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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Filter für akustische Lichtorgel


Autor: Maya R. (maya123)
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Hallo liebe Menschen
für meine Technik Arbeit will ich eine akustische Lichtorgel, bauen, 
welche über ein Mikrofonsignal gestuert wird bauen.
Nun bin ich mir nicht sicher ob Tschebyscheff Filter 2. Ordnung die 
beste Wahl sind - die Flankensteilheit ist von Vorteil und wichtig für 
die Lichtorgel  jedoch macht mir die Welligkeit im Amplitudengang sorgen 
- wird dies negative Auswirkungen haben? Bzw nach gleichrichtung der 
Wechselspannung zu Blinken des LEDS führen?

Leider kenne ich mich gar nicht aus - vllt ist diese Frage auch blöd.

vielen Dank !!!
Grüße

Autor: Dergute W. (derguteweka)
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Moin,

Nee, das wird schon klappen. Bei 2. Ordnung sind die Unterschiede 
zwischen den verschiedenen Filterarten eh' noch nicht so riesig.


Gruss
WK

Autor: Safari (Gast)
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Die hier ist bewährt und einfach aufzubauen.

http://www.dieelektronikerseite.de/Circuits/3%20Ka...

Habe ich auch schon mit LED sowie dort und mit Optokoppler+Triac für 
250W Halogenlampen aufgebaut (MOC3063 und TICxxx oder so, irgendwas aus 
der Bastelkiste).

Leider sind die Lampen ein bisschen Träge, mit LEDs finde ich das 
besser.

Autor: Bastler (Gast)
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Safari schrieb:
> Leider sind die Lampen ein bisschen Träge, mit LEDs finde ich das
> besser.

LEDs passen gut für flackernde mehrkanalige Vintage-Lichtorgeln
aus den 70er-Jahren. Heutzutage triggert man Lichtorgeln präzise
im Bassrhythmus. Da kann man durchaus noch herkömmliche (Halogen-)
Glühlampen verwenden.

Autor: dolf (Gast)
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Safari schrieb:
> Die hier ist bewährt und einfach aufzubauen.

das ding trennt aber die kanäle miserabel.

such mal nach elv lo12 (pdf)
ist ne dreikanal lo mit mosfet ausgangsstufen.
da n ssr drann zu hängen ist auch kein hexenwerk.
als lampen dienen hier farbige r80/60w glühlampen vom freundlichen 
chinamann.sollte das einganssignal stark schwanken ist es günstig der lo 
einen dynamikkompressor vorzuschalten der hält den pegel an seinem 
ausgang dann in grenzen konstant.

Autor: ArnoR (Gast)
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Maya R. schrieb:
> Nun bin ich mir nicht sicher ob Tschebyscheff Filter 2. Ordnung die
> beste Wahl sind - die Flankensteilheit ist von Vorteil und wichtig für
> die Lichtorgel  jedoch macht mir die Welligkeit im Amplitudengang sorgen

Du kannst dir doch dein eigenes Filter ganz nach deinen Wünschen selbst 
machen. Es muss nicht Butterworth, Bessel oder Tschebyscheff sein.

Im Anhang mal ein Vergleich verschiedener Filter mit gleicher 
Grenzfrequnz (90° Phase) aber unterschiedlich steilem Übergang in den 
Sperrbereich und unterschiedlicher Welligkeit. Wenn man das Produkt der 
Kapazitäten konstant hält, bekommt man immer die gleiche (Phasen-) 
Grenzfrequenz. Mit steigendem Kapazitätsverhältnis steigt die Steilheit 
und die Welligkeit.

Autor: J. Zimmermann (Gast)
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Nimm die Schaltung @safari. Die scheint erprobt. Musik in Farben 
umzusetzen ist nicht so easy wie's scheint: Dynamik-Anpassung, 
Frequenzaufteilung ...
mfg
Achim

Autor: Rolf S. (audiorolf)
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Bastler schrieb:
> Heutzutage triggert man Lichtorgeln präzise
> im Bassrhythmus.
Sagt wer?

Viele möchten eigentlich nur eine Farbe für die Bässe und die anderen 
für die Höhen, damit man knackige von weichen Bässen unterscheiden kann.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Maya R. schrieb:
> Nun bin ich mir nicht sicher ob Tschebyscheff Filter 2. Ordnung die
> beste Wahl sind - die Flankensteilheit ist von Vorteil und wichtig für
> die Lichtorgel

Echt ?

Bei nur 3 Freqeunzbändern und Farben wäre es doch sehr langweilig, 
Signale bis 440 Hz mit rot, bis 4400Hz mit gelb und ab 4400Hz mit blau 
auszugeben, wie sollte man da 100 von 400 Hz unterscheiden ?

Das macht man doch über Mischfarben, etwas gelb zum rot, und dafür 
braucht man gerade KEINE steilen Filter.

Daher ist eine simple Schaltung genau angemessen
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/10...

(ich verstehe jetz auch gerade nicht, warum in dieser Schaltung nur 
Thyristoren statt TRIACs verwendet werden, tja).

