Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Welche Versicherungen/Altersvorsorgen erachtet Ihr als wichtig?


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von Peter (Gast)


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Guten Abend,

Aufgrund eines Jobwechsels mit etwas Gehaltssteigerung mache ich mir zur 
Zeit erstmals Gedanken über Versicherungen und Altersvorsorge.

Mein Beruf:
Ingenieur

Meine Auswahl:
GKV
Krankenhauszusatzversicherung
BU bis 2000€
„Quasi“-Riesterrente 4600€ brutto p.a.
Haftpflicht


Schießt mal los was ihr so an Ausgaben habt für 
Versicherungen/Altersvorsorge?
Hab ich was vergessen?

von Friedrich S. (fujitora)


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Warum gehst du von Daimler weg, Peter?

von Harri (Gast)


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Hallo,

habe Riesterrente von 161,xx €/ Monat netto und 50 €/Monat BU netto für 
1000€ Rente. Finde 50€/Monat für eine Versicherung, die ich 
wahrscheinlich nicht gebrauche auch schon viel.

von Bürovorsteher (Gast)


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Warum sind alle so wahnsinnig spitz darauf, ihr Geld für Versicherungen 
hinauszuwerfen?

von Claus M. (energy)


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Harri schrieb:
> für 1000€ Rente. Finde 50€/Monat für eine Versicherung, die ich
> wahrscheinlich nicht gebrauche auch schon viel.

Zumal du damit kaum über dem liegst, was du für nichts  als alg2 
bekommen würdest. In 30 Jahren ist es wahrscheinlich sogar weniger und 
wird dann einfach angerechnet.

von Christian B. (casandro) Flattr this


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Also private Rentenversicherungen sind sehr ineffizient. Wenn Du mehr 
für die Rente ansparen willst, dann stell eine Anfrage auf 
Frühverrentung, dann kannst Du entweder mehr einzahlen oder eine 
geringere Rente bekommen. Du wählst dann die "mehr einzahlen" Option und 
gehst dann später normal in Rente. Dadurch kriegst Du mehr Geld.

Mein Arbeitgeber hat kürzlich so eine neue "Betriebsrente" angeboten, 
nach stundenlangen zermürbenden Verkaufsvideos die man nicht 
überspringen kann, kommt dann eine Seite mit Zahlen, wenn man da ein 
wenig herumrechnet kommt heraus, dass die "Versicherung" 7% des Geldes 
nur dafür nimmt, das Geld zu verwalten und natürlich keine Zinsgarantie 
gibt. Versicherungen haben halt praktisch eine Gelddrucklizenz.

So Krankenhauszusatzversicherung ist nett wen das nicht viel kostet, 
aber effektiv sind die 10 Euro Zuzahlung im Krankenhaus kein Risiko, 
besonders da das sogar noch gedeckelt ist. Aufpassen solltest Du in 
jedem Falle auf die Beispiele die die Gesellschaft angibt, häufig 
rechnen die da mit dem gesamten Betrag den eine Operation kostet, und 
nicht nur der Differenz zu dem was die reguläre Krankenkasse zahlt.

Berufsunfähigkeitsversicherung ist potentiell interessant, besonders 
wenn man plant Familie zu haben. In Berufen in denen es aber ein reales 
Risiko gibt berufsunfähig zu werden ist die aber unbezahlbar.

von A. S. (achs)


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Schau nach, ob Deine Firma was anbietet, das kann sich lohnen.

Versicherungen (über 100€ im Jahr) machen nur Sinn, wenn man sie 
notfalls betrügen würde. Aber mit der Einstellung kann man auch ggf. 
andere ausnehmen.


Altersvorsorge: Immobilie, wenn du Spaß dran hast, Gold, Münzen, Aktien 
ebenso, sonst langweilige ETFs.

Die beste Vorsorge: reisen, Träume erfüllen, Porsche fahren, ... Davon 
zehrst du im Dekubitus-bett besser als von einem Bankkonto wo Du selbst 
nicht mehr drankommst.

von Martin W. (martin_s86)


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Peter schrieb:
> GKV
Klaro

> Krankenhauszusatzversicherung
Keine Ahnung was das ist. Par Tage Krankenhaus werd ich schon zahlen 
können, falls es mal dazu kommen sollte. Keine Risikosportarten und 
Beruf eher sitzend, Risiko für Unfälle eher gering.

Bin 31 und weiß nichtmal wer eigentlich mein Hausarzt ist bzw. wen ich 
als solchen Bezeichnen sollte. Bis vor 2 Jahren war ich 7 Jahre nicht 
beim Zahnarzt. Alles Top meint mein Aktueller.

Lass dir von den Krankenkassen nicht das Geld aus den Taschen ziehen.

> BU bis 2000€
Nachdem die Arschkrampen von der Hannoverschen für 1800€ BU-Rente statt 
1000€ jährliche Beitrage ganze 3000€ von mir wollten, NUR(!!!) weil ich 
angegeben habe, unregelmäßig an Renntrainings teilzunehmen, habe ich 
denen den Vogel gezeigt.
Muss man sich mal überlegen. Allein der Fakt, dass keine Rückfragen dazu 
kamen, wie oft, und vor allem (!) bis in welches Alter ich vorhabe dies 
zu tun, hat bei mir eine sehr aggressive Haltung verursacht.

> „Quasi“-Riesterrente 4600€ brutto p.a.
Hm... habe gehört Riestern lohnt sich im allgemeinen nicht. Habe zu 
wenig Infos darüber.

> Haftpflicht
Japs.

Halte ich für wichtig:
- Verkehrsrechtschutzversicherung, eine gute, nicht die für 50€ im Jahr, 
kein ADAC! Roland und co.
- Direktversicherung vom AG
- Rentenversicherung mit 20€ Beteiligung vom AG vom Brutto, keine 
Gebühren für Abschluss und Gedöhns
- Wertpapiere, Sparpläne auf breite und bekannte Indizes, DAS ist meine 
Altervorsorge

von Martin W. (martin_s86)


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Harri schrieb:
> 50 €/Monat BU netto für
> 1000€ Rente.

Und du glaubst, dass das eine "gute" Versicherung ist?

Hast du dich ansatzweise informiert?

Besteht dein Job aus liegen, in einem geschlossenem Raum ohne Geräte? 
Wirst du fürs nichtszun bezahlt?

von Martin W. (martin_s86)


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Ich korrigiere:

Martin S. schrieb:

> Halte ich für wichtig:
> - Verkehrsrechtschutzversicherung, eine gute, nicht die für 50€ im Jahr,
> kein ADAC! Eher Roland und co.

von Claus M. (energy)


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Who the fuck is Roland?

von MaWin (Gast)


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Peter schrieb:
> Gedanken über Versicherungen und Altersvorsorge.

Kinder und Eigenheim.

Haben über 10000 Jahre ihren Nutzen bewiesen.

Staatliche Rente und private Geldanlage gehen eher den Bach runter.

von (prx) A. K. (prx)


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Man kann Versicherungen dahingehend unterscheiden, inwieweit man 
wirtschaftlich noch in der Lage ist, einen eventuell eintretenden Fall 
zu verkraften, oder ob dann die Existenz bedroht ist. Wobei das 
natürlich von der wirtschaftliche Lage abhängt, und ob man Familie hat.

Versicherungen, bei denen es leidlich wahrscheinlich ist, dass das 
versicherte Risiko auch eintreten wird, sind summarum eher teurer als 
keine Versicherung. Denn zum erwartbaren Schaden kommt jener Teil hinzu, 
von dem die Versicherung lebt.

Versicherungen wie Kranken-Zusatzvers. und Rechtsschutz decken 
finanzielle Risiken ab, die einem einigermassen gut verdienenden Single 
nicht die Existenz rauben. Da kann man zum Schluss kommen, darauf zu 
verzichten.

Haftpflichtversicherungen sind das Gegenteil davon. Das finanzielle 
Risiko ist nach oben offen. Die sind daher obligatorisch.

von Dennis (Gast)


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Nichts. Alles abzocke. Nimm ein Konto und pack da was drauf oder Kauf 
Aktien. Und jetzt werden die mimis hier wieder aufschreiben. Alles 
neurotische Angstmenschen. Lebt damit, dass es keine Sicherheit gibt und 
ihr euch mit Versicherungen in der Richtung nur ein gutes gewissen 
kauft. Ablassbriefe des Kapitalismus sozusagen.

von Claus M. (energy)


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German Angst

von Oliver S. (phetty)


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Bier.

von Harri (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Harri schrieb:
>> 50 €/Monat BU netto für
>> 1000€ Rente.
>
> Und du glaubst, dass das eine "gute" Versicherung ist?
>
Hab ich das geschrieben?
>
> Wirst du fürs nichtszun bezahlt?
Im Prinzip ja. :P


MaWin schrieb:
> Peter schrieb:
>> Gedanken über Versicherungen und Altersvorsorge.
>
> Kinder und Eigenheim.
>
> Haben über 10000 Jahre ihren Nutzen bewiesen.
>
Halte ich auch für die beste Vorsorge. Wird in Zukunft denke ich auch 
noch mehr subventioniert.

Claus M. schrieb:
> Harri schrieb:
>> für 1000€ Rente. Finde 50€/Monat für eine Versicherung, die ich
>> wahrscheinlich nicht gebrauche auch schon viel.
>
> Zumal du damit kaum über dem liegst, was du für nichts  als alg2
> bekommen würdest. In 30 Jahren ist es wahrscheinlich sogar weniger und
> wird dann einfach angerechnet.

alg2 werde ich sowieso nie bekommen wegen Eigenheim.

von Herr Troll (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Bier.

