Es gibt auch programmierbare Ratenkonverter - für 49152 kann Ich aber
auch keinen direkt aus der Hand benennen, welcher sich dafür eignet.
Machbar ist das ohne Weiteres, es braucht aber wie schon erwähnt einen
Takt, den man dem Chip zuführen muss. Den muss man erst einmal
isolieren. Bei der klassischen digitalen Verbindung S/PDIF ist der ja
mit drin und wird aus dem Datenstrom gewonnen, sonst wird das nichts mit
dem Synchronisieren. Die Soundkarte wird auch eher den Bitstrom
erwarten.
Dann muss man auch die Daten so zuführen, dass sie signaltechnisch gut
erfasst werden können. Ist das ein Parallel-Wandler? Das ist nicht
unbedingt von Vorteil.
In jedem Fall ginge es mit z.B. einer FPGA-Lösung. 49152 auf 48000 sind
ganzzahlig möglich, die verhalten sich wie 128 zu 125. Entsprechend wird
man filtern und umsetzen. Ich würde mit einer PLL den 100fachen Takt
erzeugen, ein 5x5x5 CIC-Filter nehmen und auf 6.1MHz hochsetzen, mit
einem 8-TAP-Filter auf ein Viertel bandbegrenzen und dann mit einem
4:4:4 auf 96kHz senken.
Dann ein 16..18kHz Tiefpassfilter mit 512 TAPs nachschalten.
Man könnte es aber auch komplett in SW machen und das digitale Signal
einfach mit 192kHz aufnehmen und entsprechend prozessieren. Da muss ein
diskretes Filter drauf, welches aus dem verjitterten Aufnahmedaten die
49152 samples eindeutig rekonstruiert und jedes einmal abspeichert. Dann
lädt man die Daten mit z.B. Wavelab und nennt sie in 49152 um. Zum
Schluss wird einfach in SW auf 48kHz komvertiert.
Einen letzten Trick hätte ich noch, wenn Deine Soundkarte einen
Wordclock-Eingnang hat: Dann kann die sich direkt auf die 49152
einstellen und die Samples speichern. Bei einem Access Virus habe ich
das so gemacht. Der hatte auch so eine krumme DAC-Frequenz. Um keine
Verluste durch Umsampeln zu haben, habe Ich die Musik einfach etwas
höher und schneller abgespielt.
Mit dem Trick kann man auch das Frequenzspektrum von elektronischen
Instrumenten erweitern: Einfach auf der halben/doppelten
MIDI-Geschwindigkeit eine Oktave tiefer/höher abspielen und dann einen
Faktor 2 hoch/runtersampeln und mischen. Damit kriegt man besonders
satte tiefe Bässe und brilliante Höhen.