Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Gefederte Linearführung bauen


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von Dave X. (dichterdichter)


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Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jemand eine tip geben.
Ich bin eigentlich auf der suche nach einem gefederten Linearpoti.
Leider finde ich sowas nicht in stabilerer form.

jetzt möchte ich für die Aspekte stabil und gefedert selbst sorgen und 
suche eine Linearführung oder möchte sie bauen.

Ich möchte einen Knauf hin und her schieben können, Weg in beide 
Richtungen ca 1,5 - 2cm. Wenn ich ihn loslasse soll er in die mitte 
zurückfedern.

mein jetziger plan wäre einen Stift rechts und links befestigen, in der 
mitte ein element das auf dem Stift läuft (idealerweise ist der stift 
ein profil damit sich nichts verdreht). Auf den stift würde ich rechts 
und links eine feder draufstecken.

Das ganze ließe sich mit einem linearhebel oder poti dann überwachen.

Was meint ihr?

im grunde erinnert das auch an ein Lenksystem das automatisch in 0 
stellung federt.

von Henrik V. (henrik_v)


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Gibt es rotatorisch als 'Joystick'/Steuerhebel fertig mit Federn.
Wenn es denn unbedingt linear sein soll, einen Hebel dran?
Knopf mit Nutstein in Langloch und unten einen Draht zum Potihebel?
Kräfte und Anschläge sind durch Material und Geometrie beliebig 
skalierbar :)
Erinnere mich, mal eine Lösung mit Fischertechnik Zahnrad auf 4mm 
Potiachse und Zahnstange am Schieber gesehen zu haben.

: Bearbeitet durch User
von stift (Gast)


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Dave X. schrieb:
> Ich bin eigentlich auf der suche nach einem gefederten Linearpoti.
> Leider finde ich sowas nicht in stabilerer form.

Was darf es denn kosten?
Die Federung wird nämlich nicht präzise an dieselbe Stelle zurückfedern.
Wenn es darum geht, immer in die Ausgangsstellung zurückzufahren, dann 
würde ich mich mal bei den Motorpotis/Motorfadern umschauen. Mechanisch 
sehr einfach, dafür muss halt ein klitzekleiner Controller dran, der die 
Potistellung erfasst und den Motor ansteuert.

Gibts selbst beim blauen Klaus ab 10 Euro (Drehpoti) bzw. ab 20 Euro 
(Fader).

von Johannes S. (jojos)


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Das müsste man so bauen wie bei den guten Kreuzknüppelpotis in Modellbau 
Fernsteuerungen: In der Mitte ist eine kleine Totzone, dann je Weg nur 
eine Feder wirken lassen. Stahlwellen und Gleitlager gibt es für die DIY 
3D Drucker reichlich und günstig, sogar selbstgedruckte Gleitlager 
funktionieren Top und einen Bedienknopf könnte man da gleich mit dran 
konstruieren.

von Johannes R. (oa625)


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Hallo!

Bei den Servomatic- Rudermaschinen (DDR) gab es eine Schenkelfeder zur 
Selbstrückstellung mit 2 gleich dicken Bolzen, einer fest, der andere an 
der Ruderscheibe. Bei Bedarf kann ich Bilder machen, wenn ich aus dem 
Hitzekoma erwacht bin ;-).
Gleiches kann man auch linear mit 2 Federn und 2 gleich dicken 
Anschlägen machen. Problem dabei: Die Masseträgheit bewirkt ein leichtes 
Überschwingen.

MfG
Johannes

von L. H. (holzkopf)


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Dave X. schrieb:
> jetzt möchte ich für die Aspekte stabil und gefedert selbst sorgen und
> suche eine Linearführung oder möchte sie bauen.
>
> Ich möchte einen Knauf hin und her schieben können, Weg in beide
> Richtungen ca 1,5 - 2cm. Wenn ich ihn loslasse soll er in die mitte
> zurückfedern.

Gedanklich gehe ich bei der ganz interessanten Problemstellung von sowas 
aus:
http://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=DE%2fkte%2fk&id=CDE93684F63CB14BA77F07D2C662C6A5974A2C89&thid=OIP.DE_kte_kwOeEYH3ud0odwgHaGg&mediaurl=http%3a%2f%2fi.ebayimg.com%2fimages%2fi%2f261901714700-0-1%2fs-l1000.jpg&exph=878&expw=1000&q=linearpoti&simid=608003853596689726&selectedIndex=2&ajaxhist=0

Zunächst müßtest Du erst mal die Kraft ermitteln, die erforderlich ist, 
damit die herausstehende "Blechfahne" (BF) sicher verschoben werden 
kann.
Am besten ordnest Du dazu das Poti vertikal so an, daß Du an die BF z.B. 
irgendein Säckchen anhängen kannst, das Du mit Sand befüllen kannst.

Das befüllst Du so lange bis BF "durchgezogen" wird.
Dadurch erhältst Du (durch Wiegen des abgenommenen Säckchens auf einer 
Küchenwaage) eine "Gewichtskraft" (in kg).
Multiplizierst Du diesen Wert dann mit 10, hast Du hinreichend genau die 
erforderliche Kraft in N, die identisch mit der Federkraft sein muß, 
damit der ganze Sums auch wie gewünscht funktionieren kann.
Weil jede der beiden Federn diese Kraft auf BF ausüben können muß.