Bier bringt nur 5%. Bei Aktien könnte mehr drin sein wenn man Glück hat.
Nützlich ist: das Risiko zu verteilen.

von Peter (Gast)


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Ich habe KH Zusatzversicherung wegen Chefarztbehandlung und freier KH 
Wahl gewählt. Nicht direkt wegen dem Zimmer. Quasi erkaufte „PKV“ zu 
meiner GKV im Falle von schwereren KRankheiten. (toi toi toi).

500€ im Jahr. Macht in 40 jahren 20.000€. Da werd ich auch nicht reich 
von. :P

von Qwertz (Gast)


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Harri schrieb:
> alg2 werde ich sowieso nie bekommen wegen Eigenheim.

Doch natürlich, allerdings erst nach dessen Zwangsversteigerung und dem 
Verbrauch des Ertrags bis zum Schonvermögen.

von Qwertz (Gast)


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Peter schrieb:
> Hab ich was vergessen?

Ja, die Vollkaskoversicherung plus Haftpflicht für das relativ neue 
Automobil in der Garage.

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Bürovorsteher (Gast)
> Datum: 04.09.2018 20:22

> Warum sind alle so wahnsinnig spitz darauf, ihr Geld für Versicherungen
> hinauszuwerfen?

Sehe ich auch so.

Mensch lege dein Geld privat an, da hast du mehr von als von jeder 
Versicherung.

von Le X. (lex_91)


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Mindestens eine Privathaftpflicht sollte man haben.
Je nachdem evtl. noch eine BU.
Damit sichert man sich gegen existentielle Risiken ab.

In Deutschland wirst du außerdem noch eine Kranken- sowie (als 
KFZ-Halter) eine KFZ-Haftpflichtversicherung brauchen, da kommst du 
nicht drum rum.

Alles andere ist im Prinzip Luxus oder Ich-kauf-mir-ein-Gutes-Gefühl und 
muss immer individuell betrachtet werden.

: Bearbeitet durch User
von N. N. (clancy688)


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Peter schrieb:
> 500€ im Jahr. Macht in 40 jahren 20.000€. Da werd ich auch nicht reich
> von. :P

Sagen wir mal du haust 500 € im Jahr für 40 Jahre in irgendwelche ETFs 
und die bringen dir jährlich 7% (nicht unrealistisch, wenn man die 
letzten Jahrzehnte beachtet).

Dann kommst du in 40 Jahren bei 90.000 € an.

von Zocker_54 (Gast)


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> Re: Welche Versicherungen/Altersvorsorgen erachtet Ihr als wichtig?

Überhaupt keine Versicherung.

Wenn überhaupt, dann privat vorsorgen.

von oszi40 (Gast)


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Zocker_54 schrieb:
> Mensch lege dein Geld privat an, da hast du mehr von als von jeder
> Versicherung.

Ob Kasko nützlich ist, wirst Du beim nächsten Wildunfall erkennen. 
"Mein" Reh hat nur 4500€ Schaden am Auto verursacht. Wichtiger scheint 
mir, daß man sich eine Versicherung sucht, die auch mal zahlt. Einige 
Schäden sind oft im Kleingedruckten ausgeschlossen!

@Peter: Bei einer Krankenhausversicherung mit Einzelzimmer sehe ich kaum 
Vorteile, da einen dann im Ernstfall leider keiner hilft.

von (prx) A. K. (prx)


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oszi40 schrieb:
> @Peter: Bei einer Krankenhausversicherung mit Einzelzimmer sehe ich kaum
> Vorteile, da einen dann im Ernstfall leider keiner hilft.

Ausser natürlich, ein Zimmergenosse schnarcht zum steinerweichen. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: A. K. (prx)
> Datum: 05.09.2018 08:49

> Ausser natürlich, ein Zimmergenosse schnarcht zum steinerweichen. ;-)

Auch wenn er ein Freund von Knoblauch ist kann das unangenehm sein.

von Stefan M. (derwisch)


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Rechtsschutzversicherung.

von Le X. (lex_91)


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Dennis schrieb:
> Nichts. Alles abzocke.

Bürovorsteher schrieb:
> Warum sind alle so wahnsinnig spitz darauf, ihr Geld für Versicherungen
> hinauszuwerfen?

Darf ich also davon ausgehen dass ihr beide nicht mal eine 
Privathaftpflicht habt?

: Bearbeitet durch User
von Qwertz (Gast)


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Lu R. schrieb:
> Dann kommst du in 40 Jahren bei 90.000 € an.

40 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Die hast du natürlich gewählt, damit 
eine höhere Summe herauskommt. Aber die ist vor Steuern, und was ist der 
verbleibende Rest in 40 Jahren schon noch wert, kannst du das erahnen?

von Qwertz (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Rechtsschutzversicherung.

Braucht kein Mensch. Im Fall der Fälle kann man die Kosten immer noch 
selbst stemmen.

von oszi40 (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Rechtsschutzversicherung.

Man sollte wissen, daß sie oft nur zahlt, WENN Erfolg in Aussicht ist 
und sie VORHER abgeschlossen wurde.

Die meisten Leute auf dem Berg werden gegen Hochwasser und die im 
Flutgebiet gegen Sturm versichert. So hat die Versicherung ein gutes 
Geschäftsmodell.

Wichtigste Versicherungen sind die Haftpflicht und 
Auslandskrankenversicherung (mit Rückholung weltweit). Sonst könnte es 
teuer werden.

von SteuerSteffen (Gast)


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Harri schrieb:
> Hallo,
>
> habe Riesterrente von 161,xx €/ Monat netto und 50 €/Monat BU netto für
> 1000€ Rente. Finde 50€/Monat für eine Versicherung, die ich
> wahrscheinlich nicht gebrauche auch schon viel.

1000€ Rente vor Steuern!

von Mad (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Braucht kein Mensch. Im Fall der Fälle kann man die Kosten immer noch
> selbst stemmen.

Wer das braucht, hast du hier nicht zu entscheiden.

Hat sich bei mir bereits im ersten Jahr rentiert.

Rufe bei juristischen Fragen einfach kostenlos einen Anwalt an und lasse 
mich beraten. Allein diesen Service bekommst du durch kein kostenloses 
Erstberatungsgespräch.

Es geht dabei um alle belange im Verkehrsrecht. Leasing, Kaufverträge 
usw. Nicht nur um das drohende Fahrverbot.

von Cyblord -. (Gast)


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Mad schrieb:
> Wer das braucht, hast du hier nicht zu entscheiden.
>
> Hat sich bei mir bereits im ersten Jahr rentiert.
>
> Rufe bei juristischen Fragen einfach kostenlos einen Anwalt an und lasse
> mich beraten. Allein diesen Service bekommst du durch kein kostenloses
> Erstberatungsgespräch.
>
> Es geht dabei um alle belange im Verkehrsrecht. Leasing, Kaufverträge
> usw. Nicht nur um das drohende Fahrverbot.

So ist es. Hängt von den individuellen Umständen ab. Beim Kollegen ging 
es wegen fehlerhafter Widerrufsklausel im Immokreditvertrag bis vors OLG 
bis die Bank einlenkte. Hat ihm ne nette 5stellige Summe gebracht. Ob er 
das ohne Rechtsschutz so weit geprügelt hätte, fraglich.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Darf ich also davon ausgehen dass ihr beide nicht mal eine
> Privathaftpflicht habt?

Du hast es erfasst! Und übrigens auch keine 
Betriebshaftpflichtversicherung!
Bei einer Privathaftpflichtversicherung müsste mir jemand den 
Versicherungsfall erläutern, der signifikante Schäden ohne Anwendung 
erheblicher krimineller Energie oder von Sprengstoffen verursacht.
Ja ich weiß, 1000-DA-Telefonkabel und 500 Glasfaserleitungen beschädigt.
Ich habe aber keinen Bagger, nicht einmal einen Spaten.
Und dann noch der Schlauch der Waschmaschine, ich weiß.
Dass man für das Auto eine  P f l i c h t versicherung abschließen muss, 
leuchtet ein, da ein Auto doch eine recht hohe kinetische Energie 
entwickeln kann und deshalb als gefährlicher Gegenstand einzustufen ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Bürovorsteher schrieb:
> Bei einer Privathaftpflichtversicherung müsste mir jemand den
> Versicherungsfall erläutern, der signifikante Schäden ohne Anwendung
> erheblicher krimineller Energie oder von Sprengstoffen verursacht.

Personenschaden kann auch ohne Bagger ziemlich teuer werden.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Personenschaden kann auch ohne Bagger ziemlich teuer werden.

Und wie bitte, soll ich das hinbekommen?

von (prx) A. K. (prx)


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Bürovorsteher schrieb:
>> Personenschaden kann auch ohne Bagger ziemlich teuer werden.
>
> Und wie bitte, soll ich das hinbekommen?

Da gibts beliebig viele Szenarien. Der Filmklassiker: Blumenkübel fällt 
vom Balkon.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Bei einer Privathaftpflichtversicherung müsste mir jemand den
> Versicherungsfall erläutern, der signifikante Schäden ohne Anwendung
> erheblicher krimineller Energie oder von Sprengstoffen verursacht.

Alles was dazu führt, dass bleibender Personenschaden entsteht und das 
können schon recht triviale Sachen sein mit etwas Pech.
Klar das sind alles keine häufigen Szenarien, sonst würde die 
Versicherung nicht nur 50€ / Jahr kosten, tritt so ein Fall aber ein, 
bist du ruiniert bis ans Ende deiner Tage.

von Le X. (lex_91)


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Abradolf L. schrieb:
> tritt so ein Fall aber ein,
> bist du ruiniert bis ans Ende deiner Tage.

