Forum: HF, Funk und Felder Erfahrung mit gratis Messgeräten


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von Julianus Ewald (Gast)


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Hallo
Mal ne naive Frage...hat schon jemand von euch versucht Messgeräte von 
Firmen zu bekommen?
Es geben ja immer wieder Unternehmen die HF Entwicklung auf...oder 
Geräte stehen nur noch herum da schon 2 neue dastehen.

Vorallem jetzt durch die Umstellung auf Tetra müssten auch bei den 
Servicewerkstätten massenhaft Funkmeßplätze ausgemustert werden?
Man hört ja manchmal von HighEnd Geräten die verschrottet/entsorgt oder 
als Fußstütze verwendet werden.

Ich denke,dass man wenn man nett fragt sicher manches LEGAL 
bekommt....man müsste die Firmen halt finden.

LG

von g457 (Gast)


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> Mal ne naive Frage...hat schon jemand von euch versucht Messgeräte von
> Firmen zu bekommen?

Klar.

> Man hört ja manchmal von HighEnd Geräten die verschrottet/entsorgt oder
> als Fußstütze verwendet werden.

Das nicht, aber bei mir steht zum Bleistift ein voll funktionsfähiges 
4-Kanal-200MHz-DSO rum. War mal ein ganz ordentliches Gerät, jetzt 
wahlweise Staubfänger oder Briefbeschwerer.

> Ich denke,dass man wenn man nett fragt sicher manches LEGAL
> bekommt....man müsste die Firmen halt finden.

Klar, ePucht hülft. Da kann man dann auch die SuFu anwerfen und findet 
die passenden Angebote.

HTH

von Ich (Gast)


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Die Frage ist älter als dieses Forum.

Gratis kannst du erstmal vergessen. Wäre auch bereit, dafür zu zahlen. 
Aber trotzdem werden die Geräte eher verschrottet oder zum Kilopreis an 
spezielle Händler verschleudert. Solche "Schätze" gönnt uns leider 
keiner. Bestenfalls kann man die Geräte dann bei Rosenkranz Elektronik 
für teures Geld kaufen.

von user (Gast)


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Große Firmen rücken nichts raus, das muss verschrottet werden, damit es 
steuerlich richtig ist.

von Manfred (Gast)


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Julianus Ewald schrieb:
> Mal ne naive Frage...hat schon jemand von euch versucht Messgeräte von Firmen zu 
bekommen?

Vergiss es einfach. Es werden fadenscheinige Gründe vorgeschoben, es 
nicht verkaufen zu dürfen, z.B. Haftung bei Fehlfunktion oder 
Weiterverkauf.

Wenn doch mal etwas zu haben ist, sind die eigenen Mitarbeiter immer 
ganz vorne bzw. tricksen sich sogar gegenseitig aus.

> Es geben ja immer wieder Unternehmen die HF Entwicklung auf...

Bei großen Umstrukturierungen oder Umzügen kann es eine Chance geben. Da 
habe ich vor 20 Jahren vieles unterschrieben bekommen, aber eben als 
interner und in Konkurrenz mit den Kollegen. Als Außenstehender 
hättest Du keine Chance gehabt.

> Geräte stehen nur noch herum da schon 2 neue dastehen.

Ja, so ist das - Staubfänger oder Müllcontainer, alles andere ist den 
Kaufleuten mit unnötiger Arbeit verbunden. Korrekte Kaufleute rechnen 
sich aus, dass sie xx_Euro pro Stunde kosten, der Verkauf weniger 
einbringt als ihr Stundensatz und trinken lieber Kaffee als die paar 
Euro als Einnahme zu holen.

> Vorallem jetzt durch die Umstellung auf Tetra müssten auch bei den 
Servicewerkstätten massenhaft Funkmeßplätze ausgemustert werden?

