Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Wer kennt Seitenschneider aus den 70ern für Plastik


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von Christoph K. (chriskuku)


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Ich besaß einmal einen Seitenschneider, in dessen Besitz ich ca. 1974 
gelangte und mit dem ich den Wirewrapdraht beim Aufbau meiner 
Diplomarbeit ablängte. Damals aus neuer Produktion, könnte von Belzer 
gewesen sein.

Verchromt, schlank und handlich. Ca. 25mm lange scharfe Schneide. Hatte 
eine Nr. eingeschmiedet, könnte sowas wie Nr. 5216 gewesen sein. Und es 
stand drauf:“Nur für Plastik“, weshalb es auch kein „Saitenschneider“ 
war.

Der ist mir verlorengegangen oder ich habe ihn verlegt. Er war lange 
Jahre mein treuer Begleiter im Abknipsen und Abisolieren von Draht und 
ich würde ihn gerne wiederfinden, entweder in meinem Labor - kann mir 
keiner helfen - oder auf dem freien Gebrauchtmarkt.

Daß er noch hergestellt wird, glaube ich eher weniger.

Habe mal eine Skizze gemacht. Stellt Euch ihn in ganz blank verchromt 
vor, ohne Griffummantelung.

Über ein Wiedersehen würde ich mich freuen.

Grüße
Christoph

von Frank L. (hermastersvoice)


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sieht aus wie eine Nagelzange oder was aus dem Dentalzubehör. Der 
Zahnarzt hat die Dinger in vielen Grössen rumliegen und damit kann man 
eindeutig mehr als Plastik schneiden :-)

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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frage nach

Nagelzange
Nagelhautzange

in der Maniküre & Pediküre Abteilung. Beim Drogeriediscounter für 5-7 
Euronen.

von Hans (Gast)


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Hallo,

sowas gab's auch für Kunstoff und dünnes Blech. Schau mal bei 
Blechscheren.

Ciao

von Zahnarzt (Gast)


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Ja, hört sich dental an, da macht es Sinn dass es nur aus 
sterilisierbarem Metall besteht

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wenn man einen Schneider konsequent
nur für solche weichen Werkstoffe nutzt, halten auch moderne Teile ewig.

man darf nur nicht den Fehler machen:
"Och eben mal den Eisendraht zwacken - passt scho"
oder gar Schrauben damit anpacken zu wollen

dann hat man schnell einen Abisolierer
oder die Schneiden haben einen Kreuzbiss.

Das mit den Schrauben kommt bei mir zwar auch vor
aber das dann nur mit einem Schneider,
der eh schon für feines nicht mehr zu gebrauchen ist.

von Christoph K. (chriskuku)


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Frank L. schrieb:
> sieht aus wie eine Nagelzange oder was aus dem Dentalzubehör. Der
> Zahnarzt hat die Dinger in vielen Grössen rumliegen und damit kann man
> eindeutig mehr als Plastik schneiden :-)

Mir geht es darum, genau diese Zange wiederzufinden. Nicht irgendeinen 
Ersatz.

Sie hat zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Nagelschneidern und auch mit 
Dentalzubehör, aber, wie gesagt, ich suche genau die.

Grüße
Christoph

P.S. die Schneide war auffallend flach und somit auch der 
Schneidenwinkel. Wesentlich flacher als z.B. bei Nagelschneidern.

von Martin H. (horo)


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Speziell die Teile mit einseitigem Schliff (watenfrei) für _dünnen 
weichen_ Draht verzeihen keinen Fehlgriff beim Material. (Hab' gerade so 
ein Teil in der Hand mit der Aufschrift: MAX CUT 1.3 mm COPPER WIRE). 
Das Gegenteil ist ein Seitenschneider mit ähnlichem Aussehen wie vom TO 
in meinen Besitz mit der Aufprägung Für Klavierdraht. Der hat ganz 
schön kräftige Backen.
@Christoph: Schöne Skizze!

von Andre (Gast)


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Meinst du so einen?

Der ist von Belzer mit № 2678 und das Bild aus dem ebay Angebot 
302807483173 geklaut.

Belzer ist inzwischen bei Bahco gelandet. Die machen auch feine Sachen, 
vielleicht haben die einen direkten Nachfolger dazu?

von Sebastian K. (pwned4d)


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Die gibt's auch von Knipex (7201160),
die nutzen wir auf Arbeit für Kabelbinder abschneiden.
Gehen super auch für flexible Kabel.

grüße Sebastian

von Christoph K. (chriskuku)


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Andre schrieb:
> Meinst du so einen?
>
> Der ist von Belzer mit № 2678 und das Bild aus dem ebay Angebot
> 302807483173 geklaut.
>
> Belzer ist inzwischen bei Bahco gelandet. Die machen auch feine Sachen,
> vielleicht haben die einen direkten Nachfolger dazu?

Interessant, aber nicht genau der, den ich suche.
Meiner hatte eine Rückholfeder.
Grüße
Christoph

von Klaus (Gast)


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Hallo Christoph,

Ist es so Eine ?

Wäre tatsächlich eine Fußnägelzange.

Gruß

  Klaus

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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für mancher Leute Fussnägel braucht es eher Bolzenschneider.

Und solche Leute wagen es sich auch tatsächlich
z.B. in Flipflops offen zu zeigen

von georg (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Ich besaß einmal einen Seitenschneider, in dessen Besitz ich ca. 1974
> gelangte

Da Seitenschneider keinen Internetanschluss brauchen, jedenfalls bisher, 
hat sich seit damals nichts wesentliches geändert. Du kannst also 
einfach einen aktuellen guten Seitenschneider kaufen. Ich empfehle 
Lindström, da habe ich auch 2 Stück seit eben den 70ern, und sie 
schneiden immer noch einwandfrei.

