Forum: Platinen Footprint aus der Hölle


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von Wühlhase (Gast)


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Warum zum Teufel hat man sich das ausgedacht? Einen so asymetrischen 
Footprint? Was ist da der Vorteil?

http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/6409fb.pdf

von Falk B. (falk)


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Du hast Probleme. Wo ist das Ding denn asymmetrisch? Nur weil Pad 1 
eckig ist?

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Das ePad ist auch etwas außermittig. Hat sicher mit der Position des 
Dies zu tun, vielleicht ließ es sich anders nicht vernünftig bonden.

Seltsam ist es schon.

von Wühlhase (Gast)


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@Falk:
Schau dir mal die Position des Pads in der Mitte an. Das berührt kaum 
noch den Mittelpunkt (den ich stillscweigend als den Punkt definiere, an 
dem sich die beiden Diagonalen der rechteckigen Package Outline 
kreuzen).

Und dann die drei Pads in Norden und Süden. Auf den ersten Blick sehen 
die gleich lang aus, sind sie aber nicht. Im Süden sind die etwas 
länger.

Dafür sind die Bemaßungen so gewählt daß sich ohne jeden Umrechenaufwand 
(ich hab ganz gern den Mittelpunkt eines Pads, die Start- und Endpunkte 
sind wenig hilfreich) die Padpositionen ermitteln lassen.

von Stefan P. (form)


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Also die von Dir gelb markierten Bemaßungen haben nichts miteinander zu 
tun.
Eins beschreibt die Länge der horizontalen Pads, das andere die 
Startposition von den vertikalen Pads.

von Der Andere (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> Dafür sind die Bemaßungen so gewählt daß sich ohne jeden Umrechenaufwand
> (ich hab ganz gern den Mittelpunkt eines Pads, die Start- und Endpunkte
> sind wenig hilfreich) die Padpositionen ermitteln lassen.

Ich sehe hier (Bild oben links) überhaupt keine vertikale Bemaßung für 
die West, Mitte und Ost Pads?
Bin ich einfach blind und kann mich mal jemand schlau machen?

Korrektur: Der Center ist ist in "Detail B" bemaßt

von Johnny B. (johnnyb)


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Wühlhase schrieb:
> Warum zum Teufel hat man sich das ausgedacht? Einen so asymetrischen
> Footprint? Was ist da der Vorteil?
>
> http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheet/6409fb.pdf

Im Altium Content Vault ist dieses Bauteil/Footprint verfügbar, falls Du 
Altium verwendest und ihn nicht selber erstellen willst.

von Purzel H. (hacky)


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Doch eigentlich ist alles bemasst. Auf das ganze Blatt verteilt und fast 
redundanzfrei.
Dh die im oben-links fehlenden Masse sind unten-rechts.

: Bearbeitet durch User
von Der Andere (Gast)


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Jetzt ist G. schrieb:
> Dh die im oben-links fehlenden Masse sind unten-rechts.

Ah, ok, da sind die Abstände zueinander und die Breite des Pads unten 
Mitte gilt dann für alle Pads.

Sorry für die blöde Frage und Danke für den Hinweis.

von Wühlhase (Gast)


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Johnny B. schrieb:
> Im Altium Content Vault ist dieses Bauteil/Footprint verfügbar, falls Du
> Altium verwendest und ihn nicht selber erstellen willst.
Danke...das hab ich völlig vergessen, das nehm (bzw. ändere) ich.

von Falk B. (falk)


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Naja, stimmt schon ein wenig. Umso mehr ist dieses Gehäuse ein weiteres 
Argument dafür, daß dieser Unsinn mit old school Zeichnungen mal 
aufhören muss und solche Informationen mittels eines offenen, 
standardisierten Datenformats übergeben werden müssen. Das sollte dann 
jedes CAD-Programm direkt importieren können. Dann müssen nämlich nicht 
tausende von IC-Anwendern Malen nach Zahlen spielen.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Wühlhase.

Wühlhase schrieb:

>> Im Altium Content Vault ist dieses Bauteil/Footprint verfügbar, falls Du
>> Altium verwendest und ihn nicht selber erstellen willst.
> Danke...das hab ich völlig vergessen, das nehm (bzw. ändere) ich.

Interessant, Snapeda hat ihn nur als normalen QFN-10 Footprint mit 
eckigen Pads.

https://www.snapeda.com/parts/LTC6409CUDB%23TRMPBF/Analog%20Devices%20/%20Linear%20Technology/view-part/?ref=search&t=LTC6409#download-modal

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das ist sicher bei der Umrechnung von Inch in Millimeter passiert, oben 
abgerundet und unten aufgerundet.

von Transient65 (Gast)


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Den zu erstellen war auch ganz lustig:

https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/MC16XSD200.pdf

von Johnny B. (johnnyb)


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Bernd W. schrieb:
> Interessant, Snapeda hat ihn nur als normalen QFN-10 Footprint mit
> eckigen Pads.