Nein. Ordentliche Firmen servitieren auch noch alte Anlagen ihrer 
Kunden.

von Purzel (Gast)


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Es gibt auch immer neue Firmen, die steigen in die HF Entwicklung ein. 
Und die zahlen gern etwas fuer aufgemotzte Gebrauchtgeraete.

von A. S. (achs)


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Von aktiven Firmen nur durch interne. Aber bei Insolvenz mit 
Liquidierung per vor Ort Versteigerung wird ALLES verschleudert, selbst 
die Stifte im Schreibtisch. Da kann man einfach mit reden.

von carbin (Gast)


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>steht zum Bleistift ..

oh Gott.
27 Wortwitze, die Dich zur Weißglut bringen: 
https://www.buzzfeed.com/de/philippjahner/sorrylette?utm_term=.iem6v0OwD#.wvk5VDPwQ

von MiWi (Gast)


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Julianus Ewald schrieb:
> Hallo
> Mal ne naive Frage...hat schon jemand von euch versucht Messgeräte von
> Firmen zu bekommen?

ja. Ich kaufe nur von Firmen.

> Es geben ja immer wieder Unternehmen die HF Entwicklung auf...oder
> Geräte stehen nur noch herum da schon 2 neue dastehen.

Na und?


> Vorallem jetzt durch die Umstellung auf Tetra müssten auch bei den
> Servicewerkstätten massenhaft Funkmeßplätze ausgemustert werden?
> Man hört ja manchmal von HighEnd Geräten die verschrottet/entsorgt oder
> als Fußstütze verwendet werden.

Man hört?

>
> Ich denke,dass man wenn man nett fragt sicher manches LEGAL
> bekommt....man müsste die Firmen halt finden.

Es ist wie immer im Leben: gewußt wo - ob dieses Wissen durch lesen von 
Regenbogenpresse, Fachzeitungen, durch Palavern an der Bar oder auf 
sonstigem Weg erworben wird ist ok, solange es für die Person relevant 
ist.

iaW: Finde die Firmen und spreche sie an...

>
> LG

Warum laberst Du hier herum, gibst irgendwelche allgemeine Suderei zum 
Besten?

Warum handelst Du nicht einfach und kontaktierst diese Firmen von denen 
Du meinst was bekommen zu können?

Und warum meinst ausgerechnet Du etwas gratis bekommen zu müssen?

btw: mein AG gibt die ausgemusterten Geräte auch nicht an 
Aussenstehende... dazu sind viel zu viele Interne daran interessiert. 
Und die bekommen sie dann auch. Jeder freut sich und nix wird 
verschrottet....

MiWi

von Maik .. (basteling)


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Ich kenne das von einem Automobilzulieferer.
Dort konnte man Geräte gegen eine Spende für einen guten Zweck an das 
Firmen-Sozialwerk mitnehmen. Betrag nach belieben.
Wussten aber nur eine Handvoll Mitarbeiter. z.B. die Amateurfunker.

Einen anderen Fall kenne ich, da fallen die schönsten Dinge an, wurden 
auch preiswert an die Mitarbeiter abgegeben. Bis sich ein ********* mal 
eine Gewährleistungsreparatur für Gebrauchtwaren eingeklagt hat. Seitdem 
gibt es nix - aber auch gar nix mehr.

Für die Gewährleistungspflicht für Gebrauchtwaren, die an Privat 
verkauft werden - kannst Du Dich bei der EU oder denen - die die Gesetz- 
Verabschiedung ermöglicht haben bedanken. Dass da keiner mehr einen 15 
Jahre alten 20000€ Spektrumanalyzer für 300€ an einen Bastler verkauft - 
wenn das Risiko besteht dass in den nächsten Monaten eine viele Tausend 
Euro Reparatur ansteht - ist leider verständlich.

vg

von René F. (therfd)


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Mein Ausbildungsbetrieb hat seinen Standort um ein paar Kilometer 
verlegt, dabei wurde etliches an Messgeräten aussortiert, dürften wir 
alles mitnehmen wenn wir wollten, quasi meine komplette 
„Erstausstattung“ stammte davon. Meine Berufsschule hat damals auch 
aussortiert, habe 2 Regeltrenntrafos mitgenommen welche die 
Schutzleiterprüfung nicht bestanden haben, mein Lehrer für 
Steuerungstechnik wollte mir auch noch einen von 30 zu entsorgenden 
Frequenzzählern aufschwatzen. In der Firma eines Bekannten wurde vor 
einiger Zeit das Labor modernisiert, die alten Geräte wurden an die 
Mitarbeiter für kleines Geld verkauft.