Die sind etwas teurer, aber damit kommst du dann locker bis 2050 aus.

Georg

von Achim B. (bobdylan)


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Christoph K. schrieb:
> Mir geht es darum, genau diese Zange wiederzufinden. Nicht irgendeinen
> Ersatz.

georg schrieb:
> Du kannst also
> einfach einen aktuellen guten Seitenschneider kaufen.

Wem fällt da was auf?

von Christoph K. (chriskuku)


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Achim B. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Mir geht es darum, genau diese Zange wiederzufinden. Nicht irgendeinen
>> Ersatz.
>
> georg schrieb:
>> Du kannst also
>> einfach einen aktuellen guten Seitenschneider kaufen.
>
> Wem fällt da was auf?

Danke! :)

von justme (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Ich besaß einmal einen Seitenschneider

Das was du da zeigst, ist eher ein Saitenschneider, so das Material 
passend gehärtet ist.

von Zahnarzt (Gast)


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Du wirst nicht genau den selben finden. Nimm eine Alternative oder such 
in deinem Zimmer den alten.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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justme schrieb:
> Saitenschneider

... ist eine Fehlschreibung von Seitenschneider. Die von Dir angedeutete 
Unterscheidung gibt es nicht.

von georg (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> justme schrieb:
>> Saitenschneider
>
> ... ist eine Fehlschreibung von Seitenschneider. Die von Dir angedeutete
> Unterscheidung gibt es nicht.

Zitat aus "Ein Tag im Leben eines Klavierbauers":

"Bevor die klingenden Metalldrähte mit einem Saitenschneider durchtrennt 
werden können, misst Simmen bei einzelnen Saiten deren Dicke und Länge. 
So kann er später die neuen Saiten berechnen".

Übrigens schneide ich jeden Tag für meinen Hund Saitenwürstchen in 
Scheiben, womit wohl?

Georg

von justme (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> justme schrieb:
>> Saitenschneider
>
> ... ist eine Fehlschreibung von Seitenschneider. Die von Dir angedeutete
> Unterscheidung gibt es nicht.

Na denn ...
https://de.wiktionary.org/wiki/Saitenschneider

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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georg schrieb:
> Übrigens schneide ich jeden Tag für meinen Hund Saitenwürstchen in
> Scheiben, womit wohl?

Mit einer Kettensäge.

von Matthias L. (limbachnet)


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Rufus hat lt. Duden Recht - da steht der Saitenschneider nicht drin.

Natürlich muss es trotzdem Werkzeuge zum Schneiden von Klavier,- 
Gitarren- und sonstigen Saiten geben. Dafür sind die üblichen 
Seitenschneider (die so heißen, weil sie an der Seite schneiden) gar 
nicht so gut geeignet. Die gewickelten tiefen Saiten werden beim 
Schneiden mit dem Seitenschneider gequetscht und die hohen Stahlsaiten 
sind recht hart, damit macht man aus einem Elektronik-Seitenschneider 
einen Abisolierer. Ein Seitenschneider mit harten Schneiden taugt auch 
als Saiten-Schneider.

Für gewicklte Saiten taugt ein Bowdenzug-Schneider besser.

Wenn eine Schneidzange nicht an der Seite schneidet, sondern vorne, dann 
heizt sie Vornschneider. Und wenn sie gehärtete Schneiden hat, dann kann 
man auch mit dem Vornschneider Stahlsaiten schneidern, hat also einen 
Saitenvornschneider...

: Bearbeitet durch User
von Christoph K. (chriskuku)


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justme schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Ich besaß einmal einen Seitenschneider
>
> Das was du da zeigst, ist eher ein Saitenschneider, so das Material
> passend gehärtet ist.

justme schrieb:
> Christoph K. schrieb:
> Ich besaß einmal einen Seitenschneider
>
> Das was du da zeigst, ist eher ein Saitenschneider, so das Material
> passend gehärtet ist.

Ich sage mal: Du irrst. Ein typ. Saitenschneider (auf dem „für 
Pianodraht“ steht) hat eine angefaste Schneide, selbstverständlich 
gehärtet. Die Härtung kann man natürlich zeichnerisch nicht umsetzen, 
aber eine angefaste Schneide hätte ich schon in meine Zeichnung 
eingebracht.

Grüße

Christoph

von Klaus (Gast)


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Hi,
äähh.... nö. der Seitenschneider ist eine Kneifzange, nur mit der Klinge 
an der Seite, wie die klassische Kneifzange vorn die Klinge hat. Die 
kneift, also fast ein fälschliche Beschreibung, sie quetscht bis das 
Material zu dünn wird und abfällt. Material erstmal egal. Der 
Saitenschneider schert. Also wie eine Schere, wo der Name eigentlich 
herkommt. Im Bild mal nen Saitenschneider im Prinzip.

Ähhrlich, isch schwöre

  Gruß

von Wolfgang (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Rufus hat lt. Duden Recht - da steht der Saitenschneider nicht drin.

Willst du damit sagen, dass es auch kein Triac gibt?
Das steht da nämlich auch nicht drin ;-)

Christoph K. schrieb:
> Ein typ. Saitenschneider ... hat eine angefaste Schneide,....
> Die Härtung kann man natürlich zeichnerisch nicht umsetzen,
> aber eine angefaste Schneide hätte ich schon in meine Zeichnung
> eingebracht.

Bei deiner Zeichnung hatte ich eine einseitige Phase (auf der Rückseite) 
vermutet. Da fehlte mir die Schnittzeichnung, sorry ;-)

Vielleicht ist es mit der Bezeichnung einfach wie mit "Jägerschnitzel" 
und "Schweineschnitzel" ...

von Hammersbald (Gast)


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Gute Zeichnung!


