Forum: Offtopic provider vorgaukeln das man auf Facebook ist


von sabber (Gast)


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Guten Abend,
eine Frage an Euch die mich sehr beschäftigt.
Wäre es möglich das man dem Handy Provider vorgaukelt das man auf 
facebook surft aber in Wirklichkeit auf einer anderen Seite ist?
Es gäbe einen Tarif auf dem Facebook trafic kostenfrei ist.
Wäre sowas möglich?

von Florian S. (sevenacids)


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sabber schrieb:
> Guten Abend,
> eine Frage an Euch die mich sehr beschäftigt.
> Wäre es möglich das man dem Handy Provider vorgaukelt das man auf
> facebook surft aber in Wirklichkeit auf einer anderen Seite ist?
> Es gäbe einen Tarif auf dem Facebook trafic kostenfrei ist.
> Wäre sowas möglich?

Nein.

von Martin (Gast)


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Mach halt alles über Facebook... Zur Not Pack deine Daten Pakete base64 
kodiert und verschlüsselt in fb Nachrichten. Alternativ schau mal was 
deren APIs so hergeben...

von Robin M. (Gast)


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Ja, aber nur sehr langsam. Du könntest z.B. Eine Webseite über den Chat 
übertragen. Dann brauchst du aber auf beiden Seiten Anwendungen die 
deine Anweisungen umsetzen

von Hmmm (Gast)


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Vielleicht kannst du irgendwie auf Facebook fremde Seiten anzeigen. Gibt 
es auf FB nicht auch Spiele? Kann man da selber eins basteln was einfach 
nur ein Browser ist?

von Daniel A. (daniel-a)


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sabber schrieb:
> Es gäbe einen Tarif auf dem Facebook trafic kostenfrei ist.

Könnt ihr die Finger von so Blödsinn lassen? Kümmert ein solch 
fundamentaler Verstoss gegen Netzneutralität[1] eigentlich sonst keinen 
in Europa?

Um dem Provider vorzumachen, man wäre mit jemand anderem Verbunden als 
man ist, muss man wissen, worauf diese dabei machen. Ich sehe da 4 
Möglichkeiten:
  a) Der Provider könnte die TLS SNI Information auslesen, die der 
Client beim Verbindungsaufbau sendet.
  b) Der Provider könnte die IP-Ranges, die Facebook gehören, zur 
erkennung gehören.
  c) Kann das Zertifikat, das der Server zurück sendet, noch abgegriffen 
werden? Ich glaube zwar nicht, habe aber nicht nachgesehen. Dann könnte 
der Provider darüber noch erkennen, zu wem man sich verbunden hat.
  d) Der Provider könnte den DNS Eintrag, den seine DNS Server für 
Facebook zurück gibt, fälschen, weil die heutigen Clients meist kein 
DNSSEC machen. Dadurch könnten sie die Packete an eine Addresse in ihrem 
lokalen Netz senden, und von da aus per NAT an das eigentliche Ziel. Das 
ist die einfachste Variante, erfordert aber, dass man entweder die DNS 
des Providers nutzt, oder der Provider alle DNS Abfragen per NAT auf den 
eigenen DNS Server umleitet. Falls aber irgendwann DNSSEC oder 
DNS-over-TLS oder DNS-over-HTTPS sich durchsetzen sollte, wird das 
nichtmehr gehen.

Variante a ist relativ einfach, aber kann einfach umgangen werden. Man 
braucht nur einen Proxy Server, zu dem man sich mit TLS verbindet, aber 
fälscht dabei den SNI Eintrag.

Für b, c und d müsste es auf der Zielseite etwas geben, das man als 
Proxy verwenden kann.

Falls c möglich ist, könnte man in dem Fall noch schauen, ob man Zugriff 
auf einen Server unter dem IP-Range bekommt, was aber selten der Fall 
ist.

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t

von sabber (Gast)


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dachte man kann selbst einen DNS Server aufsetzen und dann irgendwie so 
den provider was vor machen

von Dr. Sommer (Gast)


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Zero-Rating-Angebote wie für Facebook, Spotify etc komplett boykottieren 
und sowieso verbieten lassen, damit der Wettbewerb fairer wird und in 
Zukunft das Datenvolumen für alle Ziele - nicht nur Facebook - billiger 
wird.

von sabber (Gast)


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ja ist mist das die Netz neutralität nicht eingehalten wird!
Aber ich möchte es wenigstens ausnutzen damit sie wenigstens den schaden 
haben. Facebook nutze ich nicht.

von Stefan F. (Gast)


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> ich möchte es wenigstens ausnutzen damit sie
> wenigstens den schaden haben.

Das wäre also eine Straftat mit Vorsatz, damit verdienst nach dem Gesetz 
ein  hartes Urteil.

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