Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Alternative C-Control (Open-Maxi)


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Peter Anders (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

habt ihr schon gesehen, dass es jetzt eine Alternative zur C-Control 
M-Unit namens Open-Maxi gibt? Der Controller ist abwärtskompatibel zur 
C-Control I Version 1.1, also zur Original-C-Control. Ich bin noch nie 
auf einen Bug gestoßen. Die Open-Maxi scheint ein sehr ausgereiftes 
Produkt zu sein.

Auf http://om.dharlos.de gibt es alle Infos.

Mit freundlichen Grüßen

Peter

: Gesperrt durch Moderator
von Hans (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was macht man denn damit heute noch in Zeiten von Arduino und sehr 
bezahlbarer PCB Fertiger?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe den C-Control als altes Relikt aus den 90er Jahren im 
Gedächtnis und selbst damals wäre mir jeder normale µC lieber gewesen.

von Peter Anders (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich vermute mal, dass die Leute, die hier die Open-Maxi verreißen, sich 
noch nie mit diesem Controller auseinander gesetzt haben.

Denn die Entwicklung ist auch bei den C-Control-kompatiblen 
Mikrocontrollern nicht stehen geblieben:

Die Original-Control bot nur 24 Byte Variablenspeicher. Die Open-Maxi 
bietet über 1800 Byte. Der Programmspeicher hat jetzt eine Größe von 
58782 Byte. Durch den hohen Takt von 20 MHz ist die Open-Maxi mehr als 
100-mal schneller als die Original-C-Control und lässt sich durch den 
eigens entwickelten OCBASIC-Dialekt auch viel komfortabler 
programmieren. In OCBASIC ist sogar ein 6808-Assembler enthalten, mit 
dem die Assemblerprogrammierung so komfortabel ist, wie auf keinem 
anderen C-Control-kompatiblen Controllersystem. Routinen für I²C-LCD, 64 
Extended Ports und I²C-EEPROM zur Datenspeicherung befinden sich bereits 
im Betriebssystem.

Wer möchte, kann außerdem die kleinen OM-Controller in DIP8 oder DIP16 
einsetzen. Die Open-Macro ist zum Beispiel ebenfalls sehr komfortabel.

Es gibt noch mehr erwähnenswerte Eigenschaften der OM-Mikrocontroller. 
Am besten mal selber auf http://om.dharlos.de vorbei schauen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter

von gimpuin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Es gibt noch mehr erwähnenswerte Eigenschaften der OM-Mikrocontroller.
> Am besten mal selber auf http://om.dharlos.de vorbei schauen.

...Host-Tools nicht für Linux? --> /dev/null

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke Peter,

in der Tat habe ich die Entwicklung der Controller schon lange nicht 
mehr verfolgt und kenne daher die aktuellen Daten nicht. Die Zahlen die 
du da genannt hast überraschen mich allerdings nicht.

Meine ablehnende Haltung kommt hauptsächlich daher, dass die 
Programmierung in Basic der einzige wesentliche Vorteil sein soll. Für 
mich ist das eher ein Nachteil. Ich habe C64 und PC's unter DOS in Basic 
programmiert. Ich kenne die Sprache und vor allem ihre miese 
Performance.

Warum soll ich mir ein 30€ teures Mikrocontroller Modul antun, wenn ich 
für 1/10 des Preises zahlreiche andere Module bekommen kann? Das 
Einzige, was da immer wieder als großer Vorteil hervorgehoben wird ist 
die Programmierbarkeit in Basic, aber das kann ich bei fast jedem 
anderen µC ebenso haben.

Die anderen Vorteile die er damals in den 90er Jahren hatte (Flash 
Speicher, Bootloader, fertige Libs bzw. Firmware Routinen, Debugger) 
sind keine mehr, weil das alle anderen µC ebenfalls bieten. Nur eben 
viel billiger und in vielfältigeren Varianten (größer und kleiner, 
schneller und sparsamer).

Bitte korrigiere mich, wenn das so nicht stimmt.

> ich vermute mal, dass die Leute, die hier die Open-Maxi verreißen, sich
> noch nie mit diesem Controller auseinander gesetzt haben.

Ich habe in der tat noch keine einzigen Gekauft, einfach weil mich 
damals der Preis und heute die Produktbeschreibung nicht begeistern.

Bei diesem alternativen Modul muss ich aber hervorheben, dass es 
zahlreiche Programmiersprachen unterstützt, das ist auf jeden Fall 
besser so.

Fragen dazu:

> Durch den hohen Takt von 20 MHz ist die Open-Maxi mehr als
> 100-mal schneller als die Original-C-Control

Hat der originale denn weniger als 200kHz Taktfrequenz?

> Routinen für I²C-LCD, 64 Extended Ports und I²C-EEPROM zur
> Datenspeicherung befinden sich bereits im Betriebssystem.

Das ist schön, wenn sie tun was man braucht. Und wenn nicht, kann man 
sie dann durch eigene Routinen ersetzen oder geht einem der 
enstsprechende Bereich von ohnehin knappen Speicher dann verloren?

Gibt es ähnlich wie für AVR Communities, wo man für quasi jede denkbare 
Anwendung hilfreiche Libraries teilt?

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ihr duerft nicht den Fehler machen sowas wie C-Control mit einem 
Microcontrollerboard zu verwechseln. Die Programmiersprachen die dort 
verwendet werden sind natuerlich aus der Sicht eines C-Programmieres 
laecherlich, aber sie ermoeglichen halt auch Leute die eigentlich eine 
andere Profession haben innerhalb von 1-2h eine Idee umzusetzen.