Der Seitenschneider, Zitat Ausgangsposting:

Christoph K. schrieb:
> es
> stand drauf:“Nur für Plastik“, weshalb es auch kein „Saitenschneider“
> war.

Die Plastik, Zitat Wikipedia:
Eine Plastik ist ein dreidimensionales, körperhaftes Objekt der 
bildenden Kunst. Die Begriffe Plastik und Skulptur werden heutzutage 
weitgehend synonym benutzt. Beide Bezeichnungen sind sowohl auf ein 
einzelnes Kunstwerk anwendbar als auch auf die Bildhauerkunst insgesamt 
als Kunstgattung.


Ich wuerde nach einem "Abkneifer" suchen.

von Christoph K. (chriskuku)


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Wolfgang schrieb:
> Matthias L. schrieb:
>> Rufus hat lt. Duden Recht - da steht der Saitenschneider nicht drin.
...

> Christoph K. schrieb:
>> Ein typ. Saitenschneider ... hat eine angefaste Schneide,....
>> Die Härtung kann man natürlich zeichnerisch nicht umsetzen,
>> aber eine angefaste Schneide hätte ich schon in meine Zeichnung
>> eingebracht.
>
> Bei deiner Zeichnung hatte ich eine einseitige Phase (auf der Rückseite)

Dreh das JPEG um, dann siehst Du, daß dort auch keine Fase ist ;). Die 
Schneide war lediglich keilförmig.

> vermutet. Da fehlte mir die Schnittzeichnung, sorry ;-)

Fase, wenn hier schon der Duden mit im Spiel ist :)

>
> Vielleicht ist es mit der Bezeichnung einfach wie mit "Jägerschnitzel"
> und "Schweineschnitzel" ...

@Klaus(Gast):

Auch wenn Du da eine schöne Zeichnung eines Abscherers lieferst - mit 
Saitenschnaider (sic!) hat das wenig zu tun. Eher mit Kreuzbiß. Wenn Du 
versuchen würdest, mit diesem Ding einen Pianodraht zu schneiden, würde 
der sich querlegen und die Schneiden auseinanderdrücken.

Nein, nein, der Saitenschneider, der mit der Aufschrift "für 
Pianodraht", durchtrennt die Saite allein auf Grund des hohen Druckes 
(mech. Spannung), der durch die gehärtete Schneide auf die Saite 
ausgeübt wird. Durch die Kerbwirkung gibt es eine Spannungskomponente in 
transversaler Richtung, also in Richtung der Saite, die sie einfach 
auseinanderreißt.

Ich hätte noch eine negierende Antwort zu dem, der da was von 
"umsponnenen Saiten" geschrieben hat. Das ist gesponnen.

Der Klavierbauer schneidet keine Saiten in dem Bereich, wo sie umsponnen 
sind.

Er längt nur blanken Pianodraht ab.


So ein Thread artet manchmal aus ...

Grüße
Christoph

von BlaBla (Gast)


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Wo ist denn nun der Unterschied zwischen Seite und Saite?
Fasst so wie bei Standard und Standarte.

von Matthias L. (limbachnet)


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Christoph K. schrieb:
> Der Klavierbauer schneidet keine Saiten in dem Bereich, wo sie umsponnen
> sind.

Von "umsponnen" hat niemand etwas geschrieben. Und auch nicht exklusiv 
von Klaviersaiten. Was der Klavierbauer so macht oder nicht macht ist 
daher auch nicht die alleinige Wahrheit.

Schön flach lassen, die gesponnenen Bälle...

von Matthias L. (limbachnet)


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Wolfgang schrieb:
>> Rufus hat lt. Duden Recht - da steht der Saitenschneider nicht drin.
>
> Willst du damit sagen, dass es auch kein Triac gibt?
> Das steht da nämlich auch nicht drin ;-)

Natürlich nicht. Zitat Wikipedia:"Triac ist eine englische Abkürzung für 
Triode for Alternating Current." Was sollte eine englische Abkürzung im 
Duden zu suchen haben?

"Saitenschneider" als fremdsprachige Abkürzung erscheint mir selbst für 
die acronym-verrückten Amerikaner ein wenig zu lang...  ;-)

von Christoph K. (chriskuku)


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BlaBla schrieb:
> Wo ist denn nun der Unterschied zwischen Seite und Saite?
> Fasst so wie bei Standard und Standarte.

Fa*s*t hättest Du richtig gelegen. Falls Du wirklich eine Antwort 
erwartest:

Seite ist die Arbeitslage des Werkzeugs, Saite das Objekt, das 
geschnitten wird.

@limbachnet:

Matthias, ich weiß nicht genau, was Du an Deinem Beitrag editierst hast. 
Vermute, daß es "gewickelte" in "gewickelte tiefe Saiten" war, aber so 
oder so, umwickelte Klaviersaiten werden gemeinhin auch als umsponnene 
Saiten bezeichnet.

Bowdenzüge sind Seile, nichts Umsponnenes und nichts Umwickeltes.

Darum geht es hier nicht, obwohl der Pianodrahtscheider auch dafür 
geeignet wäre.

Grüße

Christoph

von Klaus (Gast)


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Das ist mein OriGlam Multifunktionstool. Benutze diesen Zangentyp schon 
ewig für meine Gitarre.

Das wars jetzt aber auch in diesem Thread für mich, Thema ist für mich 
durchgekaut und ausgelutscht.

Stellt euch mal vor, der Threadstarter hätte nen Akkuschrauber gesucht, 
so viele Bauteile, so viele Fachleute.....waaaahhh  -:)


Klaus

von Stefan (Gast)


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von npn (Gast)


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Klaus schrieb:
> Das wars jetzt aber auch in diesem Thread für mich, Thema ist für mich
> durchgekaut und ausgelutscht.