Eben.
Gegen einen sehr geringen Obulus versichert man sich hier gegen ein 
wirklich existenzbedrohendes Risiko. Da stimmt für mich das 
Preis/Leistungs-Verhältnis.

Über alles weitere kann man diskutieren, bzw. das kommt immer auf den 
individuellen Einzelfall an was sinnvoll ist und was nicht.

von Le X. (lex_91)


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Übrigens, um mal die Hater etwas zu triggern:
Ich hab sogar noch eine Kapitallebensversicherung.

Stammt aus 2003. Sehr gute Rendite bisher und steuerbegünstig.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei meiner Mama für die sehr 
gute Idee damals bedanken ;-)

Was ich damit sagen möchte:
Das ist wieder, genauso wie die ewige Pro-Kontra-Diskussion bei 
Immobilien, immer ein sehr individuelles Thema.
Mit plumpen Pauschalaussagen entlarvt man sich hier schnell als 
Dumpfbacke, denn was sinnvoll ist und was nicht ist immer abhängig von 
der Berufs- und Familiensituation sowie der weiteren Lebensplanung.
Es gibt sogar sinnvolle Riesterverträge. Aber nicht für jeden.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Le X. schrieb:
> Übrigens, um mal die Hater etwas zu triggern:

Ob sich das wohl heute wiederholen lässt? ;-)

von Märchenonkel (Gast)


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Le X. schrieb:
> Ich hab sogar noch eine Kapitallebensversicherung.
>
> Stammt aus 2003. Sehr gute Rendite bisher und steuerbegünstig.
> An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei meiner Mama für die sehr
> gute Idee damals bedanken ;-)

Dann rück mal rüber mit allen Zahlen. Dann sehen wir was "sehr gut" ist.

Wenn ich schon "steuerbegünstigt" höre, das ist DER Bauernfängertrick 
bei Versicherungsdrückern, da setzt bei bei jedem Kunden das Hirn aus 
und unterschreibt sofort.

von easy (Gast)


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Haftpflicht ja, unbedingt auch hoch genug

Elementarschaden Versicherung auch noch

Feuerversicherung

Einbruch und Diebstahlversicherung

Hausratvericherung

Unfallversicherung

Krankenversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung habe ich noch nie benötigt, wichtig, es 
ist fast alles ausgeschlossen was vielleicht wichtig wäre, braucht man 
dann die noch?
######################################################################## 
###

Was man nicht braucht, Zusatzkrankenversicherung, Chefarztbehandlung 
etc.

######################################################################## 
###
Grund und Boden, Haus, Gold, Wertpapiere, Aktien ,Geld auf dem Konto und 
zwar nicht zu viel.

von Mad (Gast)


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easy schrieb:
> ist fast alles ausgeschlossen was vielleicht wichtig wäre, braucht man
> dann die noch?

Was wäre das konkret?

Genau aus diesem Grund eben hier genau vergleichen. Die Unterschiede 
liegen im Detail:

Beispiel:
Günstige Versicherung: Schließt Streifälle bei Parkverstößen aus, wenn 
eine Einstellung des Verfahrens möglich ist

Bessere Versicherung: Schließt Streifälle bei Parkverstößen 
nachträglich aus aus, wenn eine Einstellung des Verfahrens erfolgt 
ist

von Bürovorsteher (Gast)


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> Der Filmklassiker: Blumenkübel fällt vom Balkon.

Ich habe zwar einen Balkon, aber keine Blumen oder sonstiges Gestrüpp.

> Klar das sind alles keine häufigen Szenarien, sonst würde die
> Versicherung nicht nur 50€ / Jahr kosten,

Genau das ist der Punkt: Eintrittswahrscheinlichkeit kleiner gleich 
Null.

> Übrigens, um mal die Hater etwas zu triggern:
> Ich hab sogar noch eine Kapitallebensversicherung.

Habe/hatte ich auch. Werden jetzt fällig, mit steuerfreier Auszahlung, 
d.h. dieser Rentenanteil unterliegt keiner Besteuerung. Die insgesamt 
vier Stück waren damals um 1995/2000 herum eine sehr gute Investition - 
von heute aus gesehen. Damals haben mich alle ausgelacht, wegen der 
angeblich popligen Rendite. Heute lache ich.
Es war aber gefragt, welche Versicherungen heutzutage sinnvoll sind.
Da dürfte die Kapitallebensversicherung mit Sicherheit nicht mehr 
dazugehören.

von Le X. (lex_91)


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Bürovorsteher schrieb:
> Damals haben mich alle ausgelacht, wegen der
> angeblich popligen Rendite. Heute lache ich.

Klar, hinterher weiß man immer mehr.
Das gilt aber für alle Versicherungen oder Anlageformen.
Am Ende des Tages muss man immer abwägen ob man das potentielle Risiko 
tragen will.
Ob die Entscheidung richtig war weiß man erst später.
Mir wäre es zu heikel meine finanzielle Existenz aufs Spiel zu setzen um 
jährlich den Gegenwert eines Restaurantbesuchs mit der Freundin 
einzusparen.

> Es war aber gefragt, welche Versicherungen heutzutage sinnvoll sind.
> Da dürfte die Kapitallebensversicherung mit Sicherheit nicht mehr
> dazugehören.
Stimmt. Heute wird man sowas nicht mehr abschließen.
Das Beispiel reicht aber um zu zeigen dass Pauschalaussagen nicht sehr 
sinnvoll sind.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Le X. schrieb:
> Mir wäre es zu heikel meine finanzielle Existenz aufs Spiel zu setzen um
> jährlich den Gegenwert eines Restaurantbesuchs mit der Freundin
> einzusparen.

Zumal da bspw. auch Schäden mitversichert sind, die man als Radfahrer 
oder Fußgänger im Straßenverkehr verursacht. Ich und meine Frau zahlen 
dafür zusammen keine 60€ im Jahr.

Ansonsten eine RLV über 100k für meine Frau/Tochter. Damit sind die für 
einen gewissen Zeitraum abgesichert, wenn mir etwas zustößt. Kostet 
68€/Jahr.

Ansonsten für die Altersabsicherung: ein Haus, mittlerweile auch ETFs, 
und natürlich Rohstoffe/Material, Maschinen - und nicht zu vergessen: 
Wissen :-)

von Ich (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Es war aber gefragt, welche Versicherungen heutzutage sinnvoll sind.
> Da dürfte die Kapitallebensversicherung mit Sicherheit nicht mehr
> dazugehören.

Stimmt!

Die Private Haftpflichtversicherung ist aber ein MUSS, auch ohne Blumen 
auf dem nicht vorhandenen Balkon.

easy schrieb:
> Elementarschaden Versicherung auch noch
>
> Feuerversicherung

bei Wohn-Eigentum ja

> Einbruch und Diebstahlversicherung

Wo ist der Unterschied zur

> Hausratvericherung

hält sich mit den Kosten auch in Grenzen


> Unfallversicherung

Kleingedruckt, die zahlen das Krankenhaustagegeld, sonst oft fast nie

> Krankenversicherung

Einzelzimmer ist ganz schön und bezahlbar - Chefarztbehandlung ist wohl 
mehr Luxusversicherung und recht teuer

Beitrag #5546616 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Qwertz (Gast)


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Mad schrieb:
> Wer das braucht, hast du hier nicht zu entscheiden.

Ich treffe hier gar keine Entscheidungen, ich schreibe meine Meinung - 
genau wie du unfreundliches Wesen.

> Hat sich bei mir bereits im ersten Jahr rentiert.

Schön für dich, und jetzt troll dich wieder in dein Loch.

von Mad (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich treffe hier gar keine Entscheidungen, ich schreibe meine Meinung -
> genau wie du unfreundliches Wesen.

Ich unfreundlich?

Sagt jemand, der die Meinung eines anderen mit der Aussage "Braucht kein 
Mensch" abtut...

von Arno (Gast)


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Moin,

Peter schrieb:
> Schießt mal los was ihr so an Ausgaben habt für
> Versicherungen/Altersvorsorge?

BU: 700€/Jahr für 1500€ Rente plus abwählbare "Dynamisierung" (aktuell 
fast 1600€)
Privathaftpflicht: ca. 40€/Jahr
KFZ-Haftpflicht: ca. 450€/Jahr
Auslandskrankenversicherung: 10€/Jahr
Anteile an der Gebäudeversicherung meiner Eigentumswohnung: Keine 
Ahnung...
Altersvorsorge: 1,6% Betriebsrente - und Geld, das übrig bleibt, geht in 
ETFs+Tagesgeld, das sind nochmal ca. 20000€/Jahr.
GKV plus Pflegeversicherung weiß ich so auch nicht.

> Hab ich was vergessen?

Wenn du - egal ob privat oder dienstlich - außerhalb Europas unterwegs 
bist (Details, wie "Europa" definiert wird, bitte bei der Krankenkasse 
erfragen), solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Je 
nach deiner persönlichen Risikotragfähigkeit auch mit Rückholung, dann 
wird sie aber deutlich teurer als die 10€.

Und wenn Menschen von deinem Arbeitseinkommen abhängen (Kinder, Frau ist 
daheimgeblieben) würde ich noch eine Risiko-Lebensversicherung 
empfehlen, die ein paar Jahre abdeckt, bis die Kinder groß genug sind 
und die Frau sinnvoll bezahlte Arbeit gefunden hat.

Krankenhauszusatzversicherung brauche ich nicht. Riester-Rente sehe ich 
skeptisch. Gut, dass du die BU in sinnvoller Höhe (deutlich über Hartz 
IV-Regelsatz) abgeschlossen hast - wenn schon, denn schon.

