Hi
Ich habe hier diesen AMP von Marshall, welcher kaum bis keine Verzerrung
mehr hat. Vor ca. 12 Jahren hatte ich ihn noch voll im Einsatz, dann
stand er in einer Halle.
Die Endstufen funktionieren noch und CLEAN klingt er top, wenn er auch
ein wenig rauscht (aber ich meine, das hat er damals auch).
Nur sobald ich Gain aufdrehe, passiert fast nichts. Ein ganz ganz ganz
dünner Rocksound, wenn überhaupt. Also nur eine minimale Verzerrung,
mehr geht nicht.
Ich hab ihn also auf gemacht und verschiedenes geprüft.
- Potis kratzten, also Tuner 600 rein (ist soweit okay). 2 Stück u.a.
für Gain ausgelötet und gemessen. Sind okay.
- Operationsverstärker sind 7x RC4558P und 3x M5201A
Diese habe ich in dem Bereich beim Gain Regler mal untereinander
getauscht, um zu sehen, was passiert. Also 2x RC4558P gewechselt und 2x
M5201A gewechselt, aber alles wie vorher.
- Dann hatte ich in dem Bereit mal 2, 3 Caps ab und hab sie gemessen,
aber die waren okay.
Ich kann auch ausschließen, dass es an der Gitarre liegt oder an meinem
Gitarrenkabel, da alles an einem kleinen Billigverstärker gut
funktioniert.
Selbst wenn ich den Schaltplan zu diesem Board: 9711015-2
hätte, bin ich ehrlich - ich könnte damit wahrscheinlich nicht allzu
viel anfangen. Löttechnik, kein Problem. Ich weiß was einzelne Elemente
tun und habe vor Jahren auch diverse Conrad Schaltungen gelötet. Soll
nur heißen, dass ich weiß, wo ich besser nicht hin greife und dass man
von dicken Caps auch mal einen Schlag bekommen kann, sofern mir jemand
sagt, ich soll´s lassen.
Ich hoffe, man kann mich hier evtl. auf die richtige Bahn lenken, wo ich
zu suchen habe.
Ich ging davon aus, dass die OP Amps für die Verzerrung zuständig sind.
Natürlich kann es auch sein, dass ich die falschen untereinander
vertauscht habe.
Würde ich mir die Zeit nehmen, könnte ich natürlich jedes einzelne Teil
messen und/oder ersetzen, aber Messtechnik selbst ist für mich leider
ein Stolperstein bei dem ich hier Tipps und Hilfe bräuchte.
Ansonsten würde ich mal messen, ob beim Kanalumschalten an den
Schalteingängen der M5201A/NJM2120/JRC2120 (ich wusste gar nicht, welch
absurde Spezialbauteile es auf dem Markt gibt) das richtige passiert.
Schaltplan: https://schems.com/bmampscom/marshall/Marshall_MG100RCD.pdf
So idiotisch wie der Plan gezeichnet ist, würde ich ihn aber nicht allzu
ernst nehmen.
Auch Dir danke für die Antwort.
Also links ist der "Normal Channel" für Crunch und Clean und in der
Mitte der "Boost Channel" zu dem ich umschalte und das auch per LED
sehe. Dort kann ich einstellen was ich will und bekomme keine Verzerrung
mehr raus.
Hatte den Verstärker gut bespielt und weiß noch relativ gut, wie ich ihn
eingestellt hatte oder was ich einstellen muss, damit "Metal" raus
kommt. Hier kommt jedoch nur Gekrächze.
Und ganz rechts die letzten 3 Potis sind dann für Effektgeräte die man
zwischen schalten kann, Reverb und Master Volume.
Auch der linke Kanal bringt keinen "Crunch" sound mehr, auch hier fehlt
die Verzerrung fast vollständig.
Danke Tom, aber den gleichen Plan hatte ich auch schon gesehen und komme
leider gar nicht klar. Ich wüsste nicht, wo ich hier anfangen soll.
Auch dachte ich mir, dass ich im laufenden Betrieb mal die OP Amps messe
und habe mir die Datenblätter dazu angeschaut. Viele Ein-/und Ausgänge
eben. Ich würde mir irgendwo Masse suchen und dann auf die einzelnen
Pins gehen und mal miteinander vergleichen.
Du meinst damit, dass ich evtl. den richtige isolieren kann, weil ich
ggf. die falschen untereinander vertauscht hatte?
Dann ist es aber sehr unwahrscheinlich, das alle Opamps so ein Problem
zeigen. Konzentriere dich mal auf so Dinge wie die Stromversorgung.
Du solltest an normalen Dual Opamps etwa +10 bis +15V am Pin 8 messen
und -10V bis -15V an Pin4, gemessen gegen Chassis.
An allen anderen Pins der Opamps sollten etwa 0V ohne Signal stehen.
Vielen Dank. Nehme ich ggf. heute, aber auf jeden Fall morgen Abend in
Angriff!
Zum Verständnis. Wäre es nicht auffälliger, wenn ich die Ausgänge messen
könnte? (Wahrscheinlich nur Oszi oder?) und so sehen würde, dass der OP
Amp irgendwas falsch macht?
Weil ich mir denke, dass die Stromversorgung evtl. okay ist, aber der OP
Amp intern nicht richtig funktioniert ... ?! Nur ein Gedanke
Matthias S. schrieb:> An allen anderen Pins der Opamps sollten etwa 0V ohne Signal stehen.
Außer an Pin 1 der Schalt-OPs (nicht die 4558, die anderen. Die beiden
Typen können NICHT gegeneinander vertauscht werden.). Die Spannungen
dort kannst du ebenfalls messen wie von Matthias S beschrieben, jeweils
bei allen Schalterstellungen.
Okay 2 Auffälligkeiten habe ich gefunden. Ich hatte mir nochmal
durchgelesen, was Ihr geschrieben habt und Ihr meintet ja, der Rest
sollte 0V sein, jedoch:
bei 2 Stück der RC4558P habe ich 3,85V bei Pin 2 und Pin 3
und beim 2. habe ich 3,58V bei Pin 5 und 6
Dann war noch einer dabei wo ich 0,3V gemessen hatte, ansonsten waren
die andern auf den andern Pins bei 0 oder annähernd 0V
Also beim einen habe ich auf Pin 2 und 3 3,85V obwohl Pin 2 eigentlich
eine negative Spannung haben sollte
und beim andern habe ich auf Pin 5 und 6 3,58V obwohl Pin 6 eigentlich
eine negative Spannung haben sollte
Jetzt frage ich mich... werden diese Spannungen von außen zugeführt oder
vom OP Amp erzeugt und somit sind diese OP Amps defekt?