Vor allem, weil das, was du hier zeigst, nichts mit dem Wunsch vom TO zu 
tun hat. Siehe sein Beitrag oben:

Beitrag "Wer kennt Seitenschneider aus den 70ern für Plastik"

von Klaus (Gast)


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@npn


Ne, haste recht. Gut aufgepasst. Dachte, hätte hier irgendwas mit 
"Saitenschneider" gelesen. Mein Fehler, sorry.

Gruß

von John (Gast)


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Auch ein Bild von eBay:
Ist aber Belzer Nr. 2666 und "FÜR WEICHEN DRAHT".

von Christoph K. (chriskuku)


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John schrieb:
> Auch ein Bild von eBay:
> Ist aber Belzer Nr. 2666 und "FÜR WEICHEN DRAHT".

Schon sehr nah dran, aber die Nummer war eine andere. Aufschrift war 
auch sowas wie „nur für Plastik“.  Vielleicht hat jemand einen alten 
Belzer-Katalog?

Grüße
Christoph

von Sprach- und Sinnbewahrer (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Rufus hat lt. Duden Recht - da steht der Saitenschneider nicht drin.

Aber "besaiten"
https://www.duden.de/rechtschreibung/besaiten

Lt Duden müsstes es aber auch Dessin statt Design heissen:

https://www.duden.de/rechtschreibung/Dessin


Und überhaupt, Duden ist eine Wörterliste für die Grundschule und 
Alltagssprache die sich nach Lautmalerei aber nicht nach der Logik und 
technische Grundprinzipien richtet. Für dergleichen schaut man in 
Fachbücher, gerne auch mal in Klassiker die ein paar Jahrzehnte alt 
sind. Und da heisst der Saitenschneider eben Saitenschneider, weil der 
Besaiter damit Saiten schneidet.

BTW:
Wer noch weitere Schlaumayerei wünscht, kann sich ja damit die Zeit 
vertreiben, ob nun Silizium oder Silicium korrekt ist:
https://www.duden.de/rechtschreibung/Silizium
Oder Justiziar versus Justitiar
Oder No-Future-Generation versus Nofuturegeneration
Oder Numerierung versus Nummerierung

von georg (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Rufus hat lt. Duden Recht - da steht der Saitenschneider nicht drin

Na und? Ich weiss nicht, ob der Donaudampfschifffahrtskapitän drin 
steht, aber auch wenn, dann gibt es genausogut einen 
Rheindampfschifffahrtskapitän oder einen Neckardampfschifffahrtskapitän 
- das ist ja gerade das besondere (und für Ausländer schwierige) an der 
deutschen Sprache, dass man bis in die Unendlichkeit neue Wörter bilden 
kann. Im Rahmen der deutschen Sprache ist es also völlig irrelevant, ob 
ein zusammengesetztes Wort im Duden steht. Das kann man höchstens für 
die eigene Rechthaberei verwenden, falls man jemanden findet, den man 
damit beeindrucken kann.

Ich verwende übrigens einen Hundekrallenschneider, obwohl der bestimmt 
auch nicht im Duden steht. Stört weder mich noch meinen Hund.

Georg

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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Sprach- und Sinnbewahrer schrieb:
> ob nun Silizium oder Silicium korrekt ist:
> https://www.duden.de/rechtschreibung/Silizium

Dir als Sprach- und Sinnbewahrer müßte doch aufgefallen sein, daß im 
Duden beide Schreibweisen "Silizium" bzw. Silicium" angegeben sind.

Für den "Seitenschneider" fehlt im Duden die Alternative, d.h. 
Seitenschneider ist lt. Duden die einzig korrekte Schreibweise.

von Christoph K. (chriskuku)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Sprach- und Sinnbewahrer schrieb:

> Für den "Seitenschneider" fehlt im Duden die Alternative, d.h.
> Seitenschneider ist lt. Duden die einzig korrekte Schreibweise.

Was bereits hier mehrfach widerlegt wurde.
Wenn etwas nicht im Duden steht, heißt das nicht, das es dieses Wort 
nicht gibt.

Ich finde übrigens - das mag meine persönliche Meinung sein - den 
Begriff „Saitenschneider“, zumal, wenn „nur für Pianodraht“ draufsteht - 
viel treffender.

—
Grüße
Christoph

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Was bereits hier mehrfach widerlegt wurde.

Da wurde gar nichts widerlegt. Auch wenn der Duden kein Gesetz ist, gibt 
er zumindest den gegenwärtigen Stand der Rechtschreibung wieder.

Ich könnte jetzt auch "Seytenschneida" schreiben.  Damit gibt es also ab 
jetzt auch dieses Wort.

von Sprach- und Sinnbewahrer (Gast)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Sprach- und Sinnbewahrer schrieb:
>> ob nun Silizium oder Silicium korrekt ist:
>> https://www.duden.de/rechtschreibung/Silizium
>
> Dir als Sprach- und Sinnbewahrer müßte doch aufgefallen sein, daß im
> Duden beide Schreibweisen "Silizium" bzw. Silicium" angegeben sind.
>
> Für den "Seitenschneider" fehlt im Duden die Alternative, d.h.
> Seitenschneider ist lt. Duden die einzig korrekte Schreibweise.