Der andere Vorteil von soetwas ist eine zertifizierte Hardware mit 
vielen tollen Aufklebern. Wenn ihr irgendeine chinesische Arduinoplatine 
in eure Hausverteilung baut und die Bude brennt ab dann werdet ihr 
danach viel Spass mit eurer Versicherung haben.

Sowas wendet sich einfach an komplett unterschiedliche Kundenkreise und 
ist nicht vergleichbar.

Olaf

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> aber sie ermoeglichen halt auch Leute die eigentlich eine
> andere Profession haben innerhalb von 1-2h eine Idee umzusetzen.

Ich denke, das tut Arduino ebenso, nur eben viel billiger und mit mehr 
Vielfalt.

Ich kann mir nicht vorstellen, das eine Versicherung sich im 
Schadensfall für das µC Modul interessiert. Da werden andere Komponenten 
eine größere Rolle spielen.

: Bearbeitet durch User
von wendelsberg (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
gimpuin schrieb:
> ...Host-Tools nicht für Linux? --> /dev/null

+1

wendelsberg

von Joachim (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte:

Gut ist an den OM-Controllern vor allem, dass alles auf Deutsch ist!
Die Dokumentation ist in Deutsch, die Assemblerbeschreibung ist Deutsch.
Auch einen kleinen Assemblerkurs gibt es in deutscher Sprache.
Sogar die Fehlermeldungen von OCBASIC sind Deutsch.

von Benny (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim schrieb:
> Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte:
>
> Gut ist an den OM-Controllern vor allem, dass alles auf Deutsch ist!
> Die Dokumentation ist in Deutsch, die Assemblerbeschreibung ist Deutsch.
> Auch einen kleinen Assemblerkurs gibt es in deutscher Sprache.
> Sogar die Fehlermeldungen von OCBASIC sind Deutsch.

Nur in dieser kümmerlichen deutschen Sprache? Kein Englisch? Wer soll 
den zu so einem Produkt vertrauen haben?

von Uli (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ah C-Control, was für ein geiles Teil.

So ein Ding arbeitet bei mir immer noch jeden Tag.
Ist im Sicherungskasten drin und steuert als klein SPS einige Lampen.

Habe noch ein zweites Gerät mit dem ich mir auch heute noch mal schnell 
was für einen Teststand zusammen baue.

Klar ist das Original Teil heute extrem langsam, war es damal eigentlich 
auch schon, aber als kleine SPS war das schon nicht schlecht.

Die ganzen Nachfolger kenne ich nicht so gut, aber wenn die fertig zum 
einbauen daher kommen warum nicht.

von Dietmar Harlos (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo miteinander,

ich bin derjenige, der die OM-Mikrocontroller "verbrochen" hat und 
möchte hier ein paar Dinge klarstellen.

Das heutige BASIC ist nicht mit dem BASIC zu vergleichen, das früher auf 
dem C64 lief. Es gibt Dialekte, die Native Code erzeugen und deshalb 
sehr schnell ausgeführt werden. Siehe zum Beispiel den kostenlosen 
Open-Source-BASIC-Compiler FreeBASIC.

Bei den C-Control-kompatiblen Mikrocontrollern wird zwar ein Interpreter 
verwendet, aber der arbeitet sehr schnell und effektiv, wodurch auch die 
100-fache Geschwindigkeit der Open-Maxi zu erklären ist. Auf der 
Original-C-Control mußten die BASIC-Tokens während der 
Programmausführung aus einem externen I²C-EEPROM gelesen werden. Das 
entfällt bei den OM-Mikrocontrollern.

Die Vorteile eines Interpreters sind zum Beispiel, daß Fehler auf dem 
GOSUB-Stack detektiert und das Anwenderprogramm neu gestartet werden 
kann. Am Beginn des Programms kann der Anwender den Fehler dann 
auswerten. Compilierter Code würde einfach abstürzen. Und Variablen 
lassen sich mit einer in den Interpreter eingebundenen Routine 
überwachen. Ein Interpreter bietet also eine bessere Fehlerdiagnose. Das 
wird zum Beispiel im In-System-Debugger genutzt.

Außerdem gibt es auf den drei kleinsten OM-Controllern die Möglichkeit, 
Programmteile direkt in die Maschinensprache zu übersetzen und 
auszuführen. Das wird mit dem echten BASIC-Compiler OCBASR realisiert.

Fehlende Funktionalität läßt sich durch das offene System meist leicht 
nachrüsten.

Auf der OM-Infosite (http://om.dharlos.de) gibt es neben nützlichen 
Downloads und zwei umfangreichen, ausgedruckt über 100 Seiten starke 
Dokumentationen auch Meinungsäußerungen anderer OM-Anwender. Dort ist 
Folgendes nachzulesen:

"Die Programmierung der Open-Micro ist im Vergleich zu den 
AVR-Mikrocontrollern viel anwenderfreundlicher, das habe ich in der 
Zwischenzeit gelernt."

Viele Grüße

Dietmar Harlos, Dipl.-Ing. Elektrotechnik

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen bleibt dieser Thread für's 
erste gesperrt.

Für gewerbliche Anzeigen im Forum ist der Forenbetreiber zu kontaktieren

info@eetech.com

Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.