Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Duspol mit Drehfelderkennung - Funktion


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von Thomas H. (thoern)


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Hallo Kollegen und Interessierte,

es gibt ja diese Duspole mit Drehfelderkennung. Weiss jemand zufällig
wie diese technisch funktioneren? Gemeint ist nicht die Bedienung. Wie
wird die Referenz erzeugt, um die Richtung des Drehfeldes zu erkennen?
Geht das über Körperwiderstand zur Erde oder wie wird das gemacht?
Irgendwie muss ja die Phasenverschiebung ermittelt werden...

Vielen Dank und Gruß
thoern

von hinz (Gast)


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Thomas H. schrieb:

> Geht das über Körperwiderstand zur Erde?


Ja.

von Marek N. (bruderm)


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Besser gesagt, über die Kapazitive Kopplung.
Darum muss man auch beide Probes fest umschlossen halten.

von hinz (Gast)


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Marek N. schrieb:
> Besser gesagt, über die Kapazitive Kopplung.
> Darum muss man auch beide Probes fest umschlossen halten.

Ich hab einen von Weidmüller, da gibts einen kleinen Gummikontakt in 
Tasterform.

von Steuerzahler (Gast)


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hinz schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> Besser gesagt, über die Kapazitive Kopplung.
>> Darum muss man auch beide Probes fest umschlossen halten.
>
> Ich hab einen von Weidmüller, da gibts einen kleinen Gummikontakt in
> Tasterform.

Man kann einen auch selber bauen, mehr als eine Handvoll Bauteile sind 
nicht erforderlich. Habe ich vor ca. 30 Jahren mal gemacht und 
funktioniert immer noch.

von hinz (Gast)


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Steuerzahler schrieb:
> hinz schrieb:
>> Marek N. schrieb:
>>> Besser gesagt, über die Kapazitive Kopplung.
>>> Darum muss man auch beide Probes fest umschlossen halten.
>>
>> Ich hab einen von Weidmüller, da gibts einen kleinen Gummikontakt in
>> Tasterform.
>
> Man kann einen auch selber bauen, mehr als eine Handvoll Bauteile sind
> nicht erforderlich. Habe ich vor ca. 30 Jahren mal gemacht und
> funktioniert immer noch.

Es gibts auch eine AppNote von Microchip (oder wars Atmel) dazu, mit µC 
natürlich.

von Peter (Gast)


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Wie fließt denn da der Strom gegen Erde, wenn ich gut isolierende 
Schuhsohlen habe und auf einem gut isolierenden Boden stehe? Über die 
Kapazität, die der Körper und die Umgebung bilden? Dito Stromfluss bei 
Berührung nur von L im Hausnetz?

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Peter schrieb:
> Wie fließt denn da der Strom gegen Erde, wenn ich gut isolierende
> Schuhsohlen habe und auf einem gut isolierenden Boden stehe? Über die
> Kapazität, die der Körper und die Umgebung bilden? Dito Stromfluss bei
> Berührung nur von L im Hausnetz?

Man hofft, dass der Strom zur Messung der Drehrichtung reicht. Falls es 
nicht reicht ist die angezeigte Drehrichtung nicht zuverlässig richtig.

Dem Hersteller ist das bewusst und er schreibt daher in der Anleitung 
explizit, dass eine gemessene Drehrichtung auch umgekehrt (mit 
vertauschten Polen) gemessen werden muss, um eine zuverlässige Aussage 
zu bekommen.

von Oliver P. (Gast)


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hinz schrieb:
> Thomas H. schrieb:
>
>> Geht das über Körperwiderstand zur Erde?
>
>
> Ja.

Mein Duspol (neuer Typ, die komischen Dicken mit Licht) kann das auch 
während ich 1000V Handschuhe anhabe und auf einer 1000V isolierten Matte 
stehe (Stichwort "Arbeit unter Spannung"). Auch die einphasige 
Spannungserkennung klappt so ohne Probleme! Einmal hatte ich ihn nur mit 
einer Lüsterklemme festgeklemmt (frei in der Luft hängend) und auch das 
ging (einphasig!).

Interessanter Weise leuchtet auch die gelbe Durchgangsprüfer LED, wenn 
ich den N, PE oder irgend ein anderes Potenzialfreies Metall für ein 
paar Sekunden berühre. Vielleicht geht das irgendwie kapazitiv?

Allerdings schafft mein Duspol ab und zu (2 von 10 Messungen) auch keine 
saubere Drehfeldmessung im "Normalfall". Beim messen macht er gerne 
Fehler: Links gemessen, Duspol gedreht, nochmal links. Dann Duspol 
wieder gedreht, plötzlich rechts...

Mein Duspol ist dahingehend Schrott, daher habe ich jetzt einen 
richtigen Drehfeldmesser der sich auch wirklich dreht ;)

von Thomas H. (thoern)


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Danke euch allen für die Infos.

Gruß
thoern

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich habe so einen einpoligen "Plastikstift" zur Messung "ob da Strom 
drauf ist", der auch Drehfeldmessung kann.

Ich weiß nicht genau wie die das gebaut haben, aber ich vermute mal, sie 
synchronisieren eine 50Hz Zeitbasis mit den Nulldurchgängen von L1 und 
wenn man das Ding danach an L2 hält, kann man messen ob L2 vor- oder 
nachlaufend ist.

Wichtig bei Messtechnik und Netzspannung ist immer, vor und nach der 
Messung die Funktion des Messgeräts zu überprüfen. Diese Plastikstifte 
sind zwar recht zuverlässig wenn man gut an die Kontakte drankommt, aber 
wenn ich mit den Fingern dranpacken möchte, messe ich die 
Spannungsfreiheit grundsätzlich mit einem "echten Messgerät", was einen 
wirklichen Kontakt zu den Litzen bekommt. Sonst gibts beim 
Sicherheits-Kurzschluß unter Umständen einen dicken Kloß in der Hose.

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