Empfehlung CAN Interface

Gast #5538752
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H. R. schrieb:
> ich brauche ein recht einfaches USB CAN interface.
> Es muss nur standard CAN messages schicken und empfangen können.

Isoliert oder nicht? Welche Geschwindigkeit? Müssen auch bei 100% 
Buslast alle Nachrichten ankommen?
Also "Nur Nachrichten schicken und empfangen" ist gar nicht so einfach.
Gast #5539022
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Noch eine Stimme für PEAK.

Funktioniert unter Windows und Linux ohne Probleme. Treiber gehen unter 
Linux von Version 2.4 aufwärts und sind super dokumentiert d.h. es ist 
gar kein Problem das auch auf anderen Plattformen abseits von x86 in 
Betrieb zu nehmen.

Haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, auch im produktiven 
Langzeiteinsatz.
Gast #5540953
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Ich empfehle ebenfalls Peak, idealerweise die isolierte Version, man 
kann ja nie wissen.
Wir haben mehrere im Einsatz, absolut zuverlässige Geräte. Bei einem 
Problem war die technische Unterstützung durch den Hersteller 
vorbildlich.
Gast #5541737
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Dr .Sommer schrieb:
> Müssen auch bei 100% Buslast alle Nachrichten ankommen?
Dafür braucht es unter Umständen viel Speicher im Interface,  weil bei 
USB auch nicht sicher ist wie oft der Host die Nachrichten abholt.  Wir 
haben mit Etas ES581 bzw. Intrepid value can eigentlich gute Erfahrungen 
gemacht. Peak ist aber auch nie verkehrt.
> Also "Nur Nachrichten schicken und empfangen" ist gar nicht so einfach.
Cave canem! Besonders wenn es auf Latenz ankommt ist ein usb basiertes 
Interface auch an dessen latenzen gebunden. Besser als 1ms wird es 
folglich eher nicht werden. Falls das ein Problem ist muss mehr Aufwand 
im Controller bzw. Interface getrieben werden. Dann ist es gut wenn man 
es selbst in der Hand hat.
(Firma: MHS-Elektronik GmbH & Co. KG) #5541872
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avr schrieb:
> Klaus D. schrieb:
>> TestX schrieb:
>>> PEAK pCAN USB
>>
>> 3 Leute finden diesen Beitrag lesenswert, was bitte ist daran so
>> Informativ ?
>
> Vielleicht wird der einfach von vielen benutzt?

Ich kenne auch einige die Peak benutzen/benutzt haben, was diese
Leute stört:

- Das USB-Kabel nicht getauscht werden kann, wenn es hin ist
kannst Du die Hardware wegwerfen.
- Das die Hardware keine 100% Buslast kann
- Das man bei der Software ganz schön zur Kasse gebeten wird

Positiv:
- Viele Software Hersteller unterstützen die Hardware von Peak
Gast #5541910
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Klaus D. schrieb:
> - Das USB-Kabel nicht getauscht werden kann, wenn es hin ist
> kannst Du die Hardware wegwerfen.
Es gibt nicht nur USB-Interfaces.
> - Das die Hardware keine 100% Buslast kann
Die komplette Produktpalette?
> - Das man bei der Software ganz schön zur Kasse gebeten wird
Kommt drauf an was man will. Die Basisversion ist gratis.
Gast #5542007
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@Klaus

kein marketing...nur jahrelange positive erfahrungen mit 
funktionierenden treibern für windows und linux (früher chardev, jetzt 
via socketcan). das ist der große vorteil der dinger für einen guten 
preis.

die selbstbau lösungen für linux über spidev und einem externen spi-can 
controller sind auch nicht schlecht....kommt halt drauf an was man will.
#5542019
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avr schrieb:
> Klaus D. schrieb:
>> - Das USB-Kabel nicht getauscht werden kann, wenn es hin ist
>> kannst Du die Hardware wegwerfen.
> Es gibt nicht nur USB-Interfaces.

Wenn man es auch am Laptop oder z.B. einem NUC anschließen will, dann 
gibt es nur die.

>> - Das die Hardware keine 100% Buslast kann
> Die komplette Produktpalette?

