Persönlich finde ich solche Betrachtungen zur Impulsantwort am
anschaulichsten, wenn das Filter als Differenzengleichung vorliegt.
Bei H1 ist das ja recht trivial, das wäre y[n] = 0.5 x[n] + x[n-1] + 2
x[n-2].
Die Schritte bis zur Differenzengleichung von H2 sind wie folgt.
Zuerst legst du den Grundstein dafür, dass H2 ein kausales Filter wird,
also multiplizierst Zähler und Nenner mit z^-2:
H[z] = 2 / (1 - 0.75 * z^-2)
Dann substituierst du H[z] mit Y[z]/X[z] und bringst den Nenner auf die
linke Seite:
Y[z] * (1 - 0.75 * z^-2) = 2 * X[z]
Y[z] - 0.75 * z^-2 * Y[z] = 2 * X[z]
Das lässt sich jetzt problemlos z-transformieren:
y[n] - 0.75 * y[n-2] = 2 * x[n]
y[n] = 2 * x[n] - 0.75 y[n-2].
Die Impulsantwort erhältst du, indem du jetzt die Sequenz x = {1, 0, 0,
0, 0} einsetzt. Die wäre für die ersten fünf Werte
h = {2, 0, -1.5, 0, 1.125}.
Die Impulsantwort aus Parallelschaltung von H1 und H2 erhältst du durch
simple Addition von h1 und h2 (und ggf. Skalierung der Koeffizienten mit
0.5).
Die Serienschaltung kannst du mit der Faltung berechnen. Die
Impulsantwort von H2 ist zwar unendlich, aber wenn du die jeweils ersten
5 Werte von h1 und h2 vorliegen hast und dann conv(h1, h2) auch nur von
n=0 bis n=4 berechnest, sind diese Werte korrekt.
Also
h12[0] = h1[0] * h2[0]
h12[1] = h1[1] * h2[0] + h1[0] * h2[1]
h12[2] = h1[2] * h2[0] + h1[1] * h2[1] + h1[0] * h2[2]
...
Oder du nimmst wieder die Differenzengleichung her, berechnest die
Ausgangssequenz vom ersten Filter, wenn die Eingangssequenz der Dirac
ist (heraus kommt die bekannte Impulsantwort). Und diese Ausgangsfolge
nutzt du dann wiederum als Eingangsfolge, die du in die
Differenzengleichung des zweiten Filters einsetzt.
Das ganze ist kommutativ, du kannst also auch die Impulsantwort des
zweiten Filters in die Differenzengleichung des ersten einsetzen und
erhältst das selbe Ergebnis.