Aber hallo, der Duden listet nun mal nicht alle Komposita auf, bspw. 
auch nicht Phasenprüfer aka Lügenstift. Oder Krokodilsklemme, Steckbrett 
oder Lochrasterplatine. Alles häufig benutzte (Forums-)begriffe. Selbst 
das Wort "Duden" findet sich nicht im Duden. Aber sehr wohl Saite , 
besaiten und Schneider.
Der Saitenschneider ist nun mal ursprünglich vermarktet worden, um 
Saiten zu schneiden. Und im Wortschatzlexikon finden sich sehr wohl 
beide Schreibweisen, auch mit Bezug auf die hier genannte Etymologie.
http://corpora.uni-leipzig.de/de/res?corpusId=deu_newscrawl_2011&word=Seitenschneider

von ??? (Gast)


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Da kann man dann nur noch Knipex 64 62 120 in den Ring werfen...
in den 70ern gabs in der DDR auch eine Serie kleiner Zangen und 
Seitenschneider die nur etwa 70mm Gesamtlänge hatten. Sowas vermisse ich 
schon lange..

von georg (Gast)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Da wurde gar nichts widerlegt.

Du kannst bloss einfach nicht richtig Deutsch - Das Konzept 
zusammengesetzter Wörter ist dir offensichtlich unbekannt. Da kann man 
bei Bedarf (oder auch nicht) immer wieder neue bilden, auch solche, die 
eben nicht im Duden stehen.

So ein zusammengesetztes Wort ist z.B. Tellerrand, aber das verstehst du 
wohl auch nicht, da du nicht soweit blicken kannst. Aber du schaust 
jetzt bestimmt gleich nach, ob das im Duden steht. Dann such auch gleich 
nach Suppentellerrand, aber erzähl uns nicht dass das ein verbotenes 
Wort ist.

Georg

Beitrag #5496338 wurde vom Autor gelöscht.
von michael_ (Gast)


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??? schrieb:
> in den 70ern gabs in der DDR auch eine Serie kleiner Zangen und
> Seitenschneider die nur etwa 70mm Gesamtlänge hatten. Sowas vermisse ich
> schon lange..

Höchstens aus Nostalgie!
Ich habe solche, die mit den roten Hüllen. Sind gut, man sollte damit 
aber nur Cu abknipsen.
Haben sich aber in der Firma an den Lötplätzen bewährt.

von Achim B. (bobdylan)


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Zum Saiten schneiden benutze ich den in der Kombinationszange 
implementierten Seitenschneider. Das geht gut!

von Sven K. (quotschmacher)


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Sprach- und Sinnbewahrer schrieb:
> Lt Duden müsstes es aber auch Dessin statt Design heissen

https://www.duden.de/rechtschreibung/Design

von nachtmix (Gast)


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georg schrieb:
> Übrigens schneide ich jeden Tag für meinen Hund Saitenwürstchen in
> Scheiben, womit wohl?

Vermutlich meinst du aber Würste im Saitling.
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturdarm

von Christoph K. (chriskuku)


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Achim B. schrieb:
> Zum Saiten schneiden benutze ich den in der Kombinationszange
> implementierten Seitenschneider. Das geht gut!

Obwohl ich in meiner ursprünglichen Frage gar keinen Schneider für 
Saiten suchte, dieser Thread aber mittlerweile in einen solchen zur 
Behandlung von allgemeinen Lifestylefragen ausgeartet ist, hier meine 
Theorie zum Schneiden von Saiten mit der Kombizange:

Du knickst mit dem Abscherer Deiner Kombizange genau einmal eine 
Pianosaite ab.

Danach wird Deine Kombizange dieser Schneideigenschaft verlustig 
gegangen sein.

Guitarrensaiten haben dann nur zu fürchten, einen Knick zu erhalten.

Grüße
Christoph

von Hammersbald (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Obwohl ich in meiner ursprünglichen Frage gar keinen Schneider für
> Saiten suchte

Bald haben wir dich weich!

Christoph K. schrieb:
> Du knickst mit dem Abscherer Deiner Kombizange genau einmal eine
> Pianosaite ab

Fast (deutsch: fast) back to topic, die aufdringliche Folgefrage: Und 
wie ist es bei Wirewrapdraht in _elektronischen_Pianos?

Denkt den keiner an elektronische Orgeln? Mit welchem geeignetem 
Werkzeug kann man desssen Draehte durchorgeln??? Sind danach die 
durchgeorgelten verdrillten Litzendrahtenden an der Trennstelle 
vergeigt???

Wir brauchen Forensoftware Achtpunktdrei: mit Soundfiles "Durgeigen 
einer E-Gitarrensaite Live on Stage"...achnee, gibts schon....nennt sich 
Thrash Metal.

von michael_ (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Du knickst mit dem Abscherer Deiner Kombizange genau einmal eine
> Pianosaite ab.
>
> Danach wird Deine Kombizange dieser Schneideigenschaft verlustig
> gegangen sein.

Aber nur, wenn auf der Kombizange “Nur für Plastik“ steht :-)

von Achim B. (bobdylan)


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Christoph K. schrieb:
> Du knickst mit dem Abscherer Deiner Kombizange genau einmal eine
> Pianosaite ab.
>
> Danach wird Deine Kombizange dieser Schneideigenschaft verlustig
> gegangen sein.

Nein, nicht ganz so. Zwar schnitt ich auf diese Weise nie auch nur die 
geringste Pianosaite, weil hab kein Piano, obwohl ich gerne eins hätte, 
mache das aber seit ca. 45 Jahren mit den Saiten meiner elektrischen 
Zupf-Bassguitarren. Und die (die Saiten) sind ob ihrer Dick- und 
Steifheit auch nicht grad von schlechten Eltern!

von ChristophK (Gast)


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Der Seitenschneider ist wieder aufgetaucht. Ich hatte in im Inneren 
einer meiner Hammondorgeln vergessen. Heute nehme ich die Rückwand der 
Orgel ab, um mal wieder etwas Öl nachzufüllen und was lacht mich da an? 
Mein Belzer 2675PP Seitenschneider.
Und ‚FOR PLASTIC‘ steht eingraviert drauf.
Das zweite P bestimmt den genauen Typ für Plastik.

