Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Blitzschutz / Überspannungsableiter für VDSL


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von Stefan (Gast)


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Hallo,

ich bin dringend auf der Suche nach einem Überspannungsableiter / 
Blitzschutz für unsere FritzBox 7490. In diesem Jahr ist es jetzt die 5 
Box die defekt ist.

Mein Problem:
Ich liege abgelegen, Versorgung durch Telekom via Freileitung (500m), 
Rest via Erdkabel. Habe VDSL mit 8000kBit.
Heute war wieder ein Gewitter aufgezogen, es war keine Zuhause der 
ausstecken konnte..

Ergebnis: Fritzbox und nachgeschaltete Telefonanlage wieder mal defekt.

Versicherung zahlt die Schäden schon lange nicht mehr, Telekom kann/will 
nichts machen....

meine Frage: gibt es einen Blitzschutz, der mir wenig von der eh schon 
schlechten Leitungskapazität klaut und dabei auch noch vor Überspannung 
schützt? Wenn ja welcher ist empfehlenswert?

oder ein anderer Gedanke....
ich baue mir eine Art "Fernschaltrelais"..., um meinen Anschluss von der 
Ferne aus abzuschalten...

ein Relais oder mehrere in Reihe geschaltet um einen größeren 
Schaltabstand zu erreichen, betreibe ich in selbst Haltung. Die Relais 
sind solang die Spule versorgt wird angezogen. Im Notfall könnte ich 
dann eine bestimmte Rufnummer meines Anschlusses anrufen. Ich überwache 
diesen Anschluss auf Klingelzeichen (Wechselspannung). Klingelt der 
Anschluss, unterbreche ich die Selbsthaltung der "DSL"-Relais, somit 
sind dann beide Adern der Telekom unterbrochen. Eine evtl. Überspannung 
kann nicht mehr so einfach über die Relaiskontakte zu meinen Fritzbox.

Natürlich wird mir die Relaisgeschichte bei einem Direkttreffer auch 
keinen Schutz bieten, aber wenn ich 2-3mm Luftspalt durch die Relais 
bekomme könnte das ein kleines Hindernis für die Spannung sein.

Wenn ich wieder zu Hause bin, schaltet ich die Relais per Tastendruck 
wieder ein, damit sollte sich DSL wieder synchronisieren - wenn nicht 
die Vermittlungsstelle zerstört wurde - welche mir ja egal ist, die muss 
ich nicht zahlen...

Meine Fragen:
a,
was haltet Ihr von der Idee mit der Relaisschaltung, mit welcher 
Leitungsdämpfung muss ich etwa rechnen, gibt es hier überhaupt 
nennenswerte Verluste an den Ralaiskontakten?, an sich könnten sich die 
Relais ja wie 5m mehr Telefonkabel verhalten?

b,
kennt jemand eine andere Lösung?

Danke Gruß Stefan

von klara (Gast)


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Hallo,
Es gibt zumindest zwei umfangreiche threads zu diesem thema. 8mhz für 
vdsl ist ja ziemlich mager. Da genügt fast jeder vdsl-schutz. Ich habe 
eine lösung von phönix. Die arbeitet auch bei 100 mhz.
Mfg klaus

von Stefan (Gast)


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Nunja, hatte bereits OBO und DEHN verbaut, beides mit dem Ergebnis
kein/schlechter Verbindungsaufbau, ständige Abbrüche, 2000-3000kbit;

Auch OBO und DEHN können nicht weiterhelfen, hab schon Stunden mit den 
Hotline Mitarbeitern telefoniert.

von klara (Gast)


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Schau mal nach -überspannungsschaden fritzbox 7390- beitrag vom 
02.09.2014. Vielleicht hilft es weiter.
Mfg klaus

von klara (Gast)


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Bei dir ist unter umständen nicht nur der dsl-anschluss das problem. 
Auch der stromanschluss, das hausnetz, könnte mitbeteiligt sein. Ist die 
erdung ok? Wenn ein blitz in der umgebung einschlägt, dann wird auch das 
erdpotential u.u. angehoben. Aber dann sollten auch netzgeräte betroffen 
sein. Der ultimative schutz vor überspannung  über dsl wäre meine 
glasfaserübertragung  vom übergang  im haus zur fritzbox. Dessen 
steckdose sollte zumindest auch  einen überspannungsschutz haben. Aber 
die phönix-lösung  ist schon nicht schlecht. Basteln würde ich da nicht. 
Der  erfolg ist da einfach zu unsicher.
Mfg klaus

von Stefan (Gast)


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Stromanschluss ist OK, Erdung ist auch OK, wurde von einem Elektriker 
überprüft. Wir haben sonst keine Schäden.
Der Stromanschluss kommt via Erdkabel - als das Erdkabel verlegt wurde 
bekam es die Telekom nicht auf die Reihe ihr Fernmeldekabel auch mit 
unter die Erde zu verlegen.... dann hat die Baufirma die das Erdkabel 
von EON verlegt hat, den Kabelgraben wieder zugemacht....

An den Fritzboxen ist immer der DSL-Eingangsbereich beschädigt, 
auf-/abgesprengte/verschmorte Bauteile und auch die TAE Dose tausch ich 
munter aus.

Von welcher Glasfaserlösung und welcher Phoenix-Lösung sprichst du?
Es gibt soweit mir bekannt, und auch die Hotlines sagen dass, keinen 
Umsetzer von VDSL auf Glasfaser und wieder zurück...

Den Beitrag lese ich mir gleich durch.

von Markus -. (mrmccrash)


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Kontrolliere doch mal, ob dein Telefon Hausanschluss überhaupt eine 
Erdungsverbindung hat - da sollten normalerweise 4 oder 6 mm² 
Kupferdraht zur Potentialausgleichschiene gehen. Damit wird der 
Kabelmantelschirm auf definiertes Potential gezogen und bei einem 
Gewitter kann sich zwischen a/b und Erde sowie dem Stromnetz weniger 
Spannung aufbauen - was die Überlebenschancen der Fritzbox deutlich 
erhöht. Alternativ wäre noch ein externes "Opfermodem" zu empfehlen, 
z.B. der Speedport Entry 2 (gibts um 20€ in der Bucht), der als reines 
Modem für ADSL und (Vectoring)VDSL funktioniert.

Die Glasfaserlösung wäre dann, den LAN-Port der Opfermodems z.B. mit 
Mediakonvertern mit der Fritzbox zu verbinden, um eine komplette 
galvanische Trennung zu erreichen:
1
    DSL       LAN                Glasfaser                LAN
2
TAE  -  Modem  -  Mediakonverter ========= Mediakonverter  -  Fritzbox


_.-=: MFG :=-._

von TestX (Gast)


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per relais trennen geht schon...allerdings brauchst du welche die auch 
1kv und mehr aushalten.

nach dem trennen der amt leitung würde ich an deiner stelle die fritzbox 
mit abschalten und den eingang kurzschließen/erden.

zB fritzbox - trennerrelais - relais zum erden und kurschließen - 
trennerrelais - amt

solange die erdung ok ist passiert dann nichts mehr

von schakalaka (Gast)


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Stefan schrieb:
> Heute war wieder ein Gewitter aufgezogen, es war keine Zuhause der
> ausstecken konnte...

Während niemand zu Hause ist, der ausstecken kann, könnte der Stecker 
auch uneingesteckt verbleiben. Bzw. umgekehrt: Wenn jemand zu Hause ist, 
der das DSL nutzt, ist auch jemand da, der ausstecken kann.

Verbleiben halt 2 mögliche Probleme:

a.) Gewitter zieht auf, aber bleibt beim Surfen unbemerkt.
b.) Alle verlassen das Haus, der Letzte vergißt, auszustecken.

> oder ein anderer Gedanke....
> ich baue mir eine Art "Fernschaltrelais"..., um meinen Anschluss von der
> Ferne aus abzuschalten...

Weitere mögliche Problematik:

c.) Man bekommt es auch während der Abwesenheit nicht mit, daß zu
Hause ein Gewitter ansteht - und versäumt das Auslösen des Relais.


"Narrensichere" Lösungen sind nicht einfach, evtl. sogar unmöglich?

Besagtes Opfergerät wäre nicht so schlecht. Müßte halt ersetzt werden, 
kostet wieder - ähnlich dem Original (wenn auch potentiell weniger).

Aber statt der "Fern-Schalt-Relais" Sache, die sowieso besagte ( c.) )
Unsicherheit aufweist, könnte man auch gleich den Menschen aus dieser 
Gleichung nehmen. Und das Relais halt von einer Art Gewitter-Detektor
(App? Kaufgerät?) bedienen lassen.

Einfacher dürfte aber ein Zettel an der Innenseite der Haustür sein,
der daran erinnert, den Stecker rauszuziehen (oder einen Schalter bzw.
Taster zu bedienen, der z.B. ein Kammrelais schaltet), falls man eben
jener "Letzte" ist.

Es gäbe noch weitere Kombinationen / Möglichkeiten, aber keine hat die
Sicherheit dieser Detektor-Sache. Vielleicht sollte man aber am besten
sogar einiges davon kombiniert anwenden, und elektronisch oder "real"
verodern - also z.B. Stecker raus, und falls man es vergißt, Detektor.
Detektor allein würde nämlich ohne Redundanz auch nicht völlig sicher.

Ouh, je...  :-(

von Egon N. (egon2321)


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Finde die Idee mit dem Opferrouter eigentlich ganz gut. Am besten einen 
Mietrouter verwenden, den darf der Anbieter dann auf eigene Kosten 
ersetzen. Ist VDSL wirklich notwendig damit du diese Bandbreite 
erreichst? Für ADSL hätte ich noch eine Kiste Router rumstehen, da 
könntest du für 10-20€ sicherlich 5-10 Geräte gebraucht finden und 
könntest die dann einfach durchtauschen...

Aufgrund der geringen Bandbreite könnte sogar WLAN zur galvanischen 
Trennung ausreichen. Alternativ natürlich einen Medienwandler oder 
Powerlan.

Freileitung klingt nach viel Freiraum ums Haus, schon mal über Richtfunk 
mit Station bei Nachbar/ISP nachgedacht? 5GHz Lösungen kosten fast 
nichts mehr, genauso 60GHz.

Würde zudem dazu raten die Erdung zu überprüfen.

Viele Steckdosenleisten haben eine Versicherung dabei. Schon mal geprüft 
ob die in deinem Fall greifen könnte?

Es gibt übrigens schon Schaltungen für einen Blitzschutz:

http://www.falk-on-tour.de/DSL-Blitzschutz.html

Man könnte natürlich auch etwas mit einem ESP32 und Abfrage einer 
Blitzwebseite bauen. Dann kann man das Abschalten auch nicht vergessen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Viele Blitzschutze taugen nichts. Es gab fuer DSL eine Steckdose mit 
Ueberspannungsschutz, durch die das Netz und die DSL-Leitung zugleich 
geschleift wurde. Der Schutz funktionierte aber nur, wenn alle  Geraete 
ueber WLAN verbunden waren.

von Dieter (Gast)


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