Alles weitere sehe ich wie A.K. - was kein existenzielles Risiko 
darstellt, kann ich selbst absichern. Wenn ich dann in zehn Jahren mal 
jemanden verklagen will, zahl ich den Anwalt halt aus eigener Tasche. 
Wenn irgendein Idiot mein Auto zerstört, geh ich ans Tagesgeld und hol 
mir da ein paar Tausender für einen neuen Gebrauchtwagen - die 
1000€-2000€, die eine Vollkasko mir da für meinen alten zahlen würde, 
helfen mir da nicht nennenswert weiter. Die Rechnung für einen 
Frontscheibenwechsel ist übrigens wesentlich günstiger, wenn keine 
Versicherung bezahlt...

MfG, Arno

von Bürovorsteher (Gast)


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Altersvorsorge: selbst genutztes Wohneigentum.

von (prx) A. K. (prx)


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Arno schrieb:
> Wenn irgendein Idiot mein Auto zerstört, geh ich ans Tagesgeld und hol
> mir da ein paar Tausender für einen neuen Gebrauchtwagen

Meinst du den Idioten hinter dem Lenkrad? ;-)
Bei anderen Idioten zahlt dessen Haftpflicht.

von Purzel H. (hacky)


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>Peter schrieb:
>> Gedanken über Versicherungen und Altersvorsorge.
>>
>>Kinder und Eigenheim.
>
>Haben über 10000 Jahre ihren Nutzen bewiesen.

Ja, genau. Die moderne Ausfuehrung davon ..
Du baust ein Haus, die Frau will die Scheidung, ..
und die Kinder, und bekommt auch noch das Haus.

von Arno (Gast)


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A. K. schrieb:
> Arno schrieb:
>> Wenn irgendein Idiot mein Auto zerstört, geh ich ans Tagesgeld und hol
>> mir da ein paar Tausender für einen neuen Gebrauchtwagen
>
> Meinst du den Idioten hinter dem Lenkrad? ;-)
> Bei anderen Idioten zahlt dessen Haftpflicht.

Den auch, der ist ja auch nicht fehlerfrei, wenn auch bisher unfallfrei 
aufHolzKlopf :)

Vor allem meinte ich aber Idioten, die abhauen und nicht ermittelt 
werden können. Wie die Gestalten, die mir und ca. 20 anderen in der 
Straße (laut Polizei) letztes Jahr die Außenspiegel abgetreten haben.

MfG, Arno

von Desaster (Gast)


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> Wenn du - egal ob privat oder dienstlich - außerhalb Europas unterwegs
> bist (Details, wie "Europa" definiert wird, bitte bei der Krankenkasse
> erfragen), solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Je
> nach deiner persönlichen Risikotragfähigkeit auch mit Rückholung, dann
> wird sie aber deutlich teurer als die 10€.
Wo gibt's die für 10€ ?

> Wenn ich dann in zehn Jahren mal
> jemanden verklagen will, zahl ich den Anwalt halt aus eigener Tasche.
eine Rechtsschutzversicherung ist mit Sicherheit sinnvoller als eine BU 
Versicherung, die im Fall der Fälle u.U. erst mal nicht zahlt.
Spätestens dann brauchst Du einen Anwalt und der kostet.

von (prx) A. K. (prx)


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Desaster schrieb:
> Wo gibt's die für 10€ ?

Schon nach "Auslandskrankenversicherung" gegoogelt? Hit #1:
https://www.reiseversicherung.com/reiseversicherungen/auslandskrankenversicherung.html
Hängt davon ab wie lange, ob allein und wie alt.

: Bearbeitet durch User
von Arno (Gast)


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Desaster schrieb:
>> Wenn du - egal ob privat oder dienstlich - außerhalb Europas
> unterwegs
>> bist (Details, wie "Europa" definiert wird, bitte bei der Krankenkasse
>> erfragen), solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Je
>> nach deiner persönlichen Risikotragfähigkeit auch mit Rückholung, dann
>> wird sie aber deutlich teurer als die 10€.
> Wo gibt's die für 10€ ?

Bei der DEVK, der DKV, der envivas (für TK-Versicherte) und sicherlich 
zig anderen. Bei der Cosmos Direkt kostet sie 10,60€/Jahr und selbst die 
teure Allianz will gerade mal 10€+USt, nämlich 11,90€/Jahr.

Wobei ich nicht präzise geschrieben habe: Das ist eine 
Auslands_reise_krankenversicherung, die bis zu 6 oder 8 Wochen lange 
Auslandsaufenthalte abdeckt. Wer länger unterwegs ist (oder älter ist 
als 5x Jahre oder die Familie mit versichert) zahlt mehr.

>> Wenn ich dann in zehn Jahren mal
>> jemanden verklagen will, zahl ich den Anwalt halt aus eigener Tasche.
> eine Rechtsschutzversicherung ist mit Sicherheit sinnvoller als eine BU
> Versicherung, die im Fall der Fälle u.U. erst mal nicht zahlt.
> Spätestens dann brauchst Du einen Anwalt und der kostet.

Wie gesagt: Den Anwalt - wenn er denn nötig wird - kann ich dann aus 
eigener Tasche bezahlen (und muss nicht auch noch mit meiner 
Rechtsschutzversicherung diskutieren, ob und durch wie viele Instanzen 
sie ihn bezahlt). Die BU-Rente von (im schlimmsten Fall) 35 bis 65 
nicht. Das ist mein Kriterium für "das Risiko versichere ich".

MfG, Arno

von Desaster (Gast)


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> Wobei ich nicht präzise geschrieben habe: Das ist eine
> Auslands_reise_krankenversicherung, die bis zu 6 oder 8 Wochen lange
> Auslandsaufenthalte abdeckt. Wer länger unterwegs ist (oder älter ist
> als 5x Jahre oder die Familie mit versichert) zahlt mehr.
genau, dann sind die Preise nämlich etwas anders.

> Wie gesagt: Den Anwalt - wenn er denn nötig wird - kann ich dann aus
> eigener Tasche bezahlen (und muss nicht auch noch mit meiner
> Rechtsschutzversicherung diskutieren, ob und durch wie viele Instanzen
> sie ihn bezahlt).
Dir sind offensichtlich die Kosten und das Risiko nicht bekannt, wenn 
der Fall wirklich eintreten sollte.
Deshalb gibt es eine Rechtsschutz eben auch nicht für einen Apfel&Ei wie 
die Haftplicht oder BU

von Arno (Gast)


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Desaster schrieb:
>>>> erfragen), solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen.
>>>> Je nach deiner persönlichen Risikotragfähigkeit auch mit Rückholung,
>>>> dann wird sie aber deutlich teurer als die 10€.
>>> Wo gibt's die für 10€ ?
>> Wobei ich nicht präzise geschrieben habe: Das ist eine
>> Auslands_reise_krankenversicherung, die bis zu 6 oder 8 Wochen lange
>> Auslandsaufenthalte abdeckt. Wer länger unterwegs ist (oder älter ist
>> als 5x Jahre oder die Familie mit versichert) zahlt mehr.
> genau, dann sind die Preise nämlich etwas anders.

Guck mal, worauf du geantwortet hast. Hint: Da steht: "dann wird sie 
deutlich teurer als die 10€" und das meint "die 10€, die ich für das 
bezahle, was ich von der Auslandsreisekrankenversicherung will".

Aber du fragst sicher auch "Wo gibts das für 20€?" wenn ich aufschreibe, 
dass mein Mobiltelefon 2013 mal 20€ gekostet hat.

>> Wie gesagt: Den Anwalt - wenn er denn nötig wird - kann ich dann aus
>> eigener Tasche bezahlen (und muss nicht auch noch mit meiner
>> Rechtsschutzversicherung diskutieren, ob und durch wie viele Instanzen
>> sie ihn bezahlt).
> Dir sind offensichtlich die Kosten und das Risiko nicht bekannt, wenn
> der Fall wirklich eintreten sollte.

Dann erleuchte mich mal: Wie hoch sind die Anwalts- und Prozesskosten in 
einem typischen BU-Prozess? Und was kostet der Prozess mit dem die 
Rechtsschutzversicherung zur Zahlung gezwungen wird? Oder soll ich 
gleich zwei Rechtsschutzversicherungen abschließen?

> Deshalb gibt es eine Rechtsschutz eben auch nicht für einen Apfel&Ei wie
> die Haftplicht oder BU

Wenn du die Haftpflicht als Apfel&Ei bezeichnest, dann kostet die BU 
(mit Rente deutlich über Grundsicherung) schon zwei-drei Kartons Eier 
und ein paar Säcke Äpfel. Die Rechtsschutzversicherung liegt ziemlich 
genau in der Mitte dazwischen.

Hoffentlich schätzt du die Prozesskosten besser als die Beiträge...

MfG, Arno

von Ich (Gast)


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A. K. schrieb:
> Desaster schrieb:
>> Wo gibt's die für 10€ ?
>
> Schon nach "Auslandskrankenversicherung" gegoogelt? Hit #1:
> 
https://www.reiseversicherung.com/reiseversicherungen/auslandskrankenversicherung.html
> Hängt davon ab wie lange, ob allein und wie alt.

Bei meiner Krankenkasse (TK) inklusive, muss man extra beantragen, gilt 
3 Jahre (?), dann neu beantragen, ab einem gewissen Alter geht das nicht 
mehr so einfach.

Wichtig: Rückholung aus dem Ausland, wenn es sinnvoll ist, nicht nur 
notwendig.

Gilt für für 6-8 Wochen im Jahr (?).

