Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Emitter auf High legen?


von Zempel (Gast)


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Hi,

ich habe hier innerhalb einer Schaltung einen ATmega, bei dem die Pins 
für MISO/MOSI auch für andere Aufgaben verwendet werden 
(Schaltplanauszug im Anhang).

Konkret heißt dass, das beim Programmieren auch noch ein Optokoppler mit 
im Spiel ist und der Programmer einen High-Pegel an den Emitter des 
Optokoplers legt. Dieser ist nicht durchgesteuert (LIMITZ und LIMITY 
sind offen).

Gehe ich richtig in der Annahme, dass das kein Problem Darstellt, sprich 
der Optokoppler weder das Programmiersignal beeinflusst noch selber 
abraucht?

Der Kollektor des Optokopplers hängt übrigens and 5V, die ebenfalsl vom 
Programmer versorgt werden.

Danke!

von Dietrich L. (dietrichl)


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Zempel schrieb:
> Gehe ich richtig in der Annahme, dass das kein Problem Darstellt, sprich
> der Optokoppler weder das Programmiersignal beeinflusst noch selber
> abraucht?

So sehe ich das auch.

Die Frage ist eher, ob die Last aus 470Ω + LED für den Programmer zu 
viel ist!?

von Zempel (Gast)


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Dietrich L. schrieb:

> Die Frage ist eher, ob die Last aus 470Ω + LED für den Programmer zu
> viel ist!?

Guter Gedanke eigentlich - aber was dagegen tun? Für Jumper zum 
Auftrennen der MISO/MOSI-Leitungen ist nicht genügend Platz - und die 
für den Normalbetrieb gesetzt zu lassen ist mir zu unsicher...

von Amateur (Gast)


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Die Programmiersignale gegen ein unbekanntes "Emittersignal"!
Ein, in meinen Augen, unsinniger Widerstand parallel zu R und D!

Solange Du die zulässigen Werte des Transistors nicht überschreitest, 
sollte ein "hoher" Emitter Dein kleinstes Problem sein.

Schafft das Dein Programmer überhaupt? Normalerweise sind die für ihren 
Einsatzzweck ausreichend dimensioniert. Ob die Leistung auch noch für 
"sonstiges" reicht...

von Goldmedaille (Gast)


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Vernünftige Jumper sind SICHER!

von M.A. S. (mse2)


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Zempel schrieb:
> Gehe ich richtig in der Annahme, dass das kein Problem Darstellt, sprich
> der Optokoppler weder das Programmiersignal beeinflusst noch selber
> abraucht?

Ich denke, dass das kein Problem darstellt.

Plan-B für den Fall, dass es doch Probleme macht:
- zum einen kannst Du die Programmierdatenrate sehr weit 
herunterstellen,
- zum anderen könntest Du, wenn Du einen THT-Optokoppler im DIP-Gehäuase 
verwendetest (ich habe gesehen, Deiner ist SMD), könntest Du diesen zur 
Not aus dem Sockel nehmen.

Aber wie geschrieben: ich sehe kein Problem bei Deinem Ansatz.

von Stefan F. (Gast)


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Ich hatte mal einen Fall wo LEDs mit 91 Ohm an den ISP Leitungen hingen. 
Mit dem Atmel ISP-mkII klappte das sogar noch. Mit einem anderen 
billigen Programmieradapter jedoch nicht, der hatte "Schutzwiderstände" 
in seinen Leitungen, was ich im Grunde genommen nicht schlecht finde.

von Karl B. (gustav)


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Goldmedaille schrieb:
> Vernünftige Jumper sind SICHER!

Stefanus F. schrieb:
> Ich hatte mal einen Fall wo LEDs mit 91 Ohm an den ISP Leitungen hingen.
> Mit dem Atmel ISP-mkII klappte das sogar noch. Mit einem anderen
> billigen Programmieradapter jedoch nicht,


1k sollten es minimal sein. Das wird jedenfalls empfohlen.
(Ähnliche Probs. bei der Reset-Pin-Beschaltung. Nicht zu wenig 
Widerstand, nicht zuviel Kapazität.)

"...The AVR data out pin with a 1k resistor can be thought of like a 
programmable pull-up and pull-down device for the data line. Almost like 
doing open collector transmissions, but with hardware SPI. And the SPI 
can still be used with normal SPI devices for full-duplex comms..."

Soweit Zitat von AVR Freaks.

ciao
gustav

von M.A. S. (mse2)


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Dietrich L. schrieb:
> Die Frage ist eher, ob die Last aus 470Ω + LED für den Programmer zu
> viel ist!?

Ich würde vermuten: nein.

Aber im Zweifelsfalle: Datenblatt des Programmers lesen, App-Notes von 
Atmel zum Thema alternative Verwendung der Programmierpins lesen oder 
einfach: Ausprobieren (am besten die Signale oszilloskopieren, damit man 
sicher ist, dass die Pegel nicht nur eben so gültig sind und das ganze 
bei geänderter Wetterlage und Bodennebel ausfällt).

von Dietrich L. (dietrichl)


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Zempel schrieb:
> Guter Gedanke eigentlich - aber was dagegen tun?

- schauen, was der Programmer treiben kann, und dann
- die Widerstände dazu passend hochohmiger dimensionieren:
  * die LEDs brauchen bestimmt nicht soviel Strom - oder andere nehmen
  * brauchtst du an den Optokopplern tatsächlich soviel Strom? Oder ist 
das sowieso schon zuviel? Ich habe mir das Datenblatt jetzt nicht 
abgeschaut. Die Dimensionierung hängt ja auch von dem Treiberstorm am 
Eingang und der erforderlichen Geschwindigkeit ab.

von M.A. S. (mse2)


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Amateur schrieb:
> Die Programmiersignale gegen ein unbekanntes "Emittersignal"!

Da ist nichts "unbekannt":
Zempel schrieb:
> ein Optokoppler... Dieser ist nicht durchgesteuert (LIMITZ und LIMITY
> sind offen).



Amateur schrieb:
> Ein, in meinen Augen, unsinniger Widerstand parallel zu R und D!
Dieser Widersand zieht den jeweiligen Portpin auf GND, wenn der 
jeweilige OK inaktiv ist. Der Zweig aus LED und Vorwiderstand schafft es 
nicht bis auf 0V hinunter.

PS: Allerdings darf der Pulldown größer sein.
Wobei: wie schnell sind denn die Signale, die über die OKs kommen 
sollen?

von Zempel (Gast)


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M.A. S. schrieb:
> PS: Allerdings darf der Pulldown größer sein.
> Wobei: wie schnell sind denn die Signale, die über die OKs kommen
> sollen?

Das ist zu vernachlässigen, ein paar zehn Hertz wenn es hochkommt.

von M.A. S. (mse2)


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Zempel schrieb:
> Das ist zu vernachlässigen, ein paar zehn Hertz wenn es hochkommt.

Dann kannst Du die Pulldownwiderestände, die in Deiner Schaltung 470 Ohm 
haben, deutlich hochohmiger machen.

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