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Maya R. schrieb:
> eine akustische Lichtorgel, bauen,
> welche über ein Mikrofonsignal gestuert wird

Wenn man mit Mikrofon ansteuert, braucht man zwingend auch eine AGC. 
Deutlich einfacher wird es, wenn man irgendwo Linepegel abgreifen kann 
und den in das Gerät einspeist.

Autor: dolf (Gast)
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Axel S. schrieb:
> Deutlich einfacher wird es, wenn man irgendwo Linepegel abgreifen kann
> und den in das Gerät einspeist.

wenn man kann.
oft kann man nicht.
ne alc ist aber keine schlechte idee.
eine variante von vielen.
der ne570/572 macht sich auch ganz gut.
mfg

Autor: Maya R. (maya123)
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Perfekt, dankeschön! Die Anregungen sind toll, jedoch habe ich bereits 
festgelegt die Orgel mit Mikro zu bauen - diesem würde ein NF Verstärker 
folgen, dann die Drei Pässe mit OPV und evtl Poti, dann eine 
Gleichrichtung dann die LEDS - würde dass so in etwa funktionieren?

hätte jetzt noch eine Frage - und zwar bekomme ich nich den richtigen 
Überblick über die OPVs - in einem Hochpass bzw tiefpass funktionieren 
diese doch als Integrierer oder Differenzierer oder?
Jedoch habe ich in allen Beispielschaltungen immer verschiedene OPVs 
gefunden - kann ich sowohl für Tief, Hoch und Bandpass den gleichen 
nehmen wenn ich eine Tschebyscheff Filterung 2. Ordnung baue? Ich habe 
beispielsweise mal einen TL 084 gekauft.

Vielen Vielen Dank!

: Bearbeitet durch User
Autor: Dergute W. (derguteweka)
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Moin,

Maya R. schrieb:
> würde dass so in etwa funktionieren?

Schon gut moeglich.

Maya R. schrieb:
> in einem Hochpass bzw tiefpass funktionieren
> diese doch als Integrierer oder Differenzierer oder?

Nicht so ganz. Integrierer und Differenzierer neigen zu Problemen, wegen 
der hohen Verstaerkung nahe 0 Hz bzw. bei hohen Frequenzen. Hoch- und 
Tiefpaesse sind da gutmuetig. Da bleibt die Verstaerkung im Durchlass 
dann irgendwo bei "haushaltsueblichen" Groessen.

Maya R. schrieb:
> kann ich sowohl für Tief, Hoch und Bandpass den gleichen
> nehmen

Ja. Mit so einem 4fach OpAmp wie z.B. dem TL084 koenntest du z.b. 1x TP, 
1x HP und 1x BP(bestehend aus 1x TP und 1x HP) aufbauen.

Gruss
WK

Autor: dolf (Gast)
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Maya R. schrieb:
> würde dass so in etwa funktionieren?

ich würde das so bauen.
mikro + vorvestärker dann die alc danach das filter deiner wahl und den 
folgt der kram wie in der lo12.
wie man der lo12 ne led z.b. in einem ssr mit zc folgen lässt wird ja im 
elv beitrag erklärt.
natürlich kannst du als schaltstufen so wie in der lo12 auch passende 
mosfet verwenden.
ich hab der lo ssr verpasst.

Autor: Maya R. (maya123)
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brauche ich wirklich zwangsläufig einen ALC/AGC ?
Auch wenn ich es möglichst simpel halten will - gibt es dann eine 
einfachere Lösung? Ich bin so schon ganz schön am struggeln...

Danke !!!!! Ganz großen Dank

Autor: Jürgen von der Müllkippe (Gast)
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Maya R. schrieb:
> Ich bin so schon ganz schön am struggeln.

Ein einziger LM324 reicht aus. Den ersten OP als Mikrofonverstärker und 
die anderen drei für die Filter (Tiefen, Mitten und Höhen).

Autor: MaWin (Gast)
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Maya R. schrieb:
> Ich habe beispielsweise mal einen TL 084 gekauft.

Der kann halt als steinzeitalter OpAmp wie ein uA741 nicht von 0V bis 3V 
und von VCC-3V bis VCC messen und ausgeben, sondern nur zwischen 3V und 
VCC-3V. Daher verwenden viele Schaltungen mit ihm eine positive und eine 
negative Versorgungsspannung. Wenn  der Aufwand nicht stört, kann man 
zum fast allerbilligsten greifen was es gibt.

Autor: J. Zimmermann (Gast)
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@ Maya R.:
> brauche ich wirklich zwangsläufig einen ALC/AGC ?
Nur, wenn Du nicht bei jedem neuen Titel/Quelle am "Knöpfchen" drehen 
willst.
Btw., eine CD hat einen Dynamik-Umfang von 90dB, eine LED dürfte 
zwischen kaum noch sichtbar und Maximum bestenfalls Faktor 100 haben. 
Evtl. solltest Du auch über eine Dynamik-Kompression nachdenken (quasi 
eine schnelle AGC), wenn Du mehr haben willst, als ein Aus-An-Flackern.
mfg
Achim

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