Akausale diskrete Übertragungsfunktion

OP #5547855
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Hallo,

ich beschäftige mich gerade mit digitalen Filtern und habe eine frage zu 
akausalen bzw. improper übertragungsfunktionen. Dort habe ich ein 
Verständnisproblem

Nehmen wir die Spannung an einer Spule:

u=R*i+L*di/dt  (1)

Die Übertragungsfunktion lautet hierbei

G(s)=1/(L*s+R)  (2)

also ein einfaches PT1 System. Die Inverse dieser Funktion lautet also

G^-1(s)=L*s+R   (3)

Diese Funktion ist offensichtlich improper. Auch im z-Bereich bei einer 
diskreten Übertragungfunktion ist diese Funktion improper 
(s=2/T*(z-1)/(z+1), T ist die Abtastzeit)

G(z)=(2*L+R*T)+(R*T-2*L)*z^-1  (3)

Ebenfalls kann ich Gleichung (1) ausdrücken als:

u=R*i+L*(i-i*z^-1)/T=(R+L/T)*i-L/T*z^-1*i  (4)

Sowohl (3) als auch (4) lassen sich ohne Probleme in Simulink umsetzen. 
Ich bin davon ausgegangen, dass sich akausale Übertragungsfunktionen 
nicht umsetzen lassen. Wo ist mein Denkfehler? Vielen dank!
Gast #5549644
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Daniel D. schrieb:
> Ich denke man kann es auch darauf beziehen. In meinem Fall meine ich mit
> akausal bzw. improper, dass ich mehr Nullstellen als Pole habe.

Akausal bedeutet, dass der Ausgangswert für einem Zeitpunkt auf 
Eingangswerten beruht, die bezogen auf diesen Zeitpunkt in der Zukunft 
liegen - egal was du meinst.

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