Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Smartphon Display gegen kleineres ersetzen


von Rustler (Gast)


Lesenswert?

Hallo,
mein Plan ist es aus einem alten Smartphone das PCB auszubauen und ein 
Display mit geringerer Auflösung daran anzuschließen. Ist so etwas 
möglich?

von Max D. (max_d)


Lesenswert?

Mit irrem Aufwand u.U. möglich, aber weder sinnvoll noch wirtschaftlich.

Erzähl doch mal was du am ende als "produkt" dir erhoffst, vlt. gibts ja 
bessere Optionen.

von Jim M. (turboj)


Lesenswert?

Nur in der Theorie. Du müsstest den Grafik Controller umprogrammieren - 
nicht nur im Android sondern auch im Bootloader.

Viel Glück da überhaupt die passende Doku zu finden - oder einen 
passenden Stecker.

Eventuell ist es einfacher ein zusätzliches Display z.B. per USB 
anzuschließen.

von Rustler (Gast)


Lesenswert?

Danke für die Antworten.
Idee war gewesen ein Smartphone PCB in einen GPS fähigen Fahrradcomputer 
zu modden.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


Lesenswert?

Und warum sollte der "gps-fähige Fahrradcomputer" ausgerechnet ein 
kleineres Display bekommen?

Was würde dadurch verbessert werden?

von Rustler (Gast)


Lesenswert?

Naja so ein Riesendisplay am Rennradlenker wirkt ein wenig blöd meiner 
Mainung nach. Abgesehen davon ist das Display ja permanent an, und der 
Gedanke war, dass ein Display mit geringerer Auflösung weniger Strom 
verbraucht.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?


von Harald K. (hari11)


Lesenswert?

Das Grösse Display am Ende komplett abklemmen und das Handy mit at 
Commands am Datenport mit datenkabel steuern.

von --- (Gast)


Lesenswert?

> Abgesehen davon ist das Display ja permanent an

Eine intelligente Navisoftwre dimmt das Display wenn sie nix
zu vermelden hat. Das mag beim Fahrrad aber nicht besonders
gut funktionieren.

Eine knapp vierstüundige Fahrt hat bei einem 3.5" Androiden
die Akkuladung gerademal auf 60 % genuckelt.
Aus Versehen, weil der Stecker nicht drin steckte.

Wenn es nichts aktuelles sein muss: Auch Mobiltelefone
die vor 10 Jahren auf den Markt kamen, hatten teilweise
eine GPS-basierte (Offline-)Navigation.

Habe ich als Zweitnavi im Gebrauch.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Rufus Τ. F. schrieb:
> Und warum sollte der "gps-fähige Fahrradcomputer" ausgerechnet ein
> kleineres Display bekommen?
>
> Was würde dadurch verbessert werden?


Das verbessert die Aerodynamik und aufgrund des geringeren Gewichts 
dämpft es nicht so sehr das Schwingverhalten eines hart aufgepumpten 
Renners auf unebenen Untergründen.

mfF

von Axel S. (a-za-z0-9)


Lesenswert?

Rustler schrieb:
> Naja so ein Riesendisplay am Rennradlenker wirkt ein wenig blöd meiner
> Mainung nach.

Und warum schreibst du dann

im Beitrag #5542281:
> Display mit geringerer Auflösung daran anzuschließen

von geringerer Auflösung? Wenn du geringere Größe meinst? Und wie 
kommst du überhaupt auf die Idee, die Platine aus deinem Telefon wäre 
nennenswert kleiner als das Display?

> Abgesehen davon ist das Display ja permanent an, und der
> Gedanke war, dass ein Display mit geringerer Auflösung weniger Strom
> verbraucht.

Und warum nimmst du dann ausgerechnet ein Smartphone als Basis deines 
hypothetischen Fahrradcomputers, wo das doch jede Menge stromfressende 
Funktionen hat, die man da gar nicht braucht?