Sehr schwer, im Internet zu finden.
Umso mehr bin ich froh, ihn wiedergefunden zu haben.

Schönen Sonntag,
Christoph

von ChristophK (Gast)


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Und noch ein Photo von der Typenbezeichnung.

von Jack V. (jackv)


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Christoph K. schrieb:
> Meiner hatte eine Rückholfeder.

… die Feder sieht man auch auf der Zeichnung, der gefundene 
Seitenschneider ist also nicht der Gesuchte. In den anderen Orgeln 
nochmal nachschauen? ;)


[scnr]

von Wunschdenken (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Interessant, aber nicht genau der, den ich suche.
> Meiner hatte eine Rückholfeder.
> Grüße
> Christoph

Komisch, kann ich auf deinen Bildern nicht Erkennen.

von Teo D. (teoderix)


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Wunschdenken schrieb:
> Komisch, kann ich auf deinen Bildern nicht Erkennen.

Er schreibt doch "hatte"! ;)
Die Löcher wo die mal war, sieht man ja.

von MaWin (Gast)


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ChristophK schrieb:
> Mein Belzer 2675PP Seitenschneider.

Uff, der sieht nicht nur mitgenommen aus, der war ja schon ab Produktion 
richtig mies gefertigt und ohne Rückholfeder.

Im aktuellen Zustand kann man damit keine Litze mehr schneiden, aber man 
könnte ihn, mit grossem Aufwand, wieder so herrichten durch schleifen, 
dass die Backen bis auf einen winzigen Lichtspalt zugehen. Man wird aber 
auch auf der abgewandten Seite was wegschleifen müssen.

Dass er unisoliert und fingereinschneidend schmale Griffe hat mag der 
Zeit geschuldet sein, das muss man sich heute nicht mehr antun. Aber die 
Schneidbacken waren offenbar Dosenblechweich.

Und so unsymmetrisch ausgeschliffen wie die Backen sind, mit so grobem 
Korn, würde man das heute selbst jedem Lehrling in einer indischen 
Hinterhofklitsche um die Ohren hauen.

Ja ja, früher war alles besser...

von Percy N. (vox_bovi)


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ChristophK schrieb:

> Umso mehr bin ich froh, ihn wiedergefunden zu haben.
>

Schön für Dich, herzlichen Glühstrumpf!
Eines aber habe ich nicht verstanden: Du hast da einen heiß und innig 
geliebten Seitenschneider "nur für Plastik", schneidest damit aber Draht 
statt Plastik. Den verschluderst Du.
Als Dir hier hilfsbereite Mitmenschen andere Geräte empfehlen, die man 
stattdessen verwenden könnte, bestehst Du darauf, es müsse exakt dieser 
"nur für Plastik"-Seitenschneider zum Schneiden Deiner harten 
Wire-Wrap-Drähte sein.

Warum? Hast Du Sorge, Du könntest den empfindlichen Draht beschädigen, 
wohl gar ein- oder gar durchschneiden?

von ChristophK (Gast)


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MaWin schrieb:
> ChristophK schrieb:
>> Mein Belzer 2675PP Seitenschneider.
>
> Uff, der sieht nicht nur mitgenommen aus, der war ja schon ab Produktion
> richtig mies gefertigt und ohne Rückholfeder.
>
> Im aktuellen Zustand kann man damit keine Litze mehr schneiden, aber man
> könnte ihn, mit grossem Aufwand, wieder so herrichten durch schleifen,
> dass die Backen bis auf einen winzigen Lichtspalt zugehen. Man wird aber
> auch auf der abgewandten Seite was wegschleifen müssen.
>
> Dass er unisoliert und fingereinschneidend schmale Griffe hat mag der
> Zeit geschuldet sein, das muss man sich heute nicht mehr antun. Aber die
> Schneidbacken waren offenbar Dosenblechweich.
>
> Und so unsymmetrisch ausgeschliffen wie die Backen sind, mit so grobem
> Korn, würde man das heute selbst jedem Lehrling in einer indischen
> Hinterhofklitsche um die Ohren hauen.
>
> Ja ja, früher war alles besser...

Nein, nein, der hatte natürlich eine Rückholfeder. Die war irgendwann 
mal im Laufe der Zeit kaputtgegangen. Auch ohne die Rückholfeder kann 
ich gut damit arbeiten. Außerdem könnte ich, wenn ich wollte, mir 
jederzeit wieder eine dranbasteln.

Und Litzen habe ich eben schon wieder erfolgreich geschnitten und 
abisoliert.

Daß er die Schneiden nicht mehr ganz schießt, ist kein Manko. Ich bin 
selbst für den etwas mißratenen Nachschliff verantwortlich, weil ich mal 
die Aufschrift "FOR PLASTIC" mißachtet hatte. Kupfer jederzeit OK, aber 
Stahl eben nicht.

Oft ist es so, daß man sich selbst im Laufe der Jahre an ein Werkzeug 
anpassen kann. Wenn man weiß, wie in diesem Fall, wo es schneidet und wo 
der "Abisolierbereich" liegt, kann man hervorragend damit arbeiten. Mir 
gefallen die heutigen Werkzeuge mit den dicken Kunststoffummantelungen 
überhaupt nicht.

Ursprüngich hatte ich das Werkzeug ja schon als verlustig gegangen 
aufgegeben und trachtete nach einem neuen, was sich aber als äußerst 
schwierig herausstellte. Eine 2675P hatte ich letztens noch erwerben 
können, aber die war eben nicht die für glatte Schnitte in Kunststoff, 
sondern die hatte die V-förmige, gehärtete Schneide.

Immer noch würde ich so eine Zange noch mal kaufen, wenn ich eine finde.