Der Footprint vom Altium Content Vault (siehe Anhang) scheint auch nicht 
100% der Vorgabe aus dem Datenblatt zu entsprechen (Pin 1 anders und das 
Thermal Pad scheint mir auch nicht an der exakt richtigen Position zu 
sein, aber habs jetzt nicht herausgemessen).

von Wühlhase (Gast)


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So...ich habs jetzt.

Ja, das Teil auf der Altium-Seite stimmt auch nicht exakt mit den Maßen 
im Datenblatt. Aber ich denke ich hab jetzt einen funktionierenden 
Footprint.

Schade daß LT kein 3D-Modell anbietet, da ist nur ein simpler Quader 
drübergezogen. Sowas wäre zum Vergleichen jetzt wirklich gut.

von Wühlhase (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Naja, stimmt schon ein wenig. Umso mehr ist dieses Gehäuse ein weiteres
> Argument dafür, daß dieser Unsinn mit old school Zeichnungen mal
> aufhören muss und solche Informationen mittels eines offenen,
> standardisierten Datenformats übergeben werden müssen. Das sollte dann
> jedes CAD-Programm direkt importieren können. Dann müssen nämlich nicht
> tausende von IC-Anwendern Malen nach Zahlen spielen.
Exakt, so sehe ich das auch.

Irgendwo hatten wir ja schon mal die Diskussion über ein einheitliches 
Austauschformat. Irgendwer der sich da mal näher damit beschäftigt hat 
meinte, daß das kaum möglich sei weil es kaum Gemeinsamkeiten zwischen 
den Herstellern gibt.

Aber wenigstens sowas wie die Cu-Lagen sollten mal ernsthaft als DXF 
o.ä. angeboten werden. Dann könnte man die importieren und entweder 
gleich nutzen oder wenigstens als Schablone zum Ausrichten benutzen.

von W.S. (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> Warum zum Teufel hat man sich das ausgedacht? Einen so asymetrischen
> Footprint? Was ist da der Vorteil?

Nanana, bei einem Verstärker mit satten 10 GigaHertz Bandbreite sollte 
man sich nicht darüber aufregen, daß das Layout auch eher für 
Mikrowellenzeugs als für nen TDA2030 gestaltet sein will.

Ich nehme an, daß dieser Footprint aus Impedanzgründen so gemacht ist 
wie er ist. Daß das Pad links oben etwas anders aussieht als die 
anderen, ist wohl nur die Markierung gegen Verwechselung. Und wenn sich 
die Leute bei dem Mittenpad etwas Asymmetrisches ausgedacht haben, dann 
wird auch das vermutlich seinen Mikrowellen-Grund haben.

Du kannst ja zum Üben dir mal einen Footprint für nen LMX2531 machen. 
Dann weißt du, wie einfach dein gezeigter Footprint ist.

W.S.

von Mac G. (macgyver0815)


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Wühlhase schrieb:
> Irgendwo hatten wir ja schon mal die Diskussion über ein einheitliches
> Austauschformat. Irgendwer der sich da mal näher damit beschäftigt hat
> meinte, daß das kaum möglich sei weil es kaum Gemeinsamkeiten zwischen
> den Herstellern gibt.


Aber für Footprints könnte man ja ein importierbares Format machen - ala 
DXF, nur zusätzlich gleich noch mit Pin Bezeichnungen usw.
Ja, da muss dann ein Importer (und ggf. Exporter) in jedem CAD Programm 
implementiert werden...

von Rainer S. (enevile) Benutzerseite


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https://www.digikey.bg/product-detail/en/linear-technology-analog-devices/LTC6409IUDB-TRMPBF/LTC6409IUDB-TRMPBFTR-ND/2405930

Wenn man da unter Documents Cad auswählt kann man die Altium-Datei 
runterladen. Muss du dich nur anmelden. Hab die zip datei mal angehängt. 
Die ImportGuide befolgen und du hast das footprint drin.

Mit genauen Stichworten lässt sich vieles finden. Habe jetzt "LTC6409 
cad" eingeben. Zwar nicht die Cad-Datei gefunden aber den Footprint.

von Thosch (Gast)


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Gibts ja, z.B. mit Ultra Librarian.
von manchen Herstllern bekommt man für neuere Teile gar keine Footprint 
Zeichnungen mehr, sondern nur noch 'ne Ultra Librarian Datei...

von Wühlhase (Gast)


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@W.S.:
Da steht zwar 10GHz dran, allerdings sind die 10GHz der Bereich wo 
überhaupt noch etwas am Verstärker hinten rauskommt, linear ist der bloß 
bis 100MHz. :)
Der ist in der Beispielbeschaltung bei meinem AD-Wandler aufgeführt.