Gewährleistungsfälle wurden von vornherein einfach ausgeschlossen, die 
Messgeräte wurden als defekt verkauft.

von Jens F. (Gast)


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user schrieb:
> Große Firmen rücken nichts raus, das muss verschrottet werden, damit es
> steuerlich richtig ist.

Bei einem früheren Arbeitgeber (Zweigwerk eines grossen Elektronik-
konzerns) ging man dieses Problem pragmatisch an.

An einer versteckten, aber frei zugänglichen Stelle standen stets zwei
Euro-Paletten-Gitterboxen. Dort wurde Elektronik- und auch hochwertiger
Mechanik-Schrott entsorgt.

Inoffiziell durfte sich jeder hier bedienen und brauchbares nach Hause
tragen. So musste der Schrott relativ selten abgefahren werden. :-)

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Bei mir stammt etwa 50% meiner Privatausstattung aus solchen Gratis- bis 
Kaffeekasse zuläufen. Das meiste vom Rest habe ich sehr günstig als 
früher Vogel auf den "richtigen" Amateurfunkflohmärkten gekauft.
Ein paar Dinge waren reguläre Käufe oder Weihnachstgeschenke meiner 
Eltern (vor allem natürlich zu Jugendzeiten).
Man könnte also sagen ich habe Erfahrung damit extrem günstig bis 
kostenlos (natürlich legal) auch an hochwertige Messgeräte zu kommen.

René F. schrieb:
> Mein Ausbildungsbetrieb hat seinen Standort um ein paar Kilometer
> verlegt, dabei wurde etliches an Messgeräten aussortiert, dürften wir
> alles mitnehmen wenn wir wollten, quasi meine komplette
> „Erstausstattung“ stammte davon.

Meine erste über die damals übliche Ausstattung eines an Elektronik 
interessierten Jugendlichen (Lötkolben, Multimeter, Tongenerator) 
hinausgehenden Geräte habe ich auch aus meinem Ausbildungsbetrieb 
(Skope, Funktionsgenerator, Eprommer, Pic-Programmer usw.)
Da wurden die defekten (z.b. Skopes) oder veralteten Geräte (Eprommer, 
Pic Einstiegsprogrammer) in einer Laborecke gesammelt und staubten dort 
zu.

Immer wenn ich mir passend zu einem Projekt Mess- /Programmiergeräte 
über das Wochenende ausgeliehen habe hat mich ein Kollege darauf 
hingewiesen das wir noch was älteres in Ecke liegen haben was ich mir 
mal anschauen sollte.
Wenn interessant konnte ich das nach einer kurzen Rücksprache mit dem 
Chef mitnehmen. Je nach Wert entweder so oder gegen Haribo und Kekse für 
den Pausenraum... Schon im zweiten Ausbildungsjahr hatte ich da eine 
ganz nette Ausstattung.

Auch später sind mir immer wieder Geräte zugelaufen. Auch noch deutlich 
hochwertigere Modelle.(Z.B. Funkmessplätze Stabilock 4031 und später 
noch mal ein (älterer) 4016. Oder ein Spektrum-Analyzer)

Auch als "Aussenstehender". Aber eben nicht als völlig Fremder, sondern 
als jemand der schon vorher Kontakte dort hatte und vor allem selber der 
Firma oder dem Personal einen Gefallen getan hat.

Beispielsweise im Funkbereich an "befreundete" Firmen bei Bedarf auch 
wertigere Ersatzteile aus meinem damals mehrere Gitterboxen umfassenden 
Fundus gegen bloße Aufwandsentschädigung überlassen, oder einfach mal an 
einem verregneten Arbeitswochenende meiner Freundin gegen "Pizza und 
Schokolade" einem bekannten selbst entwickelnden Firmenchef (gab/gibt 
sogar >>1 )bei kniffeligen Fällen im Sinne einer "zweiten Meinung / 
Hands-On Brainstorming" unterstützt statt den Sonntag Nachmittag allein 
vor dem TV auf dem Sofa zu verbringen. Oder auch nur bereitwillig 
weitergeholfen wenn irgendwelche Unterlagen benötigt wurden. usw. usf.
Wenn in einer solchen Firma dann Geräte freiwerden, dann ist man 
natürlich auch als externer vorne mit dabei... Man hat ja einen Gefallen 
gut ;-)

