capacitance is too large, and the capacitance
of the flying needle machine is not read correctly, causing the board to
be short-circuited, because the board is tested by the capacitance
method, and then we will use the resistance method to test the coil
board to ensure quality
Hmmm...ziemliches Kauderwelsch, aber ich hab jetzt nicht gewusst, dass
die die Kapazität messen. Scheint wohl schneller und billiger, aber bei
Spulenstrukturen unbrauchbar. Jetzt erklärt das auch die Probleme bei
anderen Herstellern. Ich werde jedenfalls bei nächsten Bestellungen als
Bemerkung "use resistance method for flying probe test" hinzufügen.
Grüsse
MiMa schrieb:> Wie kann man über die Kapazität Kurzschlüsse erkennen?
Ein Kurzschluss hat eine unendlich hohe Kapazität mit einer konstanten
Spannung in Höhe von 0 V.
Andreas S. schrieb:> MiMa schrieb:>> Wie kann man über die Kapazität Kurzschlüsse erkennen?>> Ein Kurzschluss hat eine unendlich hohe Kapazität mit einer konstanten> Spannung in Höhe von 0 V.
Okay macht sinn aber wieso soll diese Messung soll schneller sein als
eine simple Widerstandsmessung?
Hallo!
MiMa schrieb:
>Ein Kurzschluss hat eine unendlich hohe Kapazität mit einer konstanten>Spannung in Höhe von 0 V.
So rein pragmatisch herangegangen würde ich die Kapazität eines
Kurzschluß(-Bauteils) gegen Null gehend einstufen und nicht gegen
unendlich. Beispiel: Eine Kurzschlußbrücke ist nichts anderes als ein
niederohmiger Leiter durch den ein Strom fließt. Der Leiter hat einen
Bezug zu einem Rückleiter (GND) und eine räumliche Ausdehnung. Damit
bildet sich automatisch eine Kapazität aus. Diese ist sehr klein bedingt
durch die geringe Fläche der "Kondensatorplatten" gebildet aus den
Leiterbahnen.
Deshalb kann man in HF-Designs Kondensatoren direkt auf die Leiterplatte
"malen".
Liege ich da falsch?
Gruß,
Vermutlich:
Es ist schneller, weil man nicht mehr alle Netzpaare gegeneinander auf
Kurzschluß testen muß. Hat man eine Groundplane (oder legt die Platine
auf eine, oder man bestimmt vorab Paarungen mit signifikanter
Kapazität), reicht ein Kapazitätstest jedes Netzes gegen die
Groundplane. Gibt es einen Kurzschluß zwischen zwei Bahnen, ist die
Kapazität gegen die Groundplane anders. So reicht im Idealfall ein Test
pro Netz (= n Tests gesamt), bei der Widerstandsmessung braucht man wohl
eher n*(n-1)/2 Test gesamt.
Fragender schrieb:> So rein pragmatisch herangegangen würde ich die Kapazität eines> Kurzschluß(-Bauteils) gegen Null gehend einstufen und nicht gegen> unendlich.
Falsch.
> Liege ich da falsch?
Ja.
Die Ladung eines Kondensators ist definiert als Q = C*U.
Der Strom durch einen Kondensator entspricht der zeitlichen Änderung der
gespeicherten Ladung, d.h. I = dQ/dt = C*dU/dt. Formt man diese
Gleichung um, ergibt sich C = I/(dU/dt). Wenn I > 0 und dU/dt = 0, ist C
somit unendlich.
Rein praktisch betrachtet, kann man einen Kondensator in endlicher Zeit
mit einer strombegrenzten Spannungsquelle aufladen. Je größer die
Kapazität, desto länger dauert das. Bei der Drahtbrücke wartet man ewig,
d.h. die Kapazität muss unendlich sein.
Der einzige Begriff, der bei dieser Betrachtung seine Bedeutung
verliert, ist die Ladung, da man bei einem solchen Kondensator die
eingebrachte Ladung nicht wieder entnehmen kann.
