Ich habe nun 6 Jahre Berufserfahrung in 2 Firmen (über Dienstleister
beim OEM und jetzt bei Tier1-Zulieferer). Nach dem Studium hatte ich als
leicht-überdurchschnittlicher FH-Absolvent Anfangs kaum Angebote, außer
bei Bertrandt und anderen DL. Dieses Jahr haben mich aber Firmen wie ZF,
Hella, BMW und VW zum Vorstellungsgespräch eingeladen, teilweise für
Komponenten, wo ich zuvor kaum Berührungspunkte hatte (ich zitiere: "Ist
doch auch nur AUTOSAR und Simulink"). So bekam ich meine neue Stelle.
Hier haben schon mehrere Abteilungsleiter erwähnt, dass sie trotz IGM
EG15 in BW keine Leute mit Erfahrung mehr finden.
Mittlerweile glaube ich an den Mangel, besonders wegen der vielen
Frischlinge als neue Kollegen. Wenn man sich alleine die vielen
Stellenausschreibungen im Bereich SW bei VW anschaut. Ich erinnere mich,
dass das vor paar Jahren noch ganz anders aussah.
Wie seht ihr das? Hat hier ein Informatiker oder Elektrotechniker
gegenteilige Erfahrungen in den letzten 2 Jahren gemacht?
Runnable schrieb:> Hier haben schon mehrere Abteilungsleiter erwähnt, dass sie trotz IGM> EG15 in BW keine Leute mit Erfahrung mehr finden.
Den Schwachsinn glaubst du natürlich den man dir im VG auftischt?
Heinz Becker schrieb:> Runnable schrieb:>> Hier haben schon mehrere Abteilungsleiter erwähnt, dass sie trotz IGM> EG15 in BW keine Leute mit Erfahrung mehr finden.>> Den Schwachsinn glaubst du natürlich den man dir im VG auftischt?
Macht auch voll Sinn den Bewerber anzulügen um ihn teurer zu machen.
Fachkräftemangel ist einfach Fakt in der Automobilindustrie +
Zulieferer.
Hochautomatisiertes Fahren muss gestemmt werden.
Heinz Becker schrieb:> Den Schwachsinn glaubst du natürlich den man dir im VG auftischt?
Nach der Einstellung wurde das beim Kaffee auf dem Flur und in der Küche
erwähnt, nicht im Vorstellungsgespräch. Wie gesagt, mein Lebenslauf ist
ok, aber ich bin kein Überflieger, muss in manche Themen noch
eingearbeitet werden. Vitamin B hatte ich auch nicht.
Als ich mich vor 3 bis 6 Jahren bewarb, gab es keine Einladung. Dieses
Jahr gab es sogar mehrere Angebote. Plus dieses Jahr gab es viel mehr
Stellen auf die ich mich hätte bewerben können.
Kalus schrieb:> Das heißt jeder kommt ohne Probleme bei den OEM rein?
Wann gab es jemals Einstellungsgarantien für Ingenieure? Ziemlich
unrealistische Erwartungshaltung.
Das habe ich so nicht gesagt. Ich habe von meiner Erfahrung berichtet
und was ihr so in LETZTER ZEIT erlebt habt, weil ich im Vergleich zu
2015 und 2012 viel mehr und sogar bessere Angebote hatte.
Ich kann das bestätigen. Wir haben viele offene Stellen, die aber nur
mit 5-10 BE zu meistern sind. Wir wollen niemanden ausbilden und
einarbeiten, dafür haben wir unsere eigenen dualen Studenten.
Alleine in meiner Abt. brauchen wir 10 erfahrene Ingenieure. Alle 10
Stellen wurden jedoch an DL als ANÜ Stellen ausgegeben. Wir warten auf
Bewerbungen vom DL.
Runnable schrieb:> weil ich im Vergleich zu> 2015 und 2012 viel mehr und sogar bessere Angebote hatte.
Könnte sein, WENN alte, gute Leute reihenweise in Rente gehen. Dann wird
wieder Nachschub gebraucht. Durch schlechte Personalplanung und fehlende
Alterstreppe geht dann plötzlich viel Wissen/Erfahrung verloren. Bis die
Einarbeitung von Nachfolgern erfolgreich ist, besteht dann erhöhter
Personalbedarf.