Wer länger im Ausland bleibt, Überwinterung auf Malle etc. hat sicher 
einen anderen Tarif.

Oder kurz:
Alles was man im "Katastrophenfall" kurzfristig selbst zahlen kann, ohne 
sich zu übernehmen, braucht dafür keine Versicherung.

Smartphoneversicherung, Einkauf sicher nach Hause (Visa-Gold-Card) 
Versicherung, ...

Mein Katastrophenkonto ist gut gefüllt:

Waschmaschine, Spülmaschine, Herd, Fernseher und Auto (Kleinwagen) gehen 
auf einmal kaputt- da brauche ich keinen Kredit, obwohl bei Minus 5%.

von Desaster (Gast)


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Das war Dein Originalzitat:
> Wenn du - egal ob privat oder dienstlich - außerhalb Europas unterwegs
> bist (Details, wie "Europa" definiert wird, bitte bei der Krankenkasse
> erfragen), solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Je
> nach deiner persönlichen Risikotragfähigkeit auch mit Rückholung, dann
> wird sie aber deutlich teurer als die 10€.
Die Einschränkung mit nur 6 bis max. 8 Wochen kam dann später:
> Wobei ich nicht präzise geschrieben habe: Das ist eine
> Auslands_reise_krankenversicherung, die bis zu 6 oder 8 Wochen lange
> Auslandsaufenthalte abdeckt. Wer länger unterwegs ist (oder älter ist
> als 5x Jahre oder die Familie mit versichert) zahlt mehr.
richtig, und 'mehr' sind dann nicht 20 Euro, sondern je nach Ausführung 
zwischen 50 und 200 Euro im Monat - das ist dann schon ein Unterschied.

von Desaster (Gast)


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> Dann erleuchte mich mal: Wie hoch sind die Anwalts- und Prozesskosten in
> einem typischen BU-Prozess? Und was kostet der Prozess mit dem die
> Rechtsschutzversicherung zur Zahlung gezwungen wird? Oder soll ich
> gleich zwei Rechtsschutzversicherungen abschließen?
Da Du gegenüber Rechtsschutzversicherungen sowieso eine negative 
Einstellung hast, bringt eine weitere Diskussion diesbezüglich gar 
nichts - mach einfach Deine Erfahrungen im Leben.

von Purzel H. (hacky)


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Rechtsschutzversicherung ... die paar Taler, die dafuer abdrueckst 
reichen grad um die Eingabe zu lesen. Da ist nichts mit wochenlang 
prozessieren..

von Martin W. (martin_s86)


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Jetzt ist G. schrieb:
> Rechtsschutzversicherung ... die paar Taler, die dafuer abdrueckst
> reichen grad um die Eingabe zu lesen. Da ist nichts mit wochenlang
> prozessieren..

Google mal nach Begriff Versicherung.

von Arno (Gast)


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Desaster schrieb:
> Das war Dein Originalzitat:
>> Wenn du - egal ob privat oder dienstlich - außerhalb Europas unterwegs
>> bist (Details, wie "Europa" definiert wird, bitte bei der Krankenkasse
>> erfragen), solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Je
>> nach deiner persönlichen Risikotragfähigkeit auch mit Rückholung, dann
>> wird sie aber deutlich teurer als die 10€.
> Die Einschränkung mit nur 6 bis max. 8 Wochen kam dann später:

OK, du bist dem Gedankengang nicht komplett gefolgt. Ich zahle 10€/Jahr 
(oder 9,80€ oder sowas) für meine Auslandskrankenversicherung, daher 
kommen die 10€, an denen du dich so aufhängst. Dass ich nicht alle 
Einschränkungen aufliste, wenn die Ausgangsfrage lautet "Was zahlt ihr 
für Versicherungen?" - naja, daran kannst du dich aufhängen, wenn du 
willst.

>> Wobei ich nicht präzise geschrieben habe: Das ist eine
>> Auslands_reise_krankenversicherung, die bis zu 6 oder 8 Wochen lange
>> Auslandsaufenthalte abdeckt. Wer länger unterwegs ist (oder älter ist
>> als 5x Jahre oder die Familie mit versichert) zahlt mehr.
> richtig, und 'mehr' sind dann nicht 20 Euro, sondern je nach Ausführung
> zwischen 50 und 200 Euro im Monat - das ist dann schon ein Unterschied.

Naja, es kann das doppelte sein, also 20€/Jahr, für Menschen über 5x 
Jahre, die bis zu 8-wöchige Auslandsaufenthalte versichern möchten. Oder 
es können ein paar hundert Euro bis tausende Euro pro Monat werden, wenn 
es um einen dauerhaften Auslandsaufenthalt der ganzen Großfamilie in den 
USA (mit besonders teurem Gesundheitssystem) geht (womit im Gegenzug 
aber idR die Versicherungspflicht in Deutschland wegfällt).

Genau das, was ich mit "deutlich mehr als ich für das zahle, was ich 
brauche" meinte.

Desaster schrieb:
>> Dann erleuchte mich mal: Wie hoch sind die Anwalts- und
>> Prozesskosten in
>> einem typischen BU-Prozess? Und was kostet der Prozess mit dem die
>> Rechtsschutzversicherung zur Zahlung gezwungen wird? Oder soll ich
>> gleich zwei Rechtsschutzversicherungen abschließen?
> Da Du gegenüber Rechtsschutzversicherungen sowieso eine negative
> Einstellung hast, bringt eine weitere Diskussion diesbezüglich gar
> nichts - mach einfach Deine Erfahrungen im Leben.

Und ich dachte, du kommst jetzt mal mit einer konkreten Angabe um die 
Ecke statt FUD...

Ja, ich bin skeptisch gegenüber jeder Versicherung, denn im 
Durchschnitt verdient das Versicherungsunternehmen Geld an mir. Mein 
Geld will ich aber lieber selbst behalten. Das bedeutet, im Durchschnitt 
fahre ich günstiger, wenn ich die Prämien spare und die "Schäden" selber 
trage. Das kannst du als "negativ" bezeichnen, wenn du unbedingt willst.

Nur bei Versicherungen, die ein Risiko abdecken, was ich nicht selbst 
tragen kann, schließe ich eine ab.

Das habe ich zwar schon mehrfach geschrieben, aber vielleicht verstehst 
du es ja anhand konkreter Beispiele: Wenn ich keine vierstellige 
Notreserve hätte, würde ich eine Hausratsversicherung abschließen. Wenn 
ich einen Neuwagen mit einem Listenpreis oberhalb meines flüssigen 
Vermögens fahren müsste (wer oder was auch immer mich dazu zwingen 
sollte), würde ich eine Vollkaskoversicherung dafür abschließen. Wenn 
ich mir keine fünfstelligen Prozesskosten leisten könnte, würde ich eine 
Rechtsschutzversicherung abschließen. Da ich keine Million auf dem Konto 
habe (und nicht von Grundsicherung leben möchte), versichere ich mich 
privat gegen Berufsunfähigkeit. Da ich keine 10+x Millionen auf dem 
Konto habe (und eine Privatinsolvenz unbedingt vermeiden möchte), habe 
ich eine private Haftpflichtversicherung.

MfG, Arno

von Cyblord -. (Gast)


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Arno schrieb:
> Ja, ich bin skeptisch gegenüber jeder Versicherung, denn im
> Durchschnitt verdient das Versicherungsunternehmen Geld an mir.

Korrekt.

Arno schrieb:
> Mein
> Geld will ich aber lieber selbst behalten.

Verständlich.

Arno schrieb:
> Das bedeutet, im Durchschnitt
> fahre ich günstiger, wenn ich die Prämien spare und die "Schäden" selber
> trage.

Das ist ein Trugschluss. Nach der Logik dürftest du gar keine 
Versicherung abschließen, aber das widerlegst du ja im folgenden Absatz 
selbst. Eine Durchschnittsbetrachtung ist für einen Einzelfall immer 
problematisch.

Nochmal: Nur weil du einen Schaden selbst regulieren kannst, heißt das 
nicht, dass du nicht günstiger oder zumindest kalkulierbarer aus der 
Sache kommst wenn du eine Versicherung gehabt hättest. Schon übliche 
Mietrechtssachen gehen in gute 4-stellige Kosten über, wenn es bis zum 
Gericht kommt. Das sind gut und gerne 10 Jahresbeiträge Rechtsschutz.
Das ist das Problem konkreter Einzelfall vs. im Durchschnitt und daher 
die persönliche Risikoabwägung.
(Nach Murphys Law kommen dann solche Sonderausgaben eh immer dann wenn 
man sie wirklich nicht braucht oder dann gerne gebündelt gemäß "Ein 
Unglück kommt selten allein" ;) )

von (prx) A. K. (prx)


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Abradolf L. schrieb:
>> Das bedeutet, im Durchschnitt
>> fahre ich günstiger, wenn ich die Prämien spare und die "Schäden" selber
>> trage.
>
> Das ist ein Trugschluss. Nach der Logik dürftest du gar keine
> Versicherung abschließen, aber das widerlegst du ja im folgenden Absatz
> selbst. Eine Durchschnittsbetrachtung ist für einen Einzelfall immer
> problematisch.

Versicherungen von Schäden, die man im worst case nicht selbst tragen 
kann, sollte man abschliessen. Die fallen somit aus jeder 
Schadensrechnung raus. Bleiben für weitere Betrachtungen also nur jene 
Schäden, von denen man auch den worst case noch tragen kann.

Sein obiger Durchschnitt bezieht sich dann beispielsweise auf den 
mittleren unversicherten Schaden von 1000 Arnos über 30 Jahre. Von 
diesen Arnos werden nach den 30 Jahren einige über Par liegen und einige 
darunter.

