Ist das Lötqualität?

Gast #5523696
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Beigefügte Foto stammt aus diesem Beitrag:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronik-Bauelemente-knapp-Preise-steigen-4137877.html

Also, wenn das ein kommerzielles Teil ist/ sein soll, dann darf man sich 
nicht wundern, wenn viele (Konsumer-) Geräte kurz nach der Garantiezeit 
Schrott sind. Schaut Euch mal die Lötstellen an überhaupt und speziell 
an dem Pin im gelben Kreis. Der scheint gar nicht gelötet zu sein- oder 
irre ich mich und ist das derzeit tatsächlich Lötstandard?
Angehängte Dateien:
#5523741
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Was erwartest Du, wenn der Konsument erwartet, dass alles schön billig 
ist?

Bei den Kondensatoren kann es allerdings an der Perspektive und 
Reflektionen liegen. Seitlich wird das wahrscheinlich anders aussehen, 
ich kenne das Phänomen  ;-)

Bei dem Pin im gelben Kreis kommts eher drauf an, dass der UNTER dem Pad 
gut verlötet ist (die Seite gibts bei manchen Bauteilen gar nicht, da 
ist das Pad nur unten).
Gast #5523809
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Über das extrem wenige Lötzinn hab ich mich auch gewundert. Es kann aber 
sein daß das nicht mit einer Schablone gemacht wurde, da ist ja das 
ganze Pad mit Lotpaste bedeckt, sondern das maschinell mit einem 
Dispenser aufgetragen wurde und da mit minimalstem Klecks gearbeitet 
wurde.

Einsparungen können kein Grund für das wenige Lötzinn sein, außer ein 
Knauser im Management hat sehr verzweifelt nach einer Einsparmöglichkeit 
gesucht um seine Bonuszahlung zu rechtfertigen.

Allerdings fällt mir auch kein Grund ein, der für so geringe Lotmengen 
spricht. Außerdem meine ich, daß da etwas mehr Flußmittel gutgetan 
hätte. Aber ein Hoch auf den Bestückungsautomaten, daß die Teile dennoch 
so schön gerade ausgerichtet sind.

Wohlgemerkt, ich hab mich bisher auf die Kondensatoren bezogen. Den Pin 
im gelben Kreis würde ich auch nicht so kritisch sehen. Wie gesagt, die 
eigentliche Lötfläche ist unter dem Bauteil.
Persönliche Seite #5523859
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>> Es kann aber sein daß das nicht mit einer Schablone gemacht wurde,
>> da ist ja das ganze Pad mit Lotpaste bedeckt

die Schablone kann man so fertigen lassen, das auch nur sehr kleine 
Mengen Lötpaste aufgetragen wird. Das geht sogar pro Pad, wenn man will. 
Bei Leiterplatten in der Menge ( Weiße Ware oder Konsumer ) macht ein 
Pastendrucker keinen Sinn.
Gast #5523869
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Dieter schrieb:
> Der scheint gar nicht gelötet zu sein- oder
> irre ich mich und ist das derzeit tatsächlich Lötstandard?

Ist es moeglich,dass bei den Millionen von Platinen die da taeglich 
produziert werden vielleicht mal bei einer kleineren Charge von 
vielleicht 100 Stueck etwas schiefgelaufen ist? Kaum vorstellbar oder?
Gast #5523916
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Toxic schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Der scheint gar nicht gelötet zu sein- oder
>> irre ich mich und ist das derzeit tatsächlich Lötstandard?
>
> Ist es moeglich,dass bei den Millionen von Platinen die da taeglich
> produziert werden vielleicht mal bei einer kleineren Charge von
> vielleicht 100 Stueck etwas schiefgelaufen ist? Kaum vorstellbar oder?
Das etwas schiefläuft, ja. Aber nicht, das bei nur ein paar Platinen bei 
allen Bauteilen alles gleich schiefläuft.


Bernd G. schrieb:
> Ist doch tipptopp. Mit mehr Lot wird es weder fester noch leiten die
> Verbindungen besser. Da ist doch überall eine nette kleine Hohlkehle
> dran.
Wo siehst du da Hohlkehlen? Das Lot sieht aus wie unten einfach nur 
weggequetscht. Als ob das Lötzinn nie wirkich flüssig gewesen wäre bzw. 
nie Flussmittel enthalten hätte.
Persönliche Seite #5523958
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Hallo Mac.

Mac G. schrieb:

> Bei dem Pin im gelben Kreis kommts eher drauf an, dass der UNTER dem Pad
> gut verlötet ist (die Seite gibts bei manchen Bauteilen gar nicht, da
> ist das Pad nur unten).

Die Seite gibt es nicht nur bei manchen Bauteilen nicht, sondern selbst 
wenn sie existiert steht in den Spezifikationen zum Footprint/Gehäuse 
dann oft,
dass sie nur zur Produktionszwecken nötig waren, und das es keine 
Garantie auf Kontaktierbarkeit oder Benetzbarkeit mit Lötzinn gibt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Gast #5523960
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Bernd G. schrieb:
> Ist doch tipptopp. Mit mehr Lot wird es weder fester noch leiten die
> Verbindungen besser. Da ist doch überall eine nette kleine Hohlkehle
> dran.

Die Kondensatoren sind noch nicht mal benetzt.

Tippe aber auch auf Anlaufschwierigkeiten o.Ä.
Bewusst produziert keiner solche Leiterplatten. Lieber etwas 
unauffälliger an den Kondensatoren sparen ;-)
Gast #5524332
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Dieter schrieb:
> Also, wenn das ein kommerzielles Teil ist/ sein soll

Genau. Kommerziell. Da hast du das Problem. Englisch nennt man das 
commercial, jeder weiß, das heißt übersetzt "billiger Dreck. Wenn das 
Zeug nichts kosten darf, dann kann man genau solche Qualität erwarten.

Sauber verarbeitete Elektronik gibts schon. Sowas findet man (manchmal) 
in teuren Geräten (im Iphone wird das z.B. sicher besser aussehen), und 
oft in Industrieelektronik oder Automotive Teilen.

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