Hallo zusammen, ich habe diese Flachbandleitung mit 64 paarweise verseilten Adern. In regelmäßigen Abständen sind die Leitungen für IDC-Buchsenleisten nicht verseilt. Es muss sich also um ein System mit bis zu 32 differentiellen Signalen gehandelt haben. (Wer erklären möchte, warum man bei differentiellen bzw. symmetrischen Signalen gerne verseilt, braucht es zumindest nicht für mich zu tun.) Weiß jemand, wo so etwas eingesetzt wurde, hat das einen speziellen Namen? DZDZ
Für die schnelleren (letzten) SCSI-Schnittstellen gab es sowas.
Ich kenn sowas für SCSI, aber nicht mit diesen 64-poligen Steckern.
Und warum veröffentlichst Du dann ein Foto einer Flachbandleitung mit 60 paarweise verseilten Adern? Mit 68 Adern hätte es sich möglicherweise um eine interne 16 Bit-SCSI-Verkabelung handeln können. Solche Leitungen wurden bzw. werden übrigens nicht nur für "richtige" differentielle Signale eingesetzt, sondern auch dann, wenn man für jedes Signal eine zugehörige Masseleitung mitführt. Bei den "damaligen" Anstiegszeiten von deutlich größer als 1 ns war das auch noch kein Problem.
Andreas S. schrieb: > Und warum veröffentlichst Du dann ein Foto einer Flachbandleitung mit 60 > paarweise verseilten Adern? Oh, Asche auf mein Haupt, gut aufgepasst, danke für die Erleuchtung. Ich habe nicht gezählt, weil ich noch nie andere als die Standard-Pinzahlen bei IDC gesehen habe. Und da ist 64-adrig Standard. Aber du hast Recht, es sind 60. Mit dieser ungewöhnlichen Aderzahl wird es also ein sehr spezielles Kabel sein und muss einem sehr speziellen Zweck gedient haben. Und bei der Länge? Das müssen ca. 8 - 9 m sein. Das geht über mehrere 19"-Schränke! Ich könnte mir auch vorstellen, dass nur ein Teil der Adern differentielle Signale führen sollten und die anderen Betriebsspannungen, Massen, oder Steuersignale, bei denen es auf die Paarverseilung nicht angekommen wäre. Aber egal, es geht mir darum, wofür es war, bzw., was es für einen "Namen" trägt.
Wir haben solche Kabel in den 90ern auch eingesetzt für differentielle ECL-Verbindungen zwischen 19"-Schränken. Kein SCSI, sondern einfach eine properitäre Datenverbindung mit mehr als 100Mbit/s pro Paar. Meiner Erinnerung nach gab es die Kabel mit verschiedener Anzahl an Paaren.
Der Zahn der Zeit schrieb: > Und da ist 64-adrig Standard. Auch 60-polig gehört zu den IDC-Standard-Pinzahlen. > Aber du hast Recht, es sind 60. Mit dieser ungewöhnlichen Aderzahl wird > es also ein sehr spezielles Kabel sein und muss einem sehr speziellen > Zweck gedient haben. Und bei der Länge? Das müssen ca. 8 - 9 m sein. Das > geht über mehrere 19"-Schränke! Dann wirst Du wohl am ehesten sagen können, was denn früher in den Schränken eingebaut war. Parallele Bussysteme konnten durchaus solch eine Ausdehnung besitzen. Bei IBM System/360 durften die sog. Bus/Tag-Kabel 122m lang sein, allerdings im Punkt-zu-Punkt-Betrieb. Außerdem handelte es sich nicht um einfache Flachbandkabel mit IDC-Steckern, sondern um eine Sonderkonstruktion.
Ich benutzte die (32-polig) um 16 thermistoren an zu schliessen. Die letzte 20 cm sind die kanaele separiert. Gesammtlange 1m80 biszum anschiesz-connector Vorteilen fuer uns : * Kanaele sind farb-kodiert * Twisted pair fuer weniger stoerungen
Der Zahn der Zeit schrieb: > ich habe diese Flachbandleitung mit 64 paarweise verseilten Adern. In > regelmäßigen Abständen sind die Leitungen für IDC-Buchsenleisten nicht > verseilt. 64 oder 60? Mit 60 Pins wäre es SMD-Busleitung. SMD (Storage Media Device Bus) war eine frühe Festplatten-Schnittstelle, typischerweise für 12" oder 8"-Laufwerke in der "mittleren Datentechnik". Offiziell sollten solche paarweise verdrillten Kabel auch für die Shugart-Floppyschnittstelle (34polig für 5,25" und 50polig für 8"), für die abgeleitete "MFM" Shugart-Festplattenschnittstelle, für das 36polige Centronics-Druckerinterface und für SCSI verwendet werden. In der Realität wurden aber meist einfache Flachkabel verwendet, da günstiger. Man sieht sie auch bei IEC-625 (Europa-Version den GPIB), an den Pods von In-Circuit Emulatoren (die großen Maschinen, die eine komplette CPU simulieren), an den Pods von Logikanalysatoren, ...
Andreas S. schrieb: > Auch 60-polig gehört zu den IDC-Standard-Pinzahlen. Stimmt auch. Gibt's z.B. bei Bürklin ab Lager. Ist mir noch nie aufgefallen. HildeK schrieb: > für differentielle > ECL-Verbindungen zwischen 19"-Schränken. Kein SCSI, sondern einfach eine > properitäre Datenverbindung mit mehr als 100Mbit/s pro Paar. Das klingt sehr plausibel. Die Kabellänge, die Anzahl IDC-Leisten (5), genau so könnte es gewesen sein. Also kein Standard, kein "Namen". soul e. schrieb: > 64 oder 60? Mit 60 Pins 60 Pins, bei den Angabe von 64 hatte ich mich geirrt und wurde schon korrigiert. Vom SMD-Bus habe ich noch nie gehört. Klingt aber auch plausibel.
Der Zahn der Zeit schrieb: > 60 Pins, bei den Angabe von 64 hatte ich mich geirrt und wurde schon > korrigiert. Vom SMD-Bus habe ich noch nie gehört. Klingt aber auch > plausibel. Es gibt erstaunlich wenig Bilder im Netz. http://www.obsoletemedia.org/wp-content/uploads/2017/08/8-inch-hard-disk-drive-side.jpg http://images.computerhistory.org/storageengine/1979_8inch_HDD_P3.JPG Sieht aus wie eine Festplatte, ist nur etwas größer. Ca DIN A4 Grundfläche. Ich hatte mal zwei Fujitsu-Laufwerke an einer Cadmus Workstation, die hatten damals schon Kapazitäten im dreistelligen Megabyte-Bereich. PCs mussten zu der Zeit mit 10 MB auskommen oder 360 kB auf Diskette speichern.
soul e. schrieb: > Sieht aus wie eine Festplatte, ist nur etwas größer. Ca DIN A4 > Grundfläche. Das sieht nicht nur aus wie eine Festplatte, sondern ist eine! 8"-Geräte waren vor wenigen Jahren hüstel durchaus sehr gebräuchlich.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.