Schau Dir bitte nochmal das w.o. verlinkte Bild an und stell Dir dabei 
vor, daß BF in der Mitte heraussteht sowie beidseits oberhalb des 
Schlitzes zwei Federn (z.B. aus einem Kugelschreiber) lose aufliegen.

Dann geht es zur Problemlösung nur noch darum, für die Federn eine 
Führung bereitzustellen, in der sie "laufen" können und die es erlaubt, 
den gewünschten Schiebeweg von BF zu ermöglichen.

Die kürzestmögliche Lösung dazu liegt m.E. darin, wenn Du z.B. in ein 
MS- oder Cu-Rohr mittig ober- und unterseitig einen Längsschlitz für den 
BF-Weg einbringst.
Wenn Du fräsen kannst ist das gar kein Problem, aber notfalls kannst Du 
das Rohr auch mit einer Flex oder einem Dremel schlitzen.
Weil das Maß unkritisch ist: BF muß sich nur widerstandslos bewegen 
können.

Was die gewünschte "Mitte" anbelangt:
Die kannst Du durch den mittigen Wert des Potis markieren.

Rein theoretisch wird sich die dann auch einstellen, wenn die beiden 
Federn - verbunden über BF - sich im "Gleichgewicht der Kräfte" 
befinden.

Ich würde mich allerdings nicht darauf verlassen, sondern die Federn 
"einstellbar" machen, damit jedenfalls immer die gewünschte/markierte 
Mitte erreicht werden kann.

Dazu gedanklich zurück zum geschlitzen Rohr, das längs über dem Poti 
angeordnet ist und mit ihm verklebt werden muß:
Das steht ja sowieso beidseits über das Poti hinaus über, weil das 
anders gar nicht machbar ist.

Du hast also an beiden Enden die Möglichkeit, eine Hülse über das Rohr 
schieben und mit ihm (weich) verlöten zu können. :)
Diese Hülsen kannst Du auch so ausführen, daß sie ein Gewinde für eine 
Schraube haben, mit der Du beide Federn beliebig unter "Vorspannung" 
setzen kannst.

Wodurch Du todsicher die wiederholbare Rückkehr (beidseits) der BF zur 
gewünschten Mitte erreichen kannst.

Grüße

von Dave X. (dichterdichter)


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> Die Federung wird nämlich nicht präzise an dieselbe Stelle zurückfedern.
> Wenn es darum geht, immer in die Ausgangsstellung zurückzufahren, dann
> würde ich mich mal bei den Motorpotis/Motorfadern umschauen. Mechanisch
> sehr einfach, dafür muss halt ein klitzekleiner Controller dran, der die
> Potistellung erfasst und den Motor ansteuert.

Es ist erst einmal ein Prototyp deshalb mache ich mir wegen der exakten 
rückfederposition keine großen Sorgen.
Die Idee mit einem Motorisierten Poti zu arbeiten finde ich interessant.
Er muss ja nur zurückfedern wenn ich den knauf loslasse. Das kann ich 
mit Touc lösen d.h. linearführung bewegen (motor aus), wenn kein touch, 
motor an, fahre in Pos. Werde ich ausprobieren. Interessiert mich jetzt 
wie sich das anfühlt.


@ L. H. (holzkopf) vielen Dank, super Hinweise dabei

ich schwanke gerade zwischen einer Lösung mit einer Profilstange 
geschlitzt als Schiene mit Federn innen und einer Wellen(2)/Lager 
Variante. Die Profilvariante ist kleiner und sieht im Grunde aus wie ein 
linearpoti, die Wennenvariante ist devinitiv stabiler.

Vielen Dank schon mal, ich poste dann auch die Ergebnisse (irgendwann im 
Aug.) :-)

von L. H. (holzkopf)


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Dave X. schrieb:
> Es ist erst einmal ein Prototyp deshalb mache ich mir wegen der exakten
> rückfederposition keine großen Sorgen.

Wenn die Gesamtlänge der Konstruktion keine Rolle spielt, könntest Du 
eben so gut Zugfedern einsetzen, was den Vorteil hätte, daß Du keinerlei 
Führung oder "Gehäuse" für die Federn brauchst.

Einfach unten in die BF ein Loch bohren, in das Du die Federn einhängen 
kannst.
Dann beidseits äußere Anhängepunkte schaffen.

In der Mitte-Stellung müssen beide Federn so weit vorgespannt sein, daß 
Du den gewünschten Verschiebeweg fahren kannst.
Wobei sich dann jeweils eine Feder völlig entspannt, während die andere 
weiter gedehnt wird.

Für einen Prototyp reicht das zum Testen des Funktionsprinzips völlig 
aus.
Könntest das Poti auf eine Holzplatte kleben, um die äußeren 
Anhängepunkte problemlos mit eingeschlagenen Nägeln herstellen zu 
können.

Grüße

von 2 Cent (Gast)


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Idee zum Lager: (Sperrmuell-) Schubladenauszug absaegen --> billiger und 
solider leichtlauf. Und, incl der Endanschlaege, einfach zu befestigen 
(Schrauben)

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