Forum: /dev/null Preise bei höheren Stückzahlen abschätzen


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von Snil (Gast)


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Hallo,

Angenommen, eine bestückte Platine kostet 15€ bei 200 Stück,
aufgeteilt 7,50€ Material und 7,50€ Bestückung.

Die Frage ist: wie sind die Kosten bei höheren Stückzahlen (1000, 5000)?
Kann man das irgendwie abschätzen?

Angebot einholen geht nicht, es gibt (noch) keinen Plan und keine 
Stückliste.
Es steht die Frage im Raum: "Wenn wir so ein Ding bauen, was kostet uns 
das wenn wir richtig in Serie gehen?"

: Verschoben durch Moderator
von Base64 U. (6964fcd710b8d77)


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Snil schrieb:
> Angebot einholen geht nicht, es gibt (noch) keinen Plan und keine
> Stückliste.

Naja, die Angabe ist schon sehr dürftig.

Bei den meisten bestückern bekommt man auch ohne genaue Angaben einen 
ungefähren Preis. Da kommt es auf die größe und Anzahl der Bauteile an 
(desto kleiner und höhrer die Anzahl, desto teurer). Dazu auf die Anzahl 
der unterschiedlichen Bauteile. Normalerweise sind das dann Setupkosten 
+ Bestückungskosten. Wenns um kleinere Mengen geht dann bestücken manche 
eventuell per Hand (Seedstudio?).

Soweit mir bekannt ist sind die Preise für 1000 Stück eine gute 
Referenz, ab dem Punkt ändert sich nicht mehr wahnsinnig viel.
Edit: bei den Bauteilkosten/Stück

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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1000 und 5000 ist lächerlich, da geht der Preis von 15 vielleicht auf 12 
aber kaum unter 10.
Rede mal von 100000 oder 1000000, dann kannst du über Preise nachdenken, 
und Synergie ziehen.
Entscheidender ist also, daß du einen preiswerteren Bestücker findest, 
bzw. die Platine so gestaltest, daß sie preiswert bestückt werden kann, 
als bei deinen Kleinststückzahlen über Rabatte nachzudenken.

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.6

von старший мудрый троль (Gast)


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Bei den Bauteilen kann man ja bei den Distributoren nachschauen. Beim 
Leiterplattenlieferanten auch. Beim Bestuecker kann man nachfragen, der 
sagt dann zB
Die Setupkosten sind : Uebernahme der Daten, .. einmalig
Die Kosten pro Fertigungslos, einspannen der Rollen, .. jedes Mal
Die Einzelkosten, Maschinenzeit, .. multiplikativ mit der Stueckzahl.

Zieh's einfach mal durch. Geh mal persoenlich beim Bestuecker vorbei.
Es lohnt sich auch ein Projekt mit dem Bestuecker vorzubesprechen, 
welche Punkte sollen beachtet werden, sodass er's einfacher hat. Da geht 
man mit dem Prototypen vorbei, und laesst sich erzaehlen wie man die 
Nullserie machen sollte. Wieviele Platten ergeben einen Batch. Welche 
Fiducials, Fraesen, Ritzen, Bei welchen Konstellationen gibt es mehr 
Probleme auf der Welle. Dass zB Zweiseitig mehr als doppelt so teuer 
ist, ..

von BigM (Gast)


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Wir zahlen für 300 Stk (min) 2.50$ für die Bestückung (ca 250 Bauteile 
pro Platine).
Qualität ist sehr gut, die Firma ist auch an Verbesserungen 
interessiert.

Hatten wir aber auch schon mal anders 5 EUR für die Bestückung, und eine 
andere Firma hatte keine Zeit Fehler nachzubessern.

von Sachbearbeiter (Gast)


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200St. x 7,5 = 1500€
Schätze mal 1/4 - 1/2 davon ist für Rüsten.
Sagen wir 750€
750/200 = 3,75€ Bestückkosten pro Platine
3,75€ x 1000St + 750€ Rüsten = 4500€ Bestückkosten + Materialwert = 12 
000€
anders
2x(3,75 x500St) + 2x 750€ = 5250€ + MW = 12750€.

Anhand von den Daten würde ich das schätzen. Ohne zu wissen in welchen 
Losgröße die LP gefertigt werden soll. Ebenso ist nicht bekannt wie viel 
Artikel auf der LP sind. Allerdings dürfte es nichts aufregendes sein.
Bei 200St und 7,5€ kommt man ja "nur" auf 1500. Mir sind die 
Stundensätze bei diesen Unternehmen nicht bekannt, aber bei 1500€ wird 
man nicht viele Arbeitsstunden zusammen bekommen.
Vielleicht sind es 30 Arbeitsstunden in Summe, inc. Lagerarbeiter, 
Produktionsarbeiter, Auftragsbearbeitung etc.

von Wühlhase (Gast)


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Ich hab zwar noch nie mit großen Stückzahlen gearbeitet, spontan würden 
mir da aber z.B. Kosten für die Prozeßumstellung einfallen.

Da fällt mir z.B. das Thema Qualitätskontrolle ein. Bei 10 Platinen kann 
man drüberschauen, ein Testprogramm aufspielen, ein paar Signalkurven 
auf dem Oszi anschauen und gut.

5.000 Platinen zu programmieren wird zeitaufwändig. Auch nur ein 
einziges Oszillogramm anzuschauen würd ich mit 5.000 Platinen nicht mehr 
machen. Der Prüfer wird zu schnell betriebsblind und seine Tätigkeit 
damit nutzlos.

Die Frage ist auch, in welchem Zeitraum wieviele Platinen gebaut werden. 
Wenn 1.000 Stück pro Jahr anfallen und die über die Zeit anfallen (417 
Platinen/Monat, etwas über 100 Stück pro Woche) ist das bez. 
Investitionsbedarf und Gesamtkosten was anderes als wenn ein oder 
zweimal im Jahr ein Schwung auf einmal gebaut wird.

von Sachbearbeiter (Gast)


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Man müsste mehr über die Platine und die Auftragsstückzahlen wissen.

von Snil (Gast)


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Sachbearbeiter schrieb:
> Ebenso ist nicht bekannt wie viel
> Artikel auf der LP sind.

5 ICs (SO), 1 Poti, paar Klemmen, Hühnerfutter, insgesamt ~50 Teile

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