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Forum: PC Hard- und Software Linux Ubuntu auf Windows 10


Autor: Markus (Gast)
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Ist das eine Art Scherzprogramm oder wie funktioniert das?
Ubuntu läuft dann nur im Terminal-Modus, ohne grafische Oberfläche?

https://www.microsoft.com/en-us/p/ubuntu/9nblggh4msv6?activetab=pivot:overviewtab

Autor: mmm (Gast)
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Die "App" wird vermutlich einfach ein paar Ubuntu-Pakete in das "Linux 
Subsystem for Windows" installieren.

Autor: 50c (Gast)
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...wie wär es mit Lesen?

"Ubuntu on Windows allows one to use Ubuntu Terminal and run Ubuntu 
command line utilities including bash, ssh, git, apt and many more.
"

Autor: Εrnst B. (ernst)
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Funktioniert echt gut. Pack noch einen X11-Server (z.B. 
https://sourceforge.net/projects/vcxsrv/) in den Autostart, dann gehen 
auch graphische Tools.
Leider nicht alle, irgendwelche IPC Sachen laufen (hoffentlich: noch) 
nicht rund, KDE geht z.B. nicht.

Autor: Schnueffelwanze (Gast)
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> Funktioniert echt gut.

Das einzige was gut funktioniert ist die Schnueffelwanze.

Du tust mir echt leid.

Da nehm ich doch lieber einen anderen Hypervisor wenns
fuers Blech nicht mehr reicht...

Autor: Εrnst B. (ernst)
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Schnueffelwanze schrieb:
> Da nehm ich doch lieber einen anderen Hypervisor wenns
> fuers Blech nicht mehr reicht..


Das Subsystem für Linux ist keine VM und auch kein Hypervisor. Es ist 
praktisch ein "Inverses WINE", eine Implementation der 
Linux-Kernel-Syscalls, um diese in entspechende Windows-Kernel-Calls zu 
übersetzen.

Und sämtliche Schnüffelsoftware hat das Windows auch so, egal ob man da 
Linux-Programme drauf laufen lässt oder nicht.

Autor: georg (Gast)
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Markus schrieb:
> Ist das eine Art Scherzprogramm

Das nicht, aber ein Krüppelprogramm. Wenn schon dann installiere ich mir 
ein "richtiges" und aktuelles Ubuntu für den VMWare Player.

Georg

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ich hatte dieses Subsystem vor einem jahr ausprobiert. Es hatte mir zu 
viele Einschränkungen.

Wenn es primär um die Linux Shell und die dort üblichen 
Kommandozeilentools geht, bevorzuge ich CygWin. Wenn man das installiert 
hat, kann man sowohl in der CMD Shell als auch un der BASH Shell alle 
Linux und Windows Befehle gemischt nutzen. Das finde ich sehr praktisch, 
da ich auf dem Desktop Windows nutzen muss aber mit Linux Befehlen 
besser vertraut bin.

Wo CygWin nicht genügt, würde ich eine virtuelle Maschine benutzen.

Autor: S. R. (svenska)
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Markus schrieb:
> Ist das eine Art Scherzprogramm oder wie funktioniert das?

Windows hat die Linux-Syscalls implementiert. An sich haben die nur die 
POSIX-Unterstützung (von Windows NT) reanimiert und aufgebohrt. Damit 
ist die Performance deutlich besser als Cygwin, vor allem die 
Prozess-Erzeugung.

Verglichen mit Linux ist das Dateisystem trotzdem lahm.

Markus schrieb:
> Ubuntu läuft dann nur im Terminal-Modus, ohne grafische Oberfläche?

Eine grafische Oberfläche setzt einen X-Server voraus, den du in dieser 
Implementation nicht benutzen kannst (Windows steuert den Bildschirm 
selbst an). Du kannst aber einen X-Server für Windows installieren (z.B. 
Xming32) und dann auch grafische Anwendungen benutzen.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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georg schrieb:
> Markus schrieb:
>> Ist das eine Art Scherzprogramm

Ja

>
> Das nicht, aber ein Krüppelprogramm. Wenn schon dann installiere ich mir
> ein "richtiges" und aktuelles Ubuntu für den VMWare Player.
>
Nö, wenn schon, dann installiere ich ein richtiges und aktuelles Linux 
und laß  Windows mal in einer VM laufen wenn es sein muß.
Aber das ist nur meine Meinung. ;-)

Autor: Rolf M. (rmagnus)
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mmm schrieb:
> Die "App" wird vermutlich einfach ein paar Ubuntu-Pakete in das "Linux
> Subsystem for Windows" installieren.

Unverständlicherweise heißt das nicht so, sondern anders rum: "Windows 
Subsystem for Linux".

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Rolf M. schrieb:
> Unverständlicherweise heißt das nicht so, sondern anders rum: "Windows
> Subsystem for Linux".