Wie kommst du überhaupt auf die Idee, du könntest etwas bauen, was 
kaufbaren GPS-fähigen Fahrradcomputern bezüglich Größe, Strombedarf oder 
Bedienung auch nur annähernd nahekommt? Wie du den Krempel, nachdem du 
ihn erst zerlegt und neu zusammengesetzt hast, wieder vibrations- und 
wetterfest bekommen willst, scheinst du gar nicht auf dem Radar zu 
haben.

Es gibt mittlerweile nicht mehr nur Boliden der Art eines z.B. Garmin 
Oregon, sondern auch schnuckelige kleine Geräte von bspw. Bryton, Sigma, 
Lezyne oder Wahoo. Zu erfreulich niedrigen Preisen übrigens und mit 
teilweise extrem langer Akkulaufzeit von mehreren Tagen. Den Bedarf für 
einen Eigenbau, noch dazu auf Basis eines Smartphones, mag ich beim 
besten Willen nicht zu erkennen.

von qwertzy (Gast)


Lesenswert?

--- schrieb:
> Wenn es nichts aktuelles sein muss: Auch Mobiltelefone
> die vor 10 Jahren auf den Markt kamen, hatten teilweise
> eine GPS-basierte (Offline-)Navigation.

Einen GPS-Empfänger im Handy/Smartphone von vor 10 Jahren will sicher 
niemand haben. Selbst mein Samsung S4 war/ist diesbezüglich absolut 
unbrauchbar.

von --- (Gast)


Lesenswert?

> Einen GPS-Empfänger im Handy/Smartphone von vor 10 Jahren will sicher
> niemand haben. Selbst mein Samsung S4 war/ist diesbezüglich absolut
> unbrauchbar.

Ich kann mich da nicht beklagen. Im Vergleich zum GPS eines neueren
Androiden, sind bei gleicher Empfangssituation die Ergebnisse
des aelteren Geraets nicht wesentlich schlechter.

Bei einem Einsatz im Freifeld, so wie auf einem Fahrrad oder
fusslaeufig, sind da ueberhaupt keine Unterschiede.

Beide GPS werden "unassisted" betrieben und funktionieren
beispielsweise auch in einer Flugzeugkabine.

Ein noch ein paar Jahre aelterer GPS-Empfaenger eines Palm-Navis
ist da deutlich unempfindlicher. Da reichten schon ein paar
hoehere Gebaeude links und rechts der Strasse um den Empfang
abreissen zu lassen.

von Wolfgang (Gast)


Lesenswert?

--- schrieb:
> Beide GPS werden "unassisted" betrieben und funktionieren
> beispielsweise auch in einer Flugzeugkabine.

Bei einem aktuellen Fahrrad-Navi würde ich mir eher Sorgen machen, ob es 
im feuchten Wald oder in Bergtälern noch vernünftig empfängt, 
insbesondere wieviel es mit den neuen Beidou- und den Galileo-Satelliten 
anfangen kann.

von Herr M. (herrmueller)


Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Ist ein 2,45 Zoll Display klein genug?

Wie A.K. schon schrieb gibt es kleine Smartphones sogar schon ab 60€.

https://de.aliexpress.com/item/Original-SERVO-J5-Plus-2-45-MTK6580-mini-Smartphone-Android-5-1-RAM-1GB-ROM-8GB/32823309650.html

oder bei Amazon 80€

https://www.amazon.de/gp/product/B01N3TGPWD/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1


hat Android 5.1 GPS Wlan BT ... und ist wasserdicht(nicht zum tauchen 
aber bei Regen auf jeden Fall)


Für das Fahrrad ideal.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


Lesenswert?

Christian S. schrieb:
> Das verbessert die Aerodynamik

Das ist sicherlich ganz entscheidend. Bei einem Fahrrad, auf dem ein 
Radfahrer draufsitzt.

> und aufgrund des geringeren Gewichts

In homöopathischen Dosen. Wenn das Smartphone 20g mehr wiegt, wird man 
das natürlich sofort am harten Schwingverhalten feststellen können, das 
Fahrrad reagiert nicht mehr so präzise, sondern klingt irgendwie dumpf, 
wie durch Nebel.

Die Vermarktungsprinzipien der Audiophilie scheinen auch beim 
Fahrradzubehör anwendbar zu sein.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.