Tassilo H. schrieb:> Vermutlich:> Es ist schneller, weil man nicht mehr alle Netzpaare gegeneinander auf> Kurzschluß testen muß. Hat man eine Groundplane (oder legt die Platine> auf eine, oder man bestimmt vorab Paarungen mit signifikanter> Kapazität), reicht ein Kapazitätstest jedes Netzes gegen die> Groundplane. Gibt es einen Kurzschluß zwischen zwei Bahnen, ist die> Kapazität gegen die Groundplane anders. So reicht im Idealfall ein Test> pro Netz (= n Tests gesamt), bei der Widerstandsmessung braucht man wohl> eher n*(n-1)/2 Test gesamt.
Das selbe kann ich aber auch mit einer Widerstandsmessung machen. Ich
lege alle Netze bis auf eines auf Ground und leg Spannung an das zu
testende an. Fließt ein Strom, so habe ich einen Kurzschluss. Somit muss
ich auch nur jedes Netz einmal testen.
Zudem muss ich nicht im vorhinein eine "erwartete Kapazität" bestimmen
(Luftfeuchtigkeit etc..)
Alternativ kann ich auch an jedes Netz eine andere Spannung legen und am
betreffenden Messen. Somit weiß man auch gleich wo der Kurzschluss
liegt.
Bei Unterbrüchen muss halt eben auf Durchgang geprüft werden
Andreas S. schrieb:> Der einzige Begriff, der bei dieser Betrachtung seine Bedeutung> verliert, ist die Ladung, da man bei einem solchen Kondensator die> eingebrachte Ladung nicht wieder entnehmen kann.
Aber ist denn ein Kondensator, den man weder laden noch entladen kann,
überhaupt als Kondensator zu bezeichnen?
Allein daß man einen Strom fließen läßt, bedeutet ja keinesfalls, daß
man ihn (in unendlicher Zeit) lädt. Denn auch nach beliebig langer Zeit
ist die Ladung Null. Also auch nach (unendlich minus 1 Sekunde) ist sie
Null.
Alles andere ist in jeder Hinsicht unlogisch.
Die Kapazität wird ja definiert als die Fähigkeit, Ladung aufzunehmen
und wieder abzugeben. Sie ist nicht definiert, einen Strom fließen zu
lassen (wie es beim Kurzschluß der Fall ist). Ein Kurzschluß kann weder
eine Ladung aufnehmen noch kann er sie abgeben.
Erwin
MiMa schrieb:> Das selbe kann ich aber auch mit einer Widerstandsmessung machen. Ich> lege alle Netze bis auf eines auf Ground und leg Spannung an das zu> testende an.
Und wie mache ich das mit einem flying probe tester? Da gibt es
vielleicht 4 Nadeln für jede Platinenseite. Man kann also nicht alle
Netze gleichzeitig auf GND legen, sondern maximal so viele, wie es
Nadeln gibt (minus eine, für die Messung). Damit wächst der Aufwand
immer noch mehr oder weniger quadratisch mit der Zahl der Netze.
Die erwartet Kapazität kann man ja an einem "known good"-Exemplar messen
(das man vorher komplett im Kurzschlußtest vermessen hat).
Erwin D. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> Der einzige Begriff, der bei dieser Betrachtung seine Bedeutung>> verliert, ist die Ladung, da man bei einem solchen Kondensator die>> eingebrachte Ladung nicht wieder entnehmen kann.>> Aber ist denn ein Kondensator, den man weder laden noch entladen kann,> überhaupt als Kondensator zu bezeichnen?
Nein, und auf dieses Problem habe ich auch hingewiesen.
Aber Du hast natürlich sinnentstellend zitiert. In meinen vorherigen
Ausführungen habe ich immer nur von "Kapazität" geschrieben und nicht
von "Kondensator".
Andreas S. schrieb:> und nicht von "Kondensator".
Nicht?
Andreas S. schrieb:> Die Ladung eines KondensatorsAndreas S. schrieb:> Der Strom durch einen KondensatorAndreas S. schrieb:> Rein praktisch betrachtet, kann man einen Kondensator
Tut mir leid, aber für mich siet das nach "Kondensator" aus.
Andreas S. schrieb:> Je größer die> Kapazität, desto länger dauert das. Bei der Drahtbrücke wartet man ewig,> d.h. die Kapazität muss unendlich sein.