Kalus schrieb:> Das heißt jeder kommt ohne Probleme bei den OEM rein?> Ist ja schließlich Fachkräftemangel!>> Na dann los zu den OEMs!
Musst deinen Quatsch mal lesen.
Wir reden von Fachkräften, nicht von jedem!
Ein Mangel kann auch bestehen ohne dass man seine eigenen Anforderungen
herunterschraubt und mit minderer Qualität lebt, denn das würde ja
bedeuten es gäbe garkeinen Mangel mehr. Dieser wurde ja von der
vermeintlichen Anforderungsminderung ausgeglichen.
Aber das versteht von den Typen hier kaum einer.
Wir suchen auch wie verrückt. Osten, E2MS mit eigener Entwicklung,
kleiner Standort, in Summe 1600 Mann, Ist also was....
Das kann gut möglich sein. Insbesondere für Informatiker ist die
Automobilbranche eher unattraktiv. Klar du hast ein tolles Gehalt, aber
das allein ist eben nicht alles. Die Aufgaben sind eher uninteressant,
verwalten statt entwickeln und die innovationsfeindliche Konzernumgebung
aus alten resignierten Kollegen, die auf die Rente warten ist jetzt
nicht das was man als fähiger Absolvent anstrebt.
Sagen wir mal, die Ausblicke der Industrie sind besser, man kann
laengerfristiger planen. Auslagerungen nach china sind nicht mehr so in
Mode. Also bleibt man erst mal hier und baut hier aus. Deswegen werden
mehr Leute eingestellt.
OEMGDFDA schrieb:> Ich kann das bestätigen. Wir haben viele offene Stellen, die aber nur> mit 5-10 BE zu meistern sind. Wir wollen niemanden ausbilden und> einarbeiten, dafür haben wir unsere eigenen dualen Studenten.
Haha, das ist kaum zu glauben. Ich bin mit weniger als ein Jahr beim OEM
eingestiegen, leiste mehr als die teuer bezahlten Kollegen und mein Job
ist an Unterforderung kaum zu unterbieten. Dazu kommen die stundenlangen
sinnlosen Diskussionen und die ganze heiße Luft.
> Autor: SW I. (sw-ing)> Datum: 14.09.2018 08:47> Insbesondere für Informatiker ist die Automobilbranche eher unattraktiv.
Nicht nur für die. Ich mache schon seit Jahren nichts mehr für die, da
ich dem Zirkus dort abgeschworen habe.
> Klar du hast ein tolles Gehalt, aber das allein ist eben nicht alles.
Redest du ein Zeug. Wo hast du denn dort ein tolles Gehalt ? Die zahlen
dir genau so viel das es vo ersten bis zum letzten reicht.
> Die Aufgaben sind eher uninteressant,
Die Aufgaben sind eigentlich in Ordnung. Was nicht stimmt ist ganze
Vorgehensweise wie dort verfahren wird.
> verwalten statt entwickeln und die innovationsfeindliche Konzernumgebung> aus alten resignierten Kollegen, die auf die Rente warten ist jetzt> nicht das was man als fähiger Absolvent anstrebt.
Meinste du wärst ein fähiger Absolvent? Lass das besser andere
Beurteilen.
Sost kannste noch alles essen !
Im Bereich E-Antrieb, Autonomes Fahren, allgemein alle
Fahrerassistenzsysteme stellen alle großen Namen ( OEM + Tier 1 ) gerade
massiv ein. Es wird mit aggressiv um Ingenieure und Informatiker
geworben die entsprechende Kenntnisse mitbringen. In Stuttgart hat man
als Frau mit technischen Studium eine Job-Garantie, wenn nicht sogar
eine Karriere-Garantie -> Stichwort "Leadership 2020".
Hier mal die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen von Porsche. Um mal das
Ganze in Zahlen zu vermitteln was hier seit ein paar Jahren abgeht.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/291631/umfrage/mitarbeiter-von-porsche/
2000-3000 Einstellungen pro Jahr bei Porsche, eine Verdopplung der
Mitarbeiter seit Ende der Wirtschaftskrise.
Um das mal aus meinem persönlichen Blickwinkel zu schildern.
Ich und viele meiner Schulfreunde haben in Stuttgart und Umgebung
technische Studiengänge zwischen 2014 und 2015 absolviert. Nicht wenige
von uns (ca. 50%) sind danach erstmal zum DL oder haben angefangen zu
promovieren, weil es trotz Praktikum/Master-Arbeit nicht für den Einstig
beim OEM/Tier 1 gereicht hat.
