Forum: Offtopic An die CAD-Profis: Stützmaterial tangential an Rohr anlegen


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von Paul H. (powl)


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Hi,

ich bin gerade dabei in Autodesk Inventor 2019 einen Bassreflexkanal zu 
designen, welchen ich mit einem 3D-Drucker an einem Stück rausdrucken 
möchte. Zwecks besserer Druckbarkeit möchte ich an die Außenwand des 
Kanals tangential im Winkel von 60° zur Grundfläche Stützmaterial 
hinzufügen. Mittels entsprechender Skizze am Kanalende und einem Sweep 
habe ich das auch beim direkt auf der Grundfläche aufliegenden Teil des 
Kanals schon geschafft (siehe Anhang). An der Stelle an der sich der 
Kanal jedoch nach oben wegbiegt soll ebenfalls ovalförmig umlaufend 
tangential Stützmaterial angelegt werden (rot nachgezeichnet).


Hat jemand eine Idee, ob das irgendwie machbar ist? Ich komm leider 
nicht drauf, wie man das anstellen könnte.

Die Lösung muss nicht unbedingt Inventor-spezifisch sein. Der 
Funktionsumfang üblicher CAD-Programme dürfte sich ja relativ ähnlich 
sein. Es geht mehr um das Konzept, wie man das anstellen könnte.

lg Paul

von Christian M. (Gast)


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Das macht der Slicer automatisch, wenn Du das einstellst!

Gruss Chregu

von Jens M. (Gast)


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Paul H. schrieb:

> Die Lösung muss nicht unbedingt Inventor-spezifisch sein. Der
> Funktionsumfang üblicher CAD-Programme dürfte sich ja relativ ähnlich
> sein. Es geht mehr um das Konzept, wie man das anstellen könnte.


Bin jetzt kein CAD Profi, aber das würde ich anders herum machen.

- Die Stützen so bauen wie ich Sie heben möchte.
- Dort wo Sie die Tube berühren einen Überstand lassen
- Mit der Tube schneiden und zusammenfügen

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Auf die Grundebene noch eine grüne Hilfsarbeitsebene erzeugen und darauf 
einen Quader extrudieren (vielleicht nicht ganz so hoch wie ich 
versehentlich angedeutet habe). Dann den durchdrungenen Rohrbogen von 
dem grünen Quader subtrahieren. Jetzt auf der rechten Seite des Quaders 
eine zweite (blaue) Hilfsarbeitsebene erzeugen und darauf ein weißes 
Dreieck extrudieren, was dann wiederum vom grünen Quader ebenfalls 
subtrahiert wird. Genau so kann danach auch mit der 60° Schrägen 
vorgegangen werden. Zum Schluss mit der Verrundungsfunktion alles ein 
wenig auf Optik trimmen und fertig ist das Syphon.  :-)

Für einen 3D-Druck würde ich die Wandstärke noch ein wenig dicker 
machen. Wenn ein ordentlicher immer wiederkehrender Bass da durchknallt 
können sich auf Grund evtl. mangelnder Dauerfestigkeit Risse im 
ausgehärteten Filament bilden (Wechselbelastung)!

von Johannes S. (jojos)


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Ich würde das auch vom Slicer erledigen lassen, der macht das dann auch 
nur so massiv wie nötig und mit den Sollbruchstellen lässt sich das 
einfacher entfernen also eine solide Stützkonstruktion.

Schade das so eine Frage im Offtopic landet, 3D Druck Fragen gehören 
doch eher in Mechanik, Gehäuse, Werkzeug ?

von Paul H. (powl)


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Mir ist natürlich klar, dass der Slicer auch von alleine Stützmaterial 
erzeugen kann. Aber es soll hier nicht darum gehen, eine 
Alternativlösung zu finden sondern das Rohr soll tatsächlich genau so 
mit massiver Stütze modelliert werden, das hat auch noch andere Gründe 
;-) Nicht zuletzt das Interesse, herauszufinden, wie man das macht.

Michael M. schrieb:
> Genau so kann danach auch mit der 60° Schrägen
> vorgegangen werden. Zum Schluss mit der Verrundungsfunktion alles ein
> wenig auf Optik trimmen und fertig ist das Syphon.  :-)

Ich habe deine Wegschneid-Methode gerade mal ausprobiert. Vorab: 
Natürlich dann halt einfach nur "irgendwie" drangebastelt und nicht an 
allen Stellen tangential, erfüllt also schon die Eingangsanforderung 
nicht, aber immerhin an der Rückseite des Rohrbogens und an den 
Seitenwänden (Grün markiert). Jedoch bleiben aus allen anderen 
Richtungen betrachtet natürlich überstände zurück, die man auch mit 
einer Verrundung nicht vernünftig wegbekommt.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Paul H. schrieb:
> Jedoch bleiben aus allen anderen
> Richtungen betrachtet natürlich Überstände zurück, die man auch mit
> einer Verrundung nicht vernünftig wegbekommt.

Jetzt wo ich es sehe, kann ich es mir besser vorstellen. Du hast recht, 
mit verrunden kommt man hier nicht weiter.

Eine blaue Hilfsarbeitsebene mit einem Kreisring erzeugen, den Kreisring 
an der roten Linie trennen und nur den vorderen Teil (Kreisringschale) 
nach unten extrudieren, damit die blau markierten Ecken sauber 
subtrahiert werden können.

von Paul H. (powl)


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So, ich habe mittlerweile eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Die 
ist zwar nicht optimal, da das Stützmaterial nun immernoch nicht 
garantiert an jeder Stelle tangential zur Kanalaußenwand im Winkel von 
60° zur Grundfläche steht und es ist mehr per Augenmaß "hingemalt" als 
konstruiert, aber das Ergebnis ist hinreichend gut.

Im Grunde genommen habe ich eine gebogene Fläche erzeugt, die durch den 
Rohrbogen hindurchläuft und die drei Stellen, an denen garantiert eine 
60° Tangente anliegen soll mit einschließt (siehe lsg2.PNG). Dadurch 
habe ich die Schnittkontur erhalten, an dem das Stützmaterial an der 
Rohraußenwand anliegt. Auf der Unterseite habe ich dann einfach mit 
Splines nach Augenmaß eine passende Grundfläche gemalt. Am Ende habe ich 
den eigentlichen Volumenkörper durch Interpolation zwischen Grundfläche 
und Schnittkontur am Rohrbogen erzeugt.

Ich schätze mal, besser kann man das zumindest in Autodesk Inventor 
nicht hinkriegen.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Paul H. schrieb:
> Ich schätze mal, besser kann man das zumindest in Autodesk Inventor
> nicht hinkriegen.

Bei Solid Designer wird die Interpolation Loft-Befehl genannt. Besser 
würde man es auch da nicht hinbekommen. Es gibt bei Loft allerdings die 
Möglichkeit die Gewichtung des gelben Radius zu verändern. Ist der 
Radius zu klein, dann ist die Wandstärke an dieser Stelle zu dünn.

Aber ansonsten sieht dein Rohrsystem sehr gut aus.  :-)

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