Falscher Schluss. Die Drahtbrücke hat keine unendliche Kapazität, sonst
würde sie sich ja laden und entladen lassen. Und wie ich oben schon
schrieb, selbst bei einer Zeit, die "unendlich - 1 Sekunde" dauert, wird
eine Drahtbrücke nicht aufgeladen sein. Denn eine Voraussetzung, um
Ladung aufnehmen zu können, ist das Vorhandensein eines
Potentialunterschiedes zwischen den Anschlüssen des Drahtes. Und da eine
Drahtbrücke einen Kurzschluß darstellt, ist zwischen den beiden Enden
des Drahtes kein Potentialunterschied (sprich: keine Spannung)
vorhanden. Also kann das Stück Draht nie geladen werden, auch nicht in
unendlicher Zeit. Die Voraussetzungen dafür fehlen einfach.
Du siehst als Kapazität nur das Fließen eines Stromes an.
Und das in unendlicher Zeit. Das klappt aber nur, wenn du die fehlende
Spannung unterschlägst. Wenn keine Spannung vorhanden ist, auf welche
Spannung soll sich das Stück Draht aufladen?
1
Die elektrische Kapazität zwischen zwei voneinander isolierten
2
elektrisch leitenden Körpern ist gleich dem Verhältnis
3
der Ladungsmenge Q, die auf diesen Leitern gespeichert ist
4
( + Q auf dem einen und − Q auf dem anderen), und der zwischen ihnen
5
herrschenden elektrischen Spannung U.
Also ist C=Q/U
An einem Drahtstück ist zwischen den beiden Enden keine Ladung Q
vorhanden. Und wegen dem Kurzschluß ist auch keine Spannung vorhanden.
Also ist Q=0 und U=0.
C ist also 0/0, also 0
Andreas S. schrieb:> Formt man diese Gleichung um, ergibt sich C = I/(dU/dt).> Wenn I > 0 und dU/dt = 0, ist C somit unendlich.
Division durch 0 ist nicht etwa unendlich, sondern nicht definiert.
Erwin D. schrieb:> Division durch 0 ist nicht etwa unendlich, sondern nicht definiert.
Diese Aussage ist grundsätzlich in diesem Kontext falsch. Es ist eine
Grenzwertbetrachtung durchzuführen.
Erwin D. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> und nicht von "Kondensator".>> Nicht?>> Andreas S. schrieb:>> Die Ladung eines Kondensators>> Andreas S. schrieb:>> Der Strom durch einen Kondensator>> Andreas S. schrieb:>> Rein praktisch betrachtet, kann man einen Kondensator>> Tut mir leid, aber für mich siet das nach "Kondensator" aus.
Das sind meine allgemeinen Ausführungen zu Kondensatoren.
> Andreas S. schrieb:>> Je größer die>> Kapazität, desto länger dauert das. Bei der Drahtbrücke wartet man ewig,>> d.h. die Kapazität muss unendlich sein.>> Falscher Schluss. Die Drahtbrücke hat keine unendliche Kapazität, sonst> würde sie sich ja laden und entladen lassen.
Falsch. Ich habe nicht geschrieben: "Und somit ist die Drahtbrücke ein
Kondensator mit unendlicher Kapazität."
> Und wie ich oben schon> schrieb, selbst bei einer Zeit, die "unendlich - 1 Sekunde" dauert, wird> eine Drahtbrücke nicht aufgeladen sein.
unendlich - 1 = unendlich
Es gibt keine Zeit "unendlich - 1 Sekunde".
> Denn eine Voraussetzung, um> Ladung aufnehmen zu können, ist das Vorhandensein eines> Potentialunterschiedes zwischen den Anschlüssen des Drahtes. Und da eine> Drahtbrücke einen Kurzschluß darstellt, ist zwischen den beiden Enden> des Drahtes kein Potentialunterschied (sprich: keine Spannung)> vorhanden. Also kann das Stück Draht nie geladen werden, auch nicht in> unendlicher Zeit. Die Voraussetzungen dafür fehlen einfach.