Von außen konnte ich an keinen andern Bauteilen wie zB. Transistoren
diese Spannungen messen.
Ok nach ein paar Videos habe ich halbwegs begriffen, was der OP Amp
macht und weiß nun dass an den besagten Pins eine Differenzspannung sein
sollte.
1. Ich habe bei beiden OP Amps an den Pins 2,3 und 5,6 die gleichen
positiven Spannungen, was doch prinzipiell erstmal nicht normal ist?
2. Die OP Amps selbst werden vermutlich okay sein, aber von außen stimmt
etwas nicht? Aber woher kommts?
Wenn als Beispiel der nicht invertierende Eingang über mein Poti (Bsp:
GAIN) gesteuert wird, sollte der invertierende Eingang vermutlich auf
GND liegen.
Und als Laie sehe ich jetzt hier das Problem oder?
Tom schrieb:> So idiotisch wie der Plan gezeichnet ist, würde ich ihn aber nicht allzu> ernst nehmen.
Ist schon ärgerlich, das man das erstmal aufwändig nachbearbeiten muss,
damit man was erkennen kann. Ausserdem hat der Zeichner die Kleckse an
den Verbindungspunkten vergessen.
@TE: Check doch mal die Umschalterei. Die NJM2120 schalten per
Schaltspannung zwischen den Kanälen um und am Ausgang des Chips muss
sich da was wesentliches ändern. Am besten hörst du mit einem 2.
Verstärker in die Signale rein - aber bitte über einen Koppelkondensator
(100nF oder so), denn ein Oszi hast du ja wohl nicht.
An Pin 1 der NJM muss ein Signal zwischen 0V und etwa 15V wechseln, wenn
du die Kanäle umschaltest. Füttere ein Signal ein (aus dem Gitarrentuner
oder so) und höre den Ausgang des NJM ab (Pin 5).
Bin ein wenig enttäuscht von Jim Marshall. Die Ansteuerung der
Hallspirale mit drei parallelgeschalteten 4558 kann ja nur ein Witz
sein. Gabs wohl gerade günstig.
Und ein 4560 in der Vorstufe wäre auch nicht so schlecht gewesen.
Matthias S. schrieb:> Bin ein wenig enttäuscht von Jim Marshall. Die Ansteuerung der> Hallspirale mit drei parallelgeschalteten 4558 kann ja nur ein Witz> sein.
Soll doch ein Effektgerät sein, kein Verstärker.
Matthias S. schrieb:> Bin ein wenig enttäuscht von Jim Marshall. Die Ansteuerung der> Hallspirale mit drei parallelgeschalteten 4558 kann ja nur ein Witz> sein. Gabs wohl gerade günstig.> Und ein 4560 in der Vorstufe wäre auch nicht so schlecht gewesen.
Ein "richtiger" Marshall Verstärker ist mit Elektronenröhren aufgebaut.
Diese werden auch heute noch so gebaut und verkauft. Ein Jimi Hendrix,
Eric Clapton etc. wären nicht legendäre Gitarristen geworden, wenn sie
einen billigen Transistorverstärker benutzt hätten (die es damals auch
schon gab), bei dem die gewünschten Verzerrungen mittels
Operationsverstärkern und fragwürdigen Schaltungstricks künstlich
erzeugt werden.
hinz schrieb:> Soll doch ein Effektgerät sein, kein Verstärker.
Schon klar, aber da betet man den Leuten jahrelang vor, das sowas nicht
sauber ist und dann kommt Mar-Shall und machts doch.
Ein OpAmp, 2 Dioden und ein Komplementärpärchen mit BJT hätten es ja
auch getan.
Jimi Hendrix schrieb:> Matthias S. schrieb:>> Bin ein wenig enttäuscht von Jim Marshall. Die Ansteuerung der>> Hallspirale mit drei parallelgeschalteten 4558 kann ja nur ein Witz>> sein. Gabs wohl gerade günstig.>> Und ein 4560 in der Vorstufe wäre auch nicht so schlecht gewesen.>> Ein "richtiger" Marshall Verstärker ist mit Elektronenröhren aufgebaut.> Diese werden auch heute noch so gebaut und verkauft. Ein Jimi Hendrix,> Eric Clapton etc. wären nicht legendäre Gitarristen geworden, wenn sie> einen billigen Transistorverstärker benutzt hätten (die es damals auch> schon gab), bei dem die gewünschten Verzerrungen mittels> Operationsverstärkern und fragwürdigen Schaltungstricks künstlich> erzeugt werden.
Wo kann man natürliche Röhren und Ausgangstrafos kaufen? Gibts die auch
in vegan und laktosefrei?
hinz schrieb:> Wo kann man natürliche Röhren und Ausgangstrafos kaufen? Gibts die auch> in vegan und laktosefrei?
Ich darf mal ausnahmsweise Wikipedia zitieren:
Marshall ist heute der weltweit führende Hersteller von
Gitarrenverstärkern. Die Produkte werden im englischen Bletchley von
einem Team von Technikern und Musikern entwickelt und gefertigt.
Marshall unterhält darüber hinaus auch Fertigungsstätten in China und
Südkorea, vornehmlich für die Einsteigermodelle der „MG“-Serie. Marshall
bezieht seine nach speziellen Vorgaben gefertigten und selektierten
Elektronenröhren mit „Marshall“-Schriftzug von der New Sensor
Corporation.
https://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_Amplification
Jimi Hendrix schrieb:> Diese werden auch heute noch so gebaut und verkauft.
Ach?
Das machst du heute aber nur noch, wenn du nicht dein eigener Roadie
bist. Den Turm aufzubauen und dann noch den 800er Marshall da oben
raufzustellen, schafft dich für den ganzen Gig :-P
Und es kommt heute auch oft vor, das man eben verschiedene Sounds per
Knöppchen umschalten möchte und dazu nicht ganze Türme switchen möchte.
Ich habe einen kleinen Korea-Marshall als Köfferchen und er gefällt mir
vom Sound ganz gut.
Matthias S. schrieb:> @TE: Check doch mal die Umschalterei. Die NJM2120 schalten per> Schaltspannung zwischen den Kanälen um und am Ausgang des Chips muss> sich da was wesentliches ändern. Am besten hörst du mit einem 2.> Verstärker in die Signale rein - aber bitte über einen Koppelkondensator> (100nF oder so), denn ein Oszi hast du ja wohl nicht.>> An Pin 1 der NJM muss ein Signal zwischen 0V und etwa 15V wechseln, wenn> du die Kanäle umschaltest. Füttere ein Signal ein (aus dem Gitarrentuner> oder so) und höre den Ausgang des NJM ab (Pin 5).>
Hallo und danke für die Antwort.
