Hallo,
ich möchte einen Mikrocontroller (Atmega8, einen RFID-reader (RC522) und
einen USB-UART wandler (FT232RL) betreiben. reicht dazu die Leistung von
einem USB-Port am Laptop/PC aus? Dann bräuchte ich keine extra
Spannungsversorgung zu machen.
Gruß
Johannes
Über einen (normalen) USB-Port bekommst du maximal 5 V und 500 mA, also
2,5 W. ATmega und FTDI bewegen sich im mW-Bereich, den RFID-Reader kenne
ich nicht. Guckst du Datenblatt.
Spontane Aussage: Ja, reicht aus.
S. R. schrieb:> Über einen (normalen) USB-Port bekommst du maximal 5 V und 500 mA, also> 2,5 W.
Aber eigentlich nur, wenn man das vorher über die USB-Kommunikation
angemeldet hat, sonst darf man nur 100 mA ziehen. Wenn du mit "RC522"
den MFCR522 meist, kann der laut Datenblatt schon mal alleine bis zu 100
mA brauchen.
Rolf M. schrieb:> Aber eigentlich nur, wenn man das vorher über die USB-Kommunikation> angemeldet hat, sonst darf man nur 100 mA ziehen.
Völlig überraschend ist bei einem FT232RL davon auszugehen, dass
USB-Kommunikation gegeben ist.
S. R. schrieb:> Rolf M. schrieb:>> Aber eigentlich nur, wenn man das vorher über die USB-Kommunikation>> angemeldet hat, sonst darf man nur 100 mA ziehen.>> Völlig überraschend ist bei einem FT232RL davon auszugehen, dass> USB-Kommunikation gegeben ist.
Es reicht nicht, einfach nur "USB-Kommunikation" zu machen, sondern man
muss die 500 mA explizit anfordern.
Rolf M. schrieb:> Es reicht nicht, einfach nur "USB-Kommunikation" zu machen, sondern man> muss die 500 mA explizit anfordern.
Korrektur: Man soll
Die ganzen LED Leuchten, Powerbanken, Ventilatoren, etc. tun das nicht
und funktionieren trotzdem fast immer.
OT
Stefanus F. schrieb:> Rolf M. schrieb:>> Es reicht nicht, einfach nur "USB-Kommunikation" zu machen, sondern man>> muss die 500 mA explizit anfordern.>> Korrektur: Man soll>> Die ganzen LED Leuchten, Powerbanken, Ventilatoren, etc. tun das nicht> und funktionieren trotzdem fast immer.
AFAIK tun die das doch. Dem Hostcontroller sollte als "Kommunikation"
zur Erkennung und Freigabe der 500mA folgendes völlig ausreichen:
Beitrag "Re: D+ Leitung pull up an VBUS 5V"
> Dem Hostcontroller sollte als "Kommunikation"> zur Erkennung und Freigabe der 500mA folgendes völlig ausreichen
Nein. Dadurch erkennt er nur, dass ein wirkliches USB-Gerät dranhängt,
mit dem er kommunizieren kann. Das Gerät darf trotzdem nur 100mA ziehen.
Der benötigte Maximalstrom wird dann abgefragt und, wenn das verfügbar
ist, dem Gerät mitgeteilt, dass es den jetzt auch abrufen darf.
Interessant wird das ganze normerweise erst, wenn ein Hub mit mehreren
Geräten beteiligt ist - der Host entscheidet dann, wer Saft bekommt und
wer nicht.
> der Host entscheidet dann, wer Saft bekommt und wer nicht.
Genauer: wer Saft ziehen darf. Die wenigsten Hubs haben die Möglichkeit,
den Strom portweise aktiv zu begrenzen - man verlässt sich darauf, dass
die Geräte nur soviel ziehen, wie ihnen erlaubt wurde.
Johannes schrieb:> Dann werde ich wohl eine externe Spannungsversorgung machen> und über USB dann nur die UART-Kommunikation machen.
Unfug. Lass einfach alles über USB versorgen und gut ist. Die ganze
Chinaware (Heizplatten usw) macht auch nichts anderes. Viele modernere
USB-Scanner sind ebenfalls USB-powered.
Wenn es dir wirklich darauf ankommt, dann schalte den RFID-Leser erst
ein, wenn er gebraucht wird. Deine Anwendung könnte z.B. RTS dafür
benutzen, denn bevor die Anwendung läuft, braucht der RFID-Leser auch
nichts senden. Wenn die Anwendung deinen Adapter findet, ist auch
nachweislich genug Strom vorhanden (sonst würde der USB-Handshake
fehlschlagen).
Ich frage mich ja immer, warum Ralf mir grundsätzlich sofort
widerspricht, wenn ich Antworten gebe.
S. R. schrieb:> Ich frage mich ja immer, warum Ralf mir grundsätzlich sofort> widerspricht, wenn ich Antworten gebe.
Falls du damit mich meinst (ich heiße nicht Ralf): Wenn ich eine Antwort
lese, die nicht ganz korrekt ist oder unvollständig, dann schreibe ich
da was dazu. Dabei achte ich eigentlich nicht darauf, von wem diese
Antwort kommt. Wenn du also das Gefühl hast, dass ich das immer bei dir
mache, wird's daran liegen, dass deine Antworten immer nicht so ganz
stimmen. ;-)
Rolf M. schrieb:> Falls du damit mich meinst (ich heiße nicht Ralf):
Entschuldigung, freudscher Vertipper. :-)
Rolf M. schrieb:> Wenn ich eine Antwort lese, die nicht ganz korrekt ist> oder unvollständig, dann schreibe ich da was dazu.
Ich versuche eigentlich eher, die Ursprungsfrage zu beantworten und
dabei den Kontext mit einzubeziehen (wenn er denn für mich deutlich
genug erkennbar ist). Naja gut, danke für die Antwort.