Je höher die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Versicherungsfalls liegt, 
desto geringer ist zudem die Varianz des Gesamtschadens über die 30 
Jahre.

Bei manchen Versicherungs- und Schadenstypen spielt dann noch hinein, 
dass ein von einer Versicherung gedeckter Schaden tendenziell wesentlich 
teurer sein kann, als um ungedeckten Fall. Was die Kosten einer 
Versicherung erhöht und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass man mit 
Versicherung schlechter dran ist als ohne.

Das ist natürlich alles Statistik und ist eine Kalkulation, die jeder 
mit sich (und ggf seiner Familie) ausmachen muss. Manche sind dann 
lieber mit Festbeiträgen für das ganze Leben gegen alle finanziellen 
Eventualitäten abgesichert, andere halten sich das variabler.

: Bearbeitet durch User
von Arno (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Arno schrieb:
>> Ja, ich bin skeptisch gegenüber jeder Versicherung, denn im
>> Durchschnitt verdient das Versicherungsunternehmen Geld an mir.
>
> Korrekt.
>
> Arno schrieb:
>> Mein
>> Geld will ich aber lieber selbst behalten.
>
> Verständlich.
>
> Arno schrieb:
>> Das bedeutet, im Durchschnitt
>> fahre ich günstiger, wenn ich die Prämien spare und die "Schäden" selber
>> trage.
>
> Das ist ein Trugschluss.

Nein, das geht davon aus, dass durchschnittliche viele Schäden in 
durchschnittlicher Höhe eintreten. Also ganz grob überschlagen ein 
Gerichtsprozess in 80 Jahren (in Deutschland mit ca. 80 Millionen 
Einwohnern wurden 2015 1,1 Millionen Zivilprozesse neu eingereicht) und 
ca. ein Unfall alle 33 Jahre (2,4 Millionen Verkehrsunfälle im Jahr 
2014).

> Nach der Logik dürftest du gar keine
> Versicherung abschließen, aber das widerlegst du ja im folgenden Absatz
> selbst. Eine Durchschnittsbetrachtung ist für einen Einzelfall immer
> problematisch.

Genau, deswegen kommt eine zweite Ebene hinzu: Was würde ich im 
Einzelfall, dass entgegen der Durchschnittsbetrachtung tatsächlich ein 
Schaden eintritt, denn machen? Wer eh auf absehbare Zeit von Hartz IV 
oder Teilzeit-Mindestlohn lebt, kann sogar soweit gehen zu sagen: "Warum 
sollte ich eine Privathaftpflichtversicherung abschließen? Ich hab doch 
eh nichts, womit ich einem anderen einen Schaden ausgleichen könnte" 
(übrigens IMHO der große Denkfehler unserer Politik in Sachen private 
Altersvorsorge - warum sollte der Mensch Geld zur Seite legen, wenn er 
eh keine Chance hat, damit über die Grundsicherung zu kommen?)

> Nochmal: Nur weil du einen Schaden selbst regulieren kannst, heißt das
> nicht, dass du nicht günstiger oder zumindest kalkulierbarer aus der
> Sache kommst wenn du eine Versicherung gehabt hättest.

Besser kalkulierbar wird es immer sein, ein Risiko zu versichern, das 
ist richtig. Das geht soweit, dass ich meine Brille versichern könnte - 
dann würde ich eben 18€/Monat bezahlen und könnte alle zwei Jahre eine 
neue Brille oder Sonnenbrille für bis zu 400€ bekommen (was für meine 
Brille nichtmal reicht, aber das ließe sich ja vielleicht noch 
anpassen...). Da ist klar kalkulierbar, wieviel ich monatlich/jährlich 
zahlen muss. Dagegen trage ich jetzt das Risiko, alle zwei Jahre meine 
Brille zu zerstören und spontan rund 500€ für Ersatz zahlen zu müssen, 
selbst. Wobei das ein Beispiel für eine sehr bescheuerte Versicherung 
ist, denn die Versicherung kostet über zwei Jahre schon mehr als sie 
maximal erstattet, und das Risiko, eine neue Brille direkt am ersten Tag 
zu zerstören, ist nicht versichert, obwohl die Schadenshöhe viel größer 
ist.

In vielen Fällen ist, wenn ein Schaden tatsächlich eintritt, die 
Versicherung günstiger, auch das ist richtig. Aber das Eintrittsrisiko 
ist normalerweise so gering, dass ich es trage (oder die Prämien so 
hoch...)

> Schon übliche
> Mietrechtssachen gehen in gute 4-stellige Kosten über, wenn es bis zum
> Gericht kommt. Das sind gut und gerne 10 Jahresbeiträge Rechtsschutz.

Wobei Mietrecht bei mir als Eigentümer, der nicht vermieten will, 
ausfällt ;)

> Das ist das Problem konkreter Einzelfall vs. im Durchschnitt und daher
> die persönliche Risikoabwägung.

Natürlich, ich stelle nur meine Einstellung dar und das muss jeder 
selbst für sich abwägen.

MfG, Arno

von Cyblord -. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Das ist natürlich alles Statistik und ist eine Kalkulation, die jeder
> mit sich (und ggf seiner Familie) ausmachen muss. Manche sind dann
> lieber mit Festbeiträgen für das ganze Leben gegen alle finanziellen
> Eventualitäten abgesichert, andere halten sich das variabler.

So ist es.

Was dann manche mit ner läppischen BU von 1000€ oder 1500€ anfangen 
wollen ist mir schleierhaft, da die komplett angerechnet wird. Wenn man 
das absichern möchte, dann sollte das schon ein guter Sprung weg von der 
Sozialleistungshöhe sein also 2k aufwärts, ist halt dann nicht ganz 
billig.
Rechtsschutz ist natürlich streitbar, aber als 
Mieter+Verkehrsteilnehmer+Arbeitnehmer kann man sich schon überlegen ob 
es die 30€ / Monat wert ist.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Peter schrieb:
> Mein Beruf:
> Ingenieur
>
> Schießt mal los was ihr so an Ausgaben habt für
> Versicherungen/Altersvorsorge?
> Hab ich was vergessen?

Ein Ingenieur kann Sprengleiter auf Baustellen sein, GMO-III Bereiche 
inspizieren oder den Tag lang auf dem Bürostuhl hocken. Die 
Gesundheitsrisikoprofile sind verschieden.
Welches ist deins?

Ein Ingenieur kann darin enden persönlich in der Produkthaftung zu 
landen.
Wer im Aufsichtsrat und sei es nur im Familienbetrieb oder im Vorstand 
des Turnverein sitzt, haftet für seine Fehler. Das "hätte wissen müssen" 
ist natürlich relativ.


Tod.
Du stirbst. Das ist sicher. Aber was soll dann passieren? Das kann 
abhängig vom Zeitpunkt des Todes und der Lebenssituation zum Zeitpunkt 
des Todes sein. Wirst du bei Todeszeitpunkt Versorger der 
Hinterbliebenen sein?

Krankheit
Was soll passieren wenn du akut krank wirst.
Was soll passieren wenn du chronisch krank wirst.
Reichen dir die Leistungen deiner jetzigen Versicherung?
Dabei bitte an die Orte bei denen Hilfeleistungen erforderlich werden 
können, denken.
Ist zwar keine Krankheit aber Teil des Gesundheitswesen: Was soll bei 
Schangerschaft und Geburtshilfe passieren?


Berufs- und Erwerbsunfähigkeit.
Reichen die "bis 2.000 €" den gewünschten Lebensstandard zu erreichen 
und wenn ja für wie lange?
Bei Erwerbsunfähigkeit können die Erfordernisse an den Lebensstandard 
anders sein. Wenn beide Beine ab sind braucht man kein Fahrrad mehr, 
sollte aber auch eher nicht in einer Wohnung wohnen wo das Klo nur über 
eine Treppe zu erreichen ist.
Versorgst du mit deinem Einkommen andere Menschen? Kannst du es noch im 
Schadensfall?


Arbeitslosheit.
Wie gross bewertest du dein Risiko und wie willst du es hantieren?


Haftpflicht.
Für welche Tätigkeiten & welche Verantwortung?
Rechtsschutz ist quasi eine Haftpflichtversicherung. Nur das du halt 
bestreitest dass du einen Schaden verursacht hast.


Alter & Pension.
Was wenn du nicht mehr arbeiten willst oder kannst? Eine 
Erwerbsunfähigkeitsversicherung für 80+ jährige ist sehr sehr teuer, da 
die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit sehr hoch ist.


Eigentum.
Gegen Brand, Diebstahl, Vandalismus,...
Wie gross ist das Risiko von Teil- und Totalverlust und was machst du im 
Schadensfall?


Alles eine Frage des Risiko. Die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit 
bestimmst du oft nicht selbst. Die Schadenshöhe kannst du aber besser 
abschätzen als eine Versicherung. Wenn bei Einbruch die Hütte ausgeräumt 
wird und man sich freut "Endlich ist der alte Krempel weg". Dann ist der 
Schaden gering. Versicherungen rechnen m2 Wohnfläche zu Schadenssumme.

Jede Versicherung hat ihre Leistungsgrenzen. Für manche sind die Grenzen 
irrelevant.
Jemand der Plattengülle nicht verlässt, braucht keine 
Auslandskrankheits- und Unfallversicherung die einen bei einem 
verstauchtem Knöchel die Transportkosten vom Kilimandscharo mit Heli und 
Privatjet zahlt und die Betreuung von Chefarzt in die Uniklinik regelt 
und die Familie täglich mit dem Taxi ins Krankenhaus chauffiert.
Wer ab und zu mal auf Ski steht, gar mit einem Fallschirm abspringt 
sollte nachgucken wer dann den Krankenwagen zahlt.