Hierzu habe ich eine Frage + Anmerkung.
1. Ist der Schaltplan überhaupt der richtige? Ich habe einen Marshall
G100R CD mit der Platine 9711015-2
Auf meiner Platine sind nämlich keine NJM2120
2. Wie ich bereits schrieb, ist Messtechnik für mich noch ein
Stolperstein, wobei man mir leider noch SEHR helfen muss. Damit ich
einiges besser verstehe. Du meinst mit "Umschalten", wenn ich den
Schalter am Amp drücke, der zwischen dem linken (Clean/Crunch) und dem
rechten (Boost) Kanal umschaltet? Hier ist mein ein auffällig lautes
Knacken im Betrieb aufgefallen. Es "knallt" richtig", wenn ich den
Schalter drücke und diesen habe ich ebenfalls schon mit Tuner Spray
behandelt.
> "Die NJM2120 schalten per> Schaltspannung zwischen den Kanälen um und am Ausgang des Chips muss> sich da was wesentliches ändern. Am besten hörst du mit einem 2.> Verstärker in die Signale rein - aber bitte über einen Koppelkondensator> (100nF oder so)"
Das ist für mich leider nicht umsetzbar, weil ich es kaum verstehe. Per
Schaltspannung schalten die OP Amps (die nicht auf meiner Platine sind)
um?
"Rein hören" in die Signale? Wie wo was anschließen?
> An Pin 1 der NJM muss ein Signal zwischen 0V und etwa 15V wechseln, wenn> du die Kanäle umschaltest.
Das habe ich verstanden, sofern mit "umschalten" der von mir oben
genannte Button gemeint ist!?
> Füttere ein Signal ein (aus dem Gitarrentuner> oder so) und höre den Ausgang des NJM ab (Pin 5).
Signal einfüttern? Aus welchem Gitarrentuner? Ausgang "abhören" ?
Ich bin echt froh, dass man mir hier hilft, aber das war für den
Hobbyist einfach zu technisch :-(
kunz schrieb:> Marshall> bezieht seine nach speziellen Vorgaben gefertigten und selektierten> Elektronenröhren mit „Marshall“-Schriftzug von der New Sensor> Corporation.
Und die Röhren wachsen bei denen an Bäumchen?
Ich bin noch in Kontakt mit einem Freund in GB, dem ich die Probleme
auch mal geschrieben habe. Um zu verdeutlichen, woran ich etwas "hänge",
schicke ich Euch das auch mal. Vllt. könnt Ihr mir ja mal kurz erklären,
wie das Prinzip an sich abzulaufen hat.
"Hello again Paul,
the more I think about the working principle of the OP amps the more I´m
confused.
Actually it should take the mV of my guitar and increase that signal in
a cutted wave form for distortion right?
It´s a kind of pre-amp right?
And instead of any gain or guitar input to those op amps there´s a wrong
voltage at the inverting and non-inverting pins.
For me it sounds like a faulty transistor or something ?! ... Something
doesn´t let come the correct mV of my guitar through the path to the OP
amp.
Can you confirm my thoughts? I´m trying to understand it."
hinz schrieb:> Und die Röhren wachsen bei denen an Bäumchen?
Ob du es glaubst oder nicht. Auch heute ist es noch möglich Röhren zu
bauen. Ist ja auch keine Raketenwissenschaft. In östlichen
Nachbarländern werden sogar heute noch Nixie Röhren, teils in Handarbeit
produziert.
Wo eine Nachfrage ist, gibt es in der Regel auch Anbieter.
Jean Luca schrieb:> Nur sobald ich Gain aufdrehe, passiert fast nichts. Ein ganz ganz ganz> dünner Rocksound, wenn überhaupt. Also nur eine minimale Verzerrung,> mehr geht nicht.
Hi, @J.
Auch wenn es zunächst überflüssig erscheint,
folgendes machen.
Eingang. Was wird wo angeschlossen. Ist die Eingangs-Ton-Quelle als
solche in Ordnung.
Dann, wo soll der Ton rauskommen.
Welcher Lautsprecher (Ohm-Wert) ist wo angeschlossen.
Das würde ich als ersten Test machen.
Wie Du schreibst, soll das in Ordnung sein.
Dann die "Vor"-Verstärkerplatine unter die Lupe nehmen.
Ein Signalinjektor bzw. -Verfolger leistet da gute Dienste.
Das heißt, man speist mit Schutzwiderstand etc. ein NF-Signal bekannter
Größe
an verschiedenen Punkten der Schaltung ein.
Irgendwann kommt dann der Punkt, wo der Fehler liegt.
Die Versorgungsspannungen wurden ja schon überprüft.
Auch, wenn ich jetzt raten muss,
die "Verzerrungen" werden durch die "OP-Amps" erzeugt, die einfach
"übersteuert" bzw. bewusst falsch angesteuert werden.
Das sind dann die für den Verstärkungsfaktor dimensionierten
Widerstände.
Da könnte einer defekt sein. Oder bestimmte RC-Kombinationen im
Signalweg für "Overdrive" sind aus dem Senkel. Der Effekt ist ja nicht
ganz weg, wie Du schriebst.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Jean Luca schrieb:>> Nur sobald ich Gain aufdrehe, passiert fast nichts. Ein ganz ganz ganz>> dünner Rocksound, wenn überhaupt. Also nur eine minimale Verzerrung,>> mehr geht nicht.>> Hi, @J.> Auch wenn es zunächst überflüssig erscheint,> folgendes machen.>> Eingang. Was wird wo angeschlossen. Ist die Eingangs-Ton-Quelle als> solche in Ordnung.> Dann, wo soll der Ton rauskommen.> Welcher Lautsprecher (Ohm-Wert) ist wo angeschlossen.>> Das würde ich als ersten Test machen.>> Wie Du schreibst, soll das in Ordnung sein.>> Dann die "Vor"-Verstärkerplatine unter die Lupe nehmen.> Ein Signalinjektor bzw. -Verfolger leistet da gute Dienste.> Das heißt, man speist mit Schutzwiderstand etc. ein NF-Signal bekannter> Größe> an verschiedenen Punkten der Schaltung ein.> Irgendwann kommt dann der Punkt, wo der Fehler liegt.>> Die Versorgungsspannungen wurden ja schon überprüft.>> ciao> gustav
Vielen Dank. Ersteres habe ich wirklich gewissenhaft überprüft.
