Erika schrieb:> Was ich damit sagen will ist: Ist es prinzipiell noch möglich solche> Telefone zu verwenden?
Manchmal ja, manchmal nein. Das kann man nur ausprobieren. Ein zusätz-
liches Problem ist, das es sich um ein amerikanisches Telefon handelt.
Die haben eine andere Innenschaltung als deutsche Telefone.
Ein echtes antikes Telephon wie z.B. ein W48 funktioniert auch heute
noch. Nur das Wählen ist ein Problem, da kaum noch eine
Telephonanlage/kaum ein VoIP-Router noch Pulswahl versteht.
test schrieb:> Und definiere "solche Telefone".> Vermutlich haben moderne echte Telefone in Antik Optik auch moderne> Technik drin.
Das ist aber als Deko angeboten und nicht als Telefon, vermutlich ist da
gar keine Technik drin:
"merkmale:
- für dekorative zwecke nur, kein spielzeug.
- schönes design und hervorragende arbeit.
- retro - vintage - antik, dekorative ornamente, klassische telefon
telefon 'statue.
beschreibung:
brandneu und hohe qualität.
material: natürlichen harz°
@Erika
alternative ist ein W48:
https://www.ebay.de/b/Telefone-W48/985/bn_55213433
erfordert aber eine IWV fähige Anlage
Betreibe selbst ein Fetap 611, dieses habe ich an einen VoiP-Adapter
(welcher noch Pulswahl beherrscht) angeschlossen.
Alternative sind beispielsweise auch alte Fritzboxen oder Eumex
ISDN-Anlagen/Kleintelefonanlagen/AB-Adapter, diese kannst Du dann mit
dem ISDN-Anschluss ebenfalls an die Fritzbox anschließen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Nur das Wählen ist ein Problem, da kaum noch eine> Telephonanlage/kaum ein VoIP-Router noch Pulswahl versteht.
Das ist doch Unfug.
Beispiel: Die aktuelle o2 HomeBox 6641 von Zyxel hat mit dem IWV keine
Probleme und dürfte nicht ganz selten sein.
Fanatiker schrieb:> Was ist daran "Unfug", Rufus hat sich schon korrekt der deutschen> Sprache bedient.
Außer wenn er „Telephon“ oder „Photo“ schreibt, da ist er selber noch
etwas antik :)
Hallo Erika.
Erika schrieb:> Ist es noch möglich dieses Telefon an unserem Festnetzanschluss zu> verwenden?>> https://www.ebay.at/itm/Retro-Modell-Schnurgebundenes-Festnetztelefon-Antik-Wahlscheibentelefon-Harz/153031741058?hash=item23a1670e82:g:l2IAAOSwX3FbA5UD>>
Kommt auf das Detail an.
Aber grundsätzlich erstmal ja. Bei klassischen (analogen) Festnetz
Anschlüssen hat sowas bis zuletzt (2015) funktioniert, und danach wurde
mir ein VoIP Anschluss aufgedrückt, an dessen Router (Speedport W
irgendwas) das auch noch funktioniert. Es gibt also Router, die am
Analogtelephon Anschluss noch Impulswahl (Wählscheibe!) erkennen und
nutzen können. Aber das müssen leider nicht alle, es ist nirgendwo
explizit spezifiziert, und die meisten jüngeren
Fernmeldetechniker/Informationselektroniker kennen das nicht. Und die
Verkäufer im Telekomladen und an der Hotline auch nicht.
Die weiteren Details wären z.B. ob das fragliche Telephon überhaupt für
sich gesehen in Ordnung ist, und ob sonst noch ein paar Sachen passen.
Beispiel: Die Wechselspannung für das Leutewerk. Die muss auch nur so
lala passen. Früher waren es mal 120V, aber die VoIP Anlagen machen
teilweise nur mit ach und krach 24V. Das ist für manche Glocken schon
etwas schlapp, bzw. die musst Du fein justieren, damit Du noch was
hörst.
Oder es war ein Apparat aus z.b. Belgien, die 50Hz statt wie hier 25Hz
für die Wechselspannung verwendeten. Bei kräftigen 120V klappt das
meistens, aber bei nur 60 oder noch weniger meistens nicht mehr. Auch
feinjustieren der Glocken hilft nicht. Aber: Im Telephon ist eine
Serienschaltung aus einem Folienkondensator und der Induktivität der
Läutewerkspulen. Diese sollte auf der verwendeten Frequenz in Resonanz
sein. Durch paralellschaltung eines passenden Kondensators zum
verhandenen kann man 50Hz Apparate auf 25Hz Resonanz bringen. Allerdings
leidet dabei das L/C Verhältnis und damit die Güte. Ideal ist das nicht,
aber meistens funktioniert es.