Da Windows das Zentrum der Welt ist, ist das schon logisch.

Autor: Markus (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Ich hatte dieses Subsystem vor einem jahr ausprobiert. Es hatte mir zu
> viele Einschränkungen.

Ich kam durch eine Frage im Forum von TVHeadend darauf, wo jemand TvH 
für Windows kompilieren wollte, woraufhin ein User vorschlug, TvH unter 
'WSL' laufen zu lassen. Je nach TV-Karte funktioniert das sogar. (für 
den Fragesteller kam ein Wechsel auf Linux nicht infrage, weil er 
irgendein nur unter Win laufendes Programm zwingend benötigt)
Die Meinungen auf heise.de zum WSL scheinen eher positiv zu sein, 
insbesondere seien keine erheblichen Geschwindigkeitseinbußen zu 
beobachten.

Autor: Christian R. (supachris)
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Ich nutze das auch ganz gerne, geht meiner Meinung nach besser und 
bequemer als das Cygwin Gefrickel. Man kann da drin z.B. auch mal ein 
Android kompilieren oder anderen Spaß machen, wo eine Bash besser geht 
als PowerShell oder cmd. Schnell ist es allemal.
Ich denke ja, über kurz oder lang wird MS auf den Linux Kernel 
umsteigen, wenn man sieht, wie sich sich mittlerweile Richtung Linux 
bewegen wäre das ein sinnvoller Schritt. Neuerdings gibts ja sogar 
OpenSSH Server und und und...

Autor: S. R. (svenska)
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Christian R. schrieb:
> Man kann da drin z.B. auch mal ein Android kompilieren
> oder anderen Spaß machen, wo eine Bash besser geht
> als PowerShell oder cmd. Schnell ist es allemal.

Echt? Wie schnell ist das, verglichen mit einem Linux auf der gleichen 
Hardware (und welche Version hast du getestet)? Meines Wissens ist das 
Dateisystem unter Windows deutlich langsamer als unter Linux, was bei 
Android extrem schmerzhaft sein dürfte.

Christian R. schrieb:
> Ich denke ja, über kurz oder lang wird MS auf den Linux Kernel
> umsteigen, wenn man sieht, wie sich sich mittlerweile Richtung Linux
> bewegen wäre das ein sinnvoller Schritt.

Das ist Unfug.

Der Linux-Kernel hat eine relativ kleine, sauber definierte 
Schnittstelle zum Userspace, was bei Windows nicht gegeben ist und nie 
gegeben war. Das macht es vergleichsweise einfach, das gesamte 
Linux-Userland zu portieren. Umgekehrt ist es deutlich schwieriger.

Demgegenüber hat der Windows-Kernel ein stabiles Treibersystem - ein 
massiver Vorteil gegenüber Linux - und ist wesentlich enger mit dem 
Userland verzahnt.

Es gibt einige sehr gute MSDN-Videos von den WSL-Entwicklern, die sowohl 
die Unterschiede zwischen beiden Kerneln (aus Windows-Perspektive) als 
auch die Funktionsweise von WSL sehr gut beschreiben und aus meiner 
Sicht äußerst sehenswert sind.

Autor: georg (Gast)
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Christian R. schrieb:
> Ich denke ja, über kurz oder lang wird MS auf den Linux Kernel
> umsteigen

Und auf die ganzen schönen Milliarden Umsatz und Gewinn verzichten? Das 
sind vielleicht deine feuchten Wunschträume, eine reale Firma kann 
unmöglich so blöd sein. Es wird ja praktisch jeder PC weltweit mit 
Windows ausgeliefert - auch fast alle die nachher mit Linux betrieben 
werden.

Georg

Autor: S. R. (svenska)
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georg schrieb:
> Und auf die ganzen schönen Milliarden Umsatz und Gewinn verzichten?

Das ist kein Argument. Statt GNU/Linux könnte man auch Win/Linux 
ausliefern, mit voller Unterstützung für Windows- und Linux-Anwendungen 
- wie Wine auf Drogen. Aber damit würden sie sich ihren eigenen 
Treibersupport wegschießen und das passiert nicht.

Autor: Rolf M. (rmagnus)
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georg schrieb:
> Christian R. schrieb:
>> Ich denke ja, über kurz oder lang wird MS auf den Linux Kernel
>> umsteigen
>
> Und auf die ganzen schönen Milliarden Umsatz und Gewinn verzichten?

Warum? Das eine hat mit dem anderen nix zu tun. Sie hätten nur weniger 
Kosten, weil sie nicht mehr ihren eigenen Kernel pflegen müssten.

> Das sind vielleicht deine feuchten Wunschträume, eine reale Firma kann
> unmöglich so blöd sein. Es wird ja praktisch jeder PC weltweit mit
> Windows ausgeliefert - auch fast alle die nachher mit Linux betrieben
> werden.