Angeschlossen ist der AMP an der damals mit verkauften Marshall Box und
wie gesagt, "clean" klingt er auch und die Gitarre klingt auch an einem
anderen Verstärker.
Es ist keine 2. Platine vorhanden, also sitzt auf der großen Platine ein
separater Vorverstärker? Ich ging eben davon aus, dass diese OP Amps als
Vorverstärker dienen. Bzw. wie kann es sein, dass der CLEAN Sound ok ist
Vorverstärker und der verzerrte Sound nicht oder kaum wahrnehmbar
durch kommt? Hat das dann überhaupt etwas mit dem Vorverstärker zutun
oder damit, dass ein OP-Amp aufgrund der falschen Input Spannungen
falsch arbeitet?
> Auch, wenn ich jetzt raten muss,> die "Verzerrungen" werden durch die "OP-Amps" erzeugt, die einfach> "übersteuert" bzw. bewusst falsch angesteuert werden.> Das sind dann die für den Verstärkungsfaktor dimensionierten> Widerstände.> Da könnte einer defekt sein. Oder bestimmte RC-Kombinationen im> Signalweg für "Overdrive" sind aus dem Senkel. Der Effekt ist ja nicht> ganz weg, wie Du schriebst.>> ciao> gustav
Interessant, diesen Teil hatte ich komischer Weise nicht gelesen. Und
mit der Erklärung komme ich für meine Begriffe noch am besten klar
bisher.
Allerdings würde ein Widerstand doch nicht dafür sorgen, dass an - und +
der Inputs exakt die gleichen Spannungen anliegen oder?
Allerdings wird "Overdrive" im linken und rechten Kanal benutzt. Links
nur mit etwas Crunch ab der Hälfte des Schleifweges des Poti, so wird es
im Handbuch beschrieben und rechts mit "Gain".
Beides funktioniert nicht.
Hi,
das 4558 Vorverstärker IC ist sehr "gutmütig".
Oben wurde aber schon auf die "NF-Schalter-ICs" verwiesen.
Tom schrieb:> Ansonsten würde ich mal messen, ob beim Kanalumschalten an den> Schalteingängen der M5201A/NJM2120/JRC2120 (ich wusste gar nicht, welch> absurde Spezialbauteile es auf dem Markt gibt) das richtige passiert.
Da könnte man jetzt ansetzen.
Evtl. ist ein Forist hier so freundlich und postet das Schaltbild als
jpg. oder so. (ich kriegs nicht geladen Error 404 oder Virenscanner
blockiert unsicher Verbindung.)
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Hi,> das 4558 Vorverstärker IC ist sehr "gutmütig".> Oben wurde aber schon auf die "NF-Schalter-ICs" verwiesen.>> Tom schrieb:>> Ansonsten würde ich mal messen, ob beim Kanalumschalten an den>> Schalteingängen der M5201A/NJM2120/JRC2120 (ich wusste gar nicht, welch>> absurde Spezialbauteile es auf dem Markt gibt) das richtige passiert.>> Da könnte man jetzt ansetzen.>> Evtl. ist ein Forist hier so freundlich und postet das Schaltbild als> jpg. oder so. (ich kriegs nicht geladen Error 404 oder Virenscanner> blockiert unsicher Verbindung.)>> ciao> gustav
Ja, dazu schrieb ich aber, dass ich gar nicht weiß, was mit
""Umschalten"" gemeint ist. Linker und rechter Kanal des Verstärkers?
Der Button?
Knallen beim Umschalten deutet auf jeden Fall auf einen Sprung bei
Gleichspannung hin. Die M5201 (baugleich mit NJM2120) haben 2 Opamps,
deren Ausgang umgeschaltet wird. Liegt an den Eingängen verschiedener DC
Level, knallts beim Wechseln.
Da diese Chips auch den Löwenanteil der Übersteuerung produzieren, ist
da was im Argen. Wie o.a., sollte an allen Eingängen und Ausgängen der
OpAmps etwa 0V liegen.
Besorg die Datenblätter des NJM2120 (M5201) und des NJM4558 und messe
mit dem Multimeter die Spannungen. Ohne Signalverfolger/Oszi oder
zumindest einem Piepsgenerator kommst du dann aber nicht weiter.
Jean Luca schrieb:> Ja, dazu schrieb ich aber, dass ich gar nicht weiß, was mit> ""Umschalten"" gemeint ist. Linker und rechter Kanal des Verstärkers?> Der Button?
Der Fußschalter/Kanalumschalter, Schaltet um zwischen Normal und Boost
Kanal.
Ich hänge meine Bearbeitung mal ran, habe aber die Kleckse nicht gemalt.
Diesmal ein wenig grösser, damit mans lesen kann.
Jean Luca schrieb:> Ja, dazu schrieb ich aber, dass ich gar nicht weiß, was mit> ""Umschalten"" gemeint ist.
Hi,
Umschalten zwischen "Clean" und "Overdrive" zum Beispiel.
Das ist jetzt wieder von mir geraten:
Es sind OTAs also gleichspannungsgesteuerte "NF-Tore".
Das NF-Signal geht jetzt nicht über den angenommenen Fuß-Schalter,
sondern wird "ferngesteuert" per Gleichspannung. Da hat den Vorteil,
dass die NF-Leitung extrem kurz gehalten werden kann. In dem Falle nur
wenige Millimeter der IC-Pins.
Und Umschaltung zwischen Clean und Overdrive könnte auch so gehen.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Evtl. ist ein Forist hier so freundlich und postet das Schaltbild als> jpg. oder so. (ich kriegs nicht geladen Error 404 oder Virenscanner> blockiert unsicher Verbindung.)
Voila.
Karl B. schrieb:> Das ist jetzt wieder von mir geraten:> Es sind OTAs also gleichspannungsgesteuerte "NF-Tore".
Nee, lass mal lieber. Die Bauteile sind Dual Opamps, deren Ausgang mit
einem Analogschalter umgeschaltet wird. Das hat nix mit OTA zu tun.
Matthias S. schrieb:> Nee, lass mal lieber. Die Bauteile sind Dual Opamps, deren Ausgang mit> einem Analogschalter umgeschaltet wird. Das hat nix mit OTA zu tun.
Hi, hab gerade auch gesehen:
ciao
gustav
Hallo Jean,
etwas weiter oben fragtest Du wie man in ein Signal reinhören kann/soll.