@Rainer:
Danke. Ich habs wie gesagt fertig, aber ich schau mir das trotzdem heute 
abend mal an.

von Florian D. (onkel)


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Damit die Bestückmaschine den PIN 1 erkennen kann, falls diese mal 
falsch im Gurt/ Tray liegen

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Thosch schrieb:
> Gibts ja, z.B. mit Ultra Librarian.
> von manchen Herstllern bekommt man für neuere Teile gar keine Footprint
> Zeichnungen mehr, sondern nur noch 'ne Ultra Librarian Datei...

Die Idee ist eigentlich gut, aber bei den mit Ultra Librarian nach 
Altium Designer exportierten Footprints und Schaltplansymbolen bekommt 
man Augenkrebs. Es ist folglich noch sehr viel händische Nacharbeit 
erforderlich.

Die bzw. einige Halbleiterhersteller verwenden für eigene Zwecke, z.B. 
Entwicklungs- und Demoboards, auch nicht die UL-generierten Symbole, 
sondern eigene. Ansonsten fielen nämlich auch Fehler auf. Bei einem 
Baustein (Silabs Si53019) sind um UL-Modell sogar vier Pins 
untereinander vertauscht, was mich tatsächlich viele Stunden Fehlersuche 
und einen neuen Layoutdurchlauf gekostet hat. Ich habe soeben noch 
einmal die Homepage von Silabs gecheckt, und dort werden immer noch die 
fehlerhaften Dateien zum Download angeboten.

Auch bei irgendeinem Baustein eines anderen Herstellers war mir schon 
aufgefallen, dass das UL-Modell ziemlich scheiße war. Ich gehe davon 
aus, dass die Modelle auch nicht von den tatsächlich involvierten 
Entwicklern erstellt, sondern von irgendeinem Vertriebsingenieur 
hektisch zusammengepfuscht werden, sobald ein wichtiger Kunde danach 
fragt.

Ich habe aber durchaus noch eine gewisse Resthoffnung, dass die 
Hersteller die Wichtigkeit hochwertiger CAD/EDA-Modelle durchgängig 
erkennen.

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Wühlhase schrieb:
> @W.S.:
> Da steht zwar 10GHz dran, allerdings sind die 10GHz der Bereich wo
> überhaupt noch etwas am Verstärker hinten rauskommt, linear ist der bloß
> bis 100MHz. :)

Bei unsauberem Layout, insbesondere der Stromversorgung, kann solch ein 
Verstärker aber lustig bei ein paar hundert Mhz vorsichhinoszillieren. 
Und die interne kapazitive Kopplung sorgt auch bei einwandfreiem Layout 
dafür, dass es bei nicht niederohmig abgeschlossenen Eingängen auch 
sofort zu Oszillationen kommt.

von HildeK (Gast)


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Etwas Off-Topic, aber:
Falk B. schrieb:
> und solche Informationen mittels eines offenen,
> standardisierten Datenformats übergeben werden müssen. Das sollte dann
> jedes CAD-Programm direkt importieren können. Dann müssen nämlich nicht
> tausende von IC-Anwendern Malen nach Zahlen spielen.
Da wird man noch lange warten müssen.
Es gibt ja kaum mal eine brauchbaren Mappingfile für die Pinzuordnung, 
nützlich vor allem bei größerem Pincount.
Das ginge in einem einfachem Textfile oder besser in .csv. Aber wie oft 
muss man das aus PDFs extrahieren mit den üblichen Problemen.

von Falk B. (falk)


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@ HildeK (Gast)

>> und solche Informationen mittels eines offenen,
>> standardisierten Datenformats übergeben werden müssen. Das sollte dann
>> jedes CAD-Programm direkt importieren können. Dann müssen nämlich nicht
>> tausende von IC-Anwendern Malen nach Zahlen spielen.
>Da wird man noch lange warten müssen.

Scheint so. Die CAD-Branche ist das sehr steinzeitlich, weil man glaubt, 
nur mit einem geschlossenen, exklisiven Dateiformat sein Geschäftsmodell 
zu schützen. Ohje!

>Es gibt ja kaum mal eine brauchbaren Mappingfile für die Pinzuordnung,
>nützlich vor allem bei größerem Pincount.
>Das ginge in einem einfachem Textfile oder besser in .csv.

Auch .csv ist ein Workaround. Für sowas braucht man schon etwas mehr 
Struktur, möglicherweise was auf XML-Basis.

> Aber wie oft
>muss man das aus PDFs extrahieren mit den üblichen Problemen.

Das ist der Würg-Around.

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