Forum: Ausbildung, Studium & Beruf 120 € Verkaufsstundensatz, wieviel brutto für AN?


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von Markus B. (markus3001)


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Hallo zusammen,

sind folgende Gehälter bei Dienstleistern realistisch?

Folgende Anhaltswerte bei 37,5 Std./ Woche (inkl. Krankheit, Urlaub und 
Feiertage):

Fall 1:
26,- €/Std. Bruttolohn Arbeitnehmer,
39,- €/Std. Gesamtkosten für Arbeitgeber,
60,- € Verkaufsstundensatz beim Kunden.
Gewinn für AG pro Jahr: 1600 Std x (60-39 €/Std.) = ca. 34.000 €.

Fall 2:
35,- €/Std. Bruttolohn Arbeitnehmer,
58,- €/Std. Gesamtkosten für Arbeitgeber,
80,- € Verkaufsstundensatz beim Kunden.
Gewinn für AG pro Jahr: 1600 Std x (80-58 €/Std.) = ca. 35.000 €.

Jetzt die Frage:
120,- € Verkaufsstundensatz beim Kunden,
88,- €/Std. Gesamtkosten für Arbeitgeber,
53,- €/Std. Bruttolohn Arbeitnehmer,
Gewinn für AG pro Jahr: 1600 Std x (120-88 €/Std.) = ca. 51.000 €.

53,- €/Std. bei 37,5 Std./Woche bedeuten 103.000€ Bruttogehalt für den 
Arbeitnehmer beim Dienstleister. Ist das wahr? Kennt ihr so welche 
Arbeitnehmer?

Bitte auf die Frage antworten (jaja, die Welt ist schlecht...).

: Bearbeitet durch User
von MaWin (Gast)


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Markus B. schrieb:
> Kennt ihr so welche Arbeitnehmer?

Ja, nennt man aber Industrieduenstleister statt Sklaventreiber.
Deine Rechnung geht allerdings von 100% Ver(miet/mittl)ung aus und 
berücksichtigt weder Wartezeiten noch Krankheit oder Urlaub.

Klar ist trotzdem, dass jeder Arbeitgeber an seinen Arbeitnehmern 
trotzdem prächtig verdient.

Und besonders die Zuhälter die zwischen Freier und Nutte im modernen 
Zeitarbeitsmarkt hängen, dem verurteilten Peter Hartz sei Dank.

Mach dich selbständig und behalte die ganzen 120 EUR. keinen Mut ? Dein 
Pech.

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: MaWin (Gast)
> Datum: 05.08.2018 11:12

> Deine Rechnung geht allerdings von 100% Ver(miet/mittl)ung aus und
> berücksichtigt weder Wartezeiten noch Krankheit oder Urlaub.

So ist es.

Wozu brauchst du einen Zuhälter zwischen dir und dem Kunden. Der bekommt 
einen Batzen Geld fürs Sprücheklopfen, bestenfalls ein paar Telefonate.

Eine Faustformel ist etwa der Faktor 2,5. Da ist alles mitberechnet, 
Urlaub, Leerzeiten, Kurse, Weiterbildung, Krank, Knastaufenthalt, .....

Bei 120,- € Stundensatz bleiben dir also etwa 48,- € bar auf die Kralle.

von Markus B. (markus3001)


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Zocker_54 schrieb:
>> Autor: MaWin (Gast)
>> Datum: 05.08.2018 11:12
>
>> Deine Rechnung geht allerdings von 100% Ver(miet/mittl)ung aus und
>> berücksichtigt weder Wartezeiten noch Krankheit oder Urlaub.
>
> So ist es.

Nein. Bitte lesen.
37,5 Std./Woche x 52 Wochen = 1950 Std. bezahlte Arbeit.
Krankheit, Feiertage und Urlaub sind inbegriffen. Deshalb mit 1600 Std. 
gerechnet.
Richtig ist die 100% ige Vermittlungsquote.

Kunden suchen Dienstleister, die eine hohe 
Haftpflicht-Versicherungssumme vorweisen können.
Freiberufler können keine 2 Mio. Versicherungssumme darlegen für die 
Arbeit, die sie anbieten.

Also, wer kennt so welche AN mit 100k Gehältern beim DL?

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Markus B. (markus3001)
> Datum: 05.08.2018 11:44

> Also, wer kennt so welche AN mit 100k Gehältern beim DL?

Träumst du ?

von Berufsrevolutionär (Gast)


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Markus B. schrieb:

> Freiberufler können keine 2 Mio. Versicherungssumme darlegen für die
> Arbeit, die sie anbieten.

Doch können sie, für manche Projekt ist eine solche Berufs-Haftpflicht 
Vorraussetzung also schliesst man eben auch als Freiberufler dergleichen 
ab.
Hier mal ein Angebot über GULP:
https://www.gulp.de/engineering/engineering_haftpflichtversicherung.html

von Gerd E. (robberknight)


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Markus B. schrieb:
> Kunden suchen Dienstleister, die eine hohe
> Haftpflicht-Versicherungssumme vorweisen können.
> Freiberufler können keine 2 Mio. Versicherungssumme darlegen für die
> Arbeit, die sie anbieten.