Dann sollten wir es so formulieren: "Eine Drahtbrücke lässt sich mittels
eines endlich langen Ladevorganges mit endlichem Strom nicht von einem
anfänglich entladenen Kondensator unendlicher Kapazität unterscheiden."
> Du siehst als Kapazität nur das Fließen eines Stromes an.
Nein, ich sehe die Spannungsänderung als Funktion der Kapazität, des
Stroms und der Zeit an.
> Und das in unendlicher Zeit. Das klappt aber nur, wenn du die fehlende> Spannung unterschlägst. Wenn keine Spannung vorhanden ist, auf welche> Spannung soll sich das Stück Draht aufladen?
Wann soll ich von einem unendlich langen Ladevorgang geschrieben haben?
Und nach endlich langer Zeit beträgt die Spannung immer noch 0 V.
> An einem Drahtstück ist zwischen den beiden Enden keine Ladung Q> vorhanden. Und wegen dem Kurzschluß ist auch keine Spannung vorhanden.> Also ist Q=0 und U=0.
Genau.
> C ist also 0/0, also 0
Falsch.
> Division durch 0 ist nicht etwa unendlich, sondern nicht definiert.
Das wäre im Rahmen einer Grenzwertbetrachtung zu ermitteln. Ein von Null
verschiedener Wert geteilt durch Null ist aber immer unendlich.
Erwin D. schrieb:> PiHalbe schrieb:>> Erwin D. schrieb:>>> Division durch 0 ist nicht etwa unendlich, sondern nicht definiert.>>>> Diese Aussage ist grundsätzlich in diesem Kontext falsch. Es ist eine>> Grenzwertbetrachtung durchzuführen.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Division_(Mathematik)#Ist_1/0_=_%E2%88%9E?
Was willst du uns damit sagen? Dass du in der Lage bist einen Link zu
Wikipedia zu erstellen?
PiHalbe schrieb:>>> Diese Aussage ist grundsätzlich in diesem Kontext falsch. Es ist eine>>> Grenzwertbetrachtung durchzuführen.>>>> https://de.wikipedia.org/wiki/Division_(Mathematik)#Ist_1/0_=_%E2%88%9E?>> Was willst du uns damit sagen? Dass du in der Lage bist einen Link zu> Wikipedia zu erstellen?
Nun er spielte wohl auf den Satz dort an, es sei nicht möglich eine
Division x/0 sinnvoll zu definieren.
>> Was willst du uns damit sagen? Dass du in der Lage bist einen Link zu>> Wikipedia zu erstellen?> Nun er spielte wohl auf den Satz dort an, es sei nicht möglich eine> Division x/0 sinnvoll zu definieren.
Nun, hier sind wir allerdings nicht mehr OBdA. Sondern haben ein ganz
konkretes System:
1. Die Menge der Ladungen ist immer Positiv oder 0.
2. Zwei Ladungsträger können nicht den gleichen Raum einnehmen, d.h. Ihr
Abstand ist immer > 0
3. Es existiert eine Funktion, die darstellt, wie groß die
Wahrscheinlichkeit ist, dass (trotz evtl. Hindernisse) eine Strecke
überwunden werden kann.
4. Ein Kondensator ist ein Bauelement, dass Energie in einem
elektrischen Feld speichert und durch Kraftwirkung (Coulombkraft) wieder
umsetzen kann.
Nehmen wir einen ganz einfachen Kondensator, den sich jeder vortsellen
kann.
Zwei 1.5qmm Drähte werden Koaxial in einem Abstand von 1cm gehalten.
Die Kapazität ist ziemlich gering, aber gut messbar.
Der (DC) Widerstand ist ziemlich hoch, aber auch messbar. Hier sind
Fremdeinflüsse (z.B. nicht perfektes Isolationsmaterial Luft) deutlich
größer als ein sehr^sehr unwahrscheinliches Tunneling Event. Die
Leitfähigkeit ist aber ganz offensichtlich nicht 0, Plasmabildung in
Luft->Blitz, Elektronenstrahl in Vakuum, etc
Jetzt werden die beiden Drähte auf 1mm angenähert.