Aber als völlig Fremder an Geräte zu kommen?
Im Einzelfall bei sympatischen Auftreten und hilfsbereiten 
(entscheidungsbefugten) Mitarbeitern wird ein ernsthaft an Elektronik 
interessierter Jugendlicher so ein altes Skope oder Funktionsgenerator 
o.ä. bekommen können. Nichts großartiges, Klasse 50 Euro auf dem 
Flohmarkt, aber immerhin. Vorraussetzung ist halt das alle Internen und 
Bekannten des Firmenchefs bereits mit besseren Geräten Versorgt sind 
oder prinzipiell kein Interesse haben.

Aber bessere Sachen, gar auch heute noch so teure Dinge wie westliche 
Funkmessplätze jünger als Baujahr ´80, das kann man getrost vergessen!
Da müsste man schon eine Firma finden die früher mal selbst 
Elektronikentwicklung gemacht hat, dies jedoch schon vor Jahren komplett 
aufgegeben und dennoch die alten Geräte noch im Lager stehen hat. Es 
darf zudem niemand mehr in der Firma sein der größeres Interesse an 
Elektronik hat oder zumindest weiß was das überhaupt für Geräte sind....
Dann, und nur dann, könnte man es vielleicht als Fremder für quasi lau 
erhalten.

In allen anderen Fällen kann man davon ausgehen das unter den 
Elektronikern mindestens einer, meist mehrere, sind die privat ebenfalls 
basteln und das Gerät sofort mit Kusshand nehmen würden wenn sie denn 
abgegeben würden. Und selbst wenn von den internen Elektronikern alle 
kein Interesse haben gibt es vermutlich den einen oder anderen der einen 
möglicherweise interessierten Bekannten, Sohn, Neffen o.ä. hat.

Bei kleineren Betrieben kann man zudem davon ausgehen das die Eigentümer 
sehr genau wissen in welchen Preisklassen sich diese Geräte mal bewegt 
haben und selbst wenn es nicht um Profitmaximierung geht vor einer 
Abgabe mal schauen wie die denn heute so liegen...
Ist dank Google und Ebay ja eine Sache von 30 Sekunden. Wenn dann 
festgestellt wird was Sache ist wird selbst jemand der grundsätzlich 
kein Problem damit hat das Gerät zu verschenken lieber nö sagen und es 
für einen vielleicht mal interessierten Mitarbeiter oder notfalls auch 
motivierten Praktikanten zurückbehalten statt es einem Wildfremden zu 
geben. Ist eine ganz menschliche Verhaltensweise.
In vielen Fällen wird jedoch auch die interne Registrierkasse klingeln 
und das lange nicht beachtete Gerät findet sich ganz plötzlich bei Ebay 
wieder. Firmenaccount oder wahrscheinlicher Privataccount des Chefs als 
Privatverkauf...
(Ich habe da schon die ganze Bandbreite an Firmeneigentümern erlebt. Von 
solchen die auf den Euro genau die Ebaypreise kannten und trotzdem Dinge 
wie alte SpektrumAnalyzer oder 500MHz Skopes an Hobbyinteressierte 
Mitarbeiter gegeben haben mit der bitte diese auf dem Heimweg doch 
"möglichst umweltgerecht" zu "entsorgen" bis hin zu solchen wo die 
Mitarbeiter noch nicht einmal das 40 Jahre alte defekte 2A NoName 
Labornetzteil das seit 10 Jahren im feuchten Keller vor sich hin rostet 
endlich in den Schrott werfen durften weil das könnte man ja noch 
verkaufen...)

