Forum: Fahrzeugelektronik Amperemeter mit Shunt im Auto anschließen


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von Jörg23 (Gast)


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Ampermeter: VDO Viewline 150A
Shunt: VDO 150A/60mV
(über den Preis wollen wir nicht reden)

Was meint ihr? Konventionell an den Pluspol der Batterie anschließen 
oder, wie man in letzter Zeit viel liest, zwischen Minuspol und Masse?

VDO-Anleitung sagt: an Pluspol
https://www.vdo.de/media/183835/flc_mi_viewline_52mm_87_amperemeter_de.pdf

Die Votronic-Spezis, von denen ich ansonsten viel halte, raten zum 
Anschluss an den Minuszweig. Da hätte ich gerne mal eure Meinung gehört.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Grundsätzlich ist es egal ob Plus oder Minus.

Allerdings: Baue ich das ganze in das Masse Kabel ein, dann hat das aus 
sicherheitstechnischer Sicht Vorteile, denn wenn es zu einer 
mechanischen Beschädigung der Messleitung kommt, dann liegt diese wie 
der Hauptstrompfad auf Masse. Im anderen Falle kann das Auto abfackeln, 
da die beiden Adern zum Messgerät nicht gesichert sind.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jörg23 schrieb:
> VDO Viewline 150A

Wenn du allerdings vermeiden willst, das der Anlasserstrom über den 
Shunt fliesst, muss er in die Plusleitung.

von Jörg23 (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Wenn du allerdings vermeiden willst, das der Anlasserstrom über den
> Shunt fliesst, muss er in die Plusleitung.
Ja das fiel mir auch schon auf. Sehr unschön.

Sven L. schrieb:
> Im anderen Falle kann das Auto abfackeln, da die beiden Adern zum Messgerät 
nicht gesichert sind.
Da kann man ja noch 2 Sicherungen zwischenschalten. Erstaunlich, dass 
VDO das nicht getan hat

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jörg23 schrieb:
> Da kann man ja noch 2 Sicherungen zwischenschalten. Erstaunlich, dass
> VDO das nicht getan hat

Echt jetzt? Ist m.E. sogar Vorschrift. Die beiden Sicherungen nahe am 
Shunt und nicht etwa nahe am Messgerät.

von Werner H. (werner45)


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Kann man nicht die Leitung selbst als Shunt nehmen? Ein paar Milliohm 
hat die doch bestimmt. So genau muß die Anzeige wohl nicht sein (TK 
Kupfer).
Außerdem gibt es noch Hall-Stromwandler (ich habe z.B. einen mit 600 A 
Meßbereich).

Gruß   -   Werner

von 2 Cent (Gast)


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Werner H. schrieb:
> So genau muß die Anzeige wohl nicht sein (TK
> Kupfer).

Naja, TK Kupfer 3,93 · 10e-3 / K

Motorhaube, angenommen  -10 oder +40 Grad Celsius:
3,93 · 10e-3 / K * 50 K = 0,1965 = 20% Fehler

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Kann man nicht die Leitung selbst als Shunt nehmen?

Prinzipiell ja, aber die Benutzer haben sicher unterschiedliche Kabel. 
Das Instrument müsste dann kalibriert werden. Nur welche Laie hat die 
technischen Mittel dazu?

Es ist auch nicht trivial, das Instrument korrekt anzuschließen so dass 
es zuverlässig funktioniert und das Kabel nicht beschädigt wird.

Außerdem stört die Temperaturabhängigkeit des Kabels, wie 2 Cent 
schrieb.

Insgesamt schon machbar, aber mit viele Haken und Ösen, insbesondere für 
Laien.

: Bearbeitet durch User
von Buchhai (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Wenn du allerdings vermeiden willst, das der Anlasserstrom über den
> Shunt fliesst, muss er in die Plusleitung.

So, wieso ist die Plusleitung prädestiniert dafür, dass der Shunt da 
drin sein muss, dass der Anlasserstrom nicht darüber fließt?
Der Shunt muss dann aber in der Plusleitung sein, aber hinter dem 
Abzweig, da wo die Leitung für den Anlasser abgeht und dann davor nicht 
schon Leitungen für andere Verbraucher abgehen.
Ein Amperémeter ist ja eigentlich ein Voltmeter, welches den 
Spannungsabfall über einen Widerstand misst, beim Durchfluss eines 
Stroms.

von npn (Gast)


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Buchhai schrieb:
> So, wieso ist die Plusleitung prädestiniert dafür, dass der Shunt da
> drin sein muss, dass der Anlasserstrom nicht darüber fließt?

Wenn der Shunt direkt in der Batterieleitung sitzt (also nahe bei den 
Polklemmen) dann ist es völlig Wurst, ob du die Plus- oder die 
Minusleitung nimmst. Dann fließt der Anlasserstrom auf jeden Fall 
drüber...

von Dieter W. (dds5)


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Bei ziemlich vielen Autos - zumindest bei PKW - ist an der positiven 
Batterieklemme ein ca. 35mm² Kabel zum Anlasser und ein 6 oder 10mm² 
Kabel für den Rest der Elektrik angeschlossen.

Da lässt sich der Strom zum Anlasser problemlos umgehen.

von 2 Cent (Gast)


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OT, oder?

Buchhai schrieb:
> Ein Amperémeter ist ja eigentlich ein Voltmeter, welches den
> Spannungsabfall über einen Widerstand misst, beim Durchfluss eines
> Stroms.
Mit einem Transimpedanzverstärker null Problem!

von 2 Cent (Gast)


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Bitte mein OT nicht Bert nehmen! Sonst dreht der Fragesteller durch!

von Der Andere (Gast)


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Buchhai schrieb:
> So, wieso ist die Plusleitung prädestiniert dafür, dass der Shunt da
> drin sein muss, dass der Anlasserstrom nicht darüber fließt?

Weil der Anlasser seine Masse direkt über den Motor bezieht. Wenn man 
also den Shunt zwischen Minuspol der Batterie und Masse hängt muss der 
Anlasserstrom da durch fliessen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Werner H. schrieb:
> Außerdem gibt es noch Hall-Stromwandler (ich habe z.B. einen mit 600 A
> Meßbereich).

Die sind natürlich insofern vorteilhaft, als das überhaupt keine 
Spannung an ihnen abfällt (Prinzip Stromzange) und bei Überstrom 
höchstens übersteuern und nicht abbrennen. Allerdings sind sie bei 
niedrigen Strömen nicht besonders genau.
Allerdings geht das schon ein wenig am Thema vorbei, denn der TE hat ja 
nun mal den VDO Shunt.

Buchhai schrieb:
> So, wieso ist die Plusleitung prädestiniert dafür, dass der Shunt da
> drin sein muss, dass der Anlasserstrom nicht darüber fließt?
> Der Shunt muss dann aber in der Plusleitung sein, aber hinter dem
> Abzweig, da wo die Leitung für den Anlasser abgeht und dann davor nicht
> schon Leitungen für andere Verbraucher abgehen.

Genau so isses. Also muss der Shunt in die Plusleitung... Genau das habe 
ich gesagt.

: Bearbeitet durch User

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