Hallo zusammen,
In meinem neuen Fahrzeug habe ich eine analoge Uhr in der Mitte des
Armaturenbretts. Einstellen kann man die Uhrzeit mittels des
Multifunktionslenkrads. Hinter der Uhr wird ein Motor sitzen, der die
Urzeit entsprechend verstellt. So weit so gut. Die Frage die sich mir
stellt ist, wie wird die Zeigerstellung gemessen. Das System kann ja
nicht davon ausgehen, dass eine Umdrehung immer die richtige Stellung
hervorruft. Und hat jemand eine Ahnung, was Volkswagen wohl für einen
Motor verbaut?
Das wird einfacher funktionieren. Ich tippe auf ein stinknormales
Uhrwerk, das mit einem Elektromagneten angesteuert wird (pro Impuls des
Magneten bewegt sich der Sekundenzeiger einen Schritt weiter und treibt
über Zahnräder die beiden anderen Zeiger entsprechend an). Kombiniert
wird das mit einer Lichtschranke, mit der die 12-Uhr-Stellung des
Stundenzeigers (und gegebenenfalls des Minutenzeigers) ermittelt werden
kann.
Die die Impulse für die Uhr erzeugende Elektronik kann also
herausfinden, wann die Zeiger auf 12 Uhr stehen und weiß daher (weil sie
die Impulse zählt), welche Zeit momentan angezeigt wird. Zum Verstellen
erzeugt sie dann die nötigen zusätzlichen Impulse mit höherer Frequenz.
Statt des Elektromagneten könnte auch ein Schrittmotor die
Sekundenzeigerachse bedienen, damit ist die starre Kopplung von
Steuerimpulsen zu Zeigerposition ebenso gegeben, man kann die Mimik aber
auch rückwärts laufen lassen.
Es wird eine ähnliche Mimik wie in einer analogen Funkuhr drin sein.
Da werden die Zeiger auch wie von Geisterhand gestellt.
Einfach mal so einen Wecker aufschrauben.
Wozu muss die Elektronik die Zeigerstellung wissen? Wenn sie falsch
geht, Stelle ich so solange vor oder zurück, bis sie richtig geht. Und
dann geht sie jede Sekunde oder Minute einen Schritt weiter...
Achim S. schrieb:> Wozu muss die Elektronik die Zeigerstellung wissen? Wenn sie> falsch> geht, Stelle ich so solange vor oder zurück, bis sie richtig geht. Und> dann geht sie jede Sekunde oder Minute einen Schritt weiter...
Damit sich die Zeiger auf eine bestimmte Zeit setzen lassen. Zum
Beispiel für die Synchronisation mit DCF-77 oder ntp.
npn schrieb:> Damit sich die Zeiger auf eine bestimmte Zeit setzen lassen. Zum> Beispiel für die Synchronisation mit DCF-77 oder ntp.
Eine Uhr kennt immer die relative Position der Zeiger. Die
absolute Position wird nur beim Stellen benötigt. Dabei muss sie
also einer wissen, Uhr oder Mensch...
npn schrieb:> Zum Beispiel für die Synchronisation mit DCF-77 oder ntp.
Das wäre die erste Autouhr mit DCF77 oder ntp.
Nichtmal das sowieso vorhandene GPS verwenden die dummen Ingenieure der
hochverdongelten Schrotthaufen um die Uhr zu stellen. Dafür prüfen sie
aber die Seruennummer der Uhr doppelt und dreifach und erlauben einen
Wechsel nur nach Werkstattbesuch (300 EUR) mit Onlineverbindung zum
Hersteller.
Alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf...
TOTAL OT
MaWin schrieb:> Nichtmal das sowieso vorhandene GPS verwenden die dummen Ingenieure der> hochverdongelten Schrotthaufen um die Uhr zu stellen. Dafür prüfen sie> aber die Seruennummer der Uhr doppelt und dreifach und erlauben einen> Wechsel nur nach Werkstattbesuch (300 EUR) mit Onlineverbindung zum> Hersteller.
Ersetze "die dummen Ingenieure" durch "die cleveren BWLer". Am
Autoverkauf wird nix verdient, die fette Kohle kommt erst spaeter.
Kai1344 schrieb:> hat jemand eine Ahnung, was Volkswagen wohl für einen> Motor verbaut?
Einen umweltfreundlichen. Ganz sicher!
Zum Thema:
Kai1344 schrieb:> Die Frage die sich mir> stellt ist, wie wird die Zeigerstellung gemessen
Im Original wohl garnicht, wozu auch? Da wirst du wohl ums
selberfrickeln nicht herum kommen.
Kai1344 schrieb:> Die Frage die sich mir> stellt ist, wie wird die Zeigerstellung gemessen
Wieso denn? Wenn du die Uhr stellst, siehst du die Zeiger. Und niemand
sonst muss etwas drüber wissen.
Man kann sich auch ein nichtexistierendes Problem zusammenfantasieren.
Georg
michael_ schrieb:> wie in einer analogen Funkuhr>> Einfach mal so einen Wecker aufschrauben.
Besser nicht! Ich hatte mal eine analoge DCF-Wanduhr auseinander: Da
haben mehrere Zahnräder ein Loch in der Scheibe, nur, wenn alle
passend übereinander stehen, detektiert die Lichtschranke 12:00 Uhr. Hat
ganz schön lange gedauert, bis ich das wieder passend zusammen hatte.
MaWin schrieb:> Nichtmal das sowieso vorhandene GPS verwenden die dummen Ingenieure der> hochverdongelten Schrotthaufen um die Uhr zu stellen.
Irgendwo in den Tiefen der undurchschaubaren Menüs kann ich 'mit GPS
synchronisieren' wählen, Ford Sync3. Nach wie vor sind die aber zu
dämlich, Sommerzeit selbst zu erkennen. Mein 10 Jahre altes
Mobil-Navigon kann das!
Zwei Vorgänger hatten kein GPS, aber sehr wohl schon Radio mit RDS -
auch das ist zu viel verlangt, für die Uhr genutzt zu werden. Wie ich
von Kollegen hörte, scheinen annähernd alle Autopfusch-Entwickler dieses
Problem zu haben.
Manfred schrieb:> michael_ schrieb:>> wie in einer analogen Funkuhr>>>> Einfach mal so einen Wecker aufschrauben.>> Besser nicht! Ich hatte mal eine analoge DCF-Wanduhr auseinander: Da> haben mehrere Zahnräder ein Loch in der Scheibe, nur, wenn alle> passend übereinander stehen, detektiert die Lichtschranke 12:00 Uhr. Hat> ganz schön lange gedauert, bis ich das wieder passend zusammen hatte.
Ein Gehäuse aufschrauben ist etwas anderes als in die Einzelteile
zerlegen!
Hier im Forum gab es schon mal einen Thread zu diesem Thema.
Aber in einem Auto so ein mechanisches Teil?
Mani W. schrieb:> Das schon seit meiner Ankunft auf der Erde, ist aber nur eine> Frage der Einstellung...
Ja diese dämlichen Zahnräder, die sollte man sich wirklich ausbauen. :)
Teo D. schrieb:> Ja diese dämlichen Zahnräder, die sollte man sich wirklich ausbauen. :)
Verstehe ich gut! Wenn dann noch ein Zahn fehlt, hakt es oft...
;-)