Meiner Erfahrung nach haben die alle das Problem, dass sie neben dem, 
was der CAN-Controller selber hat (was extrem wenig ist) keine Puffer 
haben und somit bei hoher Buslast Botschaften verlieren. Die sind halt 
einfach aufgebaut, ohne eigenen µC, und damit im Vergleich 
kostengünstig.
Gast #5542206
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Rolf M. schrieb:
> Meiner Erfahrung nach haben die alle das Problem, dass sie neben dem,
> was der CAN-Controller selber hat (was extrem wenig ist) keine Puffer
> haben und somit bei hoher Buslast Botschaften verlieren. Die sind halt
> einfach aufgebaut, ohne eigenen µC, und damit im Vergleich
> kostengünstig.

An dieser Stelle auf die intrepid/etas Teile sehr zu empfehlen. Haben 
afaik einen dspic mit 1 mib externem RAM als Puffer. Das geht auch bei 
voller Buslast Recht lange gut.
Persönliche Seite #5542361
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Rolf M. schrieb:
> avr schrieb:
>>> - Das die Hardware keine 100% Buslast kann
>> Die komplette Produktpalette?
>
> Meiner Erfahrung nach haben die alle das Problem, dass sie neben dem,
> was der CAN-Controller selber hat (was extrem wenig ist) keine Puffer
> haben und somit bei hoher Buslast Botschaften verlieren. Die sind halt
> einfach aufgebaut, ohne eigenen µC, und damit im Vergleich
> kostengünstig.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Die "alten" PCAN USB können 100% 
Buslast bei 1MBit empfangen und um die 90% selber erzeugen. Die neuen FD 
Typen sind da bestimmt nicht schlechter. Man kann allerdings mit der API 
bisschen was falsch machen so das Nachrichten verloren gehen. Das 
bekommt man dann im eigenen Programm auch gemeldet. Ich kann die Dinger 
auch nur empfehlen wenn's geld kosten darf. Wir hatten als einziges 
Problem mal eine falsche Reihenfolge an einem USB3 Port als USB3 noch 
recht neu war.

Matthias
Gast #5542382
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Messdiener schrieb:
> Ich empfehle ebenfalls Peak, idealerweise die isolierte Version, man
> kann ja nie wissen.
> Wir haben mehrere im Einsatz, absolut zuverlässige Geräte. Bei einem
> Problem war die technische Unterstützung durch den Hersteller
> vorbildlich.


Bei einem früheren Arbeitgeber von mir hatten wir ca. 60 Stück im 
gesamten Entwicklungsbereich, nie irgendwelche Ausfälle, sind auch damit 
regelmäßig raus und haben Aufzeichnungen im Auto gemacht.

Wir hatten auch diverse Tools von Vector, die waren noch mal ein Ticken 
besser, aber preislich deutlich höher.
(Firma: MHS-Elektronik GmbH & Co. KG) #5542771
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Μαtthias W. schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> avr schrieb:
>>>> - Das die Hardware keine 100% Buslast kann
>>> Die komplette Produktpalette?
>>
>> Meiner Erfahrung nach haben die alle das Problem, dass sie neben dem,
>> was der CAN-Controller selber hat (was extrem wenig ist) keine Puffer
>> haben und somit bei hoher Buslast Botschaften verlieren. Die sind halt
>> einfach aufgebaut, ohne eigenen µC, und damit im Vergleich
>> kostengünstig.
>
> Das kann ich nicht nachvollziehen. Die "alten" PCAN USB können 100%
> Buslast bei 1MBit empfangen und um die 90% selber erzeugen. Die neuen FD
> Typen sind da bestimmt nicht schlechter. Man kann allerdings mit der API
> bisschen was falsch machen so das Nachrichten verloren gehen. Das
> bekommt man dann im eigenen Programm auch gemeldet. Ich kann die Dinger
> auch nur empfehlen wenn's geld kosten darf. Wir hatten als einziges
> Problem mal eine falsche Reihenfolge an einem USB3 Port als USB3 noch
> recht neu war.
>
> Matthias

Also die "alten" PCAN USB können keine 100% Buslast das ist in der Szene 
bekannt. Es ist ja gar nicht so einfach die 100% Buslast zu simulieren,
ich habe mir dafür extra eine Hardware gebastelt.
Die Leistungsfähigkeit der neuen Hardware von Peak ist mir nicht 
bekannt, ich vermute aber die haben schon nachgebessert.