Dazu gibt es sogenannte Audiosignalverfolger. Damit kannst Du in einer
Audioschaltung in die einzelnen Verstärkerstufen (sprich den Audio
Signalfluß) reinhören und damit feststellen wo z.B. das Signal (noch)
richtig anliegt oder zu hören ist. Irgendwann kommt man ggf. an einem
Punkt im Signalfluß an, wo entweder kein Signal mehr "hörbar" ist oder
aber verzerrt oder was auch immer mit dem Signal passiert.
Das ist z.B. so ein Signalverfolger...
https://www.elv.de/elv-mini-signalverfolger-msv1-bausatz.html
Könnte ggf. hilfreich sein.
Nur als allgemeine Antwort, da bis jetzt keine Antwort auf diese Frage
kam.
Ausser soweit oben, das es anscheinend unterging:
Matthias S. schrieb:> Am besten hörst du mit einem 2.> Verstärker in die Signale rein - aber bitte über einen Koppelkondensator> (100nF oder so), denn ein Oszi hast du ja wohl nicht.
Vielen Dank an Euch alle. Eine Menge Hilfe! Hätte ich so nicht erwartet.
Also zu den Spannungen. Die hatte ich ja bereits gemessen.
Soeben alle OP Amps nachgemessen. Pin 5 und Pin 8.
-15V und +15V überall ohne Schwankungen.
Pin 1 der Mitsubishis gemessen.
1. 13V 2. 13V 3. 11,8V
Egal was ich einstelle oder welche Schalter ich drücke, diese Werte
bleiben.
> Da diese Chips auch den Löwenanteil der Übersteuerung produzieren, ist> da was im Argen. Wie o.a., sollte an allen Eingängen und Ausgängen der> OpAmps etwa 0V liegen."
Dem ist jedenfalls nicht so.
> Besorg die Datenblätter des NJM2120 (M5201) und des NJM4558 und messe> mit dem Multimeter die Spannungen. Ohne Signalverfolger/Oszi oder> zumindest einem Piepsgenerator kommst du dann aber nicht weiter.
Okay, ein Oszi wollte ich schon lange, sah nur keine Notwendigkeit und
für wenig Geld ~150€ bekommt man ja schon welche.
Damit müsste ich dann was genau tun?
Jean Luca schrieb:> Damit müsste ich dann was genau tun?
Im Moment solltest du dich mal mit dem Fussschalter bzw. dem
Kanalumschalter und der Logik danach beschäftigen, denn da passiert ja
nix an den OpAmps Pin 1.
Das muss wieder funktionieren, dann wird der Amp vermutlich wieder
gehen.
Dafür ist der Teil unten links mit den 2 Transistoren verantwortlich.
Also, Kanal-Schalterchen fleissig schalten und dabei am Transistor NPN
Q? (so stehts im Plan) Spannung messen. An der Basis sollte es zwischen
etwa 0,7V und 0V umschalten. LED4 sollte an- und ausschalten - genau
entgegengesetzt sollte LED3 leuchten und aus sein. Die LED werden wohl
an den Kanälen montiert sein.
An Pin 1 der M5201 sollte es zwischen etwa 15V und 10V oder so
umschalten.
Der dritte Transistor kann nur mit Fusschalter geschaltet werden und
schaltet den Hall ein und aus.
Hallo
Matthias S. schrieb:> Im Moment solltest du dich mal mit dem Fussschalter bzw. dem> Kanalumschalter und der Logik danach beschäftigen, denn da passiert ja> nix an den OpAmps Pin 1.
Das paßt aber nicht zu dem, was der OP in Beitrag 5553429 schrieb:
> Also links ist der "Normal Channel" für Crunch und Clean und in der> Mitte der "Boost Channel" zu dem ich umschalte und das auch per LED> sehe. Dort kann ich einstellen was ich will und bekomme keine Verzerrung> mehr raus.
Er sieht also scheinbar, daß LED3 und LED4 wechselseitig je nach
Schalterstellung leuchten. Als sollte sich auch die Spannung zwischen
R33 und R34 ändern.
Außerdem wird IC7 Pin 1 von TR13 geschaltet, allein durch JS2. Solange
da aber nix eingesteckt ist, wird sich da auch nix ändern.
Der OP schreibt im ersten Beitrag, daß sich beim Aufdrehen von Gain kaum
etwas passiert, und daß, wenn ich es richtig vestanden habe, auf beiden
Kanälen nicht, jeweils sowohl bei "Clean" als auch bei "Crunch". Es ist
aber unwahrscheinlich, daß beide Kanäle den gleichen Fehler haben, zumal
sie nicht gleich aufgebaut sind.
Wahrscheinlicher erscheint mir, daß schon der Eingangspegel vor IC1B
bzw. IC2A zu gering ist.
Ich würde daher mal ganz am Anfang suchen: Eingangsbuchse, C1, C2 usw.
An den OP:
Lieber OP, hier lesen wahrscheinlich ne ganze Menge Leute, die den
Fehler in kurzer Zeit finden könnten. Es will aber niemand Zeit
verschwenden und sich relevante Infos selbst zusammensuchen.
Drück also Deine Beobachtungen möglichst genau und nach den
Bezeichnungen im Schaltplan, bzw. nach Anordnung der Regler, Schalter
(z.B. 1.Regler von Links GAIN) aus.
MfG
M.M.M schrieb:> Als sollte sich auch die Spannung zwischen> R33 und R34 ändern.
Dann soll er das mal messen an den Pin 1 der M5201. Nach den Aussagen
des TE ändert sich da nichts beim Umschalten.
M.M.M schrieb:> Außerdem wird IC7 Pin 1 von TR13 geschaltet, allein durch JS2. Solange> da aber nix eingesteckt ist, wird sich da auch nix ändern.
Hatte ich auch geschrieben, das ist nur für den Hall.
Es könnte sein, das einer der M5201 defekt ist und einen internen
Kurzschluss zum Pin 1 produziert. Aber erstmal messen.
Wäre denn nicht zufällig jemand in Rheinhessen, der mir hierbei helfen
könnte. Auch gegen Endgeld. Ich bin wirklich sehr neugierig und will
lernen. Es wäre einfach das Ganze abzugeben, es zu bezahlen und
repariert zurück zu nehmen, aber ich beschäftige mich mit Elektronik
seit ich 14 war, habe es nur leider einfach nie gelernt (was ich SEHR
bedauere!).
Rheinhessen? Alzey, Worms, Mainz, Bad Kreuznach ?!
Ich dreh am Rad :-)
Nachdem ich D1, D2, Alle Caps und C79 geprüft hatte und alles in Ordnung
war, habe ich mir mal den Switch für den Kanalwechsel angeschaut. Erst
dachte ich er wäre defekt, jedoch war das ein Fehlalarm, also wieder
eingelötet.