Einige Versicherungen sind gesetzlich vorgeschrieben. z.B. die 
Haftplichtversicherung von KFZ Haltern, Brand bei Gebäuden...

von Gästchen (Gast)


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> Welche Versicherungen/Altersvorsorgen erachtet Ihr als wichtig?

Die beste Altersvorsorge ist es, die Politiker zu wählen die für eine 
gerechte Rente stehen. Wir gehen langsam auf den finaziellen Überschuß 
von 300 Milliarden zu, und dieselbe Politnoobs wollen uns erzählen dass 
es kein Geld für die Rente gibt. (merke, 400 Milliarden Überschuß 
schafft nur USA). Desweiteren wird seit Jahrzehnten das Geld aus der 
Rentenkasse zweckentfremdet, Kohl hat damit angefangen, auch hier ist 
die richtige Politik gefragt.
Versicherungen kann man sich viele aufbürden, und letzendlich kann man 
sich selbst die Rente bezahlen. Viel sinnvoller ist es das Problem an 
der Wurzel anzupacken anstatt an den Auswirkungen/Perversionen 
rumzudoktorn.

PS: Schaut euch die Rente in Österreich an, so alternativlos sind unsere 
Mißstände sicher nicht.

von Claus W. (claus_w)


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- Sperrzeitversicherung
- Versagerversicherung
- Schwarzfahrerversicherung

von Qwertz (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Was dann manche mit ner läppischen BU von 1000€ oder 1500€ anfangen
> wollen ist mir schleierhaft, da die komplett angerechnet wird. Wenn man
> das absichern möchte, dann sollte das schon ein guter Sprung weg von der
> Sozialleistungshöhe sein also 2k aufwärts, ist halt dann nicht ganz
> billig.

Da gebe ich dir zu 100% recht - entweder gar keine BU oder eine, die 
mindestens sagen wir mal 2500 €, eher 3000 € pro Monat im Schadensfall 
zahlt. Darunter ist es wenig sinnvoll.

von Desaster (Gast)


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> PS: Schaut euch die Rente in Österreich an, so alternativlos sind unsere
> Mißstände sicher nicht.
Was ist denn da anders als in Deutschland?

von Cyblord -. (cyblord)


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Desaster schrieb:
>> PS: Schaut euch die Rente in Österreich an, so alternativlos sind unsere
>> Mißstände sicher nicht.
> Was ist denn da anders als in Deutschland?

Zusätzlich nur mickrigen Rente ist man dazu auch noch Österreicher. 
Nicht schön für die betroffenen.

von Desaster (Gast)


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> Da gebe ich dir zu 100% recht - entweder gar keine BU oder eine, die
> mindestens sagen wir mal 2500 €, eher 3000 € pro Monat im Schadensfall
> zahlt. Darunter ist es wenig sinnvoll.
1000€ reicht doch, das ist ungefähr H4 Niveau, mußt halt bescheiden 
leben - aber auch da ist die Frage, ob die Versicherung zahlt - wenn ja 
wie lange oder ob sie gar nicht zahlt.
Du kannst ja auch eine Umschulung vom Arbeitsamt bekommen und schon ist 
Deine Berufsunfähigkeit erledigt. Ein anderer 0815 Job findet sich doch 
schnell.

von Desaster (Gast)


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> Zusätzlich nur mickrigen Rente ist man dazu auch noch Österreicher.
> Nicht schön für die betroffenen.
Die Österreicher bekommen eine wesentlich bessere Rente auf deutschen 
Beamtenniveau und teilweise schon mit 55 Jahren - ob das stimmt weiß ich 
nicht, Infos aus erster Hand wären gut.

von Benni (Gast)


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Gästchen schrieb:

> Die beste Altersvorsorge ist es, die Politiker zu wählen die für eine
> gerechte Rente stehen.

Du bist in D. nicht in Utopia. In D. hat eine Wahl keinen Einfluss auf 
die (gerechte*1) Rente.

Was verstehst du unter gerecht? Ich verstehe darunter, dass jeder Mensch 
ein würdiges Leben führen kann.

von Cyblord -. (cyblord)


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Benni schrieb:
> Was verstehst du unter gerecht? Ich verstehe darunter, dass jeder Mensch
> ein würdiges Leben führen kann.

Was verstehst du unter würdig? Nicht wenige halten H4 nicht genüg für 
selbiges. Es reicht zwar meist für Fastfood, Kippen und Schnaps und 
Smartphone, aber für würdig leider nicht.

von Cyblord -. (Gast)


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Desaster schrieb:
> 1000€ reicht doch, das ist ungefähr H4 Niveau, mußt halt bescheiden
> leben

So, und jetzt erkläre doch mal die Notwendigkeit einer Versicherung, 
deren Leistung ich mit H4 auch so haben kann? Merkste?
Deswegen, entweder ne ordentliche Summe versichern oder sich direkt auf 
H4 einrichten.

von Qwertz (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Desaster schrieb:
> 1000€ reicht doch, das ist ungefähr H4 Niveau, mußt halt bescheiden
> leben
>
> So, und jetzt erkläre doch mal die Notwendigkeit einer Versicherung,
> deren Leistung ich mit H4 auch so haben kann? Merkste?
> Deswegen, entweder ne ordentliche Summe versichern oder sich direkt auf
> H4 einrichten.

Einen Grund könnte ich mir noch vorstellen: Da man ALG II ja nur bei 
Bedürftigkeit bekommt, muss man zunächst sein Vermögen bis auf ein sehr 
kleines Schonvermögen aufbrauchen. Über eine mickrige BU-Rente ließe 
sich dieser Zeitraum verlängern. Aber am Ende stünde man wohl leider 
trotzdem mit leeren Taschen da, es sei denn man schafft es, die Substanz 
des Kapitalstocks zu erhalten.

von Desaster (Gast)


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> So, und jetzt erkläre doch mal die Notwendigkeit einer Versicherung,
> deren Leistung ich mit H4 auch so haben kann? Merkste?
Kann ich Dir sagen: Du hast keinen Anspruch auf H4, solange Du nicht die 
Grenze nach unten (Schonvermögen) durchbrichst und diese Grenze ist ein 
schlechter Witz.
D.h. Du kannst im Fall der BU erst mal schön Dein Vermögen abbauen - 
vorher läuft nichts mit H4.

von Cyblord -. (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Einen Grund könnte ich mir noch vorstellen: Da man ALG II ja nur bei
> Bedürftigkeit bekommt, muss man zunächst sein Vermögen bis auf ein sehr
> kleines Schonvermögen aufbrauchen.

Das stimmt wohl.

von Qwertz (Gast)


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Desaster schrieb:
> 1000€ reicht doch, das ist ungefähr H4 Niveau, mußt halt bescheiden
> leben

Das klingt leider eher nach Überleben als nach Leben.

von Desaster (Gast)


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> Das klingt leider eher nach Überleben als nach Leben.
Zusammen mit Deinem ersparten Vermögen reicht das doch.
Sieh es positiv: Du lernst dann Sparsamkeit, andere können das ja auch.

von Arno (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Was dann manche mit ner läppischen BU von 1000€ oder 1500€ anfangen
> wollen ist mir schleierhaft, da die komplett angerechnet wird. Wenn man
> das absichern möchte, dann sollte das schon ein guter Sprung weg von der
> Sozialleistungshöhe sein also 2k aufwärts, ist halt dann nicht ganz
> billig.

Der Hartz-IV-Regelsatz für Singles liegt bei 416€ plus (angemessene) 
Wohnung und Heizkosten. Zu 1000€ ist da je nach Wohnkosten nicht mehr 
viel Abstand, zu 1500€ schon. Wer wie ich rund 250€/Monat für seine 
Wohnung zahlt, für den bringt schon eine 1000€-BU-Rente mehr Geld als 
Hartz IV, wenn auch nicht sooo viel.

Wer eine Familie alleine versorgt, sollte höher absichern (allein schon, 
weil auch der Hartz-IV-Regelsatz dann natürlich höher liegt). Wenn er 
sich überhaupt gegen BU absichert, natürlich.

MfG, Arno

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Desaster schrieb:
> Die Österreicher bekommen eine wesentlich bessere Rente auf deutschen
> Beamtenniveau und teilweise schon mit 55 Jahren - ob das stimmt weiß ich
> nicht, Infos aus erster Hand wären gut.

Nun, eine Info ist, dass Österreicher schlicht prozentual deutlich 
mehr von ihrem Gehalt in die Rentenkasse einzahlen.

Weiterhin beträgt die Mindestwartezeit bis zu Rentenansprüchen 15 Jahre 
anstatt den hier geltenden fünf Jahren.

von Desaster (Gast)


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> Nun, eine Info ist, dass Österreicher schlicht prozentual deutlich
> mehr von ihrem Gehalt in die Rentenkasse einzahlen.
Wieviel % und wie hoch ist der Arbeitgeberanteil?

> Weiterhin beträgt die Mindestwartezeit bis zu Rentenansprüchen 15 Jahre
> anstatt den hier geltenden fünf Jahren.
D.h. man muß dort 15 Jahre gearbeitet haben, bevor man überhaupt Rente 
beantragen kann? Und ansonsten gibts nichts?
Ist doch aber sinnvoll, zumindest für Einheimische :-)

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Desaster schrieb:
>> Nun, eine Info ist, dass Österreicher schlicht prozentual deutlich
>> mehr von ihrem Gehalt in die Rentenkasse einzahlen.
> Wieviel % und wie hoch ist der Arbeitgeberanteil?