Stand Heute sind alle noch in der Region Stuttgart und alle haben einen
Job beim OEM oder Tier 1. 80% davon im Bereich Fahrerassistenzsysteme.
Die Fluktuation bei den Tier 1 ist in dem Bereich aktuell sehr hoch, da
OEM und auch direkte Mitbewerber ständig bemüht sind die erfahrenen
Leute abzuwerben.
Runnable schrieb:> Hier haben schon mehrere Abteilungsleiter erwähnt, dass sie trotz IGM> EG15 in BW keine Leute mit Erfahrung mehr finden.
Wer findet die nicht?
Die Abteilungsleiter hätten sicher gerne solche Leute, die
Personalabteilung sperrt sich, oder die versuchen diese Über
Dienstleister zu bekommen.
Arbeite über einen DL.
Bekomme in letzter Zeit häufiger Angebote von anderen DL, ja - Übernahme
nach 12 Monaten vorgesehen, was ich in der Häufung so nicht hatte.
Hella - Lippstadt, da habe ich auch mal gearbeitet.
Fest anfangen wollte ich da nicht.
Lel schrieb:> 2000-3000 Einstellungen pro Jahr bei Porsche, eine Verdopplung der> Mitarbeiter seit Ende der Wirtschaftskrise.
Das ist Irrsinn, eine Blase die langfristig platzen wird.
Wir müssen uns aus Abhängigkeit von der Automobilindustrie befreien, so
lange wir noch können!
Die spinnen die Römer schrieb:> Lel schrieb:>> 2000-3000 Einstellungen pro Jahr bei Porsche, eine Verdopplung der>> Mitarbeiter seit Ende der Wirtschaftskrise.>> Das ist Irrsinn, eine Blase die langfristig platzen wird.> Wir müssen uns aus Abhängigkeit von der Automobilindustrie befreien, so> lange wir noch können!
Afaik ist doch Porsche voll von ANÜ. Sobald es da mal nicht mehr gerade
aus geht, dürfen sicherlich alle Leiharbeiter gehen. Danach ists dort
doch ziemlich leer.
Das echte Problem mit dem Fachkräftemangel ist ein Mangel an neuen
Mitarbeitern, der die Fähigkeiten der Abteilung an das erforderliche
Mindestniveau anheben soll.
In den Entwicklungsabteilungen wurden - da man eben die Zukunft und die
spätere Bewertung nicht kennen konnte - viele Stellen und Ressourcen
fehlallokiert.
Jetzt wird so gegengesteuert, dass die Alteingessen dennoch bleiben
können und neue Fähigkeiten dazukommen, die die Alten nicht mehr lernen
wollen.
Das heißt jetzt müssen Leute kommen, die spezifische Embedded Linux
Distributionen samt Treiber erstellen können, die IoT, App und Cloud
können.
Was noch immer wichtiger wird, ist Software-Qualität. Während früher
einfach eine Software als funktional angenommen und nach einem
Gesamtsystemtest an dne Kunden ausgeliefert wurde, sind heute dynamische
Code-Analyste, Modul- und Integrationstests notwendig.
Oder Prüfingenieure, die schon viele Methoden und Technologien zum
Testen kennen.
Das wollen viele nicht mehr dazulernen, weil die Einstiesgshürden
relativ hoch sind.
Das andere Problem ist, dass die meisten Studenten aus den Hochschulen
diese Kenntnisse und Fähigkeiten aufgrund fehlender Praxiserfahrung auch
nicht haben.
Somit bleiben nur ein paar Testspezialisten, AUTOSAR- Linux-Gurus, die
auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen haben.
Es gibt keinen allg. Fachkräftemangel, sondern nur den Mangel an Leuten,
die schon ein Vorhandenes Team punktuell verstärken und ergänzen sollen.
Kalus schrieb:> Das heißt jeder kommt ohne Probleme bei den OEM rein?> Ist ja schließlich Fachkräftemangel!>> Na dann los zu den OEMs!
Geht nicht, bin schon drin.
SW I. schrieb:> Die Aufgaben sind eher uninteressant, verwalten statt entwickeln und die> innovationsfeindliche Konzernumgebung aus alten resignierten Kollegen,> die auf die Rente warten ist jetzt nicht das was man als fähiger> Absolvent anstrebt.
