Hallo,
zum neuen TV-Übergabepunkt muss ich einen Schutzleiter verlegen.
Günstigerweise geht ganz in der Nähe der PE richtung Erdungsband vorbei.
Um jetzt zu vermeiden, einige Meter parallel zum PE direkt zum
Erdungsband zu gehen suche ich eine Lösung den PE "zwischendrin"
abzugreifen. Gibt es hier so eine Art Abgreifklemme, ohne den PE
aufzutrennen? Also nur abisolieren und "abzapfen". Dachte dafür gibts
spezielle Klemmen, google brachte jetzt leider nichts.
Würde mich über Tips freuen.
Löten, wie vor 100 Jahren, das hält auch 100 Jahre ohne auf irgendwelche
klapprigen Klemmen zu vertrauen die mal halten oder auch nicht und nur
schön aussehen.
Hans schrieb:> Löten käme für mich auch aus diversen anderen Gründen nicht in Frage.
Soso!
Nur die Antwort bleibst Du schuldig?
Das ist kein guter Beitrag von Dir, weil nichts aussagend!
Thomas G. schrieb:> Löten ist mWn in der Elektroinstallation micht erlaubt, weil es sich um> jederzeit “lösbare“ Verbindungen handeln muss.
Ach so ist das!
Wenn ich eine sichere Verbindung geschaffen habe, dann gilt die nicht
als sichere Verbindung, weil sie jederzeit lösbar sein muss?
Mani W. schrieb:> Nur die Antwort bleibst Du schuldig?
1. die bestehende Leitung hat einen Querschnitt von mind. 8mm
2. Schmilzt mir die Isolierung dann ewig weit weg
3. Kann ich keinen SChrumpf drüberziehen, da kein offenes Ende
4. Kein Lötlkolben mit xxx W vorhanden
Ich weiss nicht, wer es wann definiert hat, aber löten gehört nicht zu
den lösbaren Verbindungen. Was ist, wenn du keinen Strom für einen
Lötkolben hast? Oder einen gasbetriebenen aus Feuerschutzgründem nicht
anmachen darfst? Ein passender Schraubenzieher funktioniert eigentlich
immer.
Hans schrieb:> 3. Kann ich keinen SChrumpf drüberziehen, da kein offenes Ende> 4. Kein Lötlkolben mit xxx W vorhandenManfred schrieb:> Da fällt mir mal "Seilklemme" ein, z.B.
Das wird dann wohl nicht so funktionieren, ohne offenes Ende...
Es wäre wohl besser, ein offenes Ende zu schaffen, an geeigneter
Stelle dann den Leiter abzuisolieren und einen Stoßverbinder darüber
zu schieben (eventuell einen Kabelschuh abschneiden), die neue
Erdverbindung mit pressen oder vielleicht
gleich einen Stiftkabelschuh darüber zu schieben und festpressen,
dann bliebe der Stift als Kontakt für die Erdverbindung...
Ich sehe da kein Problem!
Mani W. schrieb:> Manfred schrieb:>> Da fällt mir mal "Seilklemme" ein, z.B.> Das wird dann wohl nicht so funktionieren, ohne offenes Ende...
Warum nicht? Die von mir verlinkten Bilder von würth und preis-held
lassen sich über den Draht schieben, ohne diesen zu trennen.
hinz schrieb:> Und wo klemmst du da die durchgehende Leitung?
Der Gedanke ist nicht dumm, eine Google-BILDERsuche nach
"Potentialausgleichsschiene" fördert z.B. den Anhang hervor.
Thomas G. schrieb:> Löten ist mWn in der Elektroinstallation micht erlaubt, weil es sich um> jederzeit “lösbare“ Verbindungen handeln muss.
Dann wären Presshülsen auch nicht erlaubt...
MfG Paul
Thomas G. schrieb:> Löten ist mWn in der Elektroinstallation micht erlaubt
Tja, dein Wissen ist halt falsch, VDE sagt
VDE 0100-520, 526.2 sagt: "Lötverbindungen in Leistungsstromkreisen
sollten vermieden werden."
Die Erdverbindung ist übrigens kein Leistungsstromkreis.
Stattdessen:
Das Anschliessen oder Verbinden von elektrischen Leitern geschieht nur
mit GENORMTEN Klemmverbindungen, das wird von VDE 0100-520, Abschnitt
526.5 gefordert. So müssen folgende Verbindungsmaterialien ausgewählt
werden:
- DIN EN 60947-7-17/-2/-3 (VDE 0611-1/-3/-6)
- DIN VDE 0611-4
- DIN EN 61210 (VDE 0613-6)
- Normen der Reihe DIN EN 60998 (VDE 0613)
- Press-u. Steckverbinder nach DIN VDE 0628
Hat man keinen solchen genormten Verbinder, muss man also sogar löten
oder schweissen. Das muss dann:
Löt- und Schweissverbindungen müssen "fachgerecht" ausgeführt werden,
das heisst die mechanische Befestigung der beiden Drähte aneinander darf
nicht nur durch das Lot erfolgen.
> weil es> sich um jederzeit “lösbare“ Verbindungen handeln muss.
Dann braucht man einen Stecker.
Geschraubt wäre die Verbindung ja auch am anderen Ende, am Erdanschluss
des TV Übergabepunktes.
Ich habe aber ein ganz anderes Problem:
Hans schrieb:> Günstigerweise geht ganz in der Nähe der PE richtung Erdungsband vorbei.> Um jetzt zu vermeiden, einige Meter parallel zum PE direkt zum> Erdungsband zu gehen suche ich eine Lösung den PE "zwischendrin"> abzugreifen.
Es geht also ein Erdungsband vorbei, an das er den PE des
TV-Übergabepunktes anschliessen will. Er braucht also eine Klemme für
ein Erdungsband, so wie ich das lese.
(wofür es die Dehn-Klemme gut tun würde).
Ganz allgemein sollte die TV Leitung erstmal zur
Potentialausgleichschiene am Sicherungskaszen gehen, dort nicht nur zum
Potentialausgleich sondern auch mit Blitz- und Überspannungsschutz
angeklemmt werden, und dann nahe (10cm) an der Stromleitung parallel (am
besten: verdrillt mit Abstand) bis zur Steckdose laufen an der der
Fernseher hängt, zur Fernsehkabeldose, damit es keine Leiterschleife
gibt durch die ein naher Blitzeinschlag dann eine Potentialdifferenz
zwischen Antennenabschirmung und PE des Fernsehers führt, mit
Beschädigung des Fernsehers.
Paul B. schrieb:> Dann wären Presshülsen auch nicht erlaubt...
In der Hausinstallation? Noch nie gesehen. Allenfalls Aufdrehhülsen, und
die sind lösbar, die lösen sich auch gern mal von selbst.
Karl schrieb:> Paul B. schrieb:>> Dann wären Presshülsen auch nicht erlaubt...>> In der Hausinstallation? Noch nie gesehen.
Dann hast du jetzt was dazu gelernt.
Karl schrieb:> In der Hausinstallation? Noch nie gesehen. Allenfalls Aufdrehhülsen, und> die sind lösbar, die lösen sich auch gern mal von selbst.
Hi,
in meiner Bastelkiste findet sich so etwas.
War im Set der Zählertafelklemmen für den kombinierten PE-N, der
nirgends unterbrochen sein durfte, also vom Keller bis zum Dach in einem
Stück durchgezogen wurde.
Für Erder wohl zu kleiner Querschnitt?
ciao
gustav