Wechselsprechanlage

Gast #5502835
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Hallo!

Würde gerne eine Wechselsprechanlage bauen.

Habe eine Schaltung entworfen (siehe Anhang) und bitte euch um 
Begutachtung.

Sowohl Innen- als auch Außeneinheit hätten eine Platine mit 
Mikrofonverstärkerstufe und Empfangsstufe.

Ein Taster (Wechsler) würde zwischen der Versorgung der
Mikrofonverstärkerstufe außen und Empfangsstufe innen sowie der
Mikrofonverstärkerstufe innen und Empfangsstufe außen
mit 15V umschalten.

Als Mikrofonkapsel käme diese zum Einsatz:
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/300000-324999/302104-da-01-en-MIKROFONKAPSEL_MCE101.pdf

Als Lautsprecher käme ein kleiner mit 15,7 Ohm, 40µH zu Einsatz.

Jeder Hinweis, v.a. zur Schaltung aber gerne auch zum Design des 
Schaltplans ist willkommen!

Danke im Voraus!

P.S.: Die Verstärkung des Mikrofonverstärkers habe ich noch nicht 
dimensioniert, da ich die Kapsel erst am Montag bekomme und nicht weiß, 
wie groß die Spannung da sein wird....
Angehängte Dateien:
#5503023
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Der erste OPV hat am -Eingang keine definierte Gleichspannung, das 
heißt, das Teil driftet Dir unter Umständen weg.

Das Teil ist schon ein wenig Overkill. Wenn Du einfach gleich den 
Lautsprecherpegel auf die Leitung gibts, sparst Du Dir einiges an 
Aufwand.

Zumindest würde ich jedoch die Leitung nicht mit dem Wellenwiderstand 
abschließen. Das ist bei Audio und Längen kürzer 100km unnötig. Dadurch 
sparst Du dir die beiden Ausgangstransistoren und kannst die Leitung 
direkt über die OPVs treiben. Dabei natürlich Widerstände an die 
Ausgänge nicht vergessen.

Wenn Du wirklich definierte Impedanzen haben willst, dann würde ich das 
etwa so machen.


NOPV-----RRRRR------+----o
                    R
POPV-----RRRRR------+----o


R wäre dann Deine 100 Ohm, RRRRR wäre ein deutlich größerer Widerstand, 
den Deine OPVs locker treiben können.
(Firma: matzetronics) #5503473
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michael_ schrieb:
> Üblich ist bei sowas den Lautsprecher gleichzeitig als Mkrofon zu
> nehmen.

Spart auch Infrastruktur. Meine Torsprechstelle hat daher nur einen 
einzigen Schallwandler und null Elektronik. Puristen führen den Wandler 
über abgeschirmtes Kabel, bei mir ists nur eine Ader im schnöden 
10-poligen Kabel. Die Hausstation ist ein leicht modifiziertes 
FM-Interkom.
Gast #5503539
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>> Üblich ist bei sowas den Lautsprecher gleichzeitig als Mkrofon zu
>> nehmen.

> Bei Analogen Anlagen (minderwertige Anl.) war das oft üblich.

Dynamische Mikrofonlautsprecher werden nach wie vor produziert.
Sie besitzen in der Regel eine wetterfeste Kunststoffmembran.
Beispielsweise sind sie oft in hochwertigen Profi-Handfunkgeräten
verbaut oder auch in deren abgesetzen Bedienteilen.
(Firma: matzetronics) #5503593
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Eppelein V. schrieb:
> Fabr. und Typ wären interessant von Deinem System.

An wen ist diese Frage gerichtet? Falls du mich meinst, das ist ein 
altes FM Interkom der Weltfirma Watson, das ich mittels ein paar Relais 
zum drahtgebundenen Wechselsprech erweitert habe. Der Rufton in dem Ding 
ist gleichzeitig die Torklingel.
Es gibt noch eine Zweigstelle übers Lichtnetz (ist ja ein FM Interkom), 
das die Torklingel an andere Stellen signalisiert. Die Anlage hat mich 2 
Euro auf dem Flohmarkt gekostet.

Eppelein V. schrieb:
> Solange diese LS nicht der Witterung ausgesetzt sind, ist das ok.