Auch sonst muss von den Spannungen her einiges passen, aber das ist
meistens anpassbar
D.h. es besteht eine gute Chance, das zum Laufen zu bekommen, wenn es
jemand mit viel Sachkenntnis und handwerklichem Geschick hinbasteln
kann.
Aktuell verwende ich übrigens sowas:
https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/29612287624/in/album-72157667449807354/
ein Eigenbau. Die dahinterliegende Elektronik ist aber die von einem
FeTAp 611 aus den 70ern und der Handapparat von einem W48. ;O)
Sowas wie Du hast wäre mir vom Design her zu edel. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Oder es war ein Apparat aus z.b. Belgien,
Er ist anscheinend aus den Vereinigten Staaten (Bell system).
Dort werden leicht veränderte Innenschaltungen verwendet.
Harald W. schrieb:> Bernd W. schrieb:>>> Oder es war ein Apparat aus z.b. Belgien,>> Er ist anscheinend aus den Vereinigten Staaten (Bell system).> Dort werden leicht veränderte Innenschaltungen verwendet.
Guckt euch das Ding doch mal an, z.B. ist die Hörerschnur einfach ein
Seil, wleches mit Heißkleber am Hörer festgeklebt ist. Das wird
keinerlei technisches Innenleben haben sondern lediglich ne Holzkiste
sein!
Hallo Mops.
Mops schrieb:>> Guckt euch das Ding doch mal an, z.B. ist die Hörerschnur einfach ein> Seil, wleches mit Heißkleber am Hörer festgeklebt ist.
Solche verdrillten textilummantelten Leitungen waren lange "Stand der
Technik" Und wegen dem Heisskleber: Sowas habe ich schon als
improvisierten Knickschutz gesehen.
> Das wird> keinerlei technisches Innenleben haben sondern lediglich ne Holzkiste> sein!
Bei näherer Betrachtung habe ich auch den Verdacht. ;O)
Allerdings eher wegen der Überganges von der Glocke zum Gehäuse. Das
sieht alles aus wie ein Stück ohne Spalt. Und so könnte halt eine Glocke
nicht klingen.
Das wichtigste Argument für ein Modell oder "Mock up" ist aber die
Zusicherung des Händlers, es sei aus "Harz". Als "Resin" weden im
Englischen verschiedene Sorten von Kunststoffen bezeichnet.
Desweiteren scheint mir die Abmessungen sehr klein: "größe (l w h):
app 19 10 16cm / 7,5 '' * 3,9 '' * 6.3 ''"
Das ist verdammt klein, um handlich zu sein. Vermutlich muss man den
Hörer mit drei spitzen Fingern greifen. ;O)
Und man braucht ein Gesicht mit kleinem Abstand zwischen Ohr und Mund.
;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Das wichtigste Argument für ein Modell oder "Mock up" ist aber die> Zusicherung des Händlers, es sei aus "Harz". Als "Resin" weden im> Englischen verschiedene Sorten von Kunststoffen bezeichnet.
Zoomt doch mal in das Produktfoto rein - das ganze Telefon incl. der
Glocke sieht aus wie aus Knetmasse. Zugegebenerweise recht detailliert
modelliert.
Mh meint ihr es tatsächlich ernst, dass das Teil aus dem ersten ebay
link echt ist??
Ich dachte es wäre erst ein Scherz von Erika. Wie kann man, wenn man des
Sehens auch nur noch ein wenig mächtig ist, ausgehen das wäre ein
funktionsfähiges Telefon anstatt Dekoobjekt?
Sieht man doch.
Das Messing ist nur Farbe und alles krumm und schief.
In der Größe viel zu klein. Und für nur 12EUR.
Es gibt noch mehr von diesen Teilen.
- Käsemesser-Set mit denen man niemals Käse teilen kann
- Weinheber, mit denen man niemals Wein zapfen kann
- Kaffemühlen, die niemals eine Bohne mahlen können
- Nussknacker, die bei der ersten Knackung kaputt gehen
Die stehen in einer Küche einer mir nahstehenden Dame.
Könnte Beweisfotos machen.
Aber wenn man sucht, findet man auch Teile, die neu produziert wurden
und die auch funktionieren.
Hans schrieb:> Mh meint ihr es tatsächlich ernst, dass das Teil aus dem ersten ebay> link echt ist??
Das Teil ist lediglich Theaterdekoration. Das sieht man doch auf den
ersten Blick.
Alte Telefone findet man recht günstig auf Flohmärkten (nicht bei den
Händlern, die kennen andere Preise). Problematisch ist hier eigentlich
nur die Pulswahl (können noch viele Telefon-Router) sowie die Glocke.
Auch muss die Wählmechanik eventuell entfettet und wieder neu gefettet
werden.