Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wie heißt diese IC-Bauform.


von Krrx (Gast)


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...die neben den "normalen" Pins an den Seiten zusätzlich auf der 
kompletten Unterseite einen Lötpad haben (GND/Wärmeabfuhr)?

Und wie kriegt man die Dinger am besten abgelötet, ohne dabei die halbe 
Platine zu zerstören?

Danke!

von Ursus P. (unwichtig)


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Krrx schrieb:
> ...die neben den "normalen" Pins an den Seiten zusätzlich auf der
> kompletten Unterseite einen Lötpad haben (GND/Wärmeabfuhr)?

QFN

> Und wie kriegt man die Dinger am besten abgelötet, ohne dabei die halbe
> Platine zu zerstören?

In einem ReflowOfen, oder mit Heissluftpistole von der 
Platinenunterseite.

Mfg aus dem Rhein-Ruhr Gebiet

von Teo D. (teoderix)


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von Michael B. (laberkopp)


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Es gibt viele ICs mit solchem Pad.

POwerSO8, VSON, QFN, ... du musst schon ein Bild zeigen.

Krrx schrieb:
> Und wie kriegt man die Dinger am besten abgelötet

So wie man sie auflötet: Platine bis über den Schmelzpunkt des Lotes 
aber unter den Schmelzpunkt der Plastikzeile erwärmen,z.B. in einenm 
Reflow-Ofen (oder auf der Ceran Herdplatte).

Blöd halt, wenn beim Einlöten erst der Chip, und dann per Hand 
nachträglich wärmeempfindliche Bauteile montiert wurden.

Aber so eine Platine hält die Löttemperatur schon aus, nur halt nicht 
100 GradC mehr.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das zusammen mit den Ballgridarrays ist das Ende der Hobbyelektronik. 
Und der Reparaturmöglichkeit, alles Ex-und-hopp. Wenn unter dem GND_Pad 
viele Durchkontaktierungen auf die Rückseite sind, kann man dort den 
Lötstopp wegkratzen, verzinnen und sehr heiß machen und das defekte Teil 
stückweise wegbrechen. In einem Stück geht das selten ab.

von Marek N. (Gast)


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Der Pad heißt "Exposed Pad".
Gehäuse gibt es viele. Auch mit mehreren Exposed Pads und auch 
unsymmetrisch und mit kranken Kontouren.
Photo bitte.

von Krrx (Gast)


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OK, hab's gefunden, es ist ein HSOP8-Gehäuse. Kann ich das so 
zusammenfassen: auf einer komplexeren Platine, die wegen anderer 
Bauteile eben NICHT noch mal in den Ofen kann, sind Chips mit dieser 
Gehäuseform nicht zu ersetzen? Zumindest nicht, wenn es hinterher noch 
zuverlässig funktionieren soll?

von Marek N. (Gast)


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Doch, mit ner Heißluftpistole geht das problemlos.
Hab so reihenweise QFN-Chips mit EP transplantiert.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Doch, mit ner Heißluftpistole geht das problemlos.

Wer sich um benachbarte Teile sorgt, weil man die beim Föhnen mit 
erwischt: mit Kaptonband abkleben.

von Rudolph (Gast)


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Sucht mal auf Youtube nach Louis Rossmann, der repariert MacBooks and 
zeigt regelmässig wie er sowas mit einer Hotair-Station entfernt und 
wieder auflötet.
Zumindest sowas wie QFN und HS08 ist da noch vergleichsweise harmlos und 
man braucht dafür auch noch kein Mikroskop.

Mir ist ein Chip mit richtigen Pins dran auch lieber, aber was soll man 
halt machen, irgendwann gibt es sowas einfach nicht mehr.
Ich habe eine billige 858D Heissluft-Station und damit schon QFN48 und 
TQFP80 mit Pad getauscht, neben kleineren Teilen.

von exoc (Gast)


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Michael B. schrieb:

> So wie man sie auflötet: Platine bis über den Schmelzpunkt des Lotes
> aber unter den Schmelzpunkt der Plastikzeile erwärmen,z.B. in einenm
> Reflow-Ofen (oder auf der Ceran Herdplatte).

Ceran-Platte ist sehr schlecht regulierbar. Die starke Infrarotstrahlung 
erwärmt abhängig vom Reflektionsverhalten nicht unbedingt gleichmäßig 
und erst recht nicht gezielt den Punkt den man sich wünscht.

Frank T. schrieb:

> In einem ReflowOfen, oder mit Heissluftpistole von der
> Platinenunterseite.

Wenn es darum geht ein defektes IC zu entfernen, würde ich doch primär 
dieses braten. Die Platine hat beim einlöten des neuen noch genug zu 
leiden.

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