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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Womit Gehäusedeckel schmieren, damit er sich leicht öffnen lässt?


Autor: Erwin M. (nobodyy)
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Kürzlich habe ich das BIOS/UEFI von meinem PC, der in einem 19"-Gehäuse 
im Schaltschrank steckt, upgedatet und gemäß Murphys Law führten die 
alten Einstellungen zum Blackscreen, so das ich CMOS Reset brauchte um 
neue funktionierende BIOS/UEFI-Einstellungen vornehmen zu können. Dabei 
zeigte sich das der Deckel so sehr klemmte, das ich auch mit einem 
Schraubendreher den Deckel nicht nach oben oder hinten entfernen konnte, 
zumindest ohne zusätzliches Werkzeug wie Hammer und Folgen wie Dellen im 
Deckel. Deshalb musste ich alle Kabel ziehen und das Gehäuse aus dem 
Schrank ziehen (und später die umgekehrte Prozedur durchführen).
Deshalb habe ich nun die Flächen zwischen Deckel und Gehäuse mit 
Vaseline bestrichen, von beiden Seiten (Decklseite u. Gehäuseseite). 
Damit habe ich spürbar weniger Reibung, aber gibt es für solche 
Verklemmungen auch Normen und bessere Schmierstoffe/Trennmittel als 
Vaseline?
Wäre beispielsweise Silikonfett besser geeignet?

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Autor: michael_ (Gast)
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Silikonfett hat ganz schlechte Schmierwirkung!

Autor: ⬓⬒⬓⬒⬓⬒ (Gast)
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Erwin M. schrieb:
> Damit habe ich spürbar weniger Reibung, aber gibt es für solche
> Verklemmungen auch Normen und bessere Schmierstoffe/Trennmittel
>


Bei seltener Benutzung und mäßiger Kraftbeanspruchung taugt evtl. ein 
Teflonspray. Das trocknet ab und zieht keinen Staub an.

Autor: Mike (Gast)
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schau mal im Internet ( Amazon , ebay ...) nach Silbergleit
das ist eine Paste - nutze ich selber für meinen Tischkreissägen-Tisch

Autor: L. H. (holzkopf)
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Für Verklemmungen gibt es keine Normen, sondern m.W. nur Psychiater. ;)

Wenn es um gute Schmierung geht, stellt sich an sich zunächst immer die 
Frage ob die auch in engen Spalten wirksam sein können/werden muß.

Was natürlich mit flüssigen Schmierstoffen besser möglich ist als mit 
salbenartigen.

Der Unterschied zwischen Vaseline und Silikon-Fett spielt m.W. nur dann 
eine Rolle, wenn O-Ringe mit im Spiel sind, deren Dichtflächen immer 
wieder auf Drehung und/oder Schub belastet werden.

Da ist nach meinen Erfahrungen Silikonfett etwas langlebiger als 
Vaseline.
Beide Fette werden ja auch als Hahnfette (im Sanitär- und 
Heizungs-Bereich)gehandelt.

Vaseline verwende ich als Schutzfett bei verchromten Teilen.
Z.B. Stoßstangen von Oldtimern oder den Kolbenstangen von Hubwagen, die 
auch mal länger draußen stehen.

In Deinem Fall würde ich aber eher Paraffin (z.B. Lampenöl) hernehmen.
Das ist sehr eng verwandt mit Vaseline, nur halt kürzerkettiger und 
deshalb flüssig.

Grüße

Autor: MaWin (Gast)
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Vaseline ist ok, steckt auch in Potis als Schmierstoff. Geht ja nicht um 
Kugellager, Motoren, Panzerketten, wird nicht warm und nur gelegentlich 
bewegt.

Autor: oszi40 (Gast)
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Erwin M. schrieb:
> Verklemmungen

Gegen PassUNgenauigkeit und schiefe Deckel hilft selten Fett, sondern 
eher eine Feile, sofern die Krümel nicht in die Elektronik fallen.

Ein gut gefettes Gehäuse ist bald ein besserer Staubfänger.

Autor: Erwin M. (nobodyy)
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Wie gut wäre wohl Hirschtalg?

Autor: Der Andere (Gast)
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Erwin M. schrieb:
> Wie gut wäre wohl Hirschtalg?

Kannst auch Butter nehmen. Stinkt beides nach einiger Zeit

Autor: Brünstiger (Gast)
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Erwin M. schrieb:
> Wie gut wäre wohl Hirschtalg?

Das ist nur bei Geräten mit Röhren angezeigt.

Autor: Hubertus (Gast)
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Brünstiger schrieb:
> Erwin M. schrieb:
>> Wie gut wäre wohl Hirschtalg?
>
> Das ist nur bei Geräten mit Röhren angezeigt.

Richtig, denn:
Früher konnte man in den Föhren //
Hirsche röhren hören.
Doch Röhrentechnik ging verloren //
heut' haben Hirsche Transistoren.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Fetten ist nur die Pille gegen Kopfschmerzen.
Suche die Ursache und biege das Blech so hin, dass es nicht mehr klemmt.

Autor: georg (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> biege das Blech so hin, dass es nicht mehr klemmt.

Vielleicht muss man auch erst einen Hebel für die Verriegelung öffnen?

Es gibt 2 Sorten Deckel, welche die festgeschraubt werden und welche mit 
Schnappverschluss.

Georg

Autor: Erwin M. (nobodyy)
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georg schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> biege das Blech so hin, dass es nicht mehr klemmt.
>
> Vielleicht muss man auch erst einen Hebel für die Verriegelung öffnen?

Nein, ich habe die Kiste leer gekauft und den PC eingebaut, vor zwei 
Jahren, einem Umzug und nach ein Dutzend mal auf/zu. Da ist kein Hebel.
Es gibt maximal 4 Schrauben zum Befestigen vom Deckel und ich hatte alle 
entfernt, konne aber mit dem Schraubendreher und hinten/unten ansetzen 
den Deckel weder nach oben drücken noch nach hinten ziehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Erwin M. (nobodyy)
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Und wie gut ist Polfett ( https://de.wikipedia.org/wiki/Polfett ) als 
Schmierstoff und Gleitmittel?

Autor: omega-3-total (Gast)
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Erwin M. schrieb:
> Und wie gut ist Polfett ( https://de.wikipedia.org/wiki/Polfett ) als
> Schmierstoff und Gleitmittel?



Frag doch mal bei deinen Provider nach Serverschmiere.

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Erwin M. schrieb:
> Und wie gut ist Polfett ( https://de.wikipedia.org/wiki/Polfett ) als
> Schmierstoff und Gleitmittel?
Zählst du jetzt alle fettarten auf die du hast? o.o
Besorg dir ne Tube universelles SCHMIERfett und das reicht dann für ein 
paar Jahren.

Autor: F. F. (foldi)
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Stefan M. schrieb:
> Fetten ist nur die Pille gegen Kopfschmerzen.
> Suche die Ursache und biege das Blech so hin, dass es nicht mehr klemmt.

Ganz genau!

Autor: Herr Troll (Gast)
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Besser anderen 19-Zoll-Gehäusetreiber benutzen!

Autor: Manfred (Gast)
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Alex G. schrieb:
> Besorg dir ne Tube universelles SCHMIERfett und das reicht dann für ein paar 
Jahren.

Es gibt kein universelles Schmierfett.

Richtig interessant wird das, wenn noch Kunststoff ins Spiel kommt und 
dieser wegen des Fettes Haarisse bildet.

Autor: omega-3-total (Gast)
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Manfred schrieb:

>
> Es gibt kein universelles Schmierfett.
>
> Richtig interessant wird das, wenn noch Kunststoff ins Spiel kommt und
> dieser wegen des Fettes Haarisse bildet.

Haargel!

Autor: Herr Troll (Gast)
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Bio-Mückenfett?

Autor: Fett (Gast)
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Fett ist eine Sache fuer sich, es kommt immer auf die Materialien an, 
die in Reichweite sind. Metalle sind unkritisch, aber alle Kunststoffe 
und Lacke eher heikel. Ganz schlimm ist Gummi. Dann gibt es Fette, die 
Korossion foerdern usw.
Auch zu beachten ist, dass das Fett bis zum naechsten Oeffnen nicht 
ausgetrocknet ist. Gut, das ist in dieser Anwendung wohl nicht so 
kritisch.

Ich wuerde auch versuchen eine mechanische Loesung zu finden, z.B. mit 
Schmirgelpapier...

Autor: F. F. (foldi)
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Bei der Bundeswehr, ich repariert dort Hubschrauber, hatten wir ein 
spezielles Fett für Sitzschienen. Das war quasi schmutzresistent. Konnte 
dort eine Dose abgelaufenes Fett (darf nach einer gewissen Lagerdauer 
nicht mehr eingesetzt werden) mitnehmen.  Hätte ein paar Dosen mitnehmen 
sollen. War viel zu schnell leer.
Weiß natürlich weder die Bundeswehr Bezeichnung noch eine zivile 
Bezeichnung dafür. Hatte damals schon (für die Bundeswehr) über 500 DM 
gekostet.
Das wäre für diesen Zweck sicher gut geeignet gewesen.

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Autor: Erwin M. (nobodyy)
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Fett schrieb:
> Fett ist eine Sache fuer sich, es kommt immer auf die Materialien an,
> die in Reichweite sind. Metalle sind unkritisch, aber alle Kunststoffe
> und Lacke eher heikel.

Ja, ich vermute die Lackierung, dass die Lack von Gehäuse und Deckel 
"verbacken" sind bei den Sommertemperaturen.


> Ich wuerde auch versuchen eine mechanische Loesung zu finden, z.B. mit
> Schmirgelpapier...

Das Gehäuse benutze ich schon 2 Jahre und es liegt auf Gleitschienen im 
Schaltschrank.
Alle paar Monate etwas abzuschmirgeln kann nicht die Lösung sein.

Autor: Manfred (Gast)
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Erwin M. schrieb:
> Ja, ich vermute die Lackierung, dass die Lack von Gehäuse und Deckel "verbacken" 
sind bei den Sommertemperaturen.

"Backen": Wenn damit Flächen gemeint sind, sollte Backpapier bzw. 
Dauerbackfolie helfen können.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Ich verstehe bis jetzt nicht, warum irgend etwas geschmiert werden
soll in einem Gehäuse und warum der TO auf so etwas besteht...

Erwin M. schrieb:
> Dabei
> zeigte sich das der Deckel so sehr klemmte, das ich auch mit einem
> Schraubendreher den Deckel nicht nach oben oder hinten entfernen konnte,
> zumindest ohne zusätzliches Werkzeug wie Hammer und Folgen wie Dellen im
> Deckel.

Ein Bild würde wohl mehr bringen als die Schmiererei...

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