Ansonsten hatte ich nur noch ein paar verdächtige Lötstellen nachgelötet
und wollte ihn einfach nochmal hören und zack 1A Sicherung hoch
gegangen.
Dachte erst, ich habe vllt. irgendwo ein Masse Problem... hab mir alles
angeschaut, aber ALLES ist wie vorher. Hier liegt auch nicht etwa ein
Draht auf der Platine.
Vorher hatte der Trafo schon leicht gebrummt, aber jetzt, wenn ich eine
Sicherung rein drücke (habe aber nur 0,8er, keine 1A Sicherungen mehr),
brummt er recht laut und zack, Sicherung durch.
Auf der Netzteilseite hatte ich nur die dicken Caps noch raus und
gemessen. Leider kein ESR Meter, sondern nur die Kapazität und die war
okay. Das war das einzige, was ich noch gemacht hab.
Eben wieder alles raus genommen, alles angeschaut - alles okay, kein weg
gespritztes Lötzinnkügelchen irgendwo zwischen, kein Draht, nichts, was
einen Kurzschluss am Gehäuse verursachen könnte.
Jetzt springt mir einfach mal so die Sicherung durch, nachdem der Trafo
ein lautes Brummen abgibt -.-
Vom Trafo sind 2 rote und ein schwarzes Kabel auf die Platine gesteckt
und alle haben vollen Durchgang zueinander... 0 OHM Widerstand. Evtl.
SOLL das so sein, aber spätestens wenn ein Kabel schwarz ist (was ja
nicht Masse sein MUSS), sollte hier doch irgend eine Trennung sein?!
Ok vom Netzkabelanschluss das braune kabel genommen und zu allen 3
andern Kabel gemessen. Ca 33V AC
Also ist da eigentlich alles okay mit dem Trafo.
Erst keine Verzerrung, jetzt gar nichts mehr :-) juhu
Ok, wer lesen kann....
Auf dem Trafo steht 31,5V rot 0V schwarz 31,5V rot
Wenn meine Messung technisch korrekt war - also brown der Netzleitung
mit allen 3 Kabeln gemessen, dann hat schwarz ebenfalls 31,5V statt 0V
Habe nun auch Masse des Gehäuses und blau mit allen 3 Leitungen
(rot/rot/schwarz) gemessen. Ebenfalls hat das schwarze über 30V AC.
Was auch immer hier schief läuft, sollte dann nicht meine Hauptsicherung
im Keller auch raus fliegen, der Trafo brummen oder schmoren, während
ich das messe?
Nö, die Haussicherung weiss schon, was sie tut.
An den AC-Eingängen wirst Du die recht niederohmigen Sekundärwicklungen
messen, kein Wunder wenn den Ohmmeter da was bei Null anzeigt.
Ansonsten:
Die Primärsicherung mit einer 230V-Glühlampe (40..100W) brücken.
Wenn diese permanent voll leuchtet, hast Du irgendwo einen Kurzschluß.
Nun mußt Du eben solange nach dem Kurzschluß suchen, bis die Lampe
ausgeht.
Das spart Nerven und Sicherungen.
Mark S. schrieb:> Nö, die Haussicherung weiss schon, was sie tut.> An den AC-Eingängen wirst Du die recht niederohmigen Sekundärwicklungen> messen, kein Wunder wenn den Ohmmeter da was bei Null anzeigt.
Ja, aber die schwarze Leitung hatte ebenfalls ~33V AC statt 0V so wie es
auf dem Trafo steht. Soweit ich weiß, ist die schwarze Leitung die
Mittelanzapfung. Da sollte doch nichts messbar sein oder doch?
> Ansonsten:> Die Primärsicherung mit einer 230V-Glühlampe (40..100W) brücken.
Du meinst zwischen die Kontakte auf der Platine wo die 1A Sicherung drin
war eine Glühbirne anschließen?
Aber dadurch fließt doch dann ständig Strom durch das ganze Board?!
...und macht evtl. noch mehr kaputt?!
> Wenn diese permanent voll leuchtet, hast Du irgendwo einen Kurzschluß.> Nun mußt Du eben solange nach dem Kurzschluß suchen, bis die Lampe> ausgeht.> Das spart Nerven und Sicherungen.
Hallo
Jean Luca schrieb:> Nachdem ich D1, D2, Alle Caps und C79 geprüft hatte und alles in Ordnung
Wie geprüft? Ausgebaut?
> war, habe ich mir mal den Switch für den Kanalwechsel angeschaut. Erst> dachte ich er wäre defekt, jedoch war das ein Fehlalarm, also wieder> eingelötet.>> Ansonsten hatte ich nur noch ein paar verdächtige Lötstellen nachgelötet> und wollte ihn einfach nochmal hören und zack 1A Sicherung hoch> gegangen.
D1 und D2 falsch rum eingebaut?
> Auf der Netzteilseite hatte ich nur die dicken Caps noch raus und
Unnötig.
> gemessen. Leider kein ESR Meter, sondern nur die Kapazität und die war> okay. Das war das einzige, was ich noch gemacht hab.
ESR ist hier uninteressant!
> Ok, wer lesen kann....>> Auf dem Trafo steht 31,5V rot 0V schwarz 31,5V rot
Und jetzt bitte den Schaltplan zur Hand nehmen, den Trafo identifizieren
und die 3 Leitungen zuordnen. Die Roten gehen jeweils zu BR1 und die
Schwarze an Masse? Dann ist jeweils 31,5V zwischen Rot und Schwarz
gemeint.
> Wenn meine Messung technisch korrekt war - also brown der Netzleitung> mit allen 3 Kabeln gemessen, dann hat schwarz ebenfalls 31,5V statt 0V
Sinnloses rummessen.
Warum gehst Du nicht so vor, wie man Dir vorgeschlagen hat? Wenn das
Teil so lange irgendwo rumgestanden hat, ist es nicht unwahrscheinlich,
das Kontakte, sei es nun in Schaltern oder in Buchsen, gelitten haben.
Also reinigen, noch mal und noch mal. Dann wie vorgeschlagen je nach
Schalterstellung von SW3 die Spannung an Pin1 von IC3 bzw. IC5 messen.
Es kann eigentlich nicht sein, daß beim Schalten von SW3 zwar
abwechselnd LED3 und LED4 leuchten, sich die Spannung aber nicht ändert.
Wenn man nicht systematisch vorgeht, gibt das nix.