Die Kapazität nimmt zu. Es ist zu beobachten, dass der Abstand als
Faktor 1/Entfernung in die Kapazität eingeht.
Der Widerstand wird geringer. Der Elektronenstrahl im Vakuum nimmt
deutlich zu, die Spannungsfestigkeit in Luft nimmt stark ab. Diese wird
immer geringer je nächer wir die Drähte einander bringen
Jetzt bringen wir die Drähte bis auf 10 Kupferatome Abstand aneinander.
Die Kapazität ist wieder deutlich gestiegen. Der Widerstand ist massiv
eingebrochen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ladungsträger von einer
auf die andere Seite übertreten kann ist nun schon ohne
Füllmaterial(Luft) oder großer Ladungsdichte recht groß. Der
Tunneleffekt ist nicht mehr zu vernachlässigen, wenn auch noch klein.
Bringen wir beide Drähte auf einen Kupferatom Durchmesser aneinander.
Die Kapazität ist noch deutlich weiter angestiegen. Der Energieaustausch
von Ladungsträgern auf beiden Seiten durch den geringen Abstand immens
angewachsen. Die Coulombkraft auf deise Entfernung ist recht hoch. Der
Widerstand ist nahezu komplett eingebrochen. Die
Aufenthaltswahrscheinlichkeiten der Ladungsträger an den sich
gegenüberliegenden Drahtenden sind nicht mehr besondes unterschiedlich.
Reduzieren wir den Abstand weiter, bis der Abstand dem typischen Abstand
zweier Kupferatome entspricht. Das Material verhält sich wie ein
durchgehender Draht (was er ja auch ist) Die Kapazität an der ehemaligen
Schnittstelle ist auf das größtmögliche Maß gestiegen. die Beeinflussung
der gegenüberliegenden Ladung ist maximal. Die in zwei direkt einander
gegenüberliegenden Ladungen gespeicherte Energie ist maximal und damit
die Kapazität. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ladung die Lücke
ungehindert passieren kann ist maximal. Die Energie wird daher nahezu
ungehindert weitertransportiert. Ladungsträger können sich frei im
Metall bewegen. Wir haben einen Kupferleiter.
-> Ein Kuperkabel kann als eine lange Kette (langes Netz) sehr großer
Kapazitäten betrachtet werden. Je kleiner die Atomabstände im Metall
sind, desto größer die Teilkapazitäten. Zugleich ist es den Ladungen
nahezu ungehindert möglich, die im elektrischen Feld gespeicherte
Energie in eigene Bewegung umzusetzen. Strom fließt.
Hätte ein Metall keine Kapazität könnte keine Energie zwischen den
Elektronen ausgetauscht werden. Elektrische Energie würde allein durch
Bewegung der einzelnen, sich unabhängig voneinander bewegenden
Elektronen transportiert werden können. Bei nur wenigen mm/Sekunde
Geschwindigkeit der einzelnen Elektronen im Kupfer widerspricht dies der
Beobachtung, dass das Licht beim Betätigen des Schalters zuhause sofort
(ausser den gräßlichen alten Sparlampen) an ist und nicht erst einige
Minuten bis Stunden später, wenn die armen armen Elektron per
Schneckentempo die Lampe erreicht haben.
Hallo
WasWeissIch schrieb:
> ...
Vielen Dank für diese Erklärung. Ich kann soweit auch der Erklärung
folgen, dass die Kapazität mit weiterer Annäherung der Drahtenden
steigt. Mir fehlt in dieser Beschreibung allerdings noch etwas: Dein
Modell beschreibt eine Serienkapazität, wie sieht es aber mit der
Parallelkapazität aus?
Zu den beiden sich annähernden Drahtenden muß es einen Rückleiter geben
damit ein Strom fließt. Und genau zwischen Hin- und Rückleitern bildet
sich ein Kondensator, welcher auch schon besteht, als sich die beiden
Drahtenden noch nicht wirksam angenähert haben. Diese Kapazität besteht
auch noch während des Kurzschlußes.
Auf dieser Parallelkapazität beruht meine Annahme, das ein Kurzschluß
eine Kapazität >0 haben muß.
Gruß,
PS: Sorry TO, für's Kapern des Threads.