Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Polung von Infrarotdioden


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von Sam (Gast)


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Hallo,

nach langer Fehlersuche war die Lösung, dass 2 von 2 Ir-LED Modelle 
falschrum gepolt sind. Der Strom fliesst vom kurzen Bein ins lange Bein. 
Ich weiss jetzt nicht, was los ist. Sind da A und K vertauscht, oder 
fliesst der Strom bei Ir-Dioden generell von K nach A? Jedenfalls eine 
tolle Verarsche, weil man mangels Sichtbarkeit sich erstmal dumm und 
dämlich sucht! Was ist denn da der Hintergrund?

: Verschoben durch Moderator
von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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Sam schrieb:
> Sind da A und K vertauscht
Es gibt keine verpflichtende "Normung", welche besagen würde, welches 
Bein länger zu sein hat.

Also immer Hersteller-Datenblatt befragen.

von Harald W. (wilhelms)


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Sam schrieb:

> nach langer Fehlersuche war die Lösung, dass 2 von 2 Ir-LED Modelle
> falschrum gepolt sind.

Da mache ich eine kurze Fehlersuche und messe das mit hilfe
eines Multimeters.

von Harald W. (wilhelms)


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Arduino Fanboy D. schrieb:

> Es gibt keine verpflichtende "Normung", welche besagen würde, welches
> Bein länger zu sein hat.

Genau. Bei mir war das linke Bein länger. Deshalb wurde im Rahmen
einer Operation das rechte um zwei Zentimeter verlängert. :-)

Beitrag #5499201 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5499209 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5499210 wurde von einem Moderator gelöscht.
von georg (Gast)


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Da hat sich jetzt wohl ein Moderator drauf eingeschossen, alle meine 
Posts sofort zu löschen. Entweder muss ich mir einen neuen Usernamen 
zulegen oder das Forum überhaupt nicht mehr aufrufen (was wohl die 
Absicht dabei ist).

Georg

Beitrag #5499223 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Carsten Sch. (Gast)


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Sam schrieb:
> Jedenfalls eine
> tolle Verarsche, weil man mangels Sichtbarkeit sich erstmal dumm und
> dämlich sucht!

> Was ist denn da der Hintergrund?
Der Hintergrund ist da ganz klar mangelndes KnowHow...
Und das gleich in mehreren Bereichen!

Und ich möchte Wetten das in der ZEit der Fehlersuche gleich mehrfach 
auf den tragbaren persöhnlichen IR Detektor geschaut wurde den heute 
schon fast jeder Grundschüler hat und der gerade bei problemem mit IR 
Verbindungen für die schnelle Eingrenzung besser als jedes Multimeter 
ist.

Aber auf die Idee das man sein Spielzeug mit Telefonnebenfunktion statt 
für WA und FB auch für ganz praktische belange einsetzen kann kommt die 
junge Generation mangels naturwissenschaftlicher Schulbildung wohl nicht 
mehr...
Lieber einfach mal rumstänkern statt die eigenen Defizite angehen!

Gruß
Carsten

von Harald W. (wilhelms)


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Carsten Sch. schrieb:

> Aber auf die Idee das man sein Spielzeug mit Telefonnebenfunktion statt
> für WA und FB auch für ganz praktische belange einsetzen kann kommt die
> junge Generation mangels naturwissenschaftlicher Schulbildung wohl nicht
> mehr...

Haben die heutigen Smartphones nicht zunehmend IR-Filter vor dem Chip?

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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georg schrieb:
> Da hat sich jetzt wohl ein Moderator drauf eingeschossen, alle
> meine Posts sofort zu löschen.

Wenn Du die Mail, die an Deine hinterlegte Adresse dazu ging, auch 
gelesen hättest, dann wüsstest Du auch den Grund:

"Antwort auf gelöschten Beitrag".

Eine Antwort inkl. Zitat auf einen gelöschten Beitrag steht ohne 
Zusammenhang lose im Thread. Daher werden i.d.R. Antworten auf gelöschte 
Beiträge ebenso gelöscht.

von Carsten Sch. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Haben die heutigen Smartphones nicht zunehmend IR-Filter vor dem Chip?

Ja, schon sehr lange! Wenn es überhaup mal nenneswert Handy-Modelle ganz 
ohne IR Filter gegeben hat.

Nur ist die Dämpfung dieser Filter doch sehr endlich.
Mit Filter und bei 10mA Diodenstrom bei 10% DutyCycle sehe ich selbst 
bei 960nm Dioden noch ein deutliches Glimmen. Sowohl bei meinem Sony 
Xperia wie auch beim aktuellen IPhone des Kollegen.

(Und 10mA ist für IR-Übertragung wenig. Bei "richtigen" IR 
Fernbedienungen u.ä. wird ja mit deutlich höheren Pulsströmen 
gearbeitet)

Ohne Filter wäre es jedoch kein Glimmen sondern ein sehr helles Blitzen.
Wer eine alte SW Kamera ohne IR Filter hat kann sich das ja mal zum 
Vergleich anschauen.

Ohne Filter: Hell wie ein Fotoblitz (ok, etwas übetrieben),
Mit Filter: Ein Glimmen, aber deutlich erkennbar.