MfG
Spätestens jetzt solltest du dir jemanden suchen, der dir hilft, das
Ding nicht noch weiter kaputtzubasteln. Du hast jetzt einen Kurzschluss
auf dem Board (der Trafo ist sicher unschuldig), den du herausfinden
musst, bevor du irgendwas anderes machst.
Jean Luca schrieb im Beitrag #5555818:
> War mir unsicher, ob unnötig oder nicht bzw. hab mir jetzt deswegen> extra einen kleinen ESR Meter bestellt
Absolut unnötig. Der ganze Verstärker hat keinerlei Schaltungen, bei dem
ESR in irgendeiner Weise relevant wäre.
Du steckst jetzt am besten erstmal den Trafo ab und misst an den
Trafoanschlüssen auf der Platine, ob da verdächtig wenig Ohm sind.
Könnte eine durchgeknallte Diode im Gleichrichter sein. Mit mehr Pech
ists die Endstufe.
Jean Luca schrieb:> Rheinhessen? Alzey, Worms, Mainz, Bad Kreuznach ?!
Ich kenne die Gegend nicht, aber selbst da sollte es einen Laden geben,
der mit Musikelektronik zu tun hat. Evtl. solltest du den aufsuchen und
beichten, was passiert ist.
Okay, korrekt ausgedrückt:
Ich würde den Gleichrichter jetzt auslöten, an die + und - Löcher der
Platine eine kleine Spannung geben und mit der Flir Cam schauen, was
warm wird. Wäre das richtig?
Aber ich war das doch gar nicht :-(
Ich hab wirklich rein GAR NICHTS gemacht außer zu löten, entlöten,
messen... das gibts ja nicht...
Deswegen haben die 2 rechten Pins auch Durchgang gehabt... ich hab´s
schon fast vermutet :-(
Marshall T64A / Marshall T65A
steht drauf. Ich habe sie schon gesucht, aber nicht gefunden.
Ich versteh´s echt nicht. Ihr sagt ICH habe die gehimmelt, aber ich hab
doch nichts verkehrt gemacht, mensch :-(
Aber rein interessehalber.... wie konntet Ihr das nun wissen? Wie
erkenne ich am Schaltplan, dass es die Transistoren sind?
Wie lässt sich das ablesen? Das interessiert mich hieran am meisten.
Jean Luca schrieb:> Aber rein interessehalber.... wie konntet Ihr das nun wissen? Wie> erkenne ich am Schaltplan, dass es die Transistoren sind?>> Wie lässt sich das ablesen? Das interessiert mich hieran am meisten.
Magic Bowl
hinz schrieb:> Du hast die Endtransistoren gehimmelt.
Das ist so nicht zwangsläufig richtig.
Es könnte auch eine Unterbrechung im Bereich TR6, R88, R89 vorliegen,
die einen stark ansteigenden Ruhestrom durch die Endstufentransistoren
zur Folge hätten.
Also unbedingt überprüfen ob beim "nachlöten" in diesem Bereich
eventuell irgendwelche Kontaktprobleme aufgetreten sind. Auch
Kappenfehler an Widerständen, die sich durch Lötwärme manifestieren,
sind so selten nicht.
Ingolf O. schrieb:> Die o.g. Ersatztransistoren 2SC3519A und 2SA1386A sind keine> Darlingtons> wie die T64A/T65A und daher untauglich!
Stimmt, da hab ich dem Schaltplan vetraut. Hätte mir aber auffallen
sollen, dass es Darlingtons sein müssten.
> Ersatz sind eher TIP142/147 von ST.
BDV64A/BDV65A
Wobel die spannungsfestern B oder C natürlich auch gehen.
cpuser schrieb:> hinz schrieb:>> Du hast die Endtransistoren gehimmelt.>> Das ist so nicht zwangsläufig richtig.
Aber sehr wahrscheinlich.
Man misst natürlich nach.
Klasse, danke!
War kurz davor die BDV64A/BDV65A zu kaufen und habe eben die falschen
bestellt :-) Ist nicht schlimm.
Jedoch, wieso passen die, die im Schaltplan stehen nicht?
Was bedeutet, "es sind keine Darlington"?
Als Laie hätte ich natürlich jetzt die Falschen rein gelötet und würde
mich freuen, wenn ich auch hier wieder was dazu lerne. Woran hätte MIR
das denn auffallen müssen?
Und ausgelötet ist der mittlere Pin gemessen mit dem rechten Pin bei den
alten Transistoren bei 0 Ohm. Ich denke Kollektor und Emitter? Basis
links? Das sollte heißen, dass sie defekt sind... !?
Wobei mich nach wie vor interessiert, wieso bei meinem Test die
Widerstände heiß wurden und nicht die Transistoren.
Wo gibt es denn noch BDV64A/BDV65A zu kaufen?
Die sind doch lange obsolet... Wenn das dann mal keine Fakes sind.
Darlington sind 2 Transistoren in einem und entsprechend verschaltet,
mit dem Ergebnis, dass die Stromverstärkung das Produkt aus beiden ist.
Man spart damit den den ansonsten separaten Treibertransistor vor der
Endstufe.
Kann man aber alles in Wiki lesen...
Jean Luca schrieb:> Jedoch, wieso passen die, die im Schaltplan stehen nicht?
Zu geringe Verstärkung. Und auch der Arbeitspunkt wäre völlig falsch
eingestellt.
> Was bedeutet, "es sind keine Darlington"?https://de.wikipedia.org/wiki/Darlington-Schaltung> Und ausgelötet ist der mittlere Pin gemessen mit dem rechten Pin bei den> alten Transistoren bei 0 Ohm. Ich denke Kollektor und Emitter? Basis> links? Das sollte heißen, dass sie defekt sind... !?
Absolut.
> Wobei mich nach wie vor interessiert, wieso bei meinem Test die> Widerstände heiß wurden und nicht die Transistoren.
P = I^2 * R
Bei Null Ohm....
Jean Luca schrieb:>> Wobei mich nach wie vor interessiert, wieso bei meinem Test die> Widerstände heiß wurden und nicht die Transistoren.
Ganz einfach: Die durchlegierten Transistoren haben einen Widerstand
nahe Null ohm. Der durchließende Strom kann zwar die Widerstände
aufheizen, aber aufgrund des geringen Spannungsgefälles über den
Transistoren bleiben diese kalt.
Mark S. schrieb:> Jean Luca schrieb:>>>>> Wobei mich nach wie vor interessiert, wieso bei meinem Test die>> Widerstände heiß wurden und nicht die Transistoren.>> Ganz einfach: Die durchlegierten Transistoren haben einen Widerstand> nahe Null ohm. Der durchließende Strom kann zwar die Widerstände> aufheizen, aber aufgrund des geringen Spannungsgefälles über den> Transistoren bleiben diese kalt.
