Hallo Leute, Ich habe eine alte AD-Wandler Karte die des öfteren mal streikt. Beim Ausbau habe ich einen total verbrannten Quarz gefunden ... schaut mal auf das Bild. Keine Ahnung woran das liegt, da ist keine Wärmequelle wie Kühlkörper o.ä. in der Nähe!? Ob das der Fehler ist weis ich nicht, aber ich würde den gerne prophylaktisch austauschen. Was mich wundert ist der Aufdruck, da steht 12.90 drauf, aber das ist ja keine Standardfrequenz ... oder ist das ein 12 MHz und die .90 bedeutet was anderes? Freue mich auf eure Antworten! Hecot
12,90 MHz ist sehr unwahrscheinlich. https://www.mikrocontroller.net/articles/Quarzfrequenzen_und_Primfaktoren Das kann auch das Herstellungsdatum sein. Was steht auf den anderen Flächen (auch oben)? Der schaut nicht verbrannt, sondern vergammelt aus (Feuchte?), genau so die Lötungen.
> Keine Ahnung woran das liegt, da ist keine Wärmequelle wie > Kühlkörper o.ä. in der Nähe!? Irgendwelche ekligen chemischen Daempfe (Salzsaeure) in der Naehe? Die Gehaeuse von Quarzen sind aus Eisen und besonders empfindlich und der Rest der Schaltung sieht auch bereits leicht angegriffen aus. Ich hab auch schon mal eine funktionierende (!) Schaltung gesehen wo der Quarz komplett frei lag weil das Metallgehaeuse komplett weg gerostet war. Olaf
Also das Quarzbeinchen welches nicht an die Massefläche geht hat offensichtlich ne gebrochene Lötstelle. Löte das mal nach. Danach die Frequenz des Quarzes messen und nen neues einsetzen.
Die Unterseite habe ich noch nicht angeschaut, dazu müsste ich den Quarz ablöten und nach dem ich da neues Zinn drüber gezogen habe geht die Karte wieder. Solange ich dort keinen Ersatz habe will da nicht unnötig dran rumlöten und es evtl. komplett zerstören. So bleibt ja auch noch die Möglichkeit mal die Frequenz zu messen, muss mir dazu noch einen geeigneten Testpunkt suchen. Ach ja, das hatte ich noch vergessen zu schreiben ... der Rest der Leiterplatte ist tip/top - keine "Gammelstellen" nix! Hecot
Hecot schrieb: > habe ich einen total verbrannten Quarz gefunden Ich würde eher sagen korrodiert (Wasserschaden). Ich tippe auch auf Dezember 1990. Vielleicht steht noch was auf der Unterseite. Hecot schrieb: > der Rest der > Leiterplatte ist tip/top Zumindest alle Teile auf dem Bild sind angegammelt (Transistor, Widerstand).
Dr. Sommer schrieb: > Aus Neugier, was ist das denn genau für ein Teil und wofür wird das > gebraucht? Hecot schrieb: > Hallo Leute, Ich habe eine alte AD-Wandler Karte https://de.wikipedia.org/wiki/Analog-Digital-Umsetzer
Stefanus F. schrieb: > https://de.wikipedia.org/wiki/Analog-Digital-Umsetzer Wenn ich jemanden Frage, was er für ein Fahrrad fährt, möchte ich auch keine Definition von "Fahrrad" haben.
Dr. Sommer schrieb: > Wenn ich jemanden Frage, was er für ein Fahrrad fährt Er hat eher gefragt, was für ein Ding du fährst. Dass ein Fahrrad ist, hat er scheinbar nicht erkannt.
Es geht eher darum, aus welchem Gerät diese Baugruppe stammt. Vielleicht hat BAMA oder KO4BB das passende Service Manual dazu, und da steht dann auch die Typenbezeichnung des Quarzes drin.
12.90 = September 2012? Blödsinn - wie sollte dann Oktober 2012 aussehen, wenn es offensichtlich nur Platz für 4 Ziffern und einen Punkt gibt? Eine KW 90 gibt's auch nicht und 365 Tage passen auch nicht in das vermutete JJ.XX-Schema.
Das Gehäuse ist sehr wahrscheinlich verzinnt. Dann entsteht - v.a. in feuchter Umgebung - Zinn-hydroxid. Das Zeug leitet faktisch gar nicht und ist auch etwas mühsam auszulöten. Du könntest zuerst versuchen den Quarz auszulöten, dann die Kontakte zu reinigen (z.B. mechanisch abschleifen) und dann wieder aufzulöten - vielleicht war's das schon. Bzgl. Frequenz: Wie oben schon geschrieben, Rückseite betrachten - man kann das Ganze ja vorsichtig nach oben biegen. Wenn das wirklich 12,90MHz sind, dann war das evtl. ein kurzzeitiger Exot - heute auf jeden Fall nicht verfügbar. Du könntest dann 12,80 oder 12,96MHz versuchen.
Laut der Quarzfrequenzliste in der englischen Wikipedia gibt es wohl auch 12.9024 MHz (für UART): https://en.wikipedia.org/wiki/Crystal_oscillator_frequencies Wo man so einen her bekommt, wüsste ich allerdings auch nicht. Gruß, Bernd
Bernd B. schrieb: > 12.9024 MHz > Wo man so einen her bekommt, wüsste ich allerdings auch nicht. Zur Not kauft man einen mit niedrigerer Frequenz und flext ein Stück ab :-)
Werner schrieb: > Eher März 1990. Üblicherweise wird die Kalenderwoche angegeben. Auch gut möglich (und wahrscheinlicher) - macht aber rückblickend keinen grossen Unterschied :-)
Jürgen W. schrieb: > Wenn das wirklich 12,90MHz sind, dann war das evtl. ein kurzzeitiger > Exot - heute auf jeden Fall nicht verfügbar. Quarze macht dir jeder Hersteller mit deiner Wunschfrequenz. Ist nur eine Frage, welche Stückzahl dahinter steht. Die Karte sieht jedenfalls nicht nach Bastler-Einzelstück aus.
Meine Vorgehensweise wäre: Masse und 5V anschließen, Quarzfrequenz mit Oszi messen.
Je nachdem, was halt auf der Karte als Quarztreiber drauf ist... Vielleicht hat es ja noch einige TTLs... Womöglich schwingt der Oszillator ohne weitere Funktionen an.
Wolfgang R. schrieb: > Je nachdem, was halt auf der Karte als Quarztreiber drauf ist... > Vielleicht hat es ja noch einige TTLs... Die Oszillatorschaltung kann man auf dem Foto sogar sehen. Quarz mit einer Seite an Masse ist üblicherweise ein Colpitts-Oszillator. Sowas in der Art: http://www.learnabout-electronics.org/Oscillators/images/colpitts-xtal-osc.gif Interessant wäre halt zu wissen was das für eine Baugruppe ist. Nach HP sieht es nicht aus, eher nach einem Fluke Kalibrator. (ISA sicher nicht, denn dann wären die sichtbaren Kontaktflächen die Datenleitungen. Und die sind nicht belegt.)
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