Hauptsächlich auf Grund von Knebelverträgen.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Der Windows Kernel hat schon vorteilhafte Eigenarten, die Linux nicht 
bieten kann. Zum Beispiel...... warte...... kommt gleich...... mist, mir 
fällt keiner ein.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: S. R. (svenska)
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Stabilen Treibersupport für Drittanbieter. Das bietet Linux nicht - und 
als Konsequenz haben die ganzen Embedded-Systeme irgendwelche 5-10 Jahre 
alten BSP-Kernel mit bekannten offenen Sicherheitslücken, die man nicht 
aktualisieren kann, ohne die Hardware wegzuschmeißen.

Nebenan ist die Diskussion zum Pinebook. An sich ne geile Hardware, aber 
Kernel 3.18 mit mäßigem Hardwaresupport. Super. Oder einen aktuellen 
Upstream-Kernel, ohne Stromsparfunktionen. Auch nem Laptop. Noch besser.

Davon mal abgesehen... unterschätze den Windows-Kernel nicht (über den 
Rest des Betriebssystems lässt sich trefflich streiten). Wir reden nicht 
mehr von Windows 95, das Teil ist in den letzten 10 Jahren massiv 
gehärtet worden. Ich behaupte mal, der Windows-Kernel ist sicherer als 
Linux - schlicht, weil Windows eine deutlich größere Angriffsfläche war 
(und eigentlich auch noch immer ist).

Du bist doch sonst nicht so uninformiert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Walter K. (walter_k488)
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Der Windows Kernel is sooo hart, dass man ihn im Gegensatz zu Linux oder 
BSD noch nicht mal selbst kompilieren kann ;-)

Autor: Carl D. (jcw2)
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Walter K. schrieb:
> Der Windows Kernel is sooo hart, dass man ihn im Gegensatz zu Linux oder
> BSD noch nicht mal selbst kompilieren kann ;-)

Der NT-Kernel hat nur wenig mit der darauf laufenden "Win32-Emulation" 
zu tun. Bevor er als WNT verkauft wurde hieß er VMS, für alle die das 
noch kennen.
Ich wollte damit aber nicht sagen, daß ich nicht gerne auf MS-Produkte 
verzichte.

Autor: Christian R. (supachris)
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S. R. schrieb:
> Echt? Wie schnell ist das, verglichen mit einem Linux auf der gleichen
> Hardware (und welche Version hast du getestet)? Meines Wissens ist das
> Dateisystem unter Windows deutlich langsamer als unter Linux, was bei
> Android extrem schmerzhaft sein dürfte.

Ich hab keine Zeitmessung gemacht, aber klar, langsamer als nativ ist 
es. Allerdings war es zumindest bei mir gefühlt etwa so schnell wie eine 
VirtualBox. Ich hab auf dem Firmen PC noch 1703 oder 1709 drauf. Ist 
halt sehr bequem und für viele Sachen ausreichend. Mal sehen was da noch 
alles kommt.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Der Performance-Unterschied der Filesysteme Windows versus Linux ist mir 
ganz krass beim Compilieren mit dem gcc aufgefallen. Die meisten andere 
Programme scheinen nicht so sehr betroffen zu sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: S. R. (svenska)
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Christian R. schrieb:
> Ich hab keine Zeitmessung gemacht, aber klar,
> langsamer als nativ ist es.

Ich weise mal leise darauf hin, dass WSL nativ ist. ;-)

Christian R. schrieb:
> Allerdings war es zumindest bei mir gefühlt
> etwa so schnell wie eine VirtualBox.

Das fände ich überraschend. Wenn dem aber tatsächlich so ist, dann wäre 
das für mich ziemlich relevant.

Stefanus F. schrieb:
> Der Performance-Unterschied der Filesysteme Windows
> versus Linux ist mir ganz krass beim Compilieren
> mit dem gcc aufgefallen.

Unter Cygwin ist das normal, weil die Prozesserzeugung durch die 
fork-Emulation extrem langsam ist und beim Compilieren ununterbrochen 
kurzzeitige Prozesse abgefeuert werden.

Oder hast du das mit WSL ausprobiert?

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ich meinte weder mit CygWin noch WSL, sondern ein normal installiertes 
Linux versus normal installiertes Windows (als Dual-Boot System). CygWin 
ist lahm, keine Frage.

Obwohl, etwas lahmeres als den Dateimanager von Windows habe ich noch 
nirgends gesehen. Aber das ist was anderes, daran ist vermutlich nicht 
der Windows Kern Schuld.

: Bearbeitet durch User
Autor: Marc Horby (Gast)
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Walter K. schrieb:
> Der Windows Kernel is sooo hart, dass man ihn im Gegensatz zu Linux oder
> BSD noch nicht mal selbst kompilieren kann ;-)

Chuck Norris braucht keinen Windows Kernel zum Starten von Windows...

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