Perfekt. Voll verstanden, danke!!!
Ingolf O. schrieb:> Wo gibt es denn noch BDV64A/BDV65A zu kaufen?> Die sind doch lange obsolet... Wenn das dann mal keine Fakes sind.
ONSemi stellt BDV64B/BDV65B noch immer her.
Und ein paar der üblichen Verdächtigen bieten Nachbauten an, die kann
man aber nicht empfehelen.
Jean Luca schrieb:> Sry, nochmal:>> Ebay-Artikel Nr. 323437550715>> Ebay-Artikel Nr. 281448895599>> Wäre das in Kombination okay?
Nein, nimm wenigstens welche von gleichen Hersteller. Marshall
selektiert die sogar zu passenden Paaren.
Dank Dir. Aber so wahr ich Euch im Traum erscheine, die sind NICHT auf
meinem Board .... !?
Ich habe mir das Modell mal angeschaut und der ist nur 1mal vorhanden
als TR6 genau zwischen den beiden defekten Transistoren.
TR6 heißt BD679A und ist nicht kurzgeschlossen, aber man weiß ja nie,
daher ersetze ich den auf jedem Fall mit.
Ich hatte mal ein Mainboard bei dem nach Tausch der MosFets der Treiber
Chip ständig die neuen Mosfets tötete. Ich behaupte nicht, dass ich das
alles verstehe, aber ich weiß zumindest, dass es wichtig ist, den besser
mit zu wechseln.
Jean Luca schrieb:> Ich hatte mal ein Mainboard bei dem nach Tausch der MosFets der Treiber> Chip ständig die neuen Mosfets tötete. Ich behaupte nicht, dass ich das> alles verstehe, aber ich weiß zumindest, dass es wichtig ist, den besser> mit zu wechseln.
Am besten alle Bauteile austauschen. Und wenn es dann immer noch
Probleme gibt diesen Marshall Drecksverstärker in die Tonne kloppen und
von Gitarre auf Blockflöte wechseln.
Jean Luca schrieb:> die sind NICHT auf> meinem Board .... !?
Dann passt der Schaltplan nicht zu deinem Verstärker. Es gibt wohl zwei
verschiedene Ausführungen. Für Darlingtonendtransistoren sind die dicken
Verstufentransistoren eh merkwürdig, ist mir aber auch erst jetzt
aufgefallen.
Dass es sich bei den "Marshall Transistoren" um umgelabelte Darlingtons
handelt kann man im Netz erfahren.
Erfahrung eben... ich sammle noch.
Aber vielen Dank nochmals an alle!
Ich habe die Teile bestellt. Es wird also etwas dauern bis ich Euch
wieder mit der fehlenden Verzerrung behellige :-)
Jean Luca schrieb im Beitrag #5556720:
> - Warum werden nicht auch die Transistoren heiß und nur die Widerstände?> Keine Antwort.
Meinst du eigentlich wir sitzen hier nur am Forum und warten darauf,
Antworten geben zu können?
Das hier ist keine Hotline, um entfernte Gitarrenverstärker zu
reparieren. Ich jedenfalls habe um 21.00 Uhr am Freitagabend auch noch
andere Sachen zu tun. Bedanke dich lieber, das es hier noch so viele
Leute gibt, die probieren, dir ein paar Kenntnisse zu vermitteln,
anstatt hier rumzupöbeln.
Für mich ist der Fall jedenfalls erledigt. Schönes Leben weiterhin.
Jean Luca schrieb:> Und laut Plan:>> http://www.ti.com/lit/ds/symlink/rc4558.pdf>> Müsste alleine bei Pin 6 wenn überhaupt eine negative Spannung ankommen,> richtig?
Hi,
so sieht "meine" Verstärkerschaltung mit dem 4558 aus.
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, die NF einzuspeisen.
a) über den invertierenden Eingang
b) über den nicht-invertierenden Eingang.
Hier wird es über den nicht-invertierenden Eingang gemacht.
Schau doch bitte einmal nach, wie bei Deinem Verstärker diese ICs
diesbezüglich verschaltet sind.
Dann gibt es noch die Variante mit einer Versorgungsspannung. Dazu wird
praktisch die Versorgungsspannung halbiert. Das macht man so, das man
mit einem 1:1 Spannungsteiler den nicht-invertierenden Eingang auf die
Hälfte der Versorgungsspannung legt.
Das ist in "meinem" Beispiel der Fall.
Das Problem dabei ist nur, dass man dann über den
Stabilisierungskondensator (C1) die Eingansspannungsquelle
wechselspannungsmäßig kurzschließt. Um das zu vermeiden, kommt noch ein
Widerstand (R3) rein.
Im Chip sind zwei Verstärker eingebaut.
Pin 6 ist der invertierende Eingang für einen der beiden Verstärkerchen.
Das hat nichts mit "negativer" Spannung zu tun.
Normalerweise sollten beim Operationsverstärker die beiden Eingänge (und
der Ausgang) auf der "virtuellen Masse" liegen, also nahe null Volt.
Die Differenz zwischen dem + und - Eingang ist dann das, was am Ausgang
"verstärkt" erscheinen soll. Beim UB Halbe ist's dann eben UB Halbe und
nicht Null.
Du hast Plus/Minus-Spannungsversorgung, also gilt das folgende - wie
oben schon gesagt:
"...Normalerweise sollten beim Operationsverstärker die beiden Eingänge
(und der Ausgang) auf der "virtuellen Masse" liegen, also nahe null
Volt.
Die Differenz zwischen dem + und - Eingang ist dann das, was am Ausgang
"verstärkt" erscheinen soll...."
Wenn Du noch Fragen hast, bitte posten.
ciao
gustav
Okay, alle Teile drin, alles soweit zusammen und nochmal schnell
gemessen, ob ich irgendwo einen Kurzschluss habe.
Mir fiel nur eine Sache auf.
R95 und R99 haben 0 OHM im eingebauten Zustand
Der Rest scheint sich normal zu verhalten. Der Gleichrichter hat an +
und - auch keinen Kurzen mehr.
Nur eben die 2 Lastwiderstände. Ist das im eingebauten Zustand evtl.
normal?
Der Dry/Eff/Effects Poti beeinflusst Pin7 von IC6, also den Output. Das
ganze geht aber nur hoch von -0,13V auf -0,06V und hat wahrscheinlich
auch nichts mit dem Verzerrungsproblem zutun.