ich weiß, dass schon 100mal das gleiche diskutiert wurde aber dennoch
habe eich eine Frage.
Immer wieder gibt es diskussionen welcher Studiengang schwieriger ist:
Informatik, Elektrotechnik oder Maschinenbau. Was ich festgestellt habe,
ist dass immer wieder die Abbrecher von Elektrotechnik oder
Maschinenbau, dann erfolgreich Informatik studieren und behaupten, dass
Informatik einfacher ist.
Und umgekehrt, dass Informatikabbrecher Elektrotechnik oder Maschinenbau
studiert ist mir nicht bekannt. Das kann nur daran liegen, dass
Informatik als Studiengang leichter ist, oder? Ich spreche von
Fachhochschulen.
Beispielhaft in der OTH-Regensburg Informatiker haben sogar weniger
Prüfungen und Bsp. Englisch als Pflichtfach, was sehr strange ist.
Softwarker schrieb:> Und umgekehrt, dass Informatikabbrecher Elektrotechnik oder Maschinenbau> studiert ist mir nicht bekannt.
Mir schon, aber mit gleichem Erfolg.
Daumenregel, egal welcher MINT-Studiengang: Vorlesungen, deren Thematik
einem gefällt, die sind leichter als uninteressante Basisvorlesungen,
die man halt so machen muss, weil vorgeschrieben.
Bei Informatik kann man möglicherweise besser durchkommen ohne wirklich
was verstanden zu haben. Im Berufsleben klappt das dann so natürlich
nicht mehr. Wer wirklich nur genau das kann was man im Studium lernt
wird auch Probleme bekommen; das ist bei ET ggf. anders.
Softwarker schrieb:> ich weiß, dass schon 100mal das gleiche diskutiert wurde aber> dennoch> habe eich eine Frage.>> Immer wieder gibt es diskussionen welcher Studiengang schwieriger ist:> Informatik, Elektrotechnik oder Maschinenbau. Was ich festgestellt habe,> ist dass immer wieder die Abbrecher von Elektrotechnik oder> Maschinenbau, dann erfolgreich Informatik studieren und behaupten, dass> Informatik einfacher ist.
Ob ein Fach schwer oder leicht ist hängt sicher von den persönlichen
Neigungen und vor allem von der Hochschule/Uni ab.
Softwarker schrieb:>> Beispielhaft in der OTH-Regensburg Informatiker haben sogar weniger> Prüfungen und Bsp. Englisch als Pflichtfach, was sehr strange ist.
Wobei man aufpassen muss, das Informatik-Studium an der OTH-Regensburg
ist vom Modulhandbuch her ein besserer Programmierkurs ...
Duck und weg.
erst lesen, dann posten schrieb:> Wobei man aufpassen muss, das Informatik-Studium an der OTH-Regensburg> ist vom Modulhandbuch her ein besserer Programmierkurs ...
Was meinst Du damit?
In der Region Mainz/Wiesbaden gibt es kaum Embedded Firmen, höchstens
Eckelmann, Dilas und Phytec. In den Stellenanzeigen für
Windows-Informatiker beobachte ich seltsames. Da steht oft drinnen:
Informatiker(Hochschule) gesucht, alternativ dann aber wieder die
Quereinsteiger. Oder manchmal: Fachinformatiker gesucht, aber ein
Hochschulabsolvent kann es zur Not auch machen. Mein Gehirn ist einfach
zu groß geworden, ich sollte ein wenig abambutieren lassen...
Moneyboy aka Sebastian schrieb im Beitrag #5521239:
> Hihihi
Meines Erachtens der treffendste Kommentar in diesem Thread.
Dr. Sommer schrieb:> Bei Informatik kann man möglicherweise besser durchkommen ohne wirklich> was verstanden zu haben. Im Berufsleben klappt das dann so natürlich> nicht mehr. Wer wirklich nur genau das kann was man im Studium lernt> wird auch Probleme bekommen; das ist bei ET ggf. anders.
Nein, bei ET (und sicherlich auch im Maschinenbau) geht das durchaus
auch. Es ist allerdings purer Masochismus.
Bei meiner FH-Informatik-Ausbildung gab es als Programmiersprachen C,
C++ und Java. Nachdem Oracle jetzt anfängt für die Java SE Geld zu
nehmen fielen mir Beiträge auf, die .NET und Mono als die modernere
Technologie beschreiben. Z.B. ist Java immer schon recht grau gewesen,
hat keine Properties und keine Funktionspointer. Scheinbar werden
Sprachen dieser Art einmal initial entwickelt und dann in den nächsten
20 Jahren vielliecht noch um 20% erweitert.
Deshalb habe ich bei meiner FH nachgeschaut, welche Programmiersprachen
sie anbieten. Jetzt ist also der Inhalt mehr auf allgemeine Konzepte wie
Schnittstellen, Operatorüberladung konzentriert. Konkrete Sprachen sind
immer noch C, C++ und Java nicht .NET oder Mono.
Was ich auch erlebte war die Datenbankvorlesung an der FH. Es ging um
DBase und SQL Datenbanken. Diese werden auch Relationale Datenbanken
genannt obwohl es immer nur SQL ist (kommt immer zusammen vor). Was
nicht drankam waren Dokumentdatenbanken und Netzwerkdatenbanken. Auch
quelloffene Sql-Datenbanken waren nicht in Sicht. Der Professor forschte
wohl nicht auf diesem Gebiet sondern auf einem anderen: Dem Einkauf
einer teueren Sql-DB von einem Platzhirsch. Nachdem ich den Kurs
abgeschlossen hatte (die einzige Vorlesung in der ich wegen einer fünf
nochmal wiederholen musste) besuchte ich eine Abendveranstaltung. Darin
schließlich sprach der Prof. von XML, welches Wissen er von den
Studenten als Belegarbeit hatte erarbeiten lassen.
In der Wikipedia stand dann: Promotion bedeutet Arbeit an einem weltweit
neuen Thema, Professor ist international kompetenter Ansprechpartner.
Ist wohl nicht so gemeint.
robocash schrieb:> In der Wikipedia stand dann: Promotion bedeutet Arbeit an einem weltweit> neuen Thema, Professor ist international kompetenter Ansprechpartner.> Ist wohl nicht so gemeint.
Keine neue Erkenntnis. Professoren gehen nach der Habilitation in einen
Read-Only-Modus, in welchem sie nur noch das Wissen von damals abrufen,
aber keinesfalls etwas neues aufnehmen können. Ich hab schon schlechte
Noten bekommen weil ich Dinge behauptet (und bewiesen!) habe, die nicht
zum Wissensstand von ~1990 passen. Da hilft nur lächeln und winken.
... und habe heut Abend noch ein Gespräch mit einem Ex-Kommilitonen, der
mich unbedingt für seine Firma haben will. Den muss ich aber erstmal
nett vertrösten - er findet aber sonst keinen!
robocash schrieb:> In der Region Mainz/Wiesbaden gibt es kaum Embedded Firmen, höchstens> Eckelmann, Dilas und Phytec. In den Stellenanzeigen für> Windows-Informatiker beobachte ich seltsames. Da steht oft drinnen:> Informatiker(Hochschule) gesucht, alternativ dann aber wieder die> Quereinsteiger. Oder manchmal: Fachinformatiker gesucht, aber ein> Hochschulabsolvent kann es zur Not auch machen. Mein Gehirn ist einfach> zu groß geworden, ich sollte ein wenig abambutieren lassen...
nee, das ist schon nicht falsch.
ich habe festgestellt, das die fachinformatiker meist besser in der
praxis sind als die hochschulabsolventen.