Bei großen Firmen hingegen kannst du das sowieso vergessen.
Selbst in Firmen wo die Geräte grundsätzlich ab dem Zeitpunkt der 
aussonderung "Freiwild" sind muss das Gerät ja erst einmal 
"ausgesondert" und aus dem "Inventar" mit dem Vermerk "zur Entsorgung 
freigegeben" gestrichen werden. Was bei einer kleinen Firma per 
mündlicher Order des Chefs oder eines Befugten zwischen Tür und Angel 
geht ist dort ein richtiger Verwaltungsakt.
Das wird niemand selbst bei grundsätzlich zur Aussonderung anstehenden 
Geräten nur wegen einer externen Nachfrage in die Wege leiten. Dazu 
müsste man schon ein interner mit engen Verbindungen zu den Zuständigen 
sein.
Nein, die Geräte werden dann ausgesondert wenn der Terminplan es 
vorsieht und dann geht auch direkt die Verteilung los. Die zur 
Entsorgung freigegebenen Geräte werden da dann nirgendwo mehr lange 
zwischengelagert sein...
Statt zur "Entsorgung" kann das Gerät natürlich auch mit dem Ziel des 
"Verkaufs" ausgesondert werden. Das wird aber in einer größeren Firma 
niemals für nur wenige Euro geschehen und ganz sicher nicht für einen 
Verkauf an privat. Dazu sind die Verwaltungskosten viel zu hoch. Vom 
Gewährleistungsrisiko ganz zu schweigen. In einem solchen Fall gehen die 
Geräte dann gesammelt an einen gewerblichen Aufkäufer wo alles 
wesentliche  wie ein wirksamer Gewährleistungsausschluss schon in einem 
Rahmenvertrag geregelt ist. Dann geht es auch nicht um ein Gerät sondern 
um viele. Aufs Einzelgerät umgelegt mag der Betrag dann zwar so niedrig 
sein das diesen auch viele Bastler gerne zahlen würden, durch die 
Bündelung ist es aber ein ansehnliches Sümmchen das den Aufwand allemal 
wert ist.

In vielen großen Firmen jedoch wird mittlerweile schon Wert darauf 
gelegt das die ausgesonderten GEräte wirklich endgültig vernichtet 
werden.
Weder Verkauf noch Mitnahme durch Mitarbeiter ist gestattet und 
Zuwiederhandlung wird als Diebstahl verfolgt.
Mal entstanden weil die ehemals "gutmütige" Einstellung von einem 
"Ars**l*ch" zum Schaden der Firma ausgenutzt wurde, mal weil es zu 
Missgunst unter den Mitarbeitern kam (nur wenige "wertige" Geräte bei 
vielen berechtigten Interessenten die es mitbekommen haben) oder wie 
ganz oft aufgrund irgendwelcher rechtlichen Befürchtungen vor Folgen 
deren zuverlässige Abwendung aus Sicht der Verantwortlichen mehr Aufwand 
macht als die Mitnahme zu verbieten und das Verbot zu überwachen. (Gilt 
ganz oft sogar für Fälle wo die Befürchtungen von vorneherein Grundlos 
sind)

Davon abgesehen weil du speziell von "Funk" geschrieben hast:
Nur weil jetzt "Digitale Funksysteme" im kommen sind verschwinden die 
analogen Funksysteme ja nicht sofort. Gerade im Betriebsfunkbereich geht 
die Nutzung ja zurück und da werden sehr viele Nutzer ihr analoges 
System bis zu dem Zeitpunkt weiterbetreiben wo die ganz den Betriebsfunk 
einstellen und auf Mobilfunk (Handy) umstellen.
Auch muss für dasselbe Servicelevel bei den Digitalen GEräten erheblich 
mehr Aufwand getrieben werden als bei den Analogen Geräten der 80er und 
90er. Daher überlegen viele kleinere Betriebe die auch Mobilfunktechnik 
gemacht haben schon sehr gut ob die überhaupt neuere Messtechnik 
anschaffen oder aber lieber auf andere Geschäftsbereiche umsteigen und 
gleichzeitig so lange wie möglich den alten analogen Service noch 
mitnehmen...

Und Betriebe die sich einen Messgerätepark für die digitalen 
Betriebsmodi zulegen (in der Regel sind das größere Betriebe) machen ja 
auch weiterhin Service für die analogen Geräte. ZWar können viele 
Digitaltaugliche Funkmessplätze auch Analoge Modi, aber zum einen nicht 
immer alle Signalisierungen, zum anderen will man ja nach der 
Anschaffung den schweineteuren Messplatz nicht mit dem Service von alten 
KF163 des Taxifritzen blockieren wo genug Tetra-Geräte der städtischen 
Berufsfeuerwehr ebenfalls auf Prüfung warten. Also bleibt der alte 
Messplatz im Betrieb bis der Ausfällt.