Anmerkung zum Antwortstil hier (Gast Mawin): Es wird sofort alles ins 
Extreme heruntergemacht, das ist so der Stil hier:

"keine Litze mehr schneiden"
"ab Produktion mies gefertigt"
"fingereinschneidend schmale Griffe"
"indische Hinterhofklitsche"
"um die Ohren hauen"

Aber an Wochenenden scheint es hier einen Mangel an 
Abreagierungsmöglichkeiten zu geben, deshalb "Hau drauf, wo sich eine 
Gelegenheit bietet"

Ich bin mit Belzer Werkzeug aufgewachsen und habe es zu schätzen gewußt.
Habe mir nie die Finger damit eingeschnitten oder mit einem 
Seitenscheider einen Stromschlag bekommen.

von ChristophK (Gast)


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Percy N. schrieb:
> ChristophK schrieb:
>
>> Umso mehr bin ich froh, ihn wiedergefunden zu haben.
>>
>
> Schön für Dich, herzlichen Glühstrumpf!
> Eines aber habe ich nicht verstanden: Du hast da einen heiß und innig
> geliebten Seitenschneider "nur für Plastik", schneidest damit aber Draht
> statt Plastik. Den verschluderst Du.
> Als Dir hier hilfsbereite Mitmenschen andere Geräte empfehlen, die man
> stattdessen verwenden könnte, bestehst Du darauf, es müsse exakt dieser
> "nur für Plastik"-Seitenschneider zum Schneiden Deiner harten
> Wire-Wrap-Drähte sein.
>
> Warum? Hast Du Sorge, Du könntest den empfindlichen Draht beschädigen,
> wohl gar ein- oder gar durchschneiden?

Auch, wenn die Zeit des Wirewrap vorbei ist, der WW-Draht war aus 
versilbertem Cu nebst Teflon oder anderer Kunststoff-Isolierung und die 
Zange war hervorragend geeignet dazu. Es gab natürlich noch andere 
spezielle Abläng- und Abisolierwerkzeuge, die wir damals verwendeten.

Es war überhaupt kein Problem, diese Zange für Cu zu verwenden.

Und "for plastic" heißt ja nicht "use only for plastic"  :)

Beitrag #6162886 wurde von einem Moderator gelöscht.
von René F. (therfd)


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ChristophK schrieb:
> Auch, wenn die Zeit des Wirewrap vorbei ist

Noch lange nicht, viele Anwendungsgebiete sind zwar inzwischen 
entfallen, im Bereich der Fertigungstechnik (Prüfadapter für z.B. ICT 
und Programmierung) ist WireWrap bis heute der Standard.

Wir bauen unteranderem solche Nadeladapter im Kundenauftrag und der 
Geschäftsbereich ist seit Jahren im Wachstum.

von ChristophK (Gast)


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René F. schrieb:
> ChristophK schrieb:
>> Auch, wenn die Zeit des Wirewrap vorbei ist
>
> Noch lange nicht, viele Anwendungsgebiete sind zwar inzwischen
> entfallen, im Bereich der Fertigungstechnik (Prüfadapter für z.B. ICT
> und Programmierung) ist WireWrap bis heute der Standard.
>
> Wir bauen unteranderem solche Nadeladapter im Kundenauftrag und der
> Geschäftsbereich ist seit Jahren im Wachstum.

Interessant. Zu meiner Zeit wurden sog. Minicomputer Peripherie (PDP-11) 
und deren Busse damit aufgebaut. Auch viele Geräte in TTL-Technik.

Wie schon gesagt, der WW-Draht war nie hart, daß er im entferntesten die 
Klinge dieser Zange beschädigt hätte. Weiß nicht, was Percy N. für harte 
WW-Drähte im Sinn hatte.

von Harald W. (wilhelms)


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ChristophK schrieb:

> Der Seitenschneider ist wieder aufgetaucht. Ich hatte in im Inneren
> einer meiner Hammondorgeln vergessen.

Gibts denn in Hammondorgeln auch (Klavier-)Saiten? :-)

von dudley (Gast)


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omg

gönn dir gescheites werkzeug
dann wirst du feststellen mit welchem schrott du die letzten jahre 
gearbeitet hast

von ChristophK (Gast)


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Ratschläge von notorischen Kleinschreibern ignoriere ich grundsätzlich.

Wenn Schrift ein Werkzeug ist, um sich präzise auszudrücken, so ist 
notorische Kleinschrift ein stumpfes Werkzeug.


http://www.sprachschlampen.de/Alte_Sprachschlampen/kleinschrift/kleinschrift.html

von Percy N. (vox_bovi)


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Sowohl die Brüder Grimm wie auch der Litterarische Verein waren 
engagierte Verfechter der Kleinschreibung.
Schriftsatzlehrer Duden sah das anders.

So sucht sich jeder die ihm bequeme Kultur.

von Martin H. (horo)


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ChristophK schrieb:
> einer meiner Hammondorgeln

Cool - pictures please!

von Achim B. (bobdylan)


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Percy N. schrieb:
> So sucht sich jeder die ihm bequeme Kultur.

Wobei diese notorische Kleinschreiberitis an Kultur nicht mal 
vorbeigeschrammt ist! Ist eher eine Krankheit. Meinetwegen 
Kulturkrankheit.

von Robert K. (Firma: Medizintechnik) (robident)


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Frank L. schrieb:
> sieht aus wie eine Nagelzange oder was aus dem Dentalzubehör.

Das sieht sogar sehr verdächtig danach aus. Wir haben hier welche 
rumliegen. Die kann man im Fachbedarf ordern. Sind z.B. für die Drähte 
zum Cutten bei Zahnspangendrähten gedacht.