Gruß
Carsten

von GeraldB (Gast)


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Sam schrieb:
> nach langer Fehlersuche war die Lösung, dass 2 von 2 Ir-LED Modelle
> falschrum gepolt sind. Der Strom fliesst vom kurzen Bein ins lange Bein.
> Ich weiss jetzt nicht, was los ist. Sind da A und K vertauscht, oder
> fliesst der Strom bei Ir-Dioden generell von K nach A? Jedenfalls eine
> tolle Verarsche, weil man mangels Sichtbarkeit sich erstmal dumm und
> dämlich sucht! Was ist denn da der Hintergrund?

Der Hintergrund ist, daß du die LEDs falsch rum eingebaut hast. Der 
Elektronenstrom fließt durch eine LED immer von der Kathode zur Anode. 
In der Regel ist die Kathode das kürzere Bein. Deine LEDs haben sich 
also völlig korrekt verhalten.

von Harald W. (wilhelms)


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GeraldB schrieb:

> In der Regel ist die Kathode das kürzere Bein.

...weil beides mit "k" anfängt? :-)

von Dirk B. (dirkb2)


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Harald W. schrieb:
> Haben die heutigen Smartphones nicht zunehmend IR-Filter vor dem Chip?

Beim IPhone hat die Frontkamera keinen.
Die Heckkamera wird einen haben, denn dort habe ich die Fernbedienung 
nicht testen können.

von GeraldB (Gast)


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Harald W. schrieb:
> GeraldB schrieb:
>
>> In der Regel ist die Kathode das kürzere Bein.
>
> ...weil beides mit "k" anfängt? :-)

Ja genau ;-)

In D gibt es deshalb die Merkregel: K = Kathode = Kurzes Bein

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Sam schrieb:

> nach langer Fehlersuche war die Lösung, dass 2 von 2 Ir-LED Modelle
> falschrum gepolt sind.

Du meinst wohl: daß du sie verpolt eingebaut hast. Dafür kann die IR-LED 
nichts.

> Der Strom fliesst vom kurzen Bein ins lange Bein.

Wie Vorposter schon sagten: das ist nur eine lose Konvention, daß die 
Kathode das kurze Bein ist. Im Zweifel gilt immer das Datenblatt. Und 
wenn man billig gekauft hat (sprich: weder den genauen Typ kennt noch 
ein Datenblatt hat) dann hilft die Diodentestfunktion des Multimeters. 
Bei dem geringen Teststrom eines Multimeters sollte die Flußspannung 
knapp über 1V liegen.

> Jedenfalls eine tolle Verarsche, weil man mangels Sichtbarkeit
> sich erstmal dumm und dämlich sucht!

Wenn du dir ins Bein schießt, ist nicht der Hersteller der Flinte daran 
schuld.

von Alex G. (dragongamer)


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Harald W. schrieb:
> GeraldB schrieb:
>
>> In der Regel ist die Kathode das kürzere Bein.
>
> ...weil beides mit "k" anfängt? :-)
Ich habs mir so gemerkt: Kurzes Bein = Minus, da ein Minus nur aus einem 
kleinen Strich besteht.
Lang ist Plus, da die beiden Striche eines Plus, zusammen eine längere 
Linie ergeben :)


Dass das ganze keine Norm ist, ist allerdings doof, wobei ich noch 
keinen solchen Fall bislang hatte.
Das Konzept benutze ich sogar beim Basteln: Hab ich nur gleichfarbige 
drähte zur Verfügung, wird der Minus einfach etwas kürzer gemacht und 
Verwechslung ist ausgeschlossen.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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GeraldB schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> GeraldB schrieb:
>>
>>> In der Regel ist die Kathode das kürzere Bein.
>>
>> ...weil beides mit "k" anfängt? :-)
>
> Ja genau ;-)
>
> In D gibt es deshalb die Merkregel: K = Kathode = Kurzes Bein

Wie es die Regel ist, nützt allenfalls einem Statistiker. Im konkreten 
Fall gilt es, eine konkrete Diode in richtiger Polung anzuschließen.

Die Merkregel ist natürlich Quark, wenn sich die Diode nicht dran hält. 
Allenfalls erhöht sie die Chance, zufällig die richtige Polung zu 
erwischen. Aber mal ehrlich - willst du, dass deine Schaltung zufällig 
funktioniert?

Die gute alte SFH484/SFH485, früher weit verbreitet und immer gerne 
genommen, ist so ein Beispiel bekannter deutscher Hersteller (OSRAM und 
früher Siemens), mit dem Alleinstellungsmerkmal die Kathode eben genau 
am längeren Bein angeschlossen zu haben.
http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheets/134/486597_DS.pdf
https://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/Osram%20PDFs/SFH485.pdf

Bei den aktuellen Typen ist es wohl besser geworden.

Datenblatt, Diodentester oder 5V+1kΩ+Strom- bzw. V_f-Messung und 
natürlich eine ausreichend billige CMOS-Kamera helfen, stundenlange 
Fehlersuche zu vermeiden.

von Arno H. (arno_h)


Angehängte Dateien:

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Zwar blaue LED, aber gleiches Problem.
Sowas bekamen wir mal als Nachfolgemuster verkauft, der 
Herstellungsprozess wurde von InGaAlN auf InGaN geändert.

Arno

von Harald W. (wilhelms)


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Axel S. schrieb:

> Wenn du dir ins Bein schießt, ist nicht der Hersteller der Flinte daran
> schuld.

Nein, das Bein! Warum stand es dort im Weg herum. :-)

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