Wenn ich mich richtig erinnere, sind es derzeit 22,8%.

>> Weiterhin beträgt die Mindestwartezeit bis zu Rentenansprüchen 15 Jahre
>> anstatt den hier geltenden fünf Jahren.
> D.h. man muß dort 15 Jahre gearbeitet haben, bevor man überhaupt Rente
> beantragen kann? Und ansonsten gibts nichts?

So ist es.

> Ist doch aber sinnvoll, zumindest für Einheimische :-)

Wenn jemand 14 Jahre hohe Beiträge in etwas einzahlt und dann keinen 
Cent daraus sieht, ist das nicht wirklich ein Vorteil.

von Desaster (Gast)


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> Wenn ich mich richtig erinnere, sind es derzeit 22,8%.
scheint richtig zu sein, wobei der Arbeitgeber 12,55% trägt,
siehe 
https://www.geldtipps.de/rente-pension-altersvorsorge/gesetzliche-rente/warum-das-oesterreichische-rentensystem-besser-ist
In Deutschland sind es 18,6% also gerade mal 4,2% Unterschied.

> Wenn jemand 14 Jahre hohe Beiträge in etwas einzahlt und dann keinen
> Cent daraus sieht, ist das nicht wirklich ein Vorteil.
Da wird es sicherlich noch Regelungen geben was Fehlzeiten anbelangt.
5 Jahre wie im deutschen System bringt es am Ende auch nicht, weil dann 
die Einzahlungszeit viel zu kurz ist (es sei denn Du gehörst zu den 
Großverdienern).
Schlecht natürlich, wenn man Gastarbeiter in Österreich ist und nach ein 
paar Jahren wieder geht, das stimmt.
Aber ansonsten haben die wohl eine bessere Rente,  siehe
https://www.geldtipps.de/rente-pension-altersvorsorge/gesetzliche-rente/warum-das-oesterreichische-rentensystem-besser-ist
Ist in jungen Jahren also eine Überlegung wert.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Desaster schrieb:
>> Wenn ich mich richtig erinnere, sind es derzeit 22,8%.
> scheint richtig zu sein, wobei der Arbeitgeber 12,55% trägt,
> siehe
> 
https://www.geldtipps.de/rente-pension-altersvorsorge/gesetzliche-rente/warum-das-oesterreichische-rentensystem-besser-ist
> In Deutschland sind es 18,6% also gerade mal 4,2% Unterschied.

4,2 Prozentpunkte.
Oder anders: Die Österreicher zahlen jeden Monat einfach 22% mehr für 
ihre Rente ein. Bei 5000€ brutto sind das 210€. Zahlst Du die 40 Jahre 
in einen entsprechenden Fondssparplan ein, dürftest Du auch eine 
ordentliche Gesamtrente erhalten. Und wenn Du nur 14 Jahre einzahlst, 
dann gehört das Geld immer noch Dir ;-)

> Ist in jungen Jahren also eine Überlegung wert.

Ganz ehrlich: da kann sich in 40 Jahren noch dermaßen viel ändern, dass 
ich darauf nicht zu stark bauen würde.

von Desaster (Gast)


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> 4,2 Prozentpunkte.
> Oder anders: Die Österreicher zahlen jeden Monat einfach 22% mehr für
> ihre Rente ein. Bei 5000€ brutto sind das 210€. Zahlst Du die 40 Jahre
> in einen entsprechenden Fondssparplan ein, dürftest Du auch eine
> ordentliche Gesamtrente erhalten. Und wenn Du nur 14 Jahre einzahlst,
> dann gehört das Geld immer noch Dir ;-)
das stimmt natürlich, aber nicht jeder verdient 5k brutto im Monat weder 
in Deutschland noch in Österreich - ansonsten könnte man ja auch die 
gesetzliche Rente komplett abschaffen und jeder macht stattdessen seine 
eigene Altersvorsorge ;-)
Und wer's nicht schafft bekommt Grundsicherung, wie es ja jetzt schon 
sehr häufig der Fall ist.
Aber im Prinzip hast Du recht, die heutige Zeit bietet neue 
Möglichkeiten, die es bei Einführung des Rentensystems noch gar nicht 
gab.

von oszi40 (Gast)


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Desaster schrieb:
> die heutige Zeit bietet neue Möglichkeiten,
> die es bei Einführung des Rentensystems noch gar nicht gab.

Zu Bismarcks Zeiten gab es noch eine Computer. Heute Maschinenrente?
Fakt ist, das alles, was über Banken und Versicherungen läuft, schnell 
einer Inflation oder neuen Steuer zum Opfer fallen könnte.

von Desaster (Gast)


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> Zu Bismarcks Zeiten gab es noch eine Computer. Heute Maschinenrente?
> Fakt ist, das alles, was über Banken und Versicherungen läuft, schnell
> einer Inflation oder neuen Steuer zum Opfer fallen könnte.
bei einer Inflation ist auch Deine Rentenzahlung nichts mehr wert; das 
ist nun mal der Nachteil von gedruckten Geld und eine Goldbindung gibt 
es nicht mehr seit Nixon.
Mußt halt Glück haben, dann ist eine auf Fonds- oder Aktien basierte 
Rente eine super Sache - solange keine Vermögenssteuer oder Inflation 
kommt.

von oszi40 (Gast)


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Desaster schrieb:
> bei einer Inflation ist auch Deine Rentenzahlung nichts mehr wert;

Rente wurde durch Umlage finanziert. Mancher Opa hat 1928 Millionen für 
eine Schachtel Streichhölzer bezahlt und trotzdem später eine 
auskömmliche Rente bezogen (Dank Umlagefinanzierung).

von Marx W. (Gast)


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oszi40 schrieb:
> (Dank Umlagefinanzierung).
Naja, die Inflation war ja  das Ergebnis des verlorenen 1.Weltkrieg bzw. 
des zweiten Weltkrieges.

von Claus M. (energy)


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Marx W. schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> (Dank Umlagefinanzierung).
> Naja, die Inflation war ja  das Ergebnis des verlorenen 1.Weltkrieg bzw.
> des zweiten Weltkrieges

von oszi40 (Gast)


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>> Naja, die Inflation war ja  das Ergebnis des verlorenen 1.Weltkrieg bzw.
>> des zweiten Weltkrieges

Das Kilo Bananen hat 1989 ca. 1 DM gekostet, heute 1€. Merkst Du was?
Deine gesparte DM reicht heute noch für 250g, da 2DM=1€ umgetauscht.
Eine Versicherung ohne Dynamik, die damals ganz toll klang, ist heute 
etwas weniger wert...

von Le X. (lex_91)


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Desaster schrieb:
> Die Österreicher bekommen eine wesentlich bessere Rente auf deutschen
> Beamtenniveau und teilweise schon mit 55 Jahren

sprach er.
Und im weiteren Verlauf des Threads zeigt er, dass er eigentlich gar 
keine Ahnung hat wie das Rentensystem in Ö funktioniert.

Z.B. hier:
> Wieviel % und wie hoch ist der Arbeitgeberanteil?

und hier:
> D.h. man muß dort 15 Jahre gearbeitet haben, bevor man überhaupt Rente
> beantragen kann? Und ansonsten gibts nichts?

S.B., bist du's?

von Le X. (lex_91)


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Qwertz schrieb:
> Über eine mickrige BU-Rente ließe sich dieser Zeitraum verlängern. Aber
> am Ende stünde man wohl leider trotzdem mit leeren Taschen da, es sei
> denn man schafft es, die Substanz des Kapitalstocks zu erhalten.

Ich hab eine BU mit 1500€.
Die würde mir locker reichen ohne dass ich Substanz aufbrauchen müsste. 
Wahrscheinlich könnt ich sogar noch aufbauen.
Das ist schon besser als H4, vor allem weil ich meine Freiheit nicht ans 
Amt abgeben müsste.
Wenn jetz dann der letzte Kredit getilgt ist würden auch 1000€ reichen.

Aber als Familie mit 2 Kindern schauts natürlich anders aus, klar.

Wobei wir wieder beim Thema "individuelle Betrachtung" wären.

von Qwertz (Gast)


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Le X. schrieb:
> Ich hab eine BU mit 1500€.

Ich habe gar keine Berufsunfähigkeits-Versicherung. Ich verlasse mich 
lieber auf meinen Optimismus und lege das gesparte Geld in Aktienfonds 
an. Es wird schon gutgehen. :-) Irgendwann bin ich mit meinem Vermögen 
soweit, dass ich die Versicherung auch nicht mehr benötige. Mein 
persönliches Risiko für eine BU schätze ich aber subjektiv auch als sehr 
gering ein.

von Cyblord (Gast)


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Versicherungen sind für Feiglinge! Echte Männer haben so etwas überhaupt 
nicht nötig!

von oszi40 (Gast)


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Qwertz schrieb:
> persönliches Risiko für eine BU schätze ich aber subjektiv auch als sehr
> gering ein.

Für einen armen Studenten wäre die BU noch preiswert und sinnvoll, da er 
"einige €" bis zur Rente erarbeiten muß. z.B. 30Jahre*12*1000€=360000€ 
Ob er dieses kleine Sümmchen schon JETZT auf der Kante hat, um 30 Jahre 
davon zu leben (abgesehen von Währungsreformen)???

von S. R. (svenska)


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Eine Rechtsschutz kann je nach Beruf (z.B. Lehrer) sehr schnell sehr 
wichtig werden. Da braucht nur die Gegenseite reich sein oder eine gute 
Rechtsschutzversicherung haben...

Eine Verkehrsrechtsschutz hat sich in meiner Familie schon öfter 
bewährt.

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