Bei mir ist es eine 30mm Kapsel mit 32 Ohm, die im Briefkasten verbaut 
ist. Das ganze läuft jetzt seit 6 Jahren. Passende Systeme findet man z. 
Zt. in nahezu jedem entsorgten ISDN Telefon als Hörkapsel.
Gast #5503761
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Danke an alle Antworten!

Christian B. schrieb:
> Das Teil ist schon ein wenig Overkill. Wenn Du einfach gleich den
> Lautsprecherpegel auf die Leitung gibts, sparst Du Dir einiges an
> Aufwand.

Das heißt, der LM368 wäre genug? Das wäre natürlich eine große 
Erleichterung!

Spricht etwas dagegen nur den LM368 zu verwenden? Wenn nicht, mache ich 
das so!
#5503799
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Matthias S. schrieb:
> Eppelein V. schrieb:
>> Fabr. und Typ wären interessant von Deinem System.
>
> An wen ist diese Frage gerichtet? Falls du mich meinst, das ist ein
> altes FM Interkom der Weltfirma Watson, das ich mittels ein paar Relais
> zum drahtgebundenen Wechselsprech erweitert habe. Der Rufton in dem Ding
> ist gleichzeitig die Torklingel.
> Es gibt noch eine Zweigstelle übers Lichtnetz (ist ja ein FM Interkom),
> das die Torklingel an andere Stellen signalisiert. Die Anlage hat mich 2
> Euro auf dem Flohmarkt gekostet.
>
> Eppelein V. schrieb:
>> Solange diese LS nicht der Witterung ausgesetzt sind, ist das ok.
>
> Bei mir ist es eine 30mm Kapsel mit 32 Ohm, die im Briefkasten verbaut
> ist. Das ganze läuft jetzt seit 6 Jahren. Passende Systeme findet man z.
> Zt. in nahezu jedem entsorgten ISDN Telefon als Hörkapsel.

Danke für die Info.

MfG
Eppelein
Gast #5503997
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Hallo Matthias!

Eine Google Suche nach "watson FM Interkom" ist leider ergebnislos.

Könntest Du evtl. Fotos von der Schaltung machen und hast Du evtl. sogar 
einen Schaltplan. Das mit der Türsprechstelle ohne Elektronik würde mich 
sehr interessieren!

beste Grüße,
Stefan S.
(Firma: matzetronics) #5504035
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Stefan S. schrieb:
> Eine Google Suche nach "watson FM Interkom" ist leider ergebnislos.

Naja, das wundert mich nicht, die Dinger sind auch schon seit 
Jahrzehnten nicht mehr üblich.
Bei mir ist es die Watson CB4911, die ich als Paar auf dem Flohmarkt 
erstanden hatte. Da drin ist eine Wechselsprechanlage, die normalerweise 
mit der Gegenstelle über das Lichtnetz per moduliertem FM Signal 
(110-130kHz) kommuniziert.
Es sind also Mikrofonverstärker, Lautsprecher und Endstufe sowie ein 
Ruftongenerator eingebaut. Anbei ein Foto des modifizierten Teils.

Unten links mein "Einbruch" ins Gehäuse, an den das Kabel zur 
Torsprechstelle angeschlossen wird. Dabei wird der grüne Draht intern 
über ein Relais geführt, das ihn entweder an den Verstärkereingang führt 
oder bei gedrückter Sprechtaste an den Lautsprecherausgang, während der 
andere Umschaltkontakt des Relais das für die internen Wandler genau 
entgegengesetzt schaltet.
Am Tor ist grün einfach nur mit dem Wandler verbunden. Weiss ist 
parallel zur Klingeltaste geschaltet und geht zum Klingelknopf am Tor.
Die mittlere Taste schaltet den Verstärkerzug ein zum Sprechen oder 
Hören.

Das Kabel zum Tor trägt noch eine Betriebsspannung (rosa und rotes 
Kabel) für die Hausnummer und die Gartenbeleuchtung, die mittels LDR 
(sieht man auch an der Klemmleiste) nachts aktiviert wird, und ganz 
links die gemeinsame Masseleitung.

Einen Schaltplan hat es leider nie gegeben, da alles spontan und 
organisch gewachsen ist.
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