Freilaufdiode für 28V Gleichstrommotor

#5492191
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Wenn der Motor nur geschaltet wird, wird die Freilaufdiode nur beim 
Abschalten einmalig kurz belastet. Da reicht eine 40V 10A Schottkydiode 
ala MBR1645 ohne Kühlkörper.

Wenn der Motor aber mit PWM betrieben wird, fällt in der Diode schon 
eine satte Verlustleistung und man braucht einen ordentlichen 
Kühlkörper, der ganz grob gepeilt um die 20W abführen kann. Die 
MBR1545 ist dann eher knapp, da sollte man eher zu einer 25A Diode 
greifen, z.B. FERD30H100STS

Die SBX3040 ist elektrisch zwar ausreichend, kann aber nur schlecht 
gekühlt werden. Bei 20A verheizt die immer noch 5W.
Gast #5493258
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Pauschal kann das nicht beantwortet werden.
Es hängt von weiteren Faktoren ab.
- Induktivität
- PWM-Frequenz
- Wie lange ist "kurz hochfahren"?

Lt Datenblatt ist Rthja 60K/W. Kurzzeitig fließen die vollen 28A über 
die Diode, was bei Uf = 0,7V Eine Verlustleistung von 20W ergibt.

20W * 60K/W = 1200K

Rechnerisch wird die Die-Temperatur 1200K höher als die 
Umgebungstemperatur.
Das ist natürlich nicht der Fall, da das Bauteil eine Masse hat, die 
erwärmt werden muss und daher eine thermische "Trägheit".

Entscheidend ist jetzt, wie lange der Strom fließt und wie oft sich das 
wiederholt. Das hängt von der Induktivität, der PWM-Frequenz und der 
Zeit ab, wie lange der Motor per PWM hochgefahren wird.

Ich würde aber sagen: Selbst bei einem einmaligen Abschalten könnte das 
ohne Kühlkörper schon zu einer harten Nuss für die Diode werden. Sie 
geht vielleicht nicht kaputt, aber sie wird leiden.
Daher würde ich auf jeden Fall nen KK montieren und dann bleibt dir 
nichts anderes übrig, als zu messen. Denn für genaue Berechnungen fehlen 
sowohl Angaben von dir, als auch Angaben im Datenblatt.
Gast #5493275
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Oder du zeichnest Strom und Spannung eines Abschaltvorgangs auf.
Integrierst über den Zeitraum die Leistung und kannst dieses dann in 
Relation zu deinen Pausenzeiten setzen und daraus die mittlere Leistung 
abschätzen.
Gast #5493290
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Das "praktische" Vorgehen dazu wäre z.B.
1. Messen, wie lange der Strom überhaupt fließt (Spannungsabfall über 
Diode vorhanden)
2. Annehmen, dass der Strom linear abnimmt (Was er nicht tut, aber die 
Betrachtung ist konservativ). Dadurch ergibt sich für den unter 1 
gemessenen Zeitraum ein mittlerer Strom von 28A/2 = 14A
3. Die unter 1. gemessene Zeit in Relation zur PWM Frequenz setzen und 
daraus Faktor ermitteln. Z.B. Abschaltvorgang dauert 100us. PWM Frequenz 
ist 1 KHz.
Damit ergibt sich ein Faktor 1/10
4. Mittleren Strom ermitteln 14A * 1/10 = 1,4A
5. Mittlere Leistung ermitteln  = 1.4A * 0,7V = 1W

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