Und zu guter letzt bleibt die Tatsache das gerade in solchen Betrieben 
zumindest ein Teil der Funktechniker auch privat als Funkamateur 
bastelt.
Von einigen wenigen unter den Ein-Mann Firmen ausgenommen habe ich noch 
keine Firma für Funktechnik erlebt wo keine Funkamateuere gearbeitet 
haben. Und ich kenne/kannte ziemlich viele! Und wenn da dann ein 
Funkmessplatz tatsächlich zur freien Abgabe erklärt wird...

Wenn du ohne Beziehungen günstig an Messtechnik kommen willst dann gibt 
es im Prinzip nur einen Weg. Etwas Ahnung von der Materie, ein gutes 
Auge, ein bisschen Risikobereitschaft und früh auf dem richtigen 
Flohmarkt sein!
DA kann man auch echte Schnäppchen machen. Und das ganz ohne 
Beziehungen.
Jedoch kann man manchmal so Beziehungen knüpfen!

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von René F. (therfd)


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Manche Unternehmen spenden auch ausrangierte Messtechnik zum Beispiel an 
Berufsschulen, vor einigen Jahren während meiner Lehrzeit war ich mal zu 
Besuch in einem Kalibrierlabor, welches auch mit gebrauchten Messgeräten 
gehandelt hat. Die brauchten Platz und haben ca. 50 analoge Oszilloskope 
an eine Berufsschule gespendet und auch diverse andere Messtechnik, laut 
Aussage vom Laborleiter soll auch ein 34401A dabei gewesen sein, dessen 
GPIB Schnittstelle defekt war, ansonsten aber komplett funktionsfähig 
war. War bei denen öfters zu Besuch (im Gegensatz zu unserem nicht 
klimatisierten Firmengebäude war das durch die für die Kalibrierung 
notwendige Klimatisierung eine echte Erfrischung im Sommer :D)

Habe dann viele Mittagspausen mit den beiden Besitzern verbracht, die 
waren echt glücklich wenn mal jemand vorbei kam mit dem man plaudern 
konnte. Habe damals auch diverse Messgeräte defekt gekauft und repariert 
weiterverkauft und bekam öfters mal einen Schaltplan von dem Labor 
kopiert.



Meine Berufsschule bekam damals auch einige Multimeter von ich glaube es 
war Gossen gespendet, war ein Modell welches abgekündigt war und 
anscheinend schon einige Jahre dort im Lager verbrachte.



Ich möchte dg3ycs aber zustimmen, ohne Beziehungen ist es heutzutage 
schwer, vorallem umso größer der Betrieb und erst Recht als 
Außenstehender, bei meinem aktuellen Arbeitgeber (50 Mann Klitsche, 
inhabergeführt), wird ausrangierte Messtechnik auch lieber eingelagert 
als verschenkt oder verkauft, Mitnahme ist erst gestattet wenn defekt, 
aber wie oft geht schon ein Messgerät kaputt? Alle paar Jahre brechen 
vielleicht von einem Handmultimeter die Buchsen aus, aber da lohnt sich 
dann auch die Reparatur nicht mehr wirklich. Ich denke aber das 
heutzutage die Standardmesstechnik (Multimeter, Oszilloskop, 
Labornetzteil) so billig geworden ist, das auch die Einstiegshürden 
nicht mehr so groß sind wie früher und auf dem Gebrauchtmarkt kriegt man 
erstklassige Messtechnik für wenig Geld, siehe Unterforum „Markt“ wo ich 
erst kürzlich ein 3 Fach Netzteil für 80€ verkauft habe. Klar wenn man 
spezielle Messgeräte braucht für HF oder 6,5 stellige Multimeter dann 
wird es wieder etwas teuer, setzt man das ganze aber wieder in Relation 
zum Neupreis dann sind die Preise aber auch wieder ein Witz.

Momentan beobachte ich zum Beispiel ein Messgerät in der Bucht (250€ 
Sofortkauf) das gibt es auch noch neu und wird beim Distributor für 
1400€ gelistet...

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