Der Vorteil: Biokompatibel und leicht zu reinigen. Z.B. im Autoklaven 
oder mit Desinfektionstuch.

Ob man die im Elektrolabor braucht, sei aber dahin gestellt.

: Bearbeitet durch User
von ChristophK (Gast)


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Leider Thema verfehlt bzw. Thread nicht gelesen.
Belzer und Dentallabor oder Fußpflege?

Diese Zange schneidet Litze in einem geraden Schnitt durch ohne etwas zu 
quetschen. Nun ja, leider gibt sie nur noch antiquarisch,
aber ich würde einiges darum geben, noch mal eine aus alten Beständen 
kaufen zu können.

Vielleicht findet sich ja doch noch eine, und wenn nicht, geht auch die 
Welt nicht unter.

Thema erledigt.

Grüße
Christoph

von Jack V. (jackv)


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ChristophK schrieb:
> Diese Zange schneidet Litze in einem geraden Schnitt durch ohne etwas zu
> quetschen.

Könntest du mal bitte ein Detailphoto einer solchen Schnittfläche 
machen? Damit könnte man dann gucken, was von den heutigen Werkzeugen 
vergleichbare Schnitte hinbekommt.

von 2 Cent (Gast)


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ChristophK schrieb:
> Leider Thema verfehlt bzw. Thread nicht gelesen.
> Belzer und Dentallabor oder Fußpflege?
Das aussehen assoziiert auch bei mir eher Nagelpflege als Elektronik, 
deswegen musst du doch nicht eingeschnappt sein.

> Diese Zange schneidet Litze in einem geraden Schnitt durch ohne etwas zu
> quetschen.
Diese grundsätzliche Schneidengeometrie bekommst du auch mit einer 
aktuellen Zange. Und auch eine solche kann um-/nachbearbeitet werden.


> Nun ja, leider gibt sie nur noch antiquarisch,
> aber ich würde einiges darum geben, noch mal eine aus alten Beständen
> kaufen zu können.
Erinnerungen, Gewohnheit und Haptik dieser Griffe... das verstehe ich 
gut.

> Vielleicht findet sich ja doch noch eine, und wenn nicht, geht auch die
> Welt nicht unter.
Eine Drogerie wurde dir nicht (nur) zum zwecke des Lästerns empfohlen, 
vielleicht findest du dort sogar etwas noch besseres.

> Thema erledigt.
Glückwunsch zum "Findling" :D

: Wiederhergestellt durch Moderator
von Percy N. (vox_bovi)


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Achim B. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> So sucht sich jeder die ihm bequeme Kultur.
>
> Wobei diese notorische Kleinschreiberitis an Kultur nicht mal
> vorbeigeschrammt ist! Ist eher eine Krankheit. Meinetwegen
> Kulturkrankheit.

Ach Mensch!
Da hat vor 1200 Jahren dieser Franzmann namens Karl extra die 
karolingische Minuskel erfinden lassen,  um den störrischen Sachsen die 
im romanischen Bereich üblichen Versalien zu ersparen,  und Dir ist es 
auch nicht recht. Viel Spaß mit dem Futhark!

Chauvinismus macht dann am meisten Freude, wenn man ihn tief empfunden 
auslebt.

von Achim B. (bobdylan)


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Percy N. schrieb:
> Da hat vor 1200 Jahren dieser Franzmann namens Karl extra die
> karolingische Minuskel erfinden lassen

Hatta nicht! Da waren andere schneller!



> Versalien

Hättnse mal so lassen sollen! Sah schön aus!

von Unfug (Gast)


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ChristophK schrieb:
> Ratschläge von notorischen Kleinschreibern ignoriere ich grundsätzlich.

du lehnst also nur aus einem irrationalen spleen einen großen Teil an 
(nützlicher) information ab.
meinst du das ist irgendwie intelligent?

das hat echt mühe gemacht nicht automatisch groß zu schreiben :-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Achim B. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Da hat vor 1200 Jahren dieser Franzmann namens Karl extra die
>> karolingische Minuskel erfinden lassen
>
> Hatta nicht! Da waren andere schneller!
>
>
>
>> Versalien
>
> Hättnse mal so lassen sollen! Sah schön aus!

Es geht auch so: einfach jeden Satz mit einem Ausrufzeichem abschließen; 
da ist dann jedem klar, dass man es diesmal wie auch sonst immer ganz 
besonders ernst meint. Und Recht hat.

von Percy N. (vox_bovi)


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ChristophK schrieb:
> Ratschläge von notorischen Kleinschreibern ignoriere ich grundsätzlich.
>

Unter welchen Voraussetzungen ignorierst Du sie denn nicht?

Und wie hältst Du es mit klandestinen Kleinschreibern?

: Bearbeitet durch User
von Achim B. (bobdylan)


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Percy N. schrieb:
> einfach jeden Satz mit einem Ausrufzeichem abschließen

Meine Ausrufezeichen sind meistens wie eine mit-den-Füßen - Auftretung 
eines schimpfhaften Kleinkindes zu lesen.

von gk (Gast)


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Auf sogenannten Parkplatzflohmärkten findet man oft ein oder mehrere 
Händler mit Pinzetten, Scheren und anderem Dentalzubehör vermutlich auch 
Zangen. Ob da allerdings Markenware dabei ist, eher fraglich.

gk

von Harald W. (wilhelms)


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Jack V. schrieb:
> ChristophK schrieb:
>> Diese Zange schneidet Litze in einem geraden Schnitt durch ohne etwas zu
>> quetschen.
>
> Könntest du mal bitte ein Detailphoto einer solchen Schnittfläche
> machen? Damit könnte man dann gucken, was von den heutigen Werkzeugen
> vergleichbare Schnitte hinbekommt.

Eigentlich können das alle Zangen "ohne Wate".

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