Das soll ein wirklich relevanter Grund für die Nutzung von 
Dienstleistern sein?

Nein, da geht es eher darum nicht so viel Aufwand im HR-Bereich treiben 
zu müssen, schneller und flexibler an Personal zu kommen, kein Risiko 
bzgl. Scheinselbständigkeit und Nachforderungen deswegen, 
Bilanzkennzahlen wie Personalkostenquote "verbessern", die 
Personal-Einkäufer kriegen vom Dienstleister nette Geschenke,...

von Niemand (Gast)


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Zocker_54 schrieb:
> Eine Faustformel ist etwa der Faktor 2,5. Da ist alles mitberechnet,
> Urlaub, Leerzeiten, Kurse, Weiterbildung, Krank, Knastaufenthalt, .....

glaubst du doch selber nicht, wenn eine ZA-Klitsche einen Techniker für 
20,- € / Std. verleihen würde, bekäme der nur 8,- also unter ML?
Deinen Faktor 2,5 kannste also damit vergessen, dann rechne mal .. was 
ein MA beim ZA-Verein an dessen Kunden bringen müßte um auf 15,- Euro p. 
Std. zu kommen .... 37,5 € , bekommt keine ZA oder Sklaventreiber bei 
seinem "Kd." durch!

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Niemand (Gast)
> Datum: 05.08.2018 12:47

> glaubst du doch selber nicht,

Doch, und das schon seit fast 40 Jahren !

von Niemand (Gast)


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Zocker_54 schrieb:
> So ist es.
>
> Wozu brauchst du einen Zuhälter zwischen dir und dem Kunden. Der bekommt
> einen Batzen Geld fürs Sprücheklopfen, bestenfalls ein paar Telefonate.
>
> Eine Faustformel ist etwa der Faktor 2,5. Da ist alles mitberechnet,
> Urlaub, Leerzeiten, Kurse, Weiterbildung, Krank, Knastaufenthalt, .....
>
> Bei 120,- € Stundensatz bleiben dir also etwa 48,- € bar auf die Kralle.

der beste Beweis dass du absolut keinen Plan davon hast ...
Widersprüche zwischen deinem erstem Absatz und dem zweiten ...plötzlich 
bekommt der AN bei der ZA ja auch noch Urlaub, Krankheit Leerzeiten 
bezahlt, im ersten schön runterargumentiert, die Lohnabrechnung mach die 
ZA nebenbei auch noch, das Forderungsmanagement erübrigt sich für den 
Leistenden ...
Mit den 48,- bar auf Kralle .... Brutto und Netto ist bei dir auch noch 
kein Begriff!

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Niemand (Gast)
> Datum: 05.08.2018 13:06

Mensch bist du ein Dummschwätzer.

Darfst du überhaupt schon wählen ?

von MaWin (Gast)


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Niemand schrieb:
> wenn eine ZA-Klitsche einen Techniker für 20,- € / Std. verleihen würde,
> bekäme der nur 8,- also unter ML?

Ja.
Daher gibt es keine Ungelernten Techniker für 20 EUR sondern nur für 24 
EUR, damit wenigstens Mindestlohn bei rauskommt.

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Markus B. (markus3001)
> Datum: 05.08.2018 11:44

> Also, wer kennt so welche AN mit 100k Gehältern beim DL?

Kenne einen Frank Perschau, der dürfte das haben.

von Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen) Benutzerseite


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Markus B. schrieb:
> Freiberufler können keine 2 Mio. Versicherungssumme darlegen für die
> Arbeit, die sie anbieten.

Hmmm bei der Exali kann ich sogar 2,5 Mio als Versicherungssumme haben. 
Und ja, die Versicherung bleibt bezahlbar (unter 2000€ im Jahr ist man 
dabei).

Das soll keine Werbung für Exali sein, ist leider nur die einzigste 
Versicherung die ich in dieser Branche kenne.

von Markus B. (markus3001)


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Tobias B. schrieb:

>
> Das soll keine Werbung für Exali sein, ist leider nur die einzigste
> Versicherung die ich in dieser Branche kenne.

Genau. Der einzige Anbieter. So viel Vertrauen in Freiberufler.
Für Firmen als DL ist der Imageschaden größer.

Es gibt mehr "Experten" in einer Firma. Das Vertrauen des Kunden ist 
größer zu einer Firma als zum einzelnen Freiberufler.

OK. Dann scheint das Gehalt bei einem 120€ Stundensatz nicht klar zu 
sein.

Evt. Faustformel: 120€ / 3 (statt 2,5)= 40 € brutto. Macht 6500€ brutto 
mtl.(37,5 Std./ Woche) bei einem DL.
Je höher die Qualifikation, desto höher der Gewinn des DL.

von Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen) Benutzerseite


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Markus B. schrieb:
> Es gibt mehr "Experten" in einer Firma. Das Vertrauen des Kunden ist
> größer zu einer Firma als zum einzelnen Freiberufler.

