Hallo,
habt ihr schon gesehen, dass es jetzt eine Alternative zur C-Control
M-Unit namens Open-Maxi gibt? Der Controller ist abwärtskompatibel zur
C-Control I Version 1.1, also zur Original-C-Control. Ich bin noch nie
auf einen Bug gestoßen. Die Open-Maxi scheint ein sehr ausgereiftes
Produkt zu sein.
Auf http://om.dharlos.de gibt es alle Infos.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
Hallo,
ich vermute mal, dass die Leute, die hier die Open-Maxi verreißen, sich
noch nie mit diesem Controller auseinander gesetzt haben.
Denn die Entwicklung ist auch bei den C-Control-kompatiblen
Mikrocontrollern nicht stehen geblieben:
Die Original-Control bot nur 24 Byte Variablenspeicher. Die Open-Maxi
bietet über 1800 Byte. Der Programmspeicher hat jetzt eine Größe von
58782 Byte. Durch den hohen Takt von 20 MHz ist die Open-Maxi mehr als
100-mal schneller als die Original-C-Control und lässt sich durch den
eigens entwickelten OCBASIC-Dialekt auch viel komfortabler
programmieren. In OCBASIC ist sogar ein 6808-Assembler enthalten, mit
dem die Assemblerprogrammierung so komfortabel ist, wie auf keinem
anderen C-Control-kompatiblen Controllersystem. Routinen für I²C-LCD, 64
Extended Ports und I²C-EEPROM zur Datenspeicherung befinden sich bereits
im Betriebssystem.
Wer möchte, kann außerdem die kleinen OM-Controller in DIP8 oder DIP16
einsetzen. Die Open-Macro ist zum Beispiel ebenfalls sehr komfortabel.
Es gibt noch mehr erwähnenswerte Eigenschaften der OM-Mikrocontroller.
Am besten mal selber auf http://om.dharlos.de vorbei schauen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
> Es gibt noch mehr erwähnenswerte Eigenschaften der OM-Mikrocontroller.> Am besten mal selber auf http://om.dharlos.de vorbei schauen.
...Host-Tools nicht für Linux? --> /dev/null
Danke Peter,
in der Tat habe ich die Entwicklung der Controller schon lange nicht
mehr verfolgt und kenne daher die aktuellen Daten nicht. Die Zahlen die
du da genannt hast überraschen mich allerdings nicht.
Meine ablehnende Haltung kommt hauptsächlich daher, dass die
Programmierung in Basic der einzige wesentliche Vorteil sein soll. Für
mich ist das eher ein Nachteil. Ich habe C64 und PC's unter DOS in Basic
programmiert. Ich kenne die Sprache und vor allem ihre miese
Performance.
Warum soll ich mir ein 30€ teures Mikrocontroller Modul antun, wenn ich
für 1/10 des Preises zahlreiche andere Module bekommen kann? Das
Einzige, was da immer wieder als großer Vorteil hervorgehoben wird ist
die Programmierbarkeit in Basic, aber das kann ich bei fast jedem
anderen µC ebenso haben.
Die anderen Vorteile die er damals in den 90er Jahren hatte (Flash
Speicher, Bootloader, fertige Libs bzw. Firmware Routinen, Debugger)
sind keine mehr, weil das alle anderen µC ebenfalls bieten. Nur eben
viel billiger und in vielfältigeren Varianten (größer und kleiner,
schneller und sparsamer).
Bitte korrigiere mich, wenn das so nicht stimmt.
> ich vermute mal, dass die Leute, die hier die Open-Maxi verreißen, sich> noch nie mit diesem Controller auseinander gesetzt haben.
Ich habe in der tat noch keine einzigen Gekauft, einfach weil mich
damals der Preis und heute die Produktbeschreibung nicht begeistern.
Bei diesem alternativen Modul muss ich aber hervorheben, dass es
zahlreiche Programmiersprachen unterstützt, das ist auf jeden Fall
besser so.
Fragen dazu:
> Durch den hohen Takt von 20 MHz ist die Open-Maxi mehr als> 100-mal schneller als die Original-C-Control
Hat der originale denn weniger als 200kHz Taktfrequenz?
> Routinen für I²C-LCD, 64 Extended Ports und I²C-EEPROM zur> Datenspeicherung befinden sich bereits im Betriebssystem.
Das ist schön, wenn sie tun was man braucht. Und wenn nicht, kann man
sie dann durch eigene Routinen ersetzen oder geht einem der
enstsprechende Bereich von ohnehin knappen Speicher dann verloren?
Gibt es ähnlich wie für AVR Communities, wo man für quasi jede denkbare
Anwendung hilfreiche Libraries teilt?
Ihr duerft nicht den Fehler machen sowas wie C-Control mit einem
Microcontrollerboard zu verwechseln. Die Programmiersprachen die dort
verwendet werden sind natuerlich aus der Sicht eines C-Programmieres
laecherlich, aber sie ermoeglichen halt auch Leute die eigentlich eine
andere Profession haben innerhalb von 1-2h eine Idee umzusetzen.