Klaus
#6509329
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Hallo Klaus.

Kannst Du einen Adapter empfehlen, der 100% Buslast tatsächlich sicher 
beherrscht? Ich stehe zwar nicht direkt vor dem Problem, dass der Bus, 
den ich untersuche, wirklich stark ausgelastet ist, würde mir dann 
demnächst aber lieber zwei Adapter zulegen, die auch das gut können.
Ich reverse engineere gerade den CAN Bus einer KTM. Um heraus zu finden, 
welches Gerät welch CAN IDs sendet und auf welche Datagramme es wie 
reagiert, trenne ich den CAN Bus am entsprechenden Gerät mechanisch auf 
und benutze alte PEAK CAN USB Adapter, die ich jeweils an eine Seite des 
aufgetreten Busses angeschlossen sind.
Unter Linux benutze ich socketcan, um den Traffic zwischen beiden 
Adaptern weiter zu leiten und logge alles mit.
Funktioniert erstaunlich gut.


Viele Grüße,
huebi
#6509430
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Mth schrieb:
> Nein, ist einfach nur etwas anderes

Kommt drauf an, ob man mit der erhöhten Datenrate was anfangen kann.

Kurze Erklärung: es kennt ja jeder den Zusammenhang zwischen Datenrate 
und Buslänge. Bei gegebener Buslänge (=entsprechende Laufzeit) müssen in 
der Arbitrierungsphase der entfernteste Knoten noch die Möglichkeit 
haben ein dominantes Bit zu senden (2xLaufzeit)
Ist das erstmal erledigt, kann die Datenrate deutlich höher sein. Das in 
Verbindung mit längeren Datenframes bringt deutlich höheren Durchsatz.
#6509778
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Huebi H. schrieb:
> Kannst Du einen Adapter empfehlen, der 100% Buslast tatsächlich sicher
> beherrscht?

Ich nutze die PEAK USB regelmässig in Autos, auch mit hoher Buslast. 
Dabei habe ich bisher nie Probleme gehabt. 100% Buslast geht eigentlich 
nicht weil da bereits Botschaften vor dem Senden verloren gehen können.

Du kannst natürlich auch was von Vector kaufen. Aber das wird dann 
schnell teuer.
Gast #6510050
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Huebi H. schrieb:

> Kannst Du einen Adapter empfehlen, der 100% Buslast tatsächlich sicher
> beherrscht? Ich stehe zwar nicht direkt vor dem Problem, dass der Bus,
> den ich untersuche, wirklich stark ausgelastet ist, würde mir dann
> demnächst aber lieber zwei Adapter zulegen, die auch das gut können.

Wer sein Geld mit sowas verdienen muss, der nutzt Tools von Vector 
Informatik. Aktuell wäre ein CANcase VN1640A und ggf deren Software 
CANalyzer oder CANoe. Da wirst Du aber einen ordentlich vierstelligen 
Betrag los.

Ältere, für den Amateur bezahlbare Vector-Hardware wäre das CANboard XL 
(für PCI), die CANcard XLe (ExpressCard für's Notebook) oder die CANcard 
X, XL (PCMCIA für's Notebook). Die gibt's gebraucht um 100 Euro. Da 
Consumergeräte diese Schnittstellen heute nicht mehr haben und Du nicht 
nochmal einen vierstelligen Betrag für ein Panasonic ToughBook hinlegen 
willst stellst Du Dir am besten einen älteren PC daneben, der die 
passenden Anschlüsse noch hat.

Die Vector-Interfaces haben eine gut dokumentierte Treiberschicht (XL 
Driver Library), auf der man mit einer Programmiersprache seiner Wahl 
aufsetzen kann. Die Treiber sind kostenlos, da reicht der Besitz der 
Hardware um loslegen zu können.

Die Vector-Tools, d.h. CANalyzer zum loggen und scripten, CANoe mit 
zusätlichen Menüboxen und Bedienfeldern, CANape Graph und CANdela Studio 
für Diagnose etc, sind alle auf den Benutzer registriert (Seriennummer 
und Aktivierungscode) und müssen zusätzlich für die Hardware 
freigeschaltet werden (Lizenzbit auf der Karte). Das erschwert den 
Gebrauchtkauf, da man einige Runden mit dem Support drehen muss bis man 
das Zeug umgezogen hat.

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