Nö, das kann man so nicht unterstreichen und hängt stark vom Einzelfall 
ab. Bei Firmen hat man auch nur wenige Top-Leute in der Spitze und wer 
als Auftaggeber schon lange mit einem Dienstleister zusammenarbeitet 
hofft (oder setzt bei Vertragsabschluss sogar voraus) mit entsprechenden 
Personen vom Dienstleister zusammenzuarbeiten, mit denen man auch in der 
Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat. Ebenso ist es auch beim 
Freiberufler.

Sobald die Firmen größer werden, hängt nichts mehr von "Vertrauen" ab. 
Da gibt es lang Listen und der günstigste macht das Rennen. Der Einkauf 
kann da in der Regel auch gar nicht entscheiden, welcher Dienstleister 
oder welcher Freiberufler die beste Kompetenz für ein Projekt hat. Da 
geht es nur noch um nackte Zahlen.

von MaWin (Gast)


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Tobias B. schrieb:
> Sobald die Firmen größer werden, hängt nichts mehr von "Vertrauen" ab.
> Da gibt es lang Listen und der günstigste macht das Rennen. Der Einkauf
> kann da in der Regel auch gar nicht entscheiden, welcher Dienstleister
> oder welcher Freiberufler die beste Kompetenz für ein Projekt hat. Da
> geht es nur noch um nackte Zahlen.

Meine Erfahrung ist anders.

Gerade bei grissen Firmen geht es nur noch über Bestechung, Vorteilnahme 
und Amigis.

Preise spielen keine Rolle. Aber es wird die Zeitarbeitsfirma verwendet, 
deren Inhaberin die Ehefrau des Chefs ist, es werden Reisen immer über 
das Reisebüro gebucht vom Kumpel des Aufsichtsrates (als es am Zielort 
mal kein Hotelzimmer einer verbundenen Hotelkette gab, hat das Reisebüro 
bei einen unabhängigen Hotelier gebucht und versucht, dem 30% als 
Vermittlungdprivision nachträglich in Rechnung zu stellen - was er 
natürlicb mangels Vertragsgrundlage als hirnverbrannt ablehnte), und 
Hardwarebeschaffung findet nur über 1 Computerhändler statt - zu 
3-fachen Preisen der Konkurrenz). Den Kickback bekommt der Prokurist zu 
Weihnachten.

Das sind Grossfirmen.

von Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Meine Erfahrung ist anders.
>
> Gerade bei grissen Firmen geht es nur noch über Bestechung, Vorteilnahme
> und Amigis.

Kann ich mir gut vorstellen, dass es solche Drecksspatzen auch gibt. 
Damit habe ich jedoch keine Erfahrung, weil ich in der glücklichen Lage 
bin nur Aufträge annehmen zu müssen bei denen die Rahmenbedingungen 
sowohl für mich als auch meine Kunden fair sind.

Daher sind bei mir sämtliche Vermittlungsgeschäfte raus. Ebenso Kunden 
die mir weiß machen wollen, dass sie nur über Personaldienstleister 
freiberufler ins Haus holen dürfen. Wie so oft im Leben gilt: Man 
bekommt für was man bezahlt und wer nicht will der hat schon. ;)

Ich kann aber den allgemeinen Unmut gegenüber Personaldienstleistern 
verstehen. Die sind für mich bisher reinste Zeitverschwendung gewesen, 
durchsäht mit furchtbar inkompetenten Personal, welches weder die 
Anforderung des Kunden noch die Fähigkeiten des Freiberuflers 
einschätzen können. Ich kann daher nur an alle appellieren: Auch wenn es 
schwer ist - bleibt weg von Personaldienstleistern, dann stirbt diese 
völlig überloffene Branche irgendwann aus (oder schrumpft zumindest auf 
ein akzeptables Maß).

von Ich (Gast)


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Markus B. schrieb:
> 53,- €/Std. bei 37,5 Std./Woche bedeuten 103.000€ Bruttogehalt für den
> Arbeitnehmer beim Dienstleister. Ist das wahr? Kennt ihr so welche
> Arbeitnehmer?

NEIN!

Kennen einen, der arbeitet als ATler in einem größeren Unternehmen, der 
bekommt um die 100k€/a.

Im Bereich Dienstleister muss das schon jemand mit einer 
außergewöhnlichen Qualifikation sein.

Markus B. schrieb:
> Je höher die Qualifikation, desto höher der Gewinn des DL.

Desto höher ist auch das Risiko, für Super-Spezialisten eine neue 
Tätigkeit zu diesem Stundensatz zu finden.

Was bei einem aus Fall 1 einfacher sein dürfte.

von robocash (Gast)


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Ich bekam 2007 etwa 3000,-€ brutto im Rhein-Main-Gebiet. Mit dem 
Windows-Explorer startete ich eine Suche nach meinem Namen auf dem 
Netzlaufwerk und fand das Stundensatzangebot von 70,-€ plus MWST.

von Cyblord -. (Gast)


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robocash schrieb:
> und fand das Stundensatzangebot von 70,-€

Jo, ein üblicher Einsteigerpreis. Wo ist das Problem? Wenn du dich um 
Projektakquise und Buchhaltung selbst kümmern würdest, könntest du die 
ganzen 70€ für dich behalten.

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