Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Spannung von USB vom PC


von Johannes (Gast)


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Hallo,
ich möchte einen Mikrocontroller (Atmega8, einen RFID-reader (RC522) und 
einen USB-UART wandler (FT232RL) betreiben. reicht dazu die Leistung von 
einem USB-Port am Laptop/PC aus? Dann bräuchte ich keine extra 
Spannungsversorgung zu machen.

Gruß
Johannes

Beitrag #5549667 wurde von einem Moderator gelöscht.
von S. R. (svenska)


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Über einen (normalen) USB-Port bekommst du maximal 5 V und 500 mA, also 
2,5 W. ATmega und FTDI bewegen sich im mW-Bereich, den RFID-Reader kenne 
ich nicht. Guckst du Datenblatt.

Spontane Aussage: Ja, reicht aus.

von Rolf M. (rmagnus)


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S. R. schrieb:
> Über einen (normalen) USB-Port bekommst du maximal 5 V und 500 mA, also
> 2,5 W.

Aber eigentlich nur, wenn man das vorher über die USB-Kommunikation 
angemeldet hat, sonst darf man nur 100 mA ziehen. Wenn du mit "RC522" 
den MFCR522 meist, kann der laut Datenblatt schon mal alleine bis zu 100 
mA brauchen.

von S. R. (svenska)


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Rolf M. schrieb:
> Aber eigentlich nur, wenn man das vorher über die USB-Kommunikation
> angemeldet hat, sonst darf man nur 100 mA ziehen.

Völlig überraschend ist bei einem FT232RL davon auszugehen, dass 
USB-Kommunikation gegeben ist.

von Rolf M. (rmagnus)


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S. R. schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Aber eigentlich nur, wenn man das vorher über die USB-Kommunikation
>> angemeldet hat, sonst darf man nur 100 mA ziehen.
>
> Völlig überraschend ist bei einem FT232RL davon auszugehen, dass
> USB-Kommunikation gegeben ist.

Es reicht nicht, einfach nur "USB-Kommunikation" zu machen, sondern man 
muss die 500 mA explizit anfordern.

von Stefan F. (Gast)


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Rolf M. schrieb:
> Es reicht nicht, einfach nur "USB-Kommunikation" zu machen, sondern man
> muss die 500 mA explizit anfordern.

Korrektur: Man soll

Die ganzen LED Leuchten, Powerbanken, Ventilatoren, etc. tun das nicht 
und funktionieren trotzdem fast immer.

von Thorsten (Gast)


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Und zum Anfordern kann man das eeprom beschreiben - das muss man 
natürlich noch mit berechnen und kostet geld und energie.

von 2 Cent (Gast)


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OT
Stefanus F. schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Es reicht nicht, einfach nur "USB-Kommunikation" zu machen, sondern man
>> muss die 500 mA explizit anfordern.
>
> Korrektur: Man soll
>
> Die ganzen LED Leuchten, Powerbanken, Ventilatoren, etc. tun das nicht
> und funktionieren trotzdem fast immer.
AFAIK tun die das doch. Dem Hostcontroller sollte als "Kommunikation" 
zur Erkennung und Freigabe der 500mA folgendes völlig ausreichen:

Beitrag "Re: D+ Leitung pull up an VBUS 5V"

von foobar (Gast)


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> Dem Hostcontroller sollte als "Kommunikation"
> zur Erkennung und Freigabe der 500mA folgendes völlig ausreichen

Nein. Dadurch erkennt er nur, dass ein wirkliches USB-Gerät dranhängt, 
mit dem er kommunizieren kann. Das Gerät darf trotzdem nur 100mA ziehen. 
Der benötigte Maximalstrom wird dann abgefragt und, wenn das verfügbar 
ist, dem Gerät mitgeteilt, dass es den jetzt auch abrufen darf.

Interessant wird das ganze normerweise erst, wenn ein Hub mit mehreren 
Geräten beteiligt ist - der Host entscheidet dann, wer Saft bekommt und 
wer nicht.

von foobar (Gast)


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> der Host entscheidet dann, wer Saft bekommt und wer nicht.

Genauer: wer Saft ziehen darf. Die wenigsten Hubs haben die Möglichkeit, 
den Strom portweise aktiv zu begrenzen - man verlässt sich darauf, dass 
die Geräte nur soviel ziehen, wie ihnen erlaubt wurde.

von Johannes (Gast)


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Danke für die Informationen. Dann werde ich wohl eine externe 
Spannungsversorgung machen und über USB dann nur die UART-Kommunikation 
machen.

von foobar (Gast)


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Päpstlicher als der Papst? ;-)  Benutz einfach USB und gut ist.

von S. R. (svenska)


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Johannes schrieb:
> Dann werde ich wohl eine externe Spannungsversorgung machen
> und über USB dann nur die UART-Kommunikation machen.

Unfug. Lass einfach alles über USB versorgen und gut ist. Die ganze 
Chinaware (Heizplatten usw) macht auch nichts anderes. Viele modernere 
USB-Scanner sind ebenfalls USB-powered.

Wenn es dir wirklich darauf ankommt, dann schalte den RFID-Leser erst 
ein, wenn er gebraucht wird. Deine Anwendung könnte z.B. RTS dafür 
benutzen, denn bevor die Anwendung läuft, braucht der RFID-Leser auch 
nichts senden. Wenn die Anwendung deinen Adapter findet, ist auch 
nachweislich genug Strom vorhanden (sonst würde der USB-Handshake 
fehlschlagen).

Ich frage mich ja immer, warum Ralf mir grundsätzlich sofort 
widerspricht, wenn ich Antworten gebe.

von Rolf M. (rmagnus)


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S. R. schrieb:
> Ich frage mich ja immer, warum Ralf mir grundsätzlich sofort
> widerspricht, wenn ich Antworten gebe.

Falls du damit mich meinst (ich heiße nicht Ralf): Wenn ich eine Antwort 
lese, die nicht ganz korrekt ist oder unvollständig, dann schreibe ich 
da was dazu. Dabei achte ich eigentlich nicht darauf, von wem diese 
Antwort kommt. Wenn du also das Gefühl hast, dass ich das immer bei dir 
mache, wird's daran liegen, dass deine Antworten immer nicht so ganz 
stimmen. ;-)

von Johannes S. (Gast)


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Wenn ein USB-C Anschluss vorhanden ist wird es einfacher, da reicht ein 
R für 1,5 A.

von S. R. (svenska)


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Rolf M. schrieb:
> Falls du damit mich meinst (ich heiße nicht Ralf):

Entschuldigung, freudscher Vertipper. :-)

Rolf M. schrieb:
> Wenn ich eine Antwort lese, die nicht ganz korrekt ist
> oder unvollständig, dann schreibe ich da was dazu.

Ich versuche eigentlich eher, die Ursprungsfrage zu beantworten und 
dabei den Kontext mit einzubeziehen (wenn er denn für mich deutlich 
genug erkennbar ist). Naja gut, danke für die Antwort.

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