Strombelastbarkeit von Lötöse/Lötnagel 1,3 mm

Gast #5508502
Wo kann ich die Strombelastbarkeit dieser Kombination in Erfahrung 
bringen?

Lötnägel 1,3mm
https://www.reichelt.de/loetnaegel-1-3mm-100-er-pack-rtm-1-3-100-p15319.html

Lötösen 1,3 mm
https://www.reichelt.de/loetoesen-1-3mm-versilbert-100-er-pack-rf-1-3-100-p15214.html

Reichelt hat bei den Ösen leider kein Datenblatt und bei den Nägeln 
steht nichts drin. Ich würde gefühlt bis 2A gehen. Aber gibts wirklich 
keine richtigen Werte?
Gast
Jörg23 schrieb:
> Reichelt hat bei den Ösen leider kein Datenblatt und bei den Nägeln
> steht nichts drin. Ich würde gefühlt bis 2A gehen.

Aus leidiger Erfahrung vor vielen Jahren. Ich würde den Dreck erst gar 
nicht verwenden. Das Zeug oxidiert mit der Zeit und bringt hohe 
Kontaktwiderstände.

Nimm das hier

Conrad 527866

und löte die Kabel daran an.
Gast
Jörg23 schrieb:
> Aber gibts wirklich keine richtigen Werte?

The sky is the limit
Die Lötöse/nagel hält extrem viel aus bevor sie schmilzt. Vorher gibt 
das Lötzinn und die Platine auf. Noch früher die PVC Kabelisolierung und 
eventueller Schrumpfschlauch. Als Knickschutz verwende ich immer 
Schrumpfschlauch. 10A gehen schon, wie 1.5mm2 Kabel. Immer auf 
Anpressdruck durch die Lötöse achten, ggf. zusammendrücken bevor sie auf 
den Lötnagel kommt, denn Verbindungen die nicht gasdicht sind gammeln 
sonst.
Gast
Danke. Beim Anpressdruck Nagel-zu-Öse hätte ich auch die Schwachstelle 
vermutet. 2A sollten aber noch mitgehen. Vergammelte Ösen hatte ich noch 
nicht. Auch nicht im auto nach 10 J.
Gast
Jörg23 schrieb:
> Vergammelte Ösen hatte ich noch
> nicht. Auch nicht im auto nach 10 J.

Diese Lötösen hier

https://www.reichelt.de/loetoesen-1-3mm-versilbert-100-er-pack-rf-1-3-100-p15214.html

sind versilbert und werden schwarz mit der Zeit. Genauso wie der schöne 
blanke Silberdraht, mit dem man gerne auf der Lochrasterplatine seine 
Brücken setzt. Beim Draht macht das nix. Der ist angelötet. Bei den 
Steckkontakten aber macht das sehr wohl was und die Idee die Oxidschicht 
durch mehrfaches Herumdrehen abzuschaben, um so den Kontaktwiderstand in 
erträgliche Bereiche zu senken, wird durch gelockerten Sitz belohnt, 
weil das Zeug viel zu weich ist, um ordentlichen Anpressdruck auf den 
Lötnagel auszuüben.

Das Oxidieren wurde auch hier schon mal kurz thematisiert:

Beitrag "Leitfähigkeit Silberoxid"

Darum nochmals, Finger weg von dieser Technik.

Aber mach du nur. In dem Forum hier ist sowieso jeder gute Rat für die 
Katz.
Beitrag #5508569 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5508572 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5508599 wurde von einem Moderator gelöscht.
Nettes Mann schrieb:
> Nimm das hier... und löte die Kabel daran an.

Erfüllt ja wohl kaum die Anforderungen an eine steckbare Verbindung.

Jörg23 schrieb:
> 2A sollten aber noch mitgehen.

Witzig, 2A machen ja schon die 1mm-Steckschuhe problemlos. Den 1.3mm 
würde ich 5A zumuten, mehr aber auch nicht.

Conrad hat zwar Datenblättern zu den Steckschuhen und Stiften, aber da 
steht auch keine Strombelastbarkeit drin.
1.3mm...da kann man mehrere dutzend Ampere drüber jagen (vgl. diverse 
Mosfets im TO220-Gehäuse: Die Pins da sind grad mal 1.1mm und, z.B., 
beim IRLZ44n gehen da knapp 50A drüber weg...die Pins sind da nie das 
Problem). Wie schon gesagt wurde, der Übergang zwischen Lötnagel und Öse 
wird das Problem darstellen.
Wieviel Strom soll denn über die Verbindung gehen?
Gast
> Die Lötöse/nagel hält extrem viel aus bevor sie schmilzt. Vorher gibt
> das Lötzinn und die Platine auf.

Die Frage ist jetzt von welcher Loetstifte genau reden wir. Ich kaufe 
die seit 30Jahren bei Reichelt. Am Anfang waren sie aus Kupfer, spaeter 
irgendwann mal Messung und die aktuellen bleiben am Magnet haften. Und 
die Form hat sich zwischendurch auch ein paarmal leicht geaendert.

Ich haette auch keine Bedenken da ein paar Ampere drueber zu schicken.

Olaf

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