Der andere Vorteil von soetwas ist eine zertifizierte Hardware mit
vielen tollen Aufklebern. Wenn ihr irgendeine chinesische Arduinoplatine
in eure Hausverteilung baut und die Bude brennt ab dann werdet ihr
danach viel Spass mit eurer Versicherung haben.
Sowas wendet sich einfach an komplett unterschiedliche Kundenkreise und
ist nicht vergleichbar.
Olaf
> aber sie ermoeglichen halt auch Leute die eigentlich eine> andere Profession haben innerhalb von 1-2h eine Idee umzusetzen.
Ich denke, das tut Arduino ebenso, nur eben viel billiger und mit mehr
Vielfalt.
Ich kann mir nicht vorstellen, das eine Versicherung sich im
Schadensfall für das µC Modul interessiert. Da werden andere Komponenten
eine größere Rolle spielen.
Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte:
Gut ist an den OM-Controllern vor allem, dass alles auf Deutsch ist!
Die Dokumentation ist in Deutsch, die Assemblerbeschreibung ist Deutsch.
Auch einen kleinen Assemblerkurs gibt es in deutscher Sprache.
Sogar die Fehlermeldungen von OCBASIC sind Deutsch.
Joachim schrieb:> Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte:>> Gut ist an den OM-Controllern vor allem, dass alles auf Deutsch ist!> Die Dokumentation ist in Deutsch, die Assemblerbeschreibung ist Deutsch.> Auch einen kleinen Assemblerkurs gibt es in deutscher Sprache.> Sogar die Fehlermeldungen von OCBASIC sind Deutsch.
Nur in dieser kümmerlichen deutschen Sprache? Kein Englisch? Wer soll
den zu so einem Produkt vertrauen haben?
Ah C-Control, was für ein geiles Teil.
So ein Ding arbeitet bei mir immer noch jeden Tag.
Ist im Sicherungskasten drin und steuert als klein SPS einige Lampen.
Habe noch ein zweites Gerät mit dem ich mir auch heute noch mal schnell
was für einen Teststand zusammen baue.
Klar ist das Original Teil heute extrem langsam, war es damal eigentlich
auch schon, aber als kleine SPS war das schon nicht schlecht.
Die ganzen Nachfolger kenne ich nicht so gut, aber wenn die fertig zum
einbauen daher kommen warum nicht.
Hallo miteinander,
ich bin derjenige, der die OM-Mikrocontroller "verbrochen" hat und
möchte hier ein paar Dinge klarstellen.
Das heutige BASIC ist nicht mit dem BASIC zu vergleichen, das früher auf
dem C64 lief. Es gibt Dialekte, die Native Code erzeugen und deshalb
sehr schnell ausgeführt werden. Siehe zum Beispiel den kostenlosen
Open-Source-BASIC-Compiler FreeBASIC.
Bei den C-Control-kompatiblen Mikrocontrollern wird zwar ein Interpreter
verwendet, aber der arbeitet sehr schnell und effektiv, wodurch auch die
100-fache Geschwindigkeit der Open-Maxi zu erklären ist. Auf der
Original-C-Control mußten die BASIC-Tokens während der
Programmausführung aus einem externen I²C-EEPROM gelesen werden. Das
entfällt bei den OM-Mikrocontrollern.
Die Vorteile eines Interpreters sind zum Beispiel, daß Fehler auf dem
GOSUB-Stack detektiert und das Anwenderprogramm neu gestartet werden
kann. Am Beginn des Programms kann der Anwender den Fehler dann
auswerten. Compilierter Code würde einfach abstürzen. Und Variablen
lassen sich mit einer in den Interpreter eingebundenen Routine
überwachen. Ein Interpreter bietet also eine bessere Fehlerdiagnose. Das
wird zum Beispiel im In-System-Debugger genutzt.
Außerdem gibt es auf den drei kleinsten OM-Controllern die Möglichkeit,
Programmteile direkt in die Maschinensprache zu übersetzen und
auszuführen. Das wird mit dem echten BASIC-Compiler OCBASR realisiert.
Fehlende Funktionalität läßt sich durch das offene System meist leicht
nachrüsten.
Auf der OM-Infosite (http://om.dharlos.de) gibt es neben nützlichen
Downloads und zwei umfangreichen, ausgedruckt über 100 Seiten starke
Dokumentationen auch Meinungsäußerungen anderer OM-Anwender. Dort ist
Folgendes nachzulesen:
"Die Programmierung der Open-Micro ist im Vergleich zu den
AVR-Mikrocontrollern viel anwenderfreundlicher, das habe ich in der
Zwischenzeit gelernt."
Viele Grüße
Dietmar Harlos, Dipl.-Ing. Elektrotechnik
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