LC-Kettenleiter als Energiespeicher

OP #5488284
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Durch den Kondensator-Energiespeicher-Thread fiel mir das wieder ein.

Für Impulslasten werden ja seit Langem LC-Kettenleiter verwendet, z.B. 
für Radar-Magnetrons. Aber wie berechnet man da die Induktivitäten und 
hängen die auch von den Kapazitäten ab?

Wäre vielleicht auch für geringere Spannungen interessant, z.B. Blitz, 
Punktschweißen und Ähnliches.

Als eigentlich Chemiker will ich mich nicht tief in die Leitungstheorie 
reinwühlen, wenn es geht.

Gibt es dafür relativ einfache Formeln?

Besten Dank schonmal   -   Werner
#5488294
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Es gibt einfache Formeln für den gespeicherten Energieinhalt - damit 
bekommt man schon mal eine Abschätzung für das Erreichbare:

Ecap = 0,5 x C x V²
Iind = 0,5 x L x I²

C/L sind Kapazität/Induktivität, V/I sind die maximal zulässigen 
Spannungs/Stromwerte.
heraus kommt ein Ergebnis in Joule (=Wattsec)
Gast #5488426
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Werner H. schrieb:
> Aber wie berechnet man da die Induktivitäten und
> hängen die auch von den Kapazitäten ab?

Ja, aus Induktivität und Kapazität errechnet sich der Wellenwiderstand.
Für sehr kurze Impulse kann man sogar einfach Koaxkabel verwenden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wellenwiderstand

Der Hauptvorteil einer solchen Anordnung besteht darin, dass man mit 
einem Schalter am Ende der auf eine bestimmte Spannung aufgeladenen 
Leitung einen rechteckigen Stromimpuls definierter Höhe, dessen Dauer 
der Laufzeit entspricht, erzeugen kann. Also genau das, was man für 
Impulsmagnetrons oder Laserdioden braucht.

Wenn der Lastwiderstand nicht gleich dem Wellenwiderstand der Leitung 
ist, entsteht eine rücklaufende Welle, die man am anderen Ende der 
Leitung vernichten muss, damit sie dort nicht wieder reflektiert wird.
Wie das geht, kommt in der nächsten Stunde ;-)

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