Moin, moin!
Ich benötige dringend Hilfe von einem Analog-Profi, da ich zwar Löten
kann, etwas von E-Technik verstehe, aber zu wenig Ahnung vom
Schaltungsentwurf (bzw. den Berechnungen) habe.
Aufgabenstellung:
- Ich habe ein Signal von einem Tongeneratorn mit Line-Level (ca. 1 V).
- Ich benötige eine einfache Verstärkerschaltung um (in Abhängigkeit vom
Eingangspegel) auf max. 50 W (Sinus) zu kommen
- Verzerrungungen, Linearität, Rauschen etc. spielen überhaupt keine
Rolle
Zusammenfassung:
- Eingangs-Pegel: ca. 1 - 1,3 V
- Eingangssignal: Sinus (ggf. Rechteck)
- Frequenzbereich: 1 - 500 Hz (also ganz gering)
- Gewünschte Ausgangsleitung: ca. 50W (Sinus)
- Versorgungsspannung für Verstärker (bzw. max. Ausgangsspannung): 48V
(ggf. 24V)
Kann da jemand von Euch "etwas aus dem Hut zaubern?"
Vielleicht eine Ein-Transistor-Powermosfet-Schaltung oder dergleichen?
Oder eine ganz andere, simple Lösung?
Ich danke Euch herzlich!
Gruß Michael
Hallo Klaus,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine Frage noch: Sehe ich es
richtig, dass der Baustein eine symetrische Versorgungsspannung braucht?
Michael M. schrieb:> Hallo Klaus,>> vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine Frage noch: Sehe ich es> richtig, dass der Baustein eine symetrische Versorgungsspannung braucht?
Einfacher ist eine symmetrische Spannung. Es gibt wohl auch Schaltungen
mit Single - Spannungsversorgung. Dann muß man einige Elkos zusätzlich
einbauen.
mfg Klaus
Michael M. schrieb:> auf max. 50 W (Sinus) zu kommen
An welcher Last?
> Einfacher ist eine symmetrische Spannung. Es gibt wohl auch Schaltungen> mit Single - Spannungsversorgung. Dann muß man einige Elkos zusätzlich> einbauen.
Das wird bei 1 Hz recht schwierig
Route 6. schrieb:> Das wird bei 1 Hz recht schwierig
Hatte ich tatsächlich aus den Augen verloren. Eine symmetrische
Spannungsversorgung ist also die beste Lösung.
Ein Brückenverstärker ging auch noch. Aber dann ist die Last nicht mehr
geerdet.
Wichtig wäre auch die Angabe der Lastimpedanz.
mfg klaus
Moin,
ich freue mich über die rege "Anteilnahme" ;-)
Also die Last ist (ähnlich wie bei Lautsprechern) im Mittel 4 Ohm (3 - 8
Ohm)
Und ja, eine symetrische Versorgung ist sicher vorteilhaft. Jedoch frage
ich mich, ob das mit zwei Festspannungsreglern (einem positiven, einem
negativen und dann in der Mitte NULL abgreifen) machbar ist? (Thema
Belastbarkeit von NULL/GND)
Eine Verstärkerschaltung mit asymetrischer Versorgungsspannung (+-) ist
wahrscheinlich doch einfacher mit ausreichend Strom (A) zu versoregen.
Oder?
Michael M. schrieb:> Jedoch frage> ich mich, ob das mit zwei Festspannungsreglern (einem positiven, einem> negativen und dann in der Mitte NULL abgreifen) machbar ist?
Nein. Es ist hier keine gerelte Spannung erforderlich.
Schaltung C
http://www.thel-audioworld.de/module/Netzteil/Infos.htm
Netztrafo mit z.B. 2 x 25 V, einen Brückengleichrichter und zwei
Ladeelkos.
Wenn Du bei 8 Ohm 50 W erreichen willst dann braucht man 20 Veff an der
Last. Der 7294 wird noch ca. 5V für sich benötigen, also
(20 Veff * 1,414) + 5 V = 33 Vss. Zwei Dioden des Brückengleichrichters
verbraten auch noch 1,4 V, also 34,4 Vss.
Der Trafo braucht als Nennspannung: 34,4 Vss / 0,707 = 24 Veff, also 24
V. Also lag ich mit der ersten Annahme von 2 x 25 V schon ganz richtig.
Deine Elkos sollten schon 50 V - Typen sein.
Der Brückengleichrichter sieht nicht nur die Spannung eines Ladeelkos
sondern die zweifache Spannung.
Dieser passt in jedem Fall.
https://www.reichelt.de/metall-brueckengleichrichter-25a-140vac-b140c25a-p4668.html?&trstct=pos_2
mfg klaus
Christian S. schrieb:> http://www.oocities.org/quhno/black-devil/index.html
Klar, man kann auch einen diskreten Verstärker bauen. Der ist aber noch
nicht kurzschlussfest und etwas komplizierter zu bauen. Vermutlich ist
er auch teurer. Aber der TO muß ja entscheiden. Wir kennen ja nicht den
gesamten Hintergrund.
mfg Klaus
Hallo Klaus,
bei der Anwendung handelt es sich um die Erzeugung definierter
Vibrationen mit Hilfe eines Körperschallwandlers.
Betreffend Deiner Anregung Netzteil ist zu sagen, dass ich mir
eigentlich den sehr teuren (Ringkern-)Trafo - mit 2x rd. 35V - sparen
wollte und deshalb aus asymetrischen 48V, eine symetrische 35V Spannung
machen wollte (Zwei Sannungsregler). Aber es scheint, dass ich um diese
Investition nicht herum komme ;-)
Nochmals Danke für Deine Ideen!
" deshalb aus asymetrischen 48V, eine symetrische 35V Spannung machen
wollte (Zwei Sannungsregler). "
So einfach wie Du denkst, funktioniert es nicht. Bis das klappt, hast Du
fast einen diskreten Audioamp aufgebaut.
"Aber es scheint, dass ich um diese Investition nicht herum komme ;-)"
Es soll wie immer nichts kosten...
Die Sache mit Ringkerntrafo, Gleichrichter und zwei Elkos ist eine
klassische und bewährte Anordnung, die normalerweise ewig hält und keine
Probleme beim Aufbau und in der Anwendung macht.
Frage halt im Markt nach, ob jemand so einen Trafo abzugeben hat. Solche
Leute haben oft noch Beiwerk abzugeben.
". Der ist aber noch nicht kurzschlussfest und"
Doch, aufgrund der Strombegrenzung in der Betriebsspannung sollte er das
sein. Ob diese ausreicht, hängt wohl vom Aufbau ab. Bei jedem
Einschalten ist diese Aktiv.
MfG