Das sehe ich aber gar nicht so. Im Gegenteil ist das Arbeiten im Konzern
sehr erstrebenswert, auch und gerade für Absolventen.
Lel schrieb:> In Stuttgart hat man> als Frau mit technischen Studium eine Job-Garantie, wenn nicht sogar> eine Karriere-Garantie -> Stichwort "Leadership 2020".
Gilt das nur für als Frau geborene oder auch für Transgender?
Also ich habe ebenfalls ein leicht überdurchschnittliches FH Studium.
Bin seit 8 Jahren in der Automobilindustrie und davon circa ein Jahr
arbeitslos. Ansonsten habe ich im Schnitt alle 9 Monate einen Jobwechsel
hinter mir.
Anspruchsvoll sind die Aufgaben nie gewesen.
Habe vor dem Studium bereits einige klein Gerätetreiber für Linux
geschrieben, kenne mich mit Signalverarbeitung ganz gut aus, autosar ,
Unit und Integrationstests, Supportvektormaschinen, Neuronale Netze und
das ganze Zeugs habe ich alles beruflich oder privat schonmal gemacht.
Aktuell finde ich nichts passendes und werde versuchen einen neuen
Studienplatz in Biochemie zu bekommen ...
Anoixi schrieb:> Also ich habe ebenfalls ein leicht überdurchschnittliches FH> Studium.> Bin seit 8 Jahren in der Automobilindustrie und davon circa ein Jahr> arbeitslos. Ansonsten habe ich im Schnitt alle 9 Monate einen Jobwechsel> hinter mir.> Anspruchsvoll sind die Aufgaben nie gewesen.> Habe vor dem Studium bereits einige klein Gerätetreiber für Linux> geschrieben, kenne mich mit Signalverarbeitung ganz gut aus, autosar ,> Unit und Integrationstests, Supportvektormaschinen, Neuronale Netze und> das ganze Zeugs habe ich alles beruflich oder privat schonmal gemacht.> Aktuell finde ich nichts passendes und werde versuchen einen neuen> Studienplatz in Biochemie zu bekommen ...
Dein Text entspricht deiner Lebenseinstellung - Lustlosig- und
Antriebslosigkeit. Wurde müde beim Lesen deines Textes. Und das soll in
diesem Forum was heißen.
Btw alle 9 Monate wechseln kommt auch total GEIL. Ab in die
Biochemievorlesungen. Schlafen.
Anoixi schrieb:> Aktuell finde ich nichts passendes und werde versuchen einen neuen> Studienplatz in Biochemie zu bekommen ...
Das wird ein Rohrkrepierer, garantiert!
6 Monate vor der Simulationsvorlesung bei FH-Allgemeine-Informatik fand
ich ein Matlab-Simulink-Skript aus Karlsruhe und blendete es in der
Pause auf dem Monitor im PC-Labor ein (an der Uni nennt es sich
"PC-POOL"). Der Simulationsprof. sah das Skript und fragte mich wo ich
es gefunden habe (eine solche konkrete Frage nach dem Fundort oder gar
einer persönlichen Autorität scheint in Sachsen durchaus üblich zu
sein). Für die Vorlesung stand im Curriculum sie solle mit Simulink
stattfinden, was ausfiel. Es kam ein amerikanisches no-name-System mit
Masken zum Eintragen von IF-THEN-ELSE-FI. Thema war die Simulation eines
Eisenbahnhofes mit diskreter Zeit.
Ein anderer Prof. teilte um 2001 wiederholt den "Stellenreport" aus.
Nach dem Abschluss suchte ich das Heftchen wieder vor und fand dort auch
"Hella-Hück" aus NRW mit seinen Autoscheinwerfern. Aber aus meiner
Bewerbung wurde nichts. Die Fotografin meiner Kreisstadt im Osten hatte
ihre Familie in dem Fotoshop untergebracht. Ein glücklicher Jüngling in
meinem Alter sprang hinter dem Ladentisch herum - er hatte Arbeit. Immer
Bewerbungsmappen mit Foto kaufen und Rechnung beim Arbeitsamt abgeben.
Rückläufer-Kunststoffmappen nicht wiederverwenden sondern in die Gelbe
Tonne.
Vor der großen Bankenkrise war ich vier Jahre bei einem kleinen
Dienstleister. Vorteil: Er kann Siemens-Vorzugslieferant sein wird aber
in keinem Forum kritisiert, hat keinen Ruf zu verlieren. VDO stellte
mich nicht ein - ich blieb nicht kleben. "Das ist nicht so einfach"
sagte der Teamleiter. Es kam dorthin sogar mal ein Kompilerhersteller
mit einem Zweitageskurs. Ich konnte auf die Frage antworten: 1 ==
(float)x. Weil ein Vergleich mit Float unsicher ist. Die anderen
antworteten garnicht und arbeiten wohl heute noch dort. Der Kursleiter
sagte über mich: "Haltet euch den Mann warm, der versteht was". Aber
auch innerhalb seiner eigenen Firma verstanden wohl alle außer mir das
Ironische daran. Massenkündigung kam mit der Krise. Dienstleister war
auf dem Arbeitsamt bekannt aber nicht beliebt weil er für soviel Arbeit
sorgte. Massenkündigung deshalb nur in zwei Tranchen (50%, 25%) zulässig
damit das Amt arbeiten kann. Ich rief dann bei VDO den arabischen
Gewerkschafter und Betriebsrat an: "Ich kann dir auch keine Arbeit
geben". Schade, eigentlich wäre gerade das interessant gewesen und nicht
der Metall-Tarifvertrag für Zeitarbeit. Ohne diesen Vertrag hätte
nämlich das Arbeitsgericht Recht beugen müssen, z.B. wenn eine Schlange
für 4 Stunden vorm Gericht steht und das Gericht nur 10 Minuten die
Pforte (heißt nicht Tür im Kapitalismus) öffnen kann.
...../\.......Abhängig von Girogeld
..../..\
.../....\
../......\
./________\
/
Seit vier Jahren bin ich bei einem Familienunternehmen mit 40
Mitarbeitern angestellt. Einmal schrieb ich ein Lastenheft mit 15 Seiten
A4. Dort gab ich meine Email Adresse an um laut Urheberrecht als Urheber
genannt zu sein. Hätte passieren können, dass der B2B Partnerkonzern
mich abwirbt. Hätte, denn der Teamleiter (Softwareabteilung beseht nur
aus mir) strich mich raus und gab seinen eigenen Namen an. Die Jungs
wollen schon rauskriegen warum ich mit gebügeltem Hemd zu Arbeit komme
an nur einem Wochentag aber fragen nicht direkt (nach Feierabend kam das
Vorstellungsgespräch aus dem nichts wurde). Leute die von Freizeit nicht
viel zu berichten haben - aber eins doch, sie erzählen von ihrem Auto.
Wer findet mich nicht:
- Amedeus FiRe in Wiesbaden, weil nach obigem Gespräch die Personalfrau
"mit meinem Vermittler nochmal spreche wollte".
- FH Wiesbaden schreibt Stellenangebot nur mit Kennziffer XXXXXXXXXX
ohne im Titel die Tätigkeit zu nennen (meldet sich Schwester S und
Malcolm X).
- Bei Xing gab ich an "c# in Wiesbaden", "Embedded in Wiesbaden" worauf
HAYS wissen will wie ich diese beiden Stichpunkte genau meine aber
jedenfalls kein Geld bietet, andere kommen mit Angeboten in Bad Homburg
oder es erscheint eine Firma mit Sitz in Wiesbaden die sich in
Wirklichkeit in Hattersheim befindet.
Habe mal Ferchau angeschrieben. Jedenfalls bekam ich erstmal den
Posteingang bestätigt. Will es in Rüsselsheim versuchen. Im
Rhein-Main-Gebiet habe ich bisher drei Werksgelände aus Klinkerziegeln
entdeckt: Höchst-AG, Airport und Opel. Airport boxt sich durch, Höchst
ist zwar aufgelöst lebt aber als IPH-Zombie weiter. Opel ist zwar
Grenzanbieter aber die Immobilien sind derart speziell gewidmet dass die
Banker sie wohl noch nutzen wollen.
Habe außerdem unter der Wikipedia->Skyrmion eine Simulation des
Elektrons veröffentlich (stammt aus den 60-ger Jahren) die bisher alle
meine Physiklehrer nicht erwähnten. Später simulierte ich damit das
Proton das aus drei deformierten Elektronen besteht, womit der Begriff
Quarks sich darunter lediglich als Variante unterordnen müsste (Quarks &
Co.). In dem Wikipedia-Artikel gab ich auch meine Email-Adresse an aber
bekam keine Post. Sagen wir mal so: Trage ich es im Chaos Computer Club
vor, diskutiert niemand mit. Alle warten auf den Vortrag des
Fraunhofer-Mannes nächste Woche (haste mal 'ne Stelle für mich? Bring
mich 'rein).
Frischling schrieb:> Seit vier Jahren bin ich bei einem Familienunternehmen mit 40> Mitarbeitern angestellt.
Hallo robocash, das ist eine Klitsche ohne Zukunft - schau, dass du da
schnellstmöglich weg kommst.
@Qwertz
Da du von deinem kleinen Rohr ausgehst wäre das bei Dir sicher der Fall.
Da ich aber über ein sehr überdurchschnittliches Rohr verfüge ist es
genau das richtige Kaliber für mich ;)
Runnable schrieb:> dass sie trotz IGM> EG15 in BW keine Leute mit Erfahrung mehr finden.
Die Suchen alle vorsorglich, weil sie Angst vor dem drohenden Mangel
haben.
Richtig bezahlen wollen sie aber nicht. Daher stellen sie nur Junge ein,
weil die noch effektiv sind.
Habe auch gerade das Problem, dass mir jeder erzählt, ich hätte zuviel
Erfahrung. Einerseits jammern sie, dass die meisten Bewerber zu wenig
können, wenn aber einer alles abdeckt, jedoch zuviel kann, haben sie
Angst, dass er wieder weggeht, weil er gfs zu wenig hat. Also nehmen sie
ihn gar nicht.
Peter schrieb:> Macht auch voll Sinn den Bewerber anzulügen um ihn teurer zu machen.> Fachkräftemangel ist einfach Fakt in der Automobilindustrie +> Zulieferer.
Wer will schon in eine sterbende Branche?
Sicher, momentan läuft der Laden gerade, aber in 5-10 Jahren wird es
langsam Prbleme geben. Wer auf Stinkediesel, Betrug und Bestechung statt
Technik setzt kann gegen die Konkurrenz nicht mehr bestehen.
Ein paar gute Firmen werden übrigbleiben, aber das Volumen wird
zurückgehen.
Ich persönlich finde veraltete Verbrennungsmotortechnik auch nicht
besonders interessant. Und nein, die ganze viele Spielzeugelektronik in
den heutigen Autos wird nicht hierzulande entwickelt.
Daher würde ich mich eher z.B. in der Automatisierungsbranche umsehen,
weil das eher Zukunft hat. Viele sehen das vermutlich ähnlich.
Also ich könnte mir auch ein Mix aus Benzin und E-Antrieb vorstellen.
Gerade für den Uhrlaub oder die ländliche Bevölkerung reicht E-Antrieb
nicht.
Verbrennungschemie im Tank halte ich nicht für abwegig. Ev. gelingt eine
gute Produktion von synthetischem Treibstoff.
Man könnte damit die Infrastruktur erhalten. Wünschenswert aus meiner
Sicht wäre dann eine Verbesserung der Energieausbeute und
Umweltverträglichkeit.
Klar, sollte es kuhzünftig einen elektrischen Energieträger geben,
welcher die selbe Energiedichte wie Verbrennungschemie aufweist wäre das
ein Volltreffer. War meiner Meinung nach auch die Hoffnung bei
Brennstoffzellen.
Wenn Kernfusion kommt, wäre zumindest das Energieproblem nachhaltig
gelöst.
Wenn die Verbrennung sauber ist wäre ein etwas geringerer Wirkungsgrad
nich mehr so RElevant.
Autonomes Fahren würde Technologie für intelligente Systeme schaffen.
Zum Beispiel auch für selbst navigierende Raumsonden. Wenn wir es
langfristig auf halbe Lichtgeschwindigkeit schaffen mit den Dingern
könnten sich erste Sonden zu unseren nächsten Nachbarn begeben und
Amerika entdecken. Interstellare Reisen mit Menschen zwischen 8 und 34
Jahre könnten dann sicher bald folgen.
Und wenn wir genügend Kristalle finden, kann sich auch jeder bald